Ich habe mal Perplexity im Pro Modus das Netz durchsuchen lassen. Folgende Antwort bekam ich zu InPixio Photo Studio 12. Weil es sehr viel Text ist, blende ich ihn aus. Ich habe den Text auch nicht nachbearbeitet.
Zusammenfassung
Gibt es Hinweise oder sogar Beweise, dass die Software PhotoStudio12 von InPixio Datenschutzverstöße begeht? Vor allem: fließen Daten zu bearbeiteten Bildern zu externen Diensten oder zum Hersteller? Hat man sowas vielleicht sogar mit den Nutzungsbedingungen genehmigt?
InPixio Photo Studio 12 Datenschutzanalyse
Ausführlicher Forschungsbericht
Hier ist der Bericht zur Datenschutzpraxis von InPixio Photo Studio 12. Er analysiert die Datenschutzrichtlinie von Avanquest/InPixio, die ANY.RUN-Sandbox-Analyse des Installers, bekannte PUA-Erkennungen durch Antivirensoftware, und was die Nutzungsbedingungen über Bilderdaten und Datenübermittlung an Dritte aussagen.
Erstellt von Deep Research
InPixio Photo Studio 12 Datenschutzanalyse
InPixio Photo Studio 12: Datenschutzanalyse
Zusammenfassung der Befundlage
Es gibt keine eindeutigen Beweise dafür, dass InPixio Photo Studio 12 die Bilddaten (also die bearbeiteten Fotos selbst) systematisch an externe Server oder den Hersteller übermittelt. Allerdings zeigen sowohl die offizielle Datenschutzrichtlinie als auch Sandbox-Analysen des Installers, dass die Software umfangreiche Telemetrie-, Geolokalisierungs- und Netzwerkaktivitäten aufweist und eine erhebliche Menge an Metadaten erhebt. Zudem enthält die Datenschutzrichtlinie von Avanquest (dem Mutterkonzern) sehr breit formulierte Klauseln zur Datenverarbeitung, die Nutzern im Grunde weitreichende Erlaubnisse abverlangen.
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Was sagt die offizielle Datenschutzrichtlinie?
Die Datenschutzrichtlinie von InPixio/Avanquest (verfügbar unter legal.inpixio.com) ist nach DSGVO-Richtlinien aufgebaut, enthält jedoch einige bemerkenswerte Klauseln:
Benutzerdaten („Your Content“)
- Avanquest erklärt, dass „Your Content“ (also Ihre Fotos/Medien) lokal auf Ihrem Gerät gespeichert wird und nicht vom Hersteller gespeichert oder aufbewahrt wird.
- Eine optionale Cloud-Speicherung oder Backup-Funktion wird angeboten – nur auf Wunsch des Nutzers. In diesem Fall sollen die Daten verschlüsselt werden, und Avanquest behauptet, keinen Zugriff darauf zu haben.
- Metadaten, die zum Betrieb der Software erforderlich sind, dürfen allerdings verarbeitet werden.
Automatisch erhobene Daten
Die Software darf laut Datenschutzrichtlinie automatisch folgende Daten erheben:
- IP-Adresse, Cookies, Geräte-ID, MAC-Adresse
- Gerätetyp, Betriebssystem-Version, Browsertyp
- Nutzungsaktivitäten: Klicks, Log-Dateien, Installations-Zeitstempel
- Installationsberichte: OS-Typ, Version, Sprache, IP-Adresse – übermittelt bei Installation an Avanquest-Server
- Online-Identifikatoren: Zufällig generierte User-IDs für Analysezwecke
- Referral-URLs und Werbekanal-Daten
Datenweitergabe an Dritte
Die Datenschutzrichtlinie erlaubt eine Weitergabe an zahlreiche Dritte:
- Hosting-/Cloud-Dienste (weltweit)
- Analysedienste (Nutzungsstatistiken)
- Support-Dienste (z. B. ZenDesk, Upclick)
- Zahlungsabwickler (PCI-DSS-zertifiziert)
- Werbepartner (für Retargeting via Drittanbieter-Cookies)
- Technologiepartner (Widgets, integrierte Funktionen)
- Tochter-/Muttergesellschaften der Claranova-/Avanquest-Gruppe
- Bei gesetzlicher Verpflichtung oder Betrugsbekämpfung
Datenübermittlung ins Ausland
Durch Nutzung der Software stimmt man laut AGB der Übermittlung personenbezogener Daten in Drittländer (z. B. USA, UK) zu. Avanquest verspricht vertraglich geregelte Schutzmaßnahmen, benennt aber keine konkreten Mechanismen wie Standardvertragsklauseln.
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Sandbox-Analyse des Installers (ANY.RUN)
Eine Analyse des Installationsprogramms (inPixioPhotoStudio12Installer.exe) in der Malware-Sandbox ANY.RUN vom Januar 2024 wurde mit dem Verdikt **„Malicious activity“**bewertet. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich:
Netzwerkverbindungen des Installers
Der Installer baut Verbindungen zu folgenden Servern auf:
|Server|Zweck|
| — | — |
|update.inpixio.com (198.72.111.217, Kanada)|Software-Updates|
|download12-4.inpixio.com(64.15.159.228, Kanada)|Download von Modulen (Erase, Remove Background, Photomontage, OpenCV usw.)|
|wsgeoip.inpixio.com|Geolokalisierungsdienst – ermittelt Standort des Nutzers über IP|
|ocsp.comodoca.com / ocsp.usertrust.com|Zertifikatsvalidierung (normal)|
|ctldl.windowsupdate.com|Windows-Zertifikatsliste (normal)|
Besonders wsgeoip.inpixio.com ist bemerkenswert: Es handelt sich um einen Geolokalisierungs-Lookup, der den ungefähren Standort des Nutzers bestimmt. Dies wird in der Datenschutzrichtlinie unter „legitimate interest“ zur Sprachbestimmung und Jurisdiktion abgedeckt.
Download von KI-Modulen
Der Installer lädt mehrere Module von download12-4.inpixio.com herunter, darunter:
erase-objects-detection (KI-Objekterkennung)
remove-background (Hintergrundentfernung)
erase (Lösch-Tool)
photomontage
remove-bg-model (KI-Modell für Hintergrundentfernung)
opencv (Bildverarbeitungsbibliothek)
Dies deutet darauf hin, dass die KI-Verarbeitung lokal stattfindet – die Modelle werden beim Installieren heruntergeladen und anschließend auf dem Gerät ausgeführt. Es gibt keinen sichtbaren Hinweis, dass Fotos für die KI-Bearbeitung hochgeladen werden.
Einordnung der „Malicious“-Bewertung
InPixio selbst erklärt auf ihrer Support-Seite, dass Antivirenprogramme die Software als PUP (Potentially Unwanted Program) klassifizieren können – also als potenziell unerwünschtes Programm, nicht als Virus oder Malware im engeren Sinne. Die aggressive Erkennungslogik der Sandboxen schlägt auch bei legitimer Software an, die beispielsweise Registry-Einträge setzt oder Netzwerkverbindungen aufbaut.
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PUA/PUP-Erkennungen und „SpeedUpMyPC“
Nutzer haben berichtet, dass Windows Defender beim Ausführen von InPixio Photo Studio eine Datei namens bvrpctln.dll als PUA:Win32/SpeedingUpMyPC erkennt. Diese DLL gehört zum Avanquest-Ökosystem und dient der Anzeige von Werbung und Upselling für andere Avanquest-Produkte (z. B. „Speeding Up My PC“).
Zudem wurde eine Komponente namens AQNotif.exe (Avanquest Message) erkannt, die:
- Einen Registry-Autostart-Eintrag setzt
- Ohne explizite Nutzerzustimmung Benachrichtigungen und Werbung einblendet
Dies ist zwar kein Datenschutzverstoß im engeren Sinne, wirft aber Fragen zur Transparenz und zum gebündelten Software-Verhalten auf.
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KI-Funktionen und Cloud-Verarbeitung
InPixio Photo Studio integriert seit Version 11.5 KI-Funktionen für automatische Hintergrundentfernung, Himmelersetzung und Objekterkennung. Laut Claranova (Mutterkonzern von Avanquest) wurden die Machine-Learning-Modelle von Avanquests R&D-Teams entwickelt und mit „Zehntausenden von Fotos“ trainiert.
Wichtig: Aus der Sandbox-Analyse ergibt sich, dass die KI-Modelle lokal heruntergeladen und ausgeführt werden (z. B. remove-bg-model, erase-objects-detection). Es wurden keine Netzwerkverbindungen beobachtet, die auf einen Upload von Nutzerfotos zu Cloud-KI-Diensten hindeuten. Die Verarbeitung scheint auf dem Gerät des Nutzers stattzufinden.
Allerdings gibt es bei der mobilen iOS-Version („inPixio AI Photo Editor“) Hinweise, dass cloud-basierte KI-Funktionen zum Einsatz kommen könnten, da mobile Geräte begrenzte Rechenkapazität haben. Dies wurde aber nicht explizit bestätigt.
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Nutzungsbedingungen und Nutzer-Einwilligung
Die Nutzungsbedingungen (Terms & Conditions) von InPixio enthalten folgende relevante Klauseln:
Datenweitergabe laut AGB
- Abschnitt 12.1: Avanquest erhebt Kundendaten (Name, Adresse, E-Mail) und Zahlungsinformationen.
- Abschnitt 12.2: Zahlungsdaten werden verschlüsselt auf gesicherten Servern der Zahlungsdienstleister gespeichert. Kundendaten werden an die Muttergesellschaft Avanquest Software weitergegeben und können an Tochtergesellschaften übermittelt werden.
- Abschnitt 12.3: Kundendaten werden für Marketingzwecke genutzt – Avanquest Software und deren Tochtergesellschaften dürfen den Nutzer direkt kontaktieren.
Implizite Zustimmung durch Nutzung
Die Datenschutzrichtlinie stellt klar: „Your use of the Website or Services following the effective date of any such modification, means you accept and agree to be bound by the modified Policy.“ – also Weiternutzung = Zustimmung, auch bei Änderungen.
Außerdem: „By providing Personal Information and using the Services, you expressly consent to the use of such information in accordance with this Privacy Policy and to the transfer of your Information to another country.“
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Nutzerbewertungen und Beschwerden
Auf Bewertungsplattformen wie Capterra und Trustpilot finden sich zahlreiche negative Erfahrungsberichte, darunter:
- Aggressive Upselling-Strategien während der Aktivierung
- Schwer erreichbarer Kundendienst bei Erstattungsanfragen
- Auf Reddit berichtete ein Nutzer, dass InPixio nach dem Kauf Fernzugriff (Remote Access) auf seinen Computer angeboten hat – ein bei seriöser Software ungewöhnliches Verhalten
- Mehrfache PUA-/PUP-Erkennungen durch Antivirensoftware
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Bewertung und Fazit
|Aspekt|Befund|
| — | — |
|Upload von Fotos zu Servern|Kein Beweis dafür; laut Privacy Policy und Sandbox-Analyse lokal|
|KI-Verarbeitung|Lokal auf dem Gerät (Modelle werden heruntergeladen)|
|Telemetrie/Metadaten|Umfangreich: IP, Geolokalisierung, Geräteinfo, Nutzungsstatistiken|
|Geolokalisierung|Aktiv (wsgeoip.inpixio.com)|
|Datenweitergabe an Dritte|Ja, breit formuliert (Hosting, Analyse, Werbung, Konzernunternehmen)|
|Gebündelte PUA-Software|Ja (SpeedUpMyPC-Komponenten, AQNotif.exe)|
|DSGVO-Konformität|Formal vorhanden, aber teilweise pauschale Zustimmungsmechanismen|
|Nutzerzustimmung|Implizit durch Nutzung; AGB können einseitig geändert werden|
Zusammengefasst: Die Hauptsorge liegt nicht beim Upload von Fotos (dafür gibt es keine Belege), sondern bei der umfangreichen Erhebung von Gerätedaten, Nutzungsstatistiken und Geolokalisierung, der breiten Datenweitergabe an Drittanbieter und Konzernunternehmen sowie dem Bündeln von PUA-Komponenten(SpeedUpMyPC/AQNotif). Die DSGVO-Rechte werden formal eingeräumt, doch die Formulierungen der Datenschutzrichtlinie sind bewusst breit gehalten und die Zustimmung erfolgt weitgehend implizit durch Nutzung der Software.
Für so ein sensibles Projekt würde ich einen Rechner benutzen, der nach der Installation der nötigen Software nie wieder ins Internet gehen könnte. Damit wäre ein Datenabfluss nicht mehr möglich. Und, um ganz auf Nummer sicher zu gehen, würde ich den Rechner vielleicht sogar löschen, nachdem das Projekt beendet wurde und ich die Daten auf externen Speichern gesichert hätte.
Auf meiner Arbeit habe ich mehrere solcher Umgebungen.