Knusprige Wildente - habt ihr Tipps?

Hallo liebe Gourmets,

unsere Weihnachtskochpläne haben sich von Gans auf Wildente geändert. Nun warten in meinem Gefrierschrank 2 Wildenten zu je 950 g auf ihre köstliche Zubereitung. Meinem ersten Impuls folgend wollte ich sie wie ganz normale Enten zubereiten (Salz, Pfeffer, Beifuß, Zwiebel, ggf. Apfel) und in der Backröhre innen saftig, außen knusprig garen.
Habt ihr vielleicht Anregungen für mich, wie man eine Wildente lecker zubereiten kann? Wichtig ist eine knusprige Haut, außerdem sollte es nicht süßlich sein (also mit Rosinen oder so eher nicht).
Beilagen sind Rotkraut, Sauerkraut und grüne Klöße. Aus dem Fond will ich eine herzhafte Soße bereiten.
Ich danke euch schon mal für eure Mühen.

Viele Grüße, Heike (aus dem verschneiten Erzgebirge)

Hallo

hier ein Tipp - ist aber nicht knusprig

1 Wildente / Fasan ca 1 KG in 4 Teile zerlegt
Salz und schwarzer Pfeffer
4 zerdrückte Wocholderbeeren
Rosmarin
40 g Butterschmalz
40g durchwachsener Speck (gewürfelt)
1 Zwiebel - geviertelt
1 Möhre, grob geschnitten
1/8 l Rotwein
1/4 l Wilffon aus dem Glas
1/2 Lorbeerblat
Paprika
1 Tl Zitronensaft
1 El Creme fraiche (oder Schmand.geht auch)
20 g kalte Butter

Fleisch mit einer Mischhung aus Salz,Pfeffer, Wacholderb. und Rosmarin einreiben. Im Schmortopf Butterschmalz und Speckwürfel erhitzen, Fleischteile von allen Seiten anbraten, Zwiebel un Mphre mitbräunen. Mit Wein und so vile Wilfond aufgießen, dass der Boden Fingerhoch bedeckt ost. Lorbeerblatt zugeben und zugedeckt weich dünsten. hin und wieder weider etwas Fond nachgießen. Garzeit für junges Geflügel 30 Min. für älteres 1 1/2 Stunde oder mehr. Fleisch rausnehmen und warm stellen. Sauce durchpassieren, mit Paprika und Zitronensaft abschmecken, einkochen. Mit dem Pürierstab Creme fraiche und die Butter mixen.
Fleisch auf vorgewärmte Platte anrichten mit ein wenig Sauce beträufeln und ab auf den Tisch.

Deine Beilagen passen auch hierzu.

Aber leider kein knuspriges Rezept - siehe mal bei webkoch unter Fasan oder Wildente nach.

Gruß Raumpilot

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hallo, Heike:smile:
also, erstmal: Raumpilots rezept klingt super.
Meine Wildente bekäme eine füllung aus passierten maronen, kräftig gewürzt mit salz, pfeffer, majoran und - wer mag - minzblättern.
Dann würde sie in einer grossen pfanne rundum gut angebraten - bratrückstand aufheben! - und danach ins rohr geschoben und bei kleiner hitze *gar gegart*. Zum Schluss bekäme sie eine bepinselung mit einer salz-zitronenlösung und dann noch einen 10 minütigen schub oberhitze - das macht sie knusprig. Aus den bratrückständen aus dem rohr und aus der pfanne eine sauce zubereiten - eventuell mit einem schuss cognac und crème fraiche verfeinern.
lieben gruss aus Wien, jenny

hi jenny,

habe mich soeben für wildente nach deinem rezept zu weihnachten entschieden!
allerdings würde ich unter die füllung noch etwas feingehackte zwiebel und eine zerriebene zehe knoblauch geben. die haut bepinsele ich mit reinem cognac o.ä.

strubbel
E:open_mouth:)

Danke schön!
Hallo Raumpilot,

ich danke dir recht herzlich. Ich werde wohl eine Abwandlung deines Rezepts verwenden.

Viele Grüße, Heike

Hallo Jenny,

auch dir herzlichen Dank. Mal sehen, wenn ich Maronen bekomme, dann werde ich das wohl mal probieren. Ich freu mich schon darauf.:wink:

Viele Grüße, Heike

Fauler Hund meint…
Hi,
ich habe hier 7 Rezepte die auf meiner Homepage erscheinen werden. (März?)
Alle sind PDF und ich habe keine Lust alles für wwwas umzuschreiben.
Wer diese Rezepte haben möchte: Letzter Termin 22.12.04. Danach bin ich wieder im Ausland.
Gruß
WC-DO
PS: Rezeptwunsch nur per direkte Mail. Und nicht als Antwort im Brett.

Hallo,

Bitte - es freut mich das ich Dir helfen konnte - Rezepte sind dazu da um diese zu verändern. Ich wünsche Euch einen Guuuden.

Schöne Feiertage - Raumpilot

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Hallo, Heike und Strubbel:smile:
ich danke euch, dass ihr mein rezept in erwägung gezogen habt…es möge gelingen:smile:
Ich hab nur noch zwei bemerkungen dazu:

  1. die passierten maronen sind keine *echte* beilage…mehr ein geschmacksträger (allerdings ein guter:smile:). Sollte die Fülle eine *echte* Beilage ergeben, würde ich die maronen noch mit ködelbrot strecken. Dazu passen auch als Fülle zb. Weintrauben.
  2. bei knoblauch wäre ich bei dem rezept vorsichtig…ich bin eine absolute knoblauchliebhaberin, aber da wäre ich…hmmm…ausprobieren:smile:
    Wenns nicht süss sein soll - und das war ja das ausgangsposting - dann eher mit saueren äpfeln, majoran…und- ich wiederhole mich, mit minze verfeinern.
    Ein friedliches Fest und guten Appetit:smile:
    lieben gruss aus Wien, jenny

Hallo Jenny,

danke für die Warnung bzgl. Knoblauch, da wir Knoblauch auch recht gern mögen, wäre der mit Sicherheit rangekommen (wobei ich auch leichte Bedenken habe, ob das zu Wildente passt). Da lass ich ihn mal lieber weg oder verwende ihn bestenfalls in homöopathischer Dosierung.
Als echte Beilage ist die Füllung nicht gedacht, dafür gibt es grüne Klöße, Rotkraut und Sauerkraut. Ich dachte da eher an die Geschmacksträgerfunktion. Minze hab ich nicht da, aber Majoran klingt gut. Ob man da mit einem Schuss Pfefferminztee experimentieren kann? Muss ich mal noch überlegen.
Ich werde euch mal berichten, was und wie es geworden ist.

Viele Grüße sowie ein schönes und friedliches Weihnachtsfest wünscht Heike

Ein spätes Dankeschön an alle + Bericht
Hallo Jenny,

ein dickes Danke noch einmal, es ist phantastisch geworden. Eine Wildente haben wir traditionell gemacht, die andere mit Maronen gefüllt. Die gefüllte war wesentlich saftiger, einfach genial. Ich habe gegarte geschälte Maronen gekauft (die Popelei mit dem Schälen wollte ich mir wegen Zeitmangels nicht antun - 2 kleine Kinder), diese mit der Küchenmaschine zerkleinert und mit Salz, Pfeffer, Majoran und Pfefferminztee (die Krümel aus dem Teebeutel) gewürzt. Ein wenig Öl und Wasser machten die Masse geschmeidiger.
Die Ente selbst bekam noch innen und außen Salz und Pfeffer.
Die beiden Enten kamen in den Deckel des Gänsebräters, einige Speckstreifen wurden ausgelassen, darin wurden die Vögelchen bei 250°C im Herd angebraten, dann zurückgedreht auf 175°C, ab und an mit einer Mischung aus Hühnerfond (Wildfond gab es nicht) und Rotwein übergossen. Ich verwende übrigens Umluft, das macht alles schön knusprig. Kurz vor Schluss kamen die Enten auf den Rost und wurden mit Zitrone übergossen (Salz war genug dran). Die entstehende Soße war auch echt lecker und musste kaum nachbearbeitet werden.
Es war ein gelungenes Essen zu einem schönen Fest.

Viele Grüße, Heike