KOmische Ergebnisse beim Thera

Hallo Leute!

Wir haben in der letzten Woche die Ergebnisse unserer Therapiegruppe gekriegt. Im Schnitt haben wir uns im letzten Vierteljahr wieder gut verbessert. Aber jetzt kommts: Jedes Mal verbessern sich die am meisten, die beim letzten Mal die schlechtesten waren. Die, die beim letzten Mal die besten Ergebnisse hatten, verbessern sich am wenigsten. Viele von denen verschlechtern sich sogar und müssen dann in die Motivationsstunde! Ist doch merkwürdig. Habt ihr ne Ahnung wie das kommt?

Danke schon ma.

Herbert

Hallo Herbert

Wir haben in der letzten Woche die Ergebnisse unserer
Therapiegruppe gekriegt. Im Schnitt haben wir uns im letzten
Vierteljahr wieder gut verbessert.

Was denn, gibts da Noten? Zeugnisse? Ist das ne Leistungs-Nummer da bei Euch?
Ich mache seit 1994 konstant Gruppentherapie mit meinen Patienten, zwei (früher drei) Gruppen in der Woche. Aber da gibts sowas nicht. Zum Glück.
Gruß,
Branden

Dieses Phänomen basiert wohl auf zwei Teileffekten:

Regression zur Mitte - rein staistisches Problem.
http://de.wikipedia.org/wiki/Regression_zur_Mitte

Zum anderen ist es wohl eine Frage der Motivation. Wer unter dem Durchschnitt ist, der verspürt das Bedürfniss, sich dem Durchschnitt anzugleichen (nicht zuletzt zur Dissonanzreduktion) - denn der Mensch vergleicht seine Leistungen ständig mit den ihm zur Verfügung stehen Beispielen anderer Menschen. Wenn nun der Großteil der Vergleiche schlecht ausfällt, entsteht das Bedürfniss das Selbstbild zu verbessern, indem man entweder andere (Schlechtere) Partner zum Vergleich findet (was bei euch wohl kaum Möglich ist) oder mehr als gewöhnlich daran setzt, seine eigenen Leistungen zu verbessern.

Wer über dem Durchschnitt ist, dessen Motivation ist geringer, da er als Vergleich niedrigere „Werte“ hat als seine eigenen.

So ist das wohl meistens… ob es in eurem Fall zutrifft und was genau sich da abspielt lässt sich ohne eine genauere Betrachtung imho nicht sagen.

Nachtrag
Hinzu kommt natürlich noch eine ganz allgemeine Tatsache: Die typische Lernkurve (die sich nicht nur aufs Lernen bezieht).

Jemand der anfängt, weitspringen zu üben, wird während einer Woche wohl schaffen, sich um einen Meter zu steiger. Ein Olympia-Springer kann froh sein, wenn er im Jahr ein paar Zentimeter (im Durchschnitt schafft)

OK, ich gebs zu, der Vergleich hinkt, aber ich denke es kommt rüber.

OK, ich gebs zu, der Vergleich hinkt, aber ich denke es kommt
rüber.

Nein, da hinkt Nichts. Ich würde sagen, dass du dir deine Frage selbst beantwortet hast.

Viele Grüsse,

Hilmar