Was passiert mit Dioden, die zu heiss werden? Klar, die Lötstellen verflüssigen sich. Und was sonst noch? Wieviel Grad halten die denn aus , 100°C, 200°?
Danke
Was passiert mit Dioden, die zu heiss werden? Klar, die Lötstellen verflüssigen sich. Und was sonst noch? Wieviel Grad halten die denn aus , 100°C, 200°?
Danke
Hi,
Was passiert mit Dioden, die zu heiss werden? Klar, die
Lötstellen verflüssigen sich.
bei ca.350-380°C
Und was sonst noch? Wieviel Grad
halten die denn aus , 100°C, 200°?Danke
Ja.
Dioden haben, je nach Funktion, Betriebsparameter für Durchlass(F) und Sperrrichtung ®.
Die Umgebungstemeratur kann zwischen ca. -70°C bis 150°C betragen.
Werden diese Betriebsparameter überschritten, wird es „in der Diode“ zu Heiß, da die „erzeugte Wärme“ nicht mehr an die Umgebung abgegeben werden kann.
Dioden können anschließend in beiden Richtungen „sperren oder durchlassen“.
mfg
W.
Hallo Wolfgang,
Was passiert mit Dioden, die zu heiss werden? Klar, die
Lötstellen verflüssigen sich.bei ca.350-380°C
Bleihaltiges Lötzinn schmilzt bei ca. 190°C und bleifreies bei 227°C
Ja.
Dioden haben, je nach Funktion, Betriebsparameter für
Durchlass(F) und Sperrrichtung ®.
Die Umgebungstemeratur kann zwischen ca. -70°C bis 150°C
betragen.Werden diese Betriebsparameter überschritten, wird es „in der
Diode“ zu Heiß, da die „erzeugte Wärme“ nicht mehr an die
Umgebung abgegeben werden kann.Dioden können anschließend in beiden Richtungen „sperren oder
durchlassen“.
Prinzipiell kann man immer davon ausgehen, daß Dioden nach Überlastung in beide Richtungen durchlassen, wobei der Vorgang reversibel ist, solange die Kristallstruktur nicht beschädigt wurde. Das passiert üblicherweise, wenn die Schmelztemperatur des Siliziums (1414°C) punktuell und temporär (im ns-Bereich) überschritten wurde. Das kann z.B. passieren, wenn die Diode wegen Überhitzung die anliegende Sperrspannung nicht mehr richtig sperren kann und es deshalb zu einem lokalen Durchbruch der Sperrschicht kommt. An der so entstandenen Störstelle ensteht dann eine je nach Ausmaß mehr oder weniger niederohmige Verbindung.
Hochohmige Dioden findet man nur nach höchst massiver Überlastung, bei der die Kontaktierung einfach durchbrennt. Machmal werden Dioden auch hochohmig, wenn das Plastikgehäuse durch extreme Temperaturen zerbröselt und die Kontaktierung mechanisch auseinanderbricht. Bei Leistungsdioden ab 3A ist das aber die Ausnahme
Jörg
Hallo Fragewurm,
Was passiert mit Dioden, die zu heiss werden? Klar, die
Lötstellen verflüssigen sich. Und was sonst noch? Wieviel Grad
halten die denn aus , 100°C, 200°?
Für Silizium gilt maximal 150°C bis 175°C Kristalltemperatur.
Das Gehäuse muss also entsprechend kälter sein.
Inbesonders bei Überlastung werden die Hotspots gefährlich. Ein Halbleiter leitet mit zunehmender Temperatur besser. Über einer bestimmten Stromdichte verteilt sich der Strom nicht mehr gleichmässig genug über den ganzen Kristall. Dadurch werden diese Stellen etwas wärmer, wodurch diese Stellen etwas besser leiten, wodurch es noch etwas wärmer wird … bis dann der Kristall lokal schmilzt. Dieses Aufschaukeln kann innerhalb einiger µS geschehen.
MfG Peter(TOO)