Hallo Zusammen,
kann mir einer von euch verraten ob es Gesetzlich bzw. Brandschutztechnisch erlaubt ist, mit mobilen Kochplatten in einer Grundschule zu kochen? Es geht um ein AG Angebot, welches mit Kindern stattfindet und in einem gut belüfteten Raum mit Fluchtmöglichkeit stattfindet.
Es würden etwa 6-8 Kinder plus 1 Betreuungsperson teilnehmen.
Vielen Dank für eure Antworten!
PS: Ich hoffe die Kategorie passt einigermaßen :-/
wenn die Elektroínstallation ausreicht, kann mit mobilen Geräten gekocht werden.
Eine übliche Doppel-Kochplatte reizt einen Steckdosenstromkreis VOLL aus, wenn beide Platten gerade aufheizen.
Da geht dann nichts anderes mehr.
Prüft das zuerst!
Dann müssen die Platten natürlich nach DGUV3 geprüft sein (vormals hieß die BGV A3, davor hieß es BGV A2, davor VBG4, morgen kann diese Norm zur Sicherheit elektrischer Betriebsmittel auch wieder anders heißen, zum Beispile LMAA 08/15…).
Zudem sind diese Geräte auf einer hitzefesten Unterlage zu betreiben, es bieten sich zum Beispiel großformatige Fliesen(reste) an.
Zur Sicherheit beim Umgang mit heißen Geräten und Kindern kann ich dir nichst sagen.
Kann sein, dass es dort nochmal wieder Vorgaben gibt wie Absperrgitter oder Ähnliches.
Ja, die Platten reizen eine normale Steckdose höchstens voll aus, manche sind auch schwächer.
Die Töpfe werden bei mehreren Personen sicher etwas größer/voller, ich weiß nicht, ob man da noch von „Kochen“ sprechen kann, oder nur von „Erwärmen“. Als Beispiel gab es bei mir auf der Arbeit hin und wieder so 5 Liter mitgebrachte, fertige Suppe von einem Kollegen. Es hat dann immer ne halbe Stunde oder länger gedauert, die Suppe zu erwärmen.
8 Grundschulkinder und ein Erwachsener sind nicht so fürchterlich viel, aber auch nicht wenig. Aber es kann schon sein, daß das Kocherlebnis unter den schwachen Platten etwas leidet.
Zumal „kochen“ ja oft bedeutet, mehr als zwei Dinge gleichzeitig zuzubereiten, so daß zwei Platten nicht ausreichen.
Vier Platten müßten aber an zwei Steckdosen, die an unterschiedlichen Sicherungen hängen, angeschlossen werden. Wenn aber alle Steckdosen an einer Sicherung hängen, funktioniert das so nicht.
Bei uns im Büro (Uni) hatten wir anfangs zwar eine ganze Reihe Steckdosen, aber nur zwei Sicherungen. Wenn man da nicht quer durch den Raum verkabeln will, hat man ganz schnell eine Einschaltreihenfolge für Rechner und (damals noch) Röhrenmonitore ermittelt, damit die Sicherung nach einem Stromausfall schön drin bleibt.
Es wurde irgendwann modernisiert, und danach hingen nur noch zwei oder drei Steckdosen an einer Sicherung.
Wenn man jetzt zwei mal zwei Herdplatten anschließen will, wird man üblicherweise auch nebeneinander liegende Steckdosen verwenden wollen - die aber gerne zusammen hängen.
zum Strom wurde ja schon einiges gesagt. Das Thema Brandschutz sollte m.E. nicht unterschätzt werden. Viele Verwaltungen haben in den letzten Jahren enorm aufgerüstet, was Brandschutzbestimmungen angeht.
Gehe ich recht in der Annahme, dass die AG von engagierten Eltern veranstaltet wird? Dann ist euer erster Ansprechpartner die Schulleitung und dann der Schulträger (Gemeinde, Kreis).
wenn es ein schulisches Angebot ist, sollte zuerst mal der/die schulische Sicherheitsbeauftragte angesprochen werden. Diese/r sollte Antworten geben können bezüglich der einzuhaltenden UVVs und weiterer Sicherheitsvorschriften und im Zweifelsfall auch beurteilen können, ob die zu verwendenden Herdplatten den Vorschriften entsprechen.
Zuständiger Träger der Grundschule für die sachlichen Angelegenheiten dürfte die Gemeinde/Stadt sein.
Ich würde gleich da nachfragen und nicht nach „schulinternen“ Lösungen unter den Lehrpersonen suchen