Kochen für einen 13jährigen

Hallo und frohe Ostern.

Heute hat mein Sohn, 13 Jahre alt, Putengeschnetzeltes mit Champingnons und Spätzle gekocht. Ich will ihm hier einmal ein Lob ausstellen und euch aber auch gleichzeitig fragen, soll ich das fördern, wenn er an diesem Beruf Interesse zeigt?
Bin mal gespannt auf eure Meinung.

Rainer

Grundsätzlich muss man alles fördern, wenn ein Kind Interesse für eine Sache entwickelt! Das muss ja nicht gleich zum Beruf führen, ich bin auch nur Hobbykoch!

Gruß, multze

Heute hat mein Sohn, 13 Jahre alt, Putengeschnetzeltes mit
Champingnons und Spätzle gekocht. Ich will ihm hier einmal ein
Lob ausstellen und euch aber auch gleichzeitig fragen, soll
ich das fördern, wenn er an diesem Beruf Interesse zeigt?
Bin mal gespannt auf eure Meinung.

Hallo Rainer, und auch dir Frohe Ostern.

Woraus schließt du, daß er an dem Beruf Interesse hat? Das geht aus deinem Text nämlich nicht hervor.
Sollte er aber wirklich Interesse an einem gastronomischen Beruf haben, wäre es sehr empfehlenswert, ihn mal während der Ferien in ein Praktikum zu schicken, damit er selber entscheiden kann, ob der Streß ihm gefällt. Dann aber bitte nicht in eine kleine Dorfkaschemne, die 3 Essen in der Woche verkauft, sondern eher in ein 5*Hotel, wo’s auch mal heiß her geht und 500 Essen am Tag keine Seltenheit sind.
Käme er damit klar, wenn der Chef ihn zusammenscheißt, weil die Deko 2 Millimeter zu weit nach rechts liegt? Würde er die Welt noch verstehen, wenn der Küchenchef, der ihn eben fürchterlich angeschriehen hat, eine halbe Stunde später auf ein Bier einlädt?

Gruß
Sticky

Hallo,

ob daraus mal ein Beruf wird, sollten wir bei 13 Jahren mal dahin gestellt sein lassen. Auf jeden Fall kann es ein schönes Hobby werden, mit dem man immer sehr beliebt ist (insbesondere auch bei den Frauen vom anderen Geschlecht). Zudem ist es natürlich auch eine „praktische Lebensfähigkeit“. D.h. man sollte schon mit dem Kochlöffel umgehen können, wenn man später mal auszieht.

Unterstützen würde ich ein solches Interesse auf jeden Fall (schon aus Eigennutz :wink: und wenn sich dann mehr daraus entwickelt, kann es auch ein toller (wenn auch anstrengender) Beruf werden. Ich selbst habe auch mal haarscharf vor der Entscheidung gestanden, mit knapp 18 die Schule zu schmeißen und hatte nach einem Praktikum schon die Ausbildungsstelle in einem Haus der Sternegastronomie sicher. Eine schlechte Alternative wäre es sicher nicht gewesen. Ausbildung in einem Haus mit einem Stern vor der Haustür, Gesellenzeit dann möglichst im Ausland und bei jemand, der zwei Sternchen hat, … Da kann man richtig Karriere machen. Körperlich ist die Sache aber sehr anstrengend und wenn man den Weg in die eher „handwerklich/industriellen“ Küchen einschlägt, hat es natürlich auch nicht viel mit Kreativität und Anspruch zu tun. Dann ist es eben ein Handwerk wie jedes andere auch. Diese beiden vollkommen unterschiedlichen Wege sollten einem klar sein. Täglich zentnerweise Putenfleisch auf das Teflonband der Bratstraße werfen und Sauce aus Pulver nach Vorgabe mit Wasser verrühren ist schon was anderes als Steinbutt filetieren und pro Tag vielleicht nur 50 ganz individuelle Menüs zu kochen.

Wenn Bezug zur Kreativität besteht, dann kann man ja mal mit dem ein oder anderen gut bebilderten Kochbuch Anregungen geben.

Gruß vom Wiz

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Hallo Wiz und stickyams.
Alleine aus den Bewegungen und die Abläufe, wie er kocht und alles zubereitet, ist mir schon des öfteren aufgefallen. Habe vorhin ein Angebot bekommen, worin mir zugesagt wurde, das mein Sohn in den Sommerferien so oft er Lust hat, in einem vornehmen Restaurant vorbeizukommen. Und das tollste daran ist, den Chefkoch kenne ich persönlich.
Aber trotzdem vielen Dank für eure Auskünfte.
Gruß
Rainer

off topic
Hallo Wiz

„Auf jeden Fall kann es ein schönes Hobby werden, mit dem man immer sehr beliebt ist (insbesondere auch bei den Frauen vom anderen Geschlecht ).“

wieviele Geschlechter haben denn die Frauen heutzutage? anscheinend habe ich da im Biologieunterricht 'ne Menge verpaßt …

Gruß
Wolfgang

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Hi!

Ich frag mich was du mit deinem Posting eigentlich wirklich willst.

Zum Angeben ist es zu wenig. Es ist zwar nicht schlecht wenn ein 13jähriger schon sowas zusammenbringt, wirklich aussergewöhnlich ist es aber auch nicht.

Die Frage, ob man ein Kind bei etwas, das ihm Freude macht unterstützen soll erscheint mir auch ein wenig wunderlich.

Also: Worum gehts?

Grüße Dusan

Hallo,
wärst du auf eine 13jährige Tochter genauso stolz gewesen?
Ich habe seit ich etwa 11 war regelmäßig, jedes 2. Wochenende gekocht, anfangs mit meiner Mama, später dann alleine.
Wenn es deinem Sohn Spaß macht: Super, aber setz ihn nicht gleich unter druck, Koch ist einer des stressigsten und in der Lehre schlechtbezahltestens Job´s die es gibt
Gruß

Hallo Rainer,

Na dann wünsch ich mal viel Glück und viel Erfolg.
Wenn er schon ein Praktikum machen kann/darf, sollte es aber nicht dann sein, wenn er will, sondern er sollte dann auch täglich hingehen, um den kompletten Arbeitsablauf kennen zu lernen. Und am Anfang soll er nicht frustig werden, wenn er nur Kartoffeln schälen, Gemüse putzen, Töpfe schrubben und die Küche aufräumen darf.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht und freue mich, nach dem Praktikum seine Meinung zu lesen (hier oder per Mail).

Gruß
Sticky (Nie wieder Restaurantküche !!!)

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Hallo Rainer,
ich finde es toll wenn auch Jungen, in diesem Alter, sich für das Kochen interessieren. Daraus zu schliessen, daß man eine Berufung erkennen kann dürfte falsch sein.

Heute hat mein Sohn, 13 Jahre alt, Putengeschnetzeltes mit
Champingnons und Spätzle gekocht. Ich will ihm hier einmal ein
Lob ausstellen und euch aber auch gleichzeitig fragen, soll
ich das fördern, wenn er an diesem Beruf Interesse zeigt?
Bin mal gespannt auf eure Meinung.

Hallo Rainer, und auch dir Frohe Ostern.

Woraus schließt du, daß er an dem Beruf Interesse hat? Das
geht aus deinem Text nämlich nicht hervor.
Sollte er aber wirklich Interesse an einem gastronomischen
Beruf haben, wäre es sehr empfehlenswert, ihn mal während der
Ferien in ein Praktikum zu schicken, damit er selber
entscheiden kann, ob der Streß ihm gefällt.

In welchem Saftladen hast Du diese Erfahrung gemacht? Es gibt viele Küchen in denen dizipliniert und ohne Streß hervorragende Arbeit geleistet wird.

Dann aber bitte nicht in eine kleine Dorfkaschemne, die 3 Essen
in der Woche verkauft werden

Du scheinst Dich aber gut auszukennen - 3 Essen in der Woche und dann ausbilden? Wo lebst Du?

sondern eher in ein 5*Hotel, wo’s auch mal heiß hergeht und 500
Essen am Tag keine Seltenheit sind.

Na diese Betriebe kann man an 5 Fingern abzählen

Käme er damit klar, wenn der Chef ihn zusammenscheißt, weil
die Deko 2 Millimeter zu weit nach rechts liegt? Würde er die
Welt noch verstehen, wenn der Küchenchef, der ihn eben
fürchterlich angeschriehen hat, eine halbe Stunde später auf
ein Bier einlädt?

Solche Rabauken gibt es in jedem Beruf, aber grade in der Küche
kommt es auf die Kleinigkeiten an. Jemand der nicht bereit ist etwas anzunehmen und Anweisungen zu befolgen findet hier keine berufliche Zukunft.Bereits in der Lehrzeit trennt sich der Weizen vom Streu.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Gruß
Sticky

Jemand der sich für diesen Beruf entscheidet muß mit den schlechteren Bedingungen, Sonn und Feiertagsarbeit, Wechselschichten, schwerste körperliche Belastung u.v.a. umgehen können.
Trotzalledem einer der schönsten, kreativsten Berufe die man ergreifen kann.
In einem Praktikum wird er mit Sicherheit kein Gemüse schälen, Fleisch ausbeinen, Töpfe schruppen oder ähnliches machen müssen.
Er soll sich einen Überblick über die verrichtenden Arbeiten verschaffen können aber keine Hilfsarbeiten ausführen.
In diesem Alter werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Weicheier haben in diesem Beruf keine Chanche.
Ich würde ihm empfehlen ein Praktikum, zeitlich nicht begrenzt, bei einem Bäcker, Metzger, Koch und allen ähnlichen Berufen nach Möglichkeit auszuüben.
Auch die Bezahlung, wie es unten weiter steht, liegt teilweise je nach Können in der Liste der Bestverdienenden.
Kopf hoch für den Jungen er wird schon seinen Weg gehen.
Gruß Georg

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Völlig OT: Alles keine MASH-Fans owT

hallo riner,

kochen reicht aber nicht. du solltest darauf achten, ob er kreativ ist, sinn für ästhetik und geschmack hat, handwerklich geschickt ist, körperlich sehr schwere arbeit verrichten kann und stressresistenz entwickeln könnte.
achja, der ton in den meisten küchen ist potenziert zu dem, was claude hier manchmal brubbelt.

strubbel
@:open_mouth:)