hallo leute!!!
ich finde in diesem forum liegen ein paar interessante diskutionen.
und deswegen möchte ich halt ihrem raten hören.
meine situation ist folgendes, zwischen mir und meine (frau) lebensgefährtin, liegt ein grossenunterschied von 40cm, sie ist sehr klein, ich ein bisschen gross. unsere kleine ist jetzt 8 jahre alt. sie war immer ein liebeskind, auch mit ihre ausraster ab und zu aber das gehörte zum gross erziehen:smile:. seit ein paar monate ist sie ein bisschen schnell gewachsen und ist jetzt knapp 3cm kleiner als ihre mutter. so weit so gut!!
das problem ist halt seitdieser phase hat sie fast kein respekt mehr vor ihre mutter, sie hat es bemerkt und fängt ständig darüber zu reden und sich zu ihre mutter zu messen. die ausraster wenn sie mit ihrer mutter zusammen, haben viel zu genommen. und sobald ich auch da bin ist sie wieder ruhig, und wieder lieb zu uns beide.
um ehrlich zu sagen fängen wir uns jetzt sorge darüber zu machen, meine frau ist verzweifelt , und ich kann auch nett immer da sein um sie zu kontrollieren.
hat das nur etwa mit dem alter zu tun oder liegt es wirklich daran dass sie jetzt meine frau nicht mehr als auswürdige mutter für sie sieht? soll ich mich einfach mal daraushalten und meine frau das komando überlassen bis sie wieder kontorlle über sie hat?
Wie geht denn deine Frau auf das Kind zu? Ist sie selbstbewusst und konsequent ihm gegenüber oder eher nicht? Ich vermute, dass die Aufmüpfigkeit des Kindes nicht vorrangig etwas mit der geringen körperlichen Größe zu tun hat, sondern damit wie sie auf das Kind reagiert. Reagiert deine Frau selbstbewusst, bestimmt und konsequent, sollte sich das Problem eigentlich innerhalb von kürzester Zeit wieder legen.
Gruß,
Sandrin
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jetzt zu eure fragen, auf der art und weise wie meine frau auf das kind zugeht, hat sich ncihts verändert, wir haben eine harmonische erziehung gegenüber ihr geführt. und es hat bis vor kurzem gut funktioniert.
wie ich gesagt habe meine tochter wurde nicht geschonnt ihre aufgabe zu machen sie hat schon ein bisschen autonomie, wir greiffen nur zu um zu korrigieren, wenn es irgendwas nicht gut läuft, oder nicht in ordnung war. es wurde drüber diskutiert und nicht mehr wiederhollt.
was sich aber plötzlich verändert ist halt wie sie auf die anweisung ihre mutter reagiert oder jetzt sehr oft nicht mehr reagiert. wenn ich aber zuhause bin läuft wieder alles wie geschmiert.
wie ich mit meiner frau umgehe, na ja wie jeder ehemann halt, sie ist die hausdame. ok manchmal bin ich über schützend aber das hat nichts mit ihre grösse zu tun. ich habs so gelernt frauen sollen keine knochen arbeit machen. und wenn es geputzt wird oder aufgeraümt kümmere ich mich meistens um den möbeln und die schwere sachen. aber ich denke dass fast jeder ehemann so mit seiner frau umgeht das hat nicht mit ihre grösse zu tun.
denkst du dass das eine grund sein kann wieso meine tochter so reagiert???
Wie geht denn deine Frau auf das Kind zu? Ist sie
selbstbewusst und konsequent ihm gegenüber oder eher nicht?
Ich vermute, dass die Aufmüpfigkeit des Kindes nicht vorrangig
etwas mit der geringen körperlichen Größe zu tun hat, sondern
damit wie sie auf das Kind reagiert. Reagiert deine Frau
selbstbewusst, bestimmt und konsequent, sollte sich das
Problem eigentlich innerhalb von kürzester Zeit wieder legen.
das problem ist halt seitdieser phase hat sie fast kein
respekt mehr vor ihre mutter
Ja, dieses Problem ist - wie die meisten - schwer zu analysieren, ohne den Umgang der beiden miteinander zu sehen. - Ich glaube die Körpergröße ist nicht das eigentliche Problem. Es stimmt zwar, dass lange Kerle „automatisch“ respekteinflößender sind alles zierliche Frauen, aber ich denke der springende Punkt liegt eher im alltäglichen Miteinander. - Diejenige, die immer da ist, muss sich oft stärker behaupten als derjenige, der den größeren Teil des Tages unterwegs ist.
um ehrlich zu sagen fängen wir uns jetzt sorge darüber zu
machen, meine frau ist verzweifelt , und ich kann auch nett
immer da sein um sie zu kontrollieren.
Diese Situation ist mit Sicherheit sehr belastend. Vielleicht könnt ihr Euch überlegen, einmal eine Erziehungsberatungsstelle aufzusuchen. Das kann sehr hilfreich sein, da die Fachleute dort tagtäglich mit solchen Problemen zu tun haben. - Es gibt auch psychotherapeutische Praxen, die mit Videodiagnostik arbeiten. Das kann evtl. auch sinnvoll sein, um herauszufinden, woran dieser Wandel liegt.
hat das nur etwa mit dem alter zu tun oder liegt es wirklich
daran dass sie jetzt meine frau nicht mehr als auswürdige
mutter für sie sieht?
s.o.: schwer zu beurteilen, da beides möglich wäre
soll ich mich einfach mal daraushalten
und meine frau das komando überlassen bis sie wieder kontorlle
über sie hat?
Du kannst das versuchen, aber wenn Deine Frau den Tag über schon so kämpft und es nicht schafft, dann sucht Euch lieber Hilfe in einer Beratungsstelle.
hallo Nico,
ohne ein längeres Gespräch im persönlichen Kontakt ist es wirklich schwierig, den Grund bei euch herauszufinden, also eine Beratungsstelle wäre sicher gut. Aber Gedanken kann man sich ja machen.
Habt ihr versucht, gemeinsam mit der Tochter zu sprechen und sie zu fragen, wie sie die Situation empfindet? In dem Alter sind Kinder durchaus in der Lage, so etwas zu reflektieren, wenn man sie ernsthaft fragt. Keine Vorwürfe!
Es könnte ein Gefühl der Verachtung gegenüber der Mutter als Frau sein. Warum? Sie beginnt mit der Selbst-Definition als künftige Frau innerhalb der Familie und der Gesellschaft. Vielleicht ist sie starken Einflüssen von außerhalb ausgesetzt. Wie wird sie in der Schule behandelt? Wird sie als Mädchen angemacht, wird ihr Selbstbewußtsein irgendwo untergraben und sie projiziert ihre Ohnmacht auf die Mutter, weil diese sich schwer wehren kann? (Wer liebt, ist oft hilflos gegen sein Kind.)
Also könnte sie sich gegen eine vorgefertigte „Erziehung zur Weiblichkeit“ zu wehren versuchen - möglicherweise.
Auch der einfache Test „Male mal deine Familie“ kann Aufschluß geben, wie sie euch und sich selbst empfindet.
Eine entspannende Atmosphäre schaffen (vielleicht außer Haus? Ein Lokal, wo sie sich erwachsener fühlen kann…?), viele Fragen stellen, offen sein für ihre Gedanken. Das könnte einen Schritt weiter helfen.
Viel Erfolg! Geris
erstens möchte ich mich bei die leute die mich gute ratschläge gegeben haben.
um ehrlich zu sein haben wir nicht mit ihr drüber direkt gesprochen. es ist an sich ein seltsames gefühl. und wir wollen ihr nicht das gefühl geben dass es eine sehr abnormale situation ist , obwohl sie ist es.
mit dem malen hab ich es versucht, na ja wie soll ich halt dass erklären. ich hab sie gefragt uns unsere nächstes urlaub zu malen. und da waren wir überrascht als auf dem bild nur ich sie und dem hund zu sehen waren. als ich sie dann gefragt habe ob ihre mutter nicht dabei sein wird hat sie gesagt dass die mutter arbeiten wird.
ich denke dadurch hat sich dass bestätigt was ich in der letzte zeit bemerkt und befürchtet habe, und zwar dass sie sich jetzt für ihre mutter irgendwie schämmt.
übrigens wir haben auch ein termin beim psychologue genommen, obwohl ich nicht so ganz dafür war. aber ich denke da muss man ein profi zugreifen.
die Idee einen Psychologen zu rate zu ziehen finde ich sehr gut. Er kann die Situation mit Sicherheit einschätzen und gute Lösungsansätze vermitteln.
Eine Ferndiagnose hier im Board ist immer etwas schwierig, da man die Ratsuchenden nicht im persönlichen Gespräch und Umgang miteinander erlebt.
Ich habe noch eine Frage. Kann es sein, dass deine Frau aufgrund ihrer geringeren Körpergröße unterbewusst oft als kleines hilfebedürftiges Frauchen behandelt wird?
Wenn es so ist, ist das mit Sicherheit nicht böse von dir gemeint, ganz im Gegenteil. Nur schleichen sich solche Verhaltensweisen ganz ungewollt und automatisch ein. Du hast ja schon geschrieben, dass du deiner Frau schwierige Aufgaben immer abnimmst. Vielleicht bekommt eure Tochter euer gegenseitiges Verhalten mit. Das müssen nur kleine Verhaltensweisen sein, die deine Frau „klein“ machen und als hilfloses Wesen da stehen lassen.
Ich kenne die Situation des enormen Größenunterschiedes in der Partnerschaft. Mein Mann ist ebenfalls ca. 40 cm größer als ich. Das automatische Einschleichen bestimmter Verhaltensweisen geschieht bei uns auch hin und wieder. In solch einer Parnterschaft sollte man unbedingt darauf aufpassen, dass man nicht in bestimmte Rollen verfällt. Also der Mann nicht den großen Beschützer „spielt“ und die Frau das kleine hilebedürftige Wesen. Im Moment vermute ich, dass das bei euch eventuell der Fall sein könnte. Wenn es so ist, bekommt eure Tochter das natürlich mit. Vor einem - im übertragenen Sinne - hilflosen Wesen kann eure Tochter keinen Respekt haben. Vor dir hat sie schon aufgrund deiner Körpergröße und deinem damit verbundenen Verhalten Respekt. Diesen Respekt muss sich deine Frau jetzt erst einmal wieder erkämpfen.
Ein Psychologie ist zum auseinander druseln dieser eingefahrenen Verhaltensweisen eine gute Anlaufstelle. Denn hat sich irgendetwas erst einmal eingespielt, kommt man ohne Einwirkung von Außen oft nicht aus solch einer Situation wieder raus.
Ich wünsche euch jedenfalls viel Erfolg.
Viele Grüße,
Sandrin
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