… und was taugen sie?
Grüße, K.v.H.
… und was taugen sie?
Grüße, K.v.H.
Hallo,
es geht nichts über die klassische Variante, denn nur mit der gewinnt man die Gewebeproben. Was nutzt da alles 3D?
Man könnte jetzt zuerst die virtuelle Schiene machen und sehen, ob es notwendig WÄRE, Gewebeproben entnehmen zu müssen - also klassisch.
Aber wenn du schon mal die Abführprozedur mitgemacht hast, dann bist du wahrscheinlich wie ich nicht scharf drauf, die dann zweimal zu machen, einmal für die virtuelle und anschließend für die klassische Methode.
Die Uniklinik Erlangen macht meines Wissens die Spiegelungen mit der Videokapsel, kostet, glaub ich, 1000 Euro, Kasse zahlt das aber nicht.
Aber was ist an der klassischen Methode schlimm?
Das einzig Schlimme - für mich jedenfalls - ist das Abführprocedere, und das hast du bei der virtuellen Schiene auch.
Von der eigentlich Spiegelung hab ich nie was mitbekommen. Ambulant hab ich Dormicum bekommen und war damit komplett „weg“ und einmal im Krankenhaus hab ich Propofol (heißt das, glaub ich) bekommen, eine Art Kurznarkose. Nix gemerkt.
mipiace
Nebenbemerkung zu den Medis
Hi Annika,
alles völlig richtig. Ich ergänze mal noch ein wenig:
Von der eigentlich Spiegelung hab ich nie was mitbekommen.
Ambulant hab ich Dormicum bekommen und war damit komplett
„weg“ und einmal im Krankenhaus hab ich Propofol (heißt das,
glaub ich) bekommen, eine Art Kurznarkose. Nix gemerkt.
Dormicum ist ein Anxiolytikum, also ein Angstlöser und zudem Sedativum, also Beruhigungsmittel. Ist ein wenig wie kiffen
und hinterlässt auch beim Ausklingen nur ein recht angenehmes „Beduseltsein“; die retrograde Amnesie, also das nicht Erinnern können an alles, was ab dem Moment des Wirkunsgeintritts passiert, macht aus Dormicum ein traumhaftes Medikament für diese Zwecke.
Disoprivan (Handelsname) oder Propofol (Wirkstoff) ist tatsächlich ein Kurzzeithypnotikum, was auch (aber nicht nur!) gerne für Gastroskopien und Koloskopien benutzt wird - im Gegensatz zum Dormicum schläft der Patient hier aber wirklich und muß dementsprechend auch intensiver überwacht werden. Propofol hat den Ruf, sehr angenehme Träume zu verursachen *gg*
Ich hab beide Medikamente schonmal bekommen, und keinerlei Unangenehmes damit erlebt. Vom Dormicumrausch hat man allerdings etwas mehr.
Fazit: Es gibt tatsächlich kaum etwas, was eine Angst vor einer Koloskopie begründet - wenn denn das Anlaß für die Frage hier war.
Gruß,
Malte.
Hi,
alles sehr interessant und hilfreich! Vielen Dank allen!
Ob der Grund meiner ursprünglichen Frage Angst war ist richtig. Bei mir liegt eigentlich nichts an ausser das ich vorsorgemässig mal den Darm inspizieren lassen möchte. Die klassische Darmspiegelung kann ja leider - wie ich lesen musste - auch sehr gefährliche (lebensbedrohliche) Folgen haben. Wenn der Behandler einen schlechten Tag hat und den Darm verletzt kann es zu lebensbedrohlichen Zustaänden führen - habe ich in einer Aufklärungsschrift gelesen. Auch beim Probenentnehmen können solche Verletzungen zugefügt werden. Hinzu kommt, daß ich 2 Personen in meinem Bekanntenkreis habe, bei denen innerhalb der letzten 2 Jahre genau dieses zugetroffen ist. Nach Koloskopie hohes Fieber, Schmerzen und dann Intensivstation. Hm - klar das ich da Anst habe!
Übrigens habe ich 3-D bereits hinter mir. Kann ich nicht empfehlen! Die Abführprozedur ist noch o.k. aber das AUFPUMPEN des Darms ausgesprochen únangenehm und schmerzhaft. Tja- und dann hieß es später - nach dieser schmerzhaften Erfahrung - der Darm wäre noch nicht ganz sauber gewesen und somit nur ca. 60% der Darmoberfläche zu beurteilen! Klasse! Sieht man nicht vor der Prozedur, daß der Darm noch eine Fuhre Cleanprep zusätzlich oder einen Einlauf braucht?!
Ist denn diese Videokapsel eine echte Alternative (unabhängig davon, daß man keine Gewebeproben entnehmen kann)?
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Ist denn diese Videokapsel eine echte Alternative (unabhängig
davon, daß man keine Gewebeproben entnehmen kann)?
Hallo,
da kann ich leider nicht mitreden, als ich gehört hab, was die Prozedur in Erlangen mit Videokapsel kostet, hab ich eh nicht mehr nachgefragt, schweineteuer.
Was passieren kann doch immer und überall - theoretisch, nicht nur bei der Darmspiegelung. Ich hab schon x hinter mir und es ist nie was passiert.
Angst, wenn man das so nennen kann, hab ich höchstens vor der Abführerei, weil ich da nur am Würgen bin - ich krieg einfach das Salzgesöff fast nicht runter.
Von der Spiegelung an sich kriegte ich nie was mit - selig und süß geschlafen! Dormicum ist eh der „Hit“, als ich längst wieder „wach“ war - aber rückwirkend (noch) nicht wusste, was ich tat, bin ich zur Höchstform aufgelaufen und nach einer Magenspiegelung mit Dormicum meiner Begleitperson, die mich eigentlich hätte heimfahren sollen, in der Fußgängerzone lautstark und für alle vernehmlich klargemacht, dass ich jetzt keinen Bock auf Zuhause hätte, sondern jetzt mir erstmal genüsslich eine Sahnetorte reinziehen wolle … alles nur aus Berichten bekannt, ich weiß von nix
))))))))))))
Auch nach Propofol hab ich geschlafen wie ein Baby, hinterher null Schmerzen, wie wenn nix passiert war. Kann gar nicht verstehen, dass sich manche das ohne alles antun wollen …
Zur Videokapsel ruf halt einfach mal in der Uniklinik (Friedrich-Alexander-Universität) in Erlangen an.
mipiace
Darmspiegelung
Vielleicht bin ich jetzt schon zu spaet mit meiner Antwort, aber ich hab vor 10 Jahren (ja ja, lang ist es her) eine Darmspiegelung gemacht bekommen (Gesamtdarm) und damals hab ich nur ein Beruhigungsmittel bekommen…Ich war ansprechbar und hab mich auch super unterhalten, aber an die eingetliche Prozedur erinnere ich mich nicht. Man muss also nicht unbedingt vollkommen weg sein bei dieser Prozedur, ich fand es interessant die Bilder auf dem Bildschirm mitsehen zu koennen, war hochinteressant. Geschlafen habe ich witzigerweise erst 1 h nach der Untersuchung, ich war hundsmuede…Also, ist wirklich nichts schlimmes und es ist ganz normal das man sich da tausend Gedanken macht, geht mir eigenltlich bei jeder Untersuchung so…
Liebe Gruesse,
Susanne