Hallo Leute,
ich bin gerade dabei ein Deutschreferat zu erarbeiten.
Das Thema lautet „Können Dichter die Welt verändert“
Dabei stellten sich mir die Fragen was denn eigentlich Welt verändern in dem Sinne bedeutet und wer als Dichter durchgeht, denn Musikbands sind in meinen Augen irgendwie auch Dichter.
Jedenfalls wollte ich euch fragen ob ihr mir vielleicht ein Paar Dichter nennen könntet die die Welt schonmal verändert haben, in welchem Sinne dies geschah und mit welchen Mitteln sie das bewerkstelligten. Es wäre auch super nett von euch wenn ihr mir diese Änderung beschreiben könntet…
Das erstmal von mir, schonmal danke im Voraus, ich hoffe auf viele spannende Antworten.
Liebe Grüße
NightroadSora
Dass Wörter und Texte nicht harmlos sind, dass sie Taten zur Folge haben können und Handlungsbereitschaften verraten, wissen wir nicht erst seit Hoyerswerda.
Auch die Neonazis haben erkannt, dass sich Musik besonders gut eignet, um Inhalte zu transportieren. Dies nutzen sie. Laut Raabe und Speit gibt es im deutschsprachigen Raum inzwischen rund 380 Rechtsrockbands. Diese Bands ordneten sich durchaus politisch ein, weil sie mit ihrer Musik die rechte Ideologie verbreiteten. Die Musiker seien nicht mehr überwiegend Skinheads. Das neonazistische Spektrum habe sich anderen Subkulturen geöffnet. Neonazis liefen nicht mehr in SA-Uniformen herum, die rechte Szene sei bunter geworden, fügt Raabe hinzu.
Na - was glaubst Du z.B., wie die „Rassenhygiene“ der Nazizeit entstanden ist?
Auf welche Schriftsteller und „Wissenschaftler“ die wohl zurück zu führen war?
In welchen Büchern wurde der Judenhass geschürt?
Das nazionalsozialistische Euthanasieprogramm beruhte im Wesentlichen auf den Sozialutopien der Rassenhygiene. Der eugenische Traum von der Verbesserung des menschlichen Erbguts legitimierte und begründete letztendlich wissenschaftlich-rational die Ermordung von Trägern „schlechter Erbmasse“ zum Schutz der „Wertvollen“.
Euthanasie war mitnichten eine Erfindung wahnhafter Nazis, sie war eingebettet in Betrachtungsweisen, die Menschen verdinglichen, vermessen und bewerten.
Wer waren die Väter der menschenverachtenden Theorien?
Nach ihrer Machtübernahme 1933 förderten die Nationalsozialisten eine Literatur, die den zentralen Inhalten ihrer Weltanschauung und ihrer Ideologie Ausdruck verlieh. Viele der zu Ehre kommenden Autoren hatten ihre Werke in den 20er Jahren, manche bereits vor 1918 veröffentlicht, zum Teil mit außerordentlichem Erfolg. Hans Grimm galt als Vorzeigeautor des NS-Regimes, bevor er sich von diesem distanzierte und 1938 aus der Reichsschrifttumskammer (RSK) ausgeschlossen wurde. Grimms 1926 erschienener Roman „Volk ohne Raum“, in dem er für eine klassische Kolonialpolitik eintrat, war einer der bekanntesten und meistverkauftesten Bücher der Weimarer Republik. Von den Nationalsozialisten wurde der Titel des Buches zur Begründung ihrer Lebensraum-Politik benutzt.
Zu den bevorzugten Genres der NS-Literatur gehörten neben Kriegs- und Heldendarstellungen vor allem Historien-, Heimat- und Bauernromane. Autoren wie Hans Friedrich Blunck (1888-1961) mystifizierten in ihren Schriften eine auf unvergängliche Werte, Tradition und vorindustrielles Kleinbauerntum gründende Blut- und Bodenideologie, oder sie glorifizierten wie Ludwig Friedrich Barthel (1898-1962) und sein Namensvetter Max Barthel die Volksgemeinschaft als Lösung aller politischen und sozialen Gegensätze. Zum nationalsozialistischen Paradedichter und führenden Dramatiker hochgelobt wurde Hanns Johst, der als Nachfolger von Blunck ab 1935 die Reichsschrifttumskammer leitete. Sein 1932 entstandenes Drama „Schlageter“ - das nach dem NS-Märtyrer Albert Leo Schlageter benannte Werk widmete Johst „Adolf Hitler in liebender Verehrung und unwandelbarer Treue“ - avancierte zu einem der bekanntesten und meistgespielten Stücke auf deutschen Bühnen.
Josef Weinheber (1892-1945) galt den Nationalsozialisten als „bedeutendster lebender Lyriker der Gegenwart“. Ebenso wie der an der Ostfront gefallene Kurt Eggers (1905-1943) und wie Gerhard Schumann (1911-1995), Heinrich Anacker (1901-1971), Robert Hohlbaum (1886-1955) oder Georg Schmückle (1880-1948) heroisierte Weinheber die deutsche Geschichte und propagierte das Führerprinzip mit einer bedingungslosen Gefolgschaft. Eine feste nationalsozialistische Haltung vertrat besonders der Schriftsteller Will Vesper (1882-1962), der vor allem durch seine Artikel und Kritiken in der „Neuen Literatur“ Bedeutung erlangte. Die häufig von Antisemitismus, Sozialdarwinismus und völkisch-nationalen Ideologeme geprägten Volkstumsdichtungen und historischen Heimatromane von Gustav Frenssen, Erwin Guido Kolbenheyer (1878-1962), Josef Ponten (1883-1940) oder Wilhelm Pleyer (1901-1974) wurzelten zumeist auf ideologische Strömungen des Kaiserreichs. Antisemitismus und eine völkisch-rassistische Überzeugung kennzeichneten auch die heimatverbundenen Erzählungen und Romane von Adolf Bartels (1862-1945). 1924 veröffentlichte er seine Abhandlung „Der Nationalsozialismus - Deutschlands Rettung“, 1933 wurde er von Nationalsozialisten mit einer von ihm langersehnten Professur in Jena belohnt. Neben den bereits in den 20er Jahren bekannten Autoren Wilhelm Schäfer (1868-1952), Hermann Stehr (1864-1940) oder Emil Strauß (1866-1960) avancierte auch die beliebte ostpreußische Heimatdichterin Agnes Miegel (1879-1964) im NS-Regime zu einem literarischen Aushängeschild. In ihren zuvor unpolitischen Balladen spiegelte sich ab 1933 eine erkennbare Blut- und Boden-Romantik wider.
Hohe Auflagen erreichten ab 1933 vor allem Kriegsromane und Heldendarstellungen, deren Autoren von den Nationalsozialisten aufgrund der deutschen Kriegsvorbereitungen besonders gefördert wurden. Zu den bekanntesten Schriftstellern dieses Genres gehörte neben Edwin Erich Dwinger vor allem Werner Beumelburg (1899-1963), der sich mit „Sperrfeuer um Deutschland“ (1929) und „Bismarck gründet das Reich“ (1932) schon vor 1933 einen Namen gemacht hatte. Richard Euringers (1891-1953) „Fliegerschule 4, ein Buch der Mannschaft“ (1929) mit einer Verherrlichung des Kampferlebnisses im Ersten Weltkrieg galt in NSDAP-Kreisen als erstes „nationalsozialistisches Kriegsbuch“ und als Gegenentwurf zu Erich Maria Remarques Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ (1929). Den Krieg als Gemeinschaftserlebnis beschrieb in seinen Werken auch Karl Bröger (1886-1944), der als SPD-Mitglied 1933 für drei Monate im Konzentrationslager (KZ) Dachau inhaftiert war, sich aber anschließend mit dem NS-Regime arrangierte. Die von Paul Ettinghoffer (1896-1975) unter seinem Pseudonym „Löhr von Wachendorf“ verfaßten vielgelesenen Kriegsromane „Verdun“ (1936) und „Tannenberg“ (1939) entsprachen ebenso dem Denken und Empfinden von großen Teilen der Frontkämpfergeneration wie Fritz Steubens (1898-1981) „Durchbruch anno achtzehn. Ein Fronterlebnis“ (1933). 1940 veröffentlichte Steuben im Auftrag der NSDAP „Der Marsch nach Lowitsch“, eine Beschreibung des deutschen Überfalls auf Polens aus nationalsozialistischer Sicht. Daneben genoß vor allem Hans Zöberlein (1895-1964) in der NS-Führung großes Renommee. Sein populärer Kriegsroman „Glaube an Deutschland“ wurde 1931 mit einem Geleitwort Adolf Hitlers herausgegeben und war zwei Jahre später als „Stoßtrupp 1917 - Der gewaltigste, deutsche Kriegsfilm“ in den Kinos zu sehen; und auch sein populärer Propagandaroman „Der Befehl des Gewissens“ erschien 1937 in hoher Auflage.
http://www.klick-nach-rechts.de/ticker/2003/06/willv…
Hier kannst Du einen der Nazi-Dichter kennenlernen.
Die Folgen muss ich hier ja nicht beschreiben.
Hermes
Loewy, Ernst: Literatur unterm Hakenkreuz : das Dritte Reich und
seine Dichtung ; eine Dokumentation / Ernst Loewy. - Frankfurt, M.
[u.a.]: Fischer, 1969, - 314 S.
(Fischer-Bücherei ; 1042)
Literatur ; Nationalsozialismus ; Quellenforschung ; Literarische Erziehung
; Hitler-Jugend
Das is ja alles schön und gut, aber das sind alles Schriftsteller, keine DICHTER… Dichter brauch ich
Siehe weiter oben!
Und schlag nach unter Pablo Neruda (ein Gegenbeispiel).
mfG Hermes