Hi…
Weiss nicht, ob ich hier richtig bin.
Mein Neffe wird 14 Jahre und hilft gerne in der Küche. Nun suche ich ein Kochbuch, aus dem er selbst etwas zaubern kann. Nicht zu schwer, keine zu exotischen Zutaten. Hab schon bei Amazon.de gesucht, aber nix gefunden.
Gibt’s denn ein Kochbuch für Jungs?
also ehrlich, bis zu diesem Posting wäre ich nie auf die Idee gekommen, unsere 150 Kochbücher nach Geschlecht zu sortieren. Und ich halte dies auch für wenig zielführend oder sinnvoll. Was sollte deiner Meinung nach an einem Kochbuch für Jungen anders als an einem Kochbuch für Mädchen sein? Sind Jungen grundsätzlich dümmer, stellen sich ungeschickter in der Küche an, oder wo siehst Du da einen Unterschied? Meinst Du es bräcuchte besondere Überredungskunst, Jungen zum Kochen zu bewegen, oder müssen in so einem Buch Rezepte „für richtige Männer“ drin stehen?
Ich würde einfach mal zu einem guten, modernen Schulkochbuch greifen, was insbesondere grundlegende Techniken gut erklärt und klassische Zubereitungsarten erläutert. Mit diesen „Basics“ macht die Sache dann noch mal so viel Spaß und wächst die Freude am Kochen. Alternativ kann man auch ein besonders witziges Kochbuch für junge Leute nehmen, oder ein thematisches Buch zu seinen Lieblingszutaten oder -richtungen.
Gruß vom Wiz, der von der Geschlechtlichkeit der Kochbücher bloß nichts seiner Frau erzählen darf, weil das sonst hier zu uferlosen Diskussionen führen könnte und eine Ergänzung unserer hausinternen Kochbuchbeschaffungsverordnung verlangen würde
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prinzipiell würde ich mich ja einer der schon geposteten Meinungen anschließen - Kochbücher nach Geschlechtern einteilen - mhmhmhmm… Aber ich ließ mich ja belehren und erhilet einen wirklich guten Vorschlag mit dem geposteten Vorschlag.
Ich habe selber vor einiger (wirklich einiger) Zeit ein ziemlich süßes Kochbuch geschenkt gekriegt, an das ich spontan gedacht habe. Ich bin zwar keine 14 und war auch noch nie ein Junge, aber das Buch ist eine Mischung aus Geschichten und Rezepten, wo man so einiges übers Kochen und über gesunde Ernährung lernt. Stellvertretend für den Leser macht das im Buch Linus, ein schwedischer Junge mit seiner Nachbarin, die wie eine Oma wirkt. Kann ich wirklich nur empfehlen, die Zimtschnecken sind einfach wunderbar, auch mit 17 noch…
Also: Christina Björk, Lena Andersen: Linus lässt nichts anbrennen, erschienen bei Omnibus
Lena
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Was sollte deiner Meinung nach an einem Kochbuch für Jungen
anders als an einem Kochbuch für Mädchen sein?
es wird benutzt.
Nach meiner bescheidenen Erfahrung der letzten 15 Jahre sind es eher die jungen Männer, die in der Lage und Willens sind, Zutaten, Hitze und Zeit in ein vernünftiges Verhältnis zu bringen. Ich will nicht schon wieder von der Frau erzählen, die sich bei mir Tips zur Zubereitung von Erbsen besorgen wollte, aber die „heranwachsende“ Frauengeneration scheint sich eher der Maggi- und bo*frost-Cuisine anzuschließen, denn an die eigenhändige Zubereitung warmer Mahlzeiten zu denken.
Die Idee, besondere Kochbücher zu verschenken, habe ich - zumindest was Frauen als Empfänger angeht - vor etwa 4 Jahren aufgegeben, in einer Kiste eingeschlossen und anschließend im Meer versenkt.
Was sollte deiner Meinung nach an einem Kochbuch für Jungen
anders als an einem Kochbuch für Mädchen sein?
es wird benutzt.
Da hast Du allerdings recht (auch wenn es die eigentliche Frage nach inhaltlichen Unterschieden nicht beantwortet). Ich habe diese Feststellung auch schon oft treffen müssen (und treffe sie immer häufiger). Während junge Männer dem Kochen zunehmend einen Wert als interessantes Hobby abgewinnen und auch kein Problem damit haben für jeden Tag regelmäßig die Küche zu übernehmen und sich immer wieder neu kreative Dinge einfallen zu lassen, scheint das weibliche Geschlecht die Benutzung des Herdes immer noch mit voremanzipatorischer Geschlechterunterdrückung in Zusammenhang zu bringen, und sieht sie häufig nur als notwendiges Übel an. Das merkt man dann der Küche auch an, und mir wird oft schlecht, wenn ich sehe, was bei anderen Leuten so im Einkaufwagen landet und dann offenbar auch auf den Tisch kommt.
Dabei sind dann natürlich die Entschuldigungen immer wieder die gleichen (und falschen), dass es eben einen Unterschied machen würde, ob man nur zum Spaß oder regelmäßig koche, dass Kinder/Beruf keine Zeit für anständige Küche lassen würden, … Nur komisch, dass ich als Mann im Bekanntenkreis nicht ganz alleine mit einem ebenfalls anstrengenden Beruf ohne feste Arbeitszeiten stehe, und trotzdem Spaß daran habe, auch noch um 23:00 Uhr mich täglich mit Begeisterung (hoffentlich mit meiner Frau) an den Herd zu stellen. Und auch meine Mutter hat es trotz drei Kindern und Pflegefall immer geschafft ordentliche und komplette Mahlzeiten auf den Tisch zu bringen. Aber das war natürlich vor den Zeiten des hausfrauenfreundlichen 24h-Fernsehprogramms
hallo ute,
ich hab mal in nem buchladen ein kochbuch als überlebenshilfe für teenager deren eltern ohne sie in den urlaub fahren gesehen. die idee fand ich ganz witzig. weiss leider nimmer wie das heisst, aber frag einfach mal im buchladen deines vertrauens
grüßle corinne
ich kann Dir ein ganz tolles Buch empfehlen. Es hat viele Bilder und alles ist Schritt für Schritt erklärt. Es gibt ganz normale Rezepte wie Tortellini in Käse-Sahne Sauce, Gulasch, Reibekuchen und und und.
Leider ist es oftmals vergriffen / wird nicht mehr aufgelegt. Ich habe es sogar schon gebraucht bei Amazon / Ebay gekauft und weitergegeben. Ich glaube ich habe eins bei Amozon sogar neu gesehen. Schau doch einfachmal:
Kochen die kleine Schule für Einsteiger und Anfänger.