Komandos beibringen

Hallo hab seit ca. fast 4 Wochen einen Hund (Podenco Mix) er ist 1.5Jahre alt. Hat etwas angst macht aber große Fortschritte und lernt super schnell. Wollte mal wissen ob man einem Hund auf Komando das Bällen beibringen kann. wenn ja wie ich das anstelle. Sitz , Platz kann er schon und nun wollte ich ihn weiter fördern.

MFG

Stephan

Hi Stephan,

hab seit ca. fast 4 Wochen einen Hund (Podenco Mix)
er ist 1.5Jahre alt. Hat etwas angst macht aber große
Fortschritte und lernt super schnell.

Hast du ihn aus dem Ausland? Wenn ich fragen darf…

Wollte mal wissen ob man
einem Hund auf Komando das Bällen beibringen kann. wenn ja wie
ich das anstelle.

Ich denke mal, du meinst das Bellen.
Hat nichts mit einem Ball zu tun :wink:
Das kann man ihm beibringen, ja.

Unser Hund hat das erst spät gelernt, da er auch gelernt hat, uns nicht anzuknurren. Also war auch Bellen was „Böses“.
Es war ein langwieriger Prozess.

Wir benutzten das Komando „Laut“, damit er bellt. Der Witz daran war, dass wir ihm beibrachten, auf „Leise“ zu junken. Hat ihm irre Spaß gemacht - und uns erst. :smile:

Wir haben ihm was vorgebellt, sehr lange, bis er checkte, dass wir von ihm das gleiche verlangten. Anfangs war es nur ein protestierendes Junken, weil er den Sinn nicht verstand.

Sobald auch nur ein kleiner Beller raus kam, haben wir ihn eindringlich gelobt und ein Leckerchen gegeben. Nicht immer, sodass er auch ohne Lecker bellt.
Haben ihn auch provoziert, mit einem wilden Spiel angefangen z.B., was allerdings bei deinem Mix schwierig sein könnte, wenn er noch ängstlich ist.

Das wichtigste ist, dass du dran bleibst, den Hund aber nicht überanspruchst.
Du merkst, wenn er keine Lust mehr hat. Dann gilt es, eine Pause einzulegen und später weiter zu machen.

Jede Menge loben und das Ganze mit Spaß verbinden. Nicht schimpfen, wenn es nicht klappt. Könnte evtl. dauern.

Sitz , Platz kann er schon und nun wollte ich ihn weiter fördern.

Sehr guter Vorsatz!

LG, Bomba

P.s.: Trainier ihn nicht auf die Türklingel zu bellen, z.B., das ist schwer abzugewöhnen, wenn es einmal eingebleut ist.

Hallo Stephan,

ich kann dir berichten, wie ich das bei der Jagdhundeausbildung gesehen habe.

Du nimmst etwas worauf der Hund voll abfährt. Rohes Fleisch, ein Spielzeug … Damit machst du den Hund aufmerksam. Zeigen, schnuppern lassen, bewegen, aber nicht hingeben. Der Hund wird ungeduldig, will das endlich haben, aber du hältst es hoch und forderst zum sitzen auf. Wird der Hund dabei zu wild, springt usw. leint man ihn kurz an, damit er seinen Ungeduld nicht austoben kann. Wenn der Hund seine Ungeduld nicht mehr zügeln kann, fängt er an zu bellen. Mit dem ersten Beller wird der wortreich gelobt und bekommt, was er begehrt. Wichtig ist dabei, daß der Gegenstand hoch und etwas in Richtung über den Hundekopf gehalten wird, damit der Hund seinen Kopf strecken muß, was das Bellen fördert.

Gruß Steffi

Hallo!
Die Antwort von Steffi ist schon ganz gut. So ähnlich hab ich das auch gemacht. Ich hab gewusst, in welchen Situationen er bellt (beim „Raufen“, wenn ich mich am Boden zusammen gerollt habe und er keine Chance mehr hatte mich „anzugreifen“). Also hab ich solche Situationen immer „provoziert“ und während er gebellt hat „gib Laut“ gesagt und ihn gelobt. Nach ein paar mal Üben konnte er es auch ohne diese bestimmte Situation. Das Beibringen hat ihm sehr viel Spaß gemacht, weil wir das aus einem Spiel heraus geübt haben.
Viel Spaß und vor allem viel Geduld! (das Bellen-beibringen hat bei uns am längsten gedauert…sogar auf Kommando rückwärtslaufen hat schneller geklappt!)
LG, Anna