Hallo Medizinexperten,
ich hab gerade eine Folge einer Krimiserie gesehen und dabei kam mir der Gedanke dass es wohl eine Grenze geben müsse, wieviel Kochsalzlösung einem Menschen zugeführt werden kann (ohne zusätzliche Blutkonserve natürlich)…
Was mich stutzig gemacht hatte waren 4l Kochsalzlösung, die einer Patientin ohne irgendwelche Nachwirkung eingeflößt worden sein sollen. Nach meinem Kenntnisstand hat ja doch ein erwachsener Mensch eine Menge von ca. 6-8l Blut im Körper, was in diesem Fall ja heißen würde, es wären mehr als 50% als Kochsalzlösung in den Körper eingebracht worden …
Das alles hat mich etwas sehr verwirrt und ich wäre froh wenn mich jemand darüber aufklären würde ob das einfach nur an den haaren herbeigezogene Zahlen der Serienautoren waren oder ob da durchaus realismus zugrunde liegt und wie sich das ganze dann zusammensetzt
ich hab gerade eine Folge einer Krimiserie gesehen und dabei
kam mir der Gedanke dass es wohl eine Grenze geben müsse,
wieviel Kochsalzlösung einem Menschen zugeführt werden kann
(ohne zusätzliche Blutkonserve natürlich)…
Eine allgemeine Grenze gibt es nicht. Wohl aber individuelle Grenzen, die hauptsächlich von der Nieren- und Herzfunktion abhängig sind. Können die Organe die Flüssigkeitsmengen nicht oder nicht im Infusions-Zeitraum bewältigen, mag der eine schon bei geringen, der andere aber erst bei höheren Mengen Schwierigkeiten bekommen.
Wenn der Bedarf an Flüssigkeit hoch ist, können aber prinzipiell auch sehr hohe Flüssigkeitsmengen verabreicht werden (mit Berücksichtigung auf oben genannte Organfunktionen). So hatte ich erst kürzlich den Fall, daß ein Pat. über paar Tage lang ein Volumen von ca 10 Litern täglich benötigte!
Das Blutvolumen von ca 6 litern ist eine Größe, die für den gesunden Menschen gilt. Hat er einen Flüssigkeitsmangel, so ist das Blut „verdickt“ und man benötigt keine zusätzlichen Blutkonserven, wenn man den Flüssigkeitshaushalt ausgleicht. Und ich nehme an, daß in deinem Fall die Person auch einen Grund für die Infusionen hatte.