Kohlehydratarme Ernährung

Hallo liebe www’ler,

ich möchte meine Ernährung aufgrund meiner Migräne auf kohlehydrat-arm umstellen.
Zu diesem Thema habe ich verschiedene Bücher gelesen und mir das große Logi-Kochbuch gekauft.
Irgendwie ist mir aber unklar, wie ich es anfange, meine Ernährung umzustellen und was ich dabei beachten muß.
Ich frage mich z.B.
Was darf ich essen, in welchen Mengen, und welche geeigneten Rezepte gibt es?
Wenn ich bisher morgens ein Müsli und abends Abendbrot gegessen habe, was esse ich alternativ?
Gibt es z.B. einen 6-Wochen-Plan, in dem einem die Umstellung leichter gemacht wird?

Über Eure Infos freue ich mich.
Gruß Yvi

hallo Yvi,

du solltest diese ernährungsform nur in enger absprache mit deinem migränefacharzt in angriff nehmen.
einfach auf literatur hin halte ich für gewagt. es soll viele auslöser für migräne geben.
ich hoffe doch, du bist bei spezialisten in behandlung?

strubbel
m:open_mouth:)

hallo strubbel,

ja ich bin bei einer spezialistin in behandlung.
die konnte mir meine frage zum eingewöhnen in eine kohlehydratarme ernährung aber nicht beantworten.

gruß yvi

hallo nochmal,

die frage ist ja, ob die ärztin diese ernährungsform für sinnvoll erachtet. es soll bestimmte migränezentren in deutschland geben, die können dir sicher helfen.

http://www.schmerzakademie.de/php-bin/erzte/dgk.php?..

strubbel
K:open_mouth:)

nicht die antwort auf meine frage
sorry strubbel,
aber irgendwie wundere ich mich jedesmal, daß die www’ler so oft nicht die gestellte frage beantworten, sondern das thema anderweitig beantworten.
ich habe seit 13 jahren migräne.
ja, ich war bei ärzten, und hab biofeedback und akupunktur usw. gemacht.
und jetzt möchte ich (aus verschiedenen gründen: literatur, empfehlung von 2 ärzten, etc.) meine ernährung umstellen und habe dazu die frage gestellt, wer da einen tip für die umstellung hat.
warum wird nicht einfach meine frage beantwortet, sondern ein rat gegeben, um den ich garnicht gebeten habe?

versteh das nicht falsch. ist nicht böse gemeint. ich wundere mich einfach und bin doch durch deine (und so viele andere antwort-postings, die mit den gestellten fragen nichts zu tun haben) kein stück weiter.

liebe grüße
vonn

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Hallo,

ich hoffe, meine Antwort kommt der Frage etwas näher :wink:

Ich will meine Ernährung demnächst auch auf „Kohlehydratarm“ umstellen. Habe über Google also alles mögliche an Informationen aus dem Gebiet „low carb“ herausgefischt. So habe ich mir einen groben Überblick über Diäten/ Ernährungsumstellungen gemacht. In die engere Auswahl kamen letztendlich LOGI, Atkins, South Beach, Glyx.

Nach Abwägen der Pro und Contras habe ich mich für South Beach entschieden. Dort stellt man den Körper um, indem man 14 Tage lang so gut wie keine Kohlenhydrate zu sich nimmt, danach nur geringe Mengen von ausgewählten KH-Produkten und in der 3.Phase soll man den nötigen Anteil an KH mit Vollkornprodukten decken. Weißbrot etc. bleibt tabu. Das Kochbuch alleine würde hier nicht alle Fragen beantworten, darum habe ich mir gleich das entsprechende Basisbuch bestellt.

Auf dieser Seite gibt es auch extra eine LOGI-Rubrik, wo man sich mit denen, die ihre Ernährung bereits auf LOGI umgestellt haben oder gerade dabei sind, austauschen kann.

http://www.low-carb-forum.de/

Viel Erfolg!

hallo yvi,

lass es uns doch mal zusammenfassen:
du bist seit langer zeit in behandlung. diese besonderen ärzte mit jahrelanger erfahrung empfehlen dir eine bestimmte ernährungsform.
diese spezialisten können dir dabei nicht helfen.
an die krankenkasse, als nächstliegendes, wegen einer ernährungsberatung durch entsperechendes fachpersonal hast du dich gewandt und auch die wussten keinen rat.
dann wendest du dich ans diätenbrett und maulst rum, weil du nicht innerhalb weniger stunden die dich befriedigende antwort bekommst.
da verliert man jede lust, je wieder auf eine frage von dir zu antworten.

strubbel

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Hallo Yvi,

esse doch zum Frühstück Eier, abwechselnd in allen Variationen. Pikante Quarkspeisen evtl. mit frischen Kräutern sind auch eine gute Alternative zu kohlenhydratreichem Frühstück. Käse und Schinken gehen auch. Lecker sind auch Radieschen, Rettich, Tomaten, Obst und Joghurt mit nur wenig Zucker.

Abends könntest Du doch eine Fleisch- oder Fisch-Portion mit Gemüse essen. Rohkostsalate solltest Du lieber früher essen - sie könnten nachts schwer im Magen liegen. Als Snack zwischendurch bieten sich Obst und Nüsse an.

Viele Grüße

Anne

Hallo Yvi.

Am besten ist, Du suchst Dir eine Liste von Lebensmitteln mit ihrem glykämischen Index (findest Du sicher irgendwo in den Tiefen des WWW). Dann suchst Du Dir aus der Liste die Zutaten heraus, die einen möglichst geringen Index haben und Dir am besten schmecken. Weiterhin gibt es sicher unzählige Bücher mit Rezeptvorschlägen zur GLYX-Diät oder zu Atkins, oder sonst einem Vertreter dieser Diätformen. Besondere Vorsicht ist bei Diäten geboten, die z.B. Obst verbieten (ja, das gibt es wirklich - ich konnte es auch kaum glauben). Wenn Du schon einige Bücher zum Thema Kohlenhydrate gelesen hast, dann weißt Du ja selbst schon welchen Lebensmitteln reich an KH sind, welche Du meinden solltest und welche Du essen kannst. Die Umnstellung erfolgt einfach so, dass Du Dir aus den augewählten Zutaten etwas zubereitest und das isst. Z.B. kannst Du das Brot, das Du anscheinend abends isst gegen Dinkel- oder Grünkrenbrot austauschen, Ei oder Fisch dazu, Geflügelwurst, fettarmen Käse… Gegen Dein Müsli morgens, ist doch gar nichts zu sagen - solange es ungesüßt ist…

Kannst Du mir bitte jetzt noch sagen, warum Du auf die Idee kommst, dass so eine Umstellung etwas mit Deiner Migräne zu tun haben soll - der Zusammenhang interessiert mich.

Beste Grüße und viel Erfolg
Lothar

Kohlehydratarme Ernährung bei Migräne
Hallo Yvi,

ich möchte meine Ernährung aufgrund meiner Migräne auf
kohlehydrat-arm umstellen.

Verrätst Du mir bitte, wer Dir das empfohlen hat? Anders gefragt: stehen Kohlenhydrate als Trigger für Deine Migräneanfälle fest? Wenn nicht, wäre es nämlich ein riesiger Humbug, auf diese zu verzichten, zumal es a) mit der Zeit tierisch auf die Figur geht und b) nicht wirklich sinnvoll ist. Richtig ist allerdings, daß bestimmte Lebensmittel an Migräneanfällen nicht ganz unbeteiligt sind: http://www.eufic.org/web/article.asp?cust=1&lng=de&s….

Irgendwie ist mir aber unklar, wie ich es anfange, meine
Ernährung umzustellen und was ich dabei beachten muß.

Zunächst einmal: wie jede andere Ernährungsumstellung auch langsam und schrittweise. Alles andere führt zum Mißerfolg. Als Zweites würde ich zwischen ‚guten‘ und ‚bösen‘ Kohlehydraten unterscheiden (Beispiel: raffinierter Zucker = ‚böse‘; Vollkornnudeln = ‚gut‘). Manchmal reicht es aber bei Migräne (ich habe meine so schon seit einiger Zeit im Griff) schon die Mahlzeiten umzustellen, sprich: mittags KH-Mahlzeit wie Pasta mit Gemüsesauce oder Kartoffelauflauf; abends eine E-Mahlzeit wie Hähnchenbrust mit Früchten, Eiersalat oder Fisch.

Was darf ich essen,

Alles, was Dir schmeckt und bekommt.

in welchen Mengen,

Normale Portionen.

und welche geeigneten
Rezepte gibt es?

Da kannst Du Deine Phantasie so richtig Purzelbäume schlagen lassen…

Wenn ich bisher morgens ein Müsli und abends Abendbrot
gegessen habe, was esse ich alternativ?

Na ja… Da es nur kohlenhydrat arm und nicht -frei sein soll, kannst Du ruhig eine Scheibe Brot (inzwischen gibt es in einigen Bäckerein sogar Glyx-Brot - schmeckt wirklich gut) oder etwas Müsli essen, nur halt im Verhältnis etwas weniger.

Gibt es z.B. einen 6-Wochen-Plan, in dem einem die Umstellung
leichter gemacht wird?

Nö, weil Du das für Dich selbst rausfinden mußt.

Grüße & viel Erfolg
Renee

Migränebehandlung mit Biofeedback
Hallo Yvi,

an der Hochschule Mannheim im Fachbereich Medizintechnik gibt es ein Pilotprojekt mit der Charité in Berlin. Dort wird mit 70% Erfolg Migräne ohne Medikamente mit Bio-Feedback behandelt. Dazu leiht man sich das Gerät für einige Wochen beim Arzt aus.

Für Infos über Ärtzte, die das anwenden empfehle ich Dir direkt im Fachbereich mal anzurufen. Vielleicht ist noch jemand da (da ist nämlich gerade Vorlesungsende und Sommerpause).

http://www.hs-mannheim.de

Gruß

Stefan

hallo strubbel,
also hast du es doch bös’ aufgefaßt :smile:
in meiner aussage liegt aber ein fünkchen wahrheit.
ich erwarte nicht in wenigen stunden die perfekte antwort.
ich erwarte aber lieber keine antwort, als die antwort auf fragen, die ich nicht gestellt habe.
man geht doch mit einer gewissen erwartungshaltung an ein antwortposting ran und wenn dann dort bemerkungen stehen, die die frage nicht beantworten, dann bin ich eben enttäuscht und verwundert, denn es werden neue fragen aufgeworfen, mit denen ich mich doch längst schon befasst habe.
nun kannst du sagen: ja, woher soll ich das wissen, daß du dich damit schon befasst hast?
darauf würde ich antworten: das mußt du nicht wissen. aber du mußt auch nicht auf nicht gestellte fragen antworten.

ich schlage vor, wir belassen es dabei und ich finde mich damit ab, daß postings so aussehen können.

liebe grüße
und dir einen schönen tag
yvi

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hallo stefan,
biofeedback hab ich schon gemacht, mit mäßigem erfolg. ich kannte die methode aber auch schon, bzw. hab sie mir selbst „unwissentlich“ beigebracht.
ich hab schon viel ausprobiert:
biofeedback
akupunktur
usw…
danke trotzdem für dein posting.
gruß yvi

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hallo lothar,

weiter unten in diesem posting habe ich einen auszug aus www.miginfo.de angeführt, der deine frage ansatzweise beanntworten sollte.
das bemerke ich echt bei jedem brötchen, das ich ohne wurst/käse/butter essen würde.
ich bekomm dann sofort migräne.
esse ich nudeln mit fleisch und reichhaltiger soße, dann hält sich das jedoch in grenzen.
auf der seite www.miginfo.de ist das schön erklärt und ich habe auch weitere bücher dazu gelesen (z.b. von peter mersch, der die seite betreibt und selbst jahrelang unter migräne litt).
also ich habe einfach die erfahrung gemacht, daß kohlehydrate pur mir garnicht gut bekommen. und ich möchte den verzehr einfach einschränken oder sinnvoller und für mich gesünder gestalten, als ich das bisher gemacht habe.
beantwortet das deine frage ein wenig?
gruß yvi (ein auszug aus miginfo.de:smile:

In der Medizin wird Hypoglykämie in der Regel statisch über die absolute Höhe des Blutzuckerwertes definiert:

Hypoglykämie ist eine Unterzuckerung, bei der der Blutzuckerspiegel auf Werte unter 50 mg/dl absinkt.

Eine solche statische Definition wird der Dynamik der Blutzucker-Regulierung jedoch nicht gerecht und wir werden stattdessen eine dynamische Definition vorschlagen.

Im Folgenden soll unter Hypoglykämie in Unterscheidung zur diabetischen Hypoglykämie (etwa als Folge einer zu hohen Insulin-Dosis) immer die sog. postprandiale Hypoglykämie (andere Bezeichnungen sind: funktionelle bzw. reaktive Hypoglykämie), die sich in chronisch labilen und häufig zu niedrigen Blutzuckerspiegeln ausdrückt, verstanden werden.

Einer postprandialen Unterzuckerung geht häufig eine postprandiale Hyperglykämie voraus. In diesem Fall ist typischerweise der Blutzu-ckerspiegel 2 - 3 Stunden nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit zu hoch und 4 - 5 Stunden nach der Mahlzeit zu niedrig. Bei Patienten mit ausgeprägtem Hyperinsulinismus können die Zeiten auch erheblich kürzer sein. Wikipedia führt dazu aus :

„Bei der nichtdiabetischen Hypoglykämie handelt es sich um einen instabilen Blutzucker, der durch starke Schwankungen gekennzeichnet ist. Der Blutzucker steigt zu schnell und sinkt zu tief. Die Betroffenen sind zwar organisch gesund, weisen jedoch Symptome der verschiedensten Krankheiten auf.“

Die Selbstregulierung des Blutzuckerspiegels im Körper nennt man Blutzucker-Homöostase.

Bei Hypoglykämie (und anderen chronisch labilen Blutzuckerspiegeln) ist folglich die Blutzucker-Homöostase gestört. Mitunter kann sie nur durch eine massive Ausschüttung der Stresshormone aufrechterhalten werden:

Blutzuckerwerte über 60 mg/dl (entspr. >3.33 mmol/l) schließen eine akute Unterzuckerung aus, auch wenn Symptome darauf hindeuten könnten. Allerdings reagiert der Hypothalamus durch Ausschüttung der Katecholamine in erster Linie auf die Geschwindigkeit des Blutzuckerabfalls. Das erklärt, warum Unterzuckerungssymptome vorliegen können, obwohl der aktuelle absolute Blutzuckerwert dazu noch keinen Anlass zu geben scheint."

Sollte die Blutzucker-Homöostase nicht aufrechterhalten werden, können diverse neurologische Symptome entstehen:

„Oft geht eine Unterzuckerung mit Symptomen der verminderten Hirnleistung, Krampfanfällen oder der vermehrten Adrenalinausschüttung einher.“

Und weiter :

„Eine funktionelle Hypoglykämie kann sich in einem geistig verwirrten Zustand äußern. Möglich sind auch Depressionen oder Migräne.“

Ein Teil der neurologischen Symptome können dabei dem Glucose-Mangel im Gehirn, ein anderer Teil der durch den sinkenden Blutzuckerspiegel ausgelösten sympathischen Überaktivierung (Adrenalin) zugeordnet werden.

Robert C. Atkins präziert dazu (Atkins, Robert C.: Dr. Atkins’ Gesundheitsrevolution - Länger und gesünder leben, 1989, Seite 114):

„Bei einer extremen Sekundärreaktion fällt der Glucosespiegel zu steil und zu tief (unter das Ausgangsniveau). Beide Reaktionen können hypoglykämische Symptome auslösen, aber auch Hormonausschüttungen, wie zum Beispiel von Adrenalin und ähnlichen Substanzen, die der Organismus rasch frei setzt, um den extremen Blutzuckerabfall zu bremsen. Auf der Adrenalinwirkung beruhen die Angstanfälle, Ausbrüche von kaltem Schweiß, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und nervöse Spannung, während Müdigkeit, Schwäche, Konzentrationsstörungen, Gier nach Süßem, Verwirrtheit und Gedächtnisstörungen durch den Mangel an dem Energiespender Glucose bedingt sind.“

Normalerweise wird der Blutzuckerspiegel durch die beiden Hormon-Antagonisten Insulin und Glucagon im Rahmen der Blutzucker-Homöostase reguliert. Sinkt der Blutzuckerspiegel zu stark, dann kann Glucagon seine Aufgaben nicht reibungslos entfalten, weil es zu langsam reagiert. Deutlich schneller wirken hier die Stresshormone Adrenalin und Cortisol. Noch schneller wirkt allerdings die direkte Aufnahme von Glucose über den Magen, wie Diabetiker leidvoll erfahren mussten. Aus diesem Grund neigen wohl viele Menschen heute dazu, ihren Blutzuckerspiegel tagsüber ständig durch kleine Snacks künstlich zu stützen. Eine sehr einfache und humorvolle Darstellung der Zusammenhänge kann bei Diabetesinfo nachgelesen werden.

Nun sind die Vorarbeiten abgeschlossen, um den Begriff der Hypoglykämie zu präzisieren.

Dynamische Hypoglykämie-Definition:

Hypoglykämie ist die fehlende Fähigkeit des Organismus, einen Blutzuckerspiegel in Ruhe ohne abnorme Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol (also ohne abnorme sympathische Aktivierung) und ohne eine zusätzliche Nahrungsaufnahme innerhalb enger Grenzen halten zu können.

Es liegt folglich auch dann Hypoglykämie vor, wenn der Blutzucker oberhalb 60 mg/dl ist, aber nur durch den massiven Einsatz der Stresshormone oder eine zusätzliche Nahrungsaufnahme auf diesem Wert gehalten werden kann.

Nehmen wir einmal an, Sie sind gezwungen, alle 3 Stunden eine Kleinigkeit zu essen, weil Ihr Blutzuckerwert sonst unter 50 mg/dl sinken würde. Durch Ihre Methode unterschreitet Ihr Blutzuckerwert nie 70 mg/dl. Sind Sie unter diesen Voraussetzungen hypoglykämisch?

Die formale und statische Definition der Medizin würde im Gegensatz zu unserer dynamischen Definition zu dem Ergebnis kommen: Nein, und dieses Resultat ist eindeutig falsch, denn selbstverständlich sind Sie unter diesen Gegebenheiten hypoglykämisch.

Wenn also praktisch alle Kopfschmerzexperten Ihnen dringend ans Herz legen, ein regelmäßiges Leben zu führen, regelmäßig zu essen und vor allem bei Stress keine Mahlzeiten auszulassen (auf der Migräne-Site von Pfizer liest sich das so; „Ein möglichst regelmäßiger Tagesablauf, der auch am Wochenende oder im Urlaub beibehalten wird, kann Anfälle verhindern.“), dann unterstellen sie Ihnen nichts anderes als: Hypoglykämie, und zwar in dem Sinne, wie wir es gerade versucht haben zu definieren.

Hi,

ich erwarte aber lieber keine antwort, als die antwort auf
fragen, die ich nicht gestellt habe.

du schreibst hier in einem öffentlichen Forum. Da lässt es sich nicht vermeiden, dass auch unerwünschte Bemerkungen kommen. Davon abgesehen sei doch froh, dass auch Antworten über den Horizont deiner Frage hinaus kommen - wer weiß, was dabei vielleicht auftaucht, was im Endeffekt helfen kann, obwohl du eine andere Frage gestellt hast.

Gruß
Cess

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das bemerke ich echt bei jedem brötchen, das ich ohne
wurst/käse/butter essen würde.
ich bekomm dann sofort migräne.
esse ich nudeln mit fleisch und reichhaltiger soße, dann hält
sich das jedoch in grenzen.

Das spricht eher dafür, daß nicht Kohlehydrate die Übeltäter sind sondern die zu geringe Zufuhr von Vitaminen aus der B-Gruppe schuld ist. Diese sind ja reichlich in Fleisch, Wurst, Käse, Fisch & Co., aber auch in Vollkornprodukten (Nudeln, Brot, Reis) enthalten. Vielleicht solltest Du eher darauf achten…

Grüße
R.

Hallo Yvi!

Ich kenne die Problematik, dass man oft Fragen beantwortet bekommt, die man nicht gestellt…

Ich hoffe daher, dass ich dir DEINE Fragen hiermit beantworten kann:

Es gibt viele Arten von kohlenhydratarmer Ernährung. Logi ist die Art, die am meisten tolerant ist und nichts verbietet. Es wird darauf geachtet, weniger Kohlenhydrate aufzunehmen, aber Dr. Worm wird nie konkret, wie hoch die Menge pro Tag sein darf/ sollte.
Es gibt ein Forum auf seiner Homepage, in dem auch des Öfteren darüber geschrieben wurde, welche Mengen, wieviel von was und welche Narungsmittel überhaupt man essen kann/ darf/ sollte:
http://www.logi-methode.de/

Es existieren aber noch einige sehr gute Foren, in denen es auch um Atkins, Lutz, Glyx und alle anderen Formen und Verfechtern von Low Carb geht:
http://www.low-carb-forum.de/
http://www.lowcarbforum.de/
http://www.ketose.com/

Dort wurden wirklich schon alle Dinge rund ums Thema diskutiert. Und das Thema Migräne ist auch häufig vertreten.

Um deine Frage grob zu beantworten:

Bei Low Carb sollte man immer individuell gucken, wieviel Kohlenhydrate einem gut tun und wo die Grenze anfängt, wo es einem nicht mehr gut tut (aus welchen Gründen auch immer).

Ich empfehle, sich mit den gängigsten Methoden auseinanderzusetzen, ein wenig auszuprobieren mit den Mengen und den Körper dann entscheiden zu lassen, was ihm guttut.

Ich lebe jetzt seit knapp einem halben Jahr nach meinem eigenen Prinzip, das zwischen LOGI und Dr. Lutz liegt und fühle mich sehr wohl.

Ein paar Tipps für LOGI:
Wenn du am Anfang noch nicht so den Überblick hast mit den Kohlenhydraten, dann merke dir nur das und lasse diese Dinge von deinem Speiseplan: Reis, Nudeln, Kartoffen, (Weiß-)Brot, Süßigkeiten, Müsli, Cornflakes.
Diese Lebensmittel sind zwar in kleinen Mengen bei LOGI erlaubt, aber ich finde es einfacher, sie komplett wegzulassen.
Bei Salat und Gemüse solltest du dagegen in die Vollen greifen: Ordentlich große Portionen jeden Tag. Dazu immer etwas Eiweiß- und Fettreiches. Somit bekommst du deine Sättigung und ausreichend Nährstoffe. Obst ist auch erlaubt, aber man sollte darauf achten, wieviel Kohlenhydrate drin sind. Weintrauben sind z.B. nicht so toll. Fisch solltest du jede Woche dabei haben, besser sogar zweimal. Geflügel und Fleisch darf du ebenfalls in guten Portionen essen. Nüsse sind ausdrücklich erlaubt. Eier auch! Milchprodukte immer ohne Fettreduzierung!

So, wenn du noch was Spezielle wissen willst, kannst du mich auch anmailen.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.
Und lass dich nicht von anderen abhalten, die dir eintrichtern wollen, wie ungesund das ist, Brot wegzulassen! Viele MEnschen können es sich schlicht und ergreifend nicht vorstellen, es bei SICH SELBST wegzulassen. Es ist Alltag, der nicht hinterfragt wird. Oder besser noch: Es wurde allen immer und immer wieder erzählt: Vollkornbrot ist gesund, Cornflakes sind gesund (KEllogs ist ja nur am Wohl der Menschen interessiert…), Müsli ist gesund. Und Fett und Eier sind halt ungesund. Jaja…

Gruß

Danielle

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Hi Yvi.

Danke für die ausführliche Information.
Dann ist ja das Beachten des GI anscheinend genau das Richtige für Dich.

Viel Erfolg und beste Grüße
Lothar

p.s. wenn Du nicht fündig geworden bist im Netz, kann ich Dir eine Liste von Nahrungsmitteln mit geringem GI schicken.