Hallo
Meine Erfahrung und Meinung ist die Folgende:
Bei geistiger Beschäftigung wird man müde, oder genauer gesagt, man merkt das man müde ist.
Das Denken ist ja keine Frage der Intensität wie beim Sport, sondern mehr eine der Übung, Ordnung und Konzentration.
Da kann man, wenn man einmal etwas Zeit hat, zum Beispiel am Wochenende, sich eine intellektuelle Beschäftigung suchen, zum Beispiel ein Buch lesen der auch was aus Deinem Studium nehm ich an, suchen, und wenn man müde geworden ist, sich kurz hinlegen.
Wenn man merkt, das man müde ist, hat man einen guten Schlaf.
Wenn man wieder aufwacht, sollte es besser gehen.
Im allgemeinen ist es, wie Du bereits vermutest hast, eine Sache der Konditionierung.
Bei neuen Aufgaben, die man zunächst nicht gut lösen kann, braucht man eine Art Neuorientierung, die u.U. etwas Zeit benötigt.
Zur Konditionierung ist die Erfolgsbeimessung sehr wesentlich. Beim Sport hat man genaue Daten, oder man fühlt es direkt im Körper.
Beim Denken merkt man nur, das man sich evtl. nicht mehr so gut konzentrieren kann, oder das man müde wird.
Ganz schlecht ist es, wenn man sich große Mengen Stoff reinziehen soll, wo der Hintergrund weitgehend abstrakt ist und eine emotionelle Erfolgsbeimessung fehlt. Das ist zum Beispiel so beim Sprachen lernen, wenn man einfach niemanden zum Sprechen hat!
Ein entsprechender Auslandsurlaub stellt nach meiner Ansicht einen großen Lernvorschub dar. Nur als Beispiel.
Bei dieser emotionellen Erfolgsbeimessung stehen natürlich die bekannten Vergnügungen ein Konkurrenzobjekt dar (dessen man sich unbedingt klar sein sollte), und da muss man es schaffen, sich Prioritäten zu setzen und selbst durch logisches Betrachten neue Werte finden.
Frustrierend ist es auch, wenn man zu müde ist, und trotzdem etwas lernen möchte. Irgendwas im Inneren wird sich bald rächen, ist meine Vermutung, und man versucht unbewusst, eine einfachere, angenehmere Lösung zu finden.
Ein Problem kann es natürlich auch sein, das man einfach keine Kapazität darstellt. Muskeln und Gehirn lassen sich in diesem Sinne nicht oder nur schlecht vergleichen. Ein weites Thema.
MfG
Matthias