Kollektor feuert

Hallo Fachleute,
an einer REMS Säbelsäge (Tigersäge) fällt nach sehr kurzer Betriebsdauer der Überhitzungsschutz raus, und es riecht etwas angebrannt. Den Kollektor habe ich gesäubert/abgezogen auch in den Ritzen zwischen den Lamellen, die Kohlen sind okay.
Wieder montiert, sehe ich sehr starkes Feuern und Flackern am Kollektor.
Kondi-Werte: 0,22 mikroF, 250V~
Ich habe den Verdacht, daß der (Entstör- ??)-kondensator hin ist.
Hat solch ein Kondi NUR die Funktion des Entstörens oder auch die Funktion der Unterdrückung der Funkenbildung an den Kollektorkontakten (Analogie zum Zündkondensator beim Motorrad) Oder geht das beides Hand-in-Hand. Entstören und Unterdrückung des „Feuerns“ ??

Grüße
WolFgang

Hallo Wolfgang,
wie Du schon richtig vermutest ist es ein und dasselbe.
Die Störung entsteht durch die Funken. Unterbindet man die Funken eliminiert man die Störung und sorgt gleichzeitig dafür dass der Kollektor nicht verbrennt.
Beim Moped trägt allerdings auch noch der Kerzenstecker bzw. die Zündkerze ihren Teil zur Entstörung bei (Widerstand).
Gruss Sebastian

Danke Sebastian für die Bestätigung und Ergänzung.
Werde neuen Kondi besorgen, dann klappts auch mit der Störung und das Feuer erlischt.
GrinsGrüße
WolFgang

Hallo Wolfgang,
Überhitzung und starkes Kollektorfeuer sind normalerweise ein sicheres Anzeichen für einen Kurzschluß in der Ankerwicklung. Für den Motor und das ganze Gerät bedeutet das meistens einen Totalschaden.

Jörg

an einer REMS Säbelsäge (Tigersäge) fällt nach sehr kurzer
Betriebsdauer der Überhitzungsschutz raus, und es riecht etwas
angebrannt. Den Kollektor habe ich gesäubert/abgezogen auch in
den Ritzen zwischen den Lamellen, die Kohlen sind okay.
Wieder montiert, sehe ich sehr starkes Feuern und Flackern am
Kollektor.
Kondi-Werte: 0,22 mikroF, 250V~
Ich habe den Verdacht, daß der (Entstör- ??)-kondensator hin
ist.
Hat solch ein Kondi NUR die Funktion des Entstörens oder auch
die Funktion der Unterdrückung der Funkenbildung an den
Kollektorkontakten (Analogie zum Zündkondensator beim
Motorrad) Oder geht das beides Hand-in-Hand. Entstören und
Unterdrückung des „Feuerns“ ??

Grüße
WolFgang

Danke Jörg für die Antwort.
Nachfrage: Ankerwicklung und/oder Wicklungen des Rotores ??
Oder evtl. beides ?

(Ich vermute das ist eine dooofe Frage)

Grüße
WolFgang

Hallo Wolfgang,
Überhitzung und starkes Kollektorfeuer sind normalerweise ein
sicheres Anzeichen für einen Kurzschluß in der Ankerwicklung.
Für den Motor und das ganze Gerät bedeutet das meistens einen
Totalschaden.

Jörg

Hallo Wolfgang,

Nachfrage: Ankerwicklung und/oder Wicklungen des Rotores ??
Oder evtl. beides ?

Das rotierende Teil ist der Anker, das Stehende der Stator. Theoretisch können beide Spulen defekt sein. Erfahrungsgemäß ist es aber meistens die Ankerwicklung. Diese wird thermisch und mechanisch wesentlich stärker belastet.

Jörg

(Ich vermute das ist eine dooofe Frage)

Grüße
WolFgang

Hallo Wolfgang,
Überhitzung und starkes Kollektorfeuer sind normalerweise ein
sicheres Anzeichen für einen Kurzschluß in der Ankerwicklung.
Für den Motor und das ganze Gerät bedeutet das meistens einen
Totalschaden.

Jörg

Hallo WolFgang,

an einer REMS Säbelsäge (Tigersäge) fällt nach sehr kurzer
Betriebsdauer der Überhitzungsschutz raus, und es riecht etwas
angebrannt. Den Kollektor habe ich gesäubert/abgezogen auch in
den Ritzen zwischen den Lamellen, die Kohlen sind okay.
Wieder montiert, sehe ich sehr starkes Feuern und Flackern am
Kollektor.

Grundsätzlich hast du nach einer solchen Revision immer ein stärkeres Funkenbild, bis sich die Bürsten eingeschliffen haben.
Allerdings sollte dabei der Überlastschutz nicht ansprechen.

Als erstes tippe ich auch auf einen Windungsschluss im Rotor.
Manchmal erkennt man die defekte Wicklung daran, dass die Wickeldrähte deutlich verfärbt sind.
Im Prinzip kommt man der defekten Wicklung auch durch Widerstandsmessung auf die Spur. Allerdings hat nicht jeder die wirklich passenden MillOhm-Messgeräte zur Verfügung. Man misst den Widerstand zwischen zwei um 180° versetzten kontakte am Kollektor. Die gemessenen Spulenwiderstände sollten so um maximal 5% voneinander abweichen.

Bei, vor allem älten Konstruktionen, besteht noch die Möglichkeit, dass die Bürsten verdreht eingebaut werden können oder sich mit der Zeit verdrehen, was auch zu mehr Funken führt.

MfG Peter(TOO)