Komisches Verhalten in letzter Zeit

Hi,

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Hinweis vorweg:
diejenigen, die aufgrund einer ausgefüllen Visitenkarte meinen müssen, Rückschlüsse auf meine Person und mein Arbeitsumfeld zu ziehen und diese mit unsinnigen, wie überflüssigen Kommentaren ihre Profilierungsneurosen weiter züchten zu wollen, sollten ihre Zeit lieber sinnvoller nutzen.

***

Seit ungefähr drei Wochen bemerke ich ein komisches und spleeniges Verhalten an mir, was einhergeht mit sehr abstrusen Alpträumen, aus denen ich mit einem Initialschrecken erwache. Ok, kommt vor. Ist ja weiter auch nichts dramatisches.

Vor einigen Nächten erwachte ich, nachdem ich zwei Stunden geschlafen hatte, mit einem Riesenschreck auf und mir war absolut schlüssig und sinnig, dass sich an der Decke in meiner Lampe eine Überwachungsapperatur mit eingebautem Zerstörungsmechanismus befindet. Aus Sorge, dass die Decke einstürzen könnte, sprang ich aus dem Bett und fing an, die Lampe zu inspizieren, ob sich da nicht tatsächlich solch ein Apperat verbirgt.

Im selben Moment bekam ich eine SMS, antwortete darauf. Und legte mich wieder hin.

Am Morgen (also ein paar Stunden später) wachte ich wieder auf und ging ganz normal zur Arbeit. An die Ereignissen in der Nacht konnte ich mich nicht erinnern. Es war alles völlig normal.

Mir fiel das Ereignis dann im Laufe des Vormittags wieder ein. Ob ich das vielleicht nur geträumt habe, konnte ich daran sehen, dass ich um diese Uhrzeit tatsächlich auf diese SMS geantwortet habe (stand auch mit Uhrzeit dran - SMS, die ich gekriegt habe, war im Posteingangsfach).

Ich wische an dieser Lampe selten bis sehr sehr selten Staub, so dass die Fingerspuren der Inspektion noch daran zu sehen waren, als ich wieder nach Hause kam.

Meine Frage:

  • Wie ernst sollte ich das nehmen? Mir ist bewusst, dass das eine ganz klassisch-typische Verhaltensweise einer Schizophrenie ist.

Ich weiß, dass das nicht oft vorkommt. Ich habe immer wieder mal - gerade in Situationen nach dem Aufwachen - wo ich nicht weiß, was los ist, wo ich bin, was ich hier mache.

Ich schiebe das momentan noch auf meine momentane Stressituation (Schichtdienst, viele Überstunden angesammelt, kein Frei in Sicht, Überbelegung).

Allerdings erinnerte mich das auch an ein Ereignis ungefähr vor einem Jahr, als ich nach ein paar schlaflosen Nächten dachte, die Musik die von meinem klingelnden Handy kam, käme aus einer karierten Leiste in einem Restaurant und hielt mein Ohr dran, weil ich wissen wollte, ob es tatsächlich von dort kam.

Es gibt keinerlei psychische Erkrankungen in der Familie.
Muss ich mir Sorgen machen oder bin ich einfach nur überlastet? Und wieso reagiere ich mit diesen Symptomen, die einer Schizophrenie ähneln und nicht mit anderen? (z.b. Konzentrationsstörungen)

Gruss, levi

Hi levi,

ich bin keine Psychologin oder ähnliches, habe aber die Tendenz Stress im täglichen Bereich in meinen Träumen abzuarbeiten.

In Stressphasen träume ich dermaßen intensiv, dass ich beim Wachwerden erst einmal totale Orientierungsschwierigkeiten habe und nur langsam wieder in der Realität lande, meine Träume dann auch gelegentlich erst einmal für „wahr“ halte.
Ich halte dein Verhalten für völlig normal und kein bisschen komisch, zudem du es ja recht schnell wieder auf einen normalen „Stand“ bringst, und im Wachzustand nicht mehr ernsthaft daran glaubst, dass Bestandteile deines Traumes tatsächlich passiert sind.

Zumindest bei mir reduzieren sich die „Albträume“ und deren zuweilen sehr anstrengenden Inhalte in dem Maße, wie es mir gelingt den Stress im Alltag zu reduzieren.

Gruß
Iris

Hallo Iris, Hallo Levi,

diese intensiven Träume kenne ich auch - gerade in den vergangenen Monaten - habe es bisher auf außergewöhnliche Belastungszustände geschoben (dann und wann allerdings auch schon an außerirdische Strahlen gedacht :wink: :wink:).

Ich halte dein Verhalten für völlig normal und kein bisschen
komisch,…

In Teilen schon, aber wenn er das Ohr an eine Tapetenleiste hält, um zu horchen, ob da die Musik raus kommt, erinnert mich das durchaus auch an „A Beautiful mind“. Und dass er die Dinge eben nicht nur träumt, sondern TATSÄCHLICH die Schlafzimmerlampe inspiziert hat…
und nicht wie du schreibst: :…und im Wachzustand nicht mehr

ernsthaft daran glaubst, dass Bestandteile deines Traumes
tatsächlich passiert sind.

Grüße
Demenzia

huhu,

***

Hinweis vorweg:
diejenigen, die aufgrund einer ausgefüllen Visitenkarte meinen
müssen, Rückschlüsse auf meine Person und mein Arbeitsumfeld
zu ziehen und diese mit unsinnigen, wie überflüssigen
Kommentaren ihre Profilierungsneurosen weiter züchten zu
wollen, sollten ihre Zeit lieber sinnvoller nutzen.

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Seit ungefähr drei Wochen bemerke ich ein komisches und
spleeniges Verhalten an mir,

das hättest du angesichts des ersten satzes nicht schreiben brauchen.

Vor einigen Nächten erwachte ich, nachdem ich zwei Stunden
geschlafen hatte, mit einem Riesenschreck auf und mir war
absolut schlüssig und sinnig, dass sich an der Decke in meiner
Lampe eine Überwachungsapperatur mit eingebautem
Zerstörungsmechanismus befindet. Aus Sorge, dass die Decke
einstürzen könnte, sprang ich aus dem Bett und fing an, die
Lampe zu inspizieren, ob sich da nicht tatsächlich solch ein
Apperat verbirgt.

Im selben Moment bekam ich eine SMS, antwortete darauf. Und
legte mich wieder hin.

Am Morgen (also ein paar Stunden später) wachte ich wieder auf
und ging ganz normal zur Arbeit. An die Ereignissen in der
Nacht konnte ich mich nicht erinnern. Es war alles völlig
normal.

Mir fiel das Ereignis dann im Laufe des Vormittags wieder ein.
Ob ich das vielleicht nur geträumt habe, konnte ich daran
sehen, dass ich um diese Uhrzeit tatsächlich auf diese SMS
geantwortet habe (stand auch mit Uhrzeit dran - SMS, die ich
gekriegt habe, war im Posteingangsfach).

Ich wische an dieser Lampe selten bis sehr sehr selten Staub,
so dass die Fingerspuren der Inspektion noch daran zu sehen
waren, als ich wieder nach Hause kam.

Meine Frage:

  • Wie ernst sollte ich das nehmen? Mir ist bewusst, dass das
    eine ganz klassisch-typische Verhaltensweise einer
    Schizophrenie ist.

du schlafwandelst.

Ich weiß, dass das nicht oft vorkommt. Ich habe immer wieder
mal - gerade in Situationen nach dem Aufwachen - wo ich nicht
weiß, was los ist, wo ich bin, was ich hier mache.

naja, das ist normal. schlafwandeln würde mich aber ängstigen - nicht, dass ich meinem nachbarn geld in den briefkasten stecke oder so…man weiß ja nie.

http://www.medizinfo.de/kopfundseele/schlafen/schwan…

mfg:smile:
rené

Hallo Levi,

…Rückschlüsse auf meine Person und mein Arbeitsumfeld
zu ziehen

Ich denke dein Arbeitsumfeld hat doch was damit zu tun.

Es ist unwahrscheinlich, wärest du in einem anderen Beruf tätig und hättest keinen intensiveren Kontakt zu psychisch Erkrankten, dass du deine Träume mit schizophrenen Denk-/Verhaltensweisen zusammengebracht hättest.

Frag mal eine Gyn-Schwester, was ihr bei Unterleibsschmerzen, Schmierblutungen, etc. alles durch den Kopf rattert. Oder wie oft sie ihre Brust abtastet (okay, ist vielleicht in bisschen indiskret *g*).
Ich hab schon die unglaublichsten Dinge während meiner Ausbildungszeit auf der Gyn selbstdiagnostiziert.

Ich schiebe das momentan noch auf meine momentane
Stressituation (Schichtdienst, viele Überstunden angesammelt,
kein Frei in Sicht, Überbelegung).

als ich nach ein paar schlaflosen Nächten

Die Folgen von längeren Schlafentzug wirst du kennen: Neben körperlichen Beschwerden kommt es auch zu psychischen Veränderungen, wie z.Bsp. Denkstörungen und Halluzinationen.
Nicht umsonst ist es auch eine Foltermethode.

Ich würde es auf den momentanen Stress und mangelnden Schlaf schieben.

Auch du wirst älter :o). Das, was dir vor ein paar Jahren nicht viel ausgemacht hat, wird zunehmend anstrengender.
Zusätzlich: Mehr Berufserfahrung = mehr Verantwortung = mehr Belastung bei gleichzeitig schlechten Rahmenbedingungen.

Darüber solltest du dir Gedanken machen.
Wo kannst du dir „Ruheinseln“ suchen?
Hast du dein Schlafverhalten deinen veränderten Schlafbedürfnissen angepasst?
Was ist mit Sport und Ernährung?
Entspannungsübungen vor dem Einschlafen?

Mit Grüßen
Simone

Lieber leviathan

Seit ungefähr drei Wochen bemerke ich ein komisches und
spleeniges Verhalten an mir, was einhergeht mit sehr abstrusen
Alpträumen, aus denen ich mit einem Initialschrecken erwache.
Ok, kommt vor. Ist ja weiter auch nichts dramatisches.

Seit drei Wochen schon? Nichts dramatisches? Kommt drauf an, in welchen Abständen innerhalb dieser drei Wochen die Alpträume auftauchten.

Vor einigen Nächten erwachte ich, nachdem ich zwei Stunden
geschlafen hatte, mit einem Riesenschreck auf und mir war
absolut schlüssig und sinnig, dass sich an der Decke in meiner
Lampe eine Überwachungsapperatur mit eingebautem
Zerstörungsmechanismus befindet. Aus Sorge, dass die Decke
einstürzen könnte, sprang ich aus dem Bett und fing an, die
Lampe zu inspizieren, ob sich da nicht tatsächlich solch ein
Apperat verbirgt.

Im selben Moment bekam ich eine SMS, antwortete darauf. Und
legte mich wieder hin.

Am Morgen (also ein paar Stunden später) wachte ich wieder auf
und ging ganz normal zur Arbeit. An die Ereignissen in der
Nacht konnte ich mich nicht erinnern. Es war alles völlig
normal.

Mir fiel das Ereignis dann im Laufe des Vormittags wieder ein.
Ob ich das vielleicht nur geträumt habe, konnte ich daran
sehen, dass ich um diese Uhrzeit tatsächlich auf diese SMS
geantwortet habe (stand auch mit Uhrzeit dran - SMS, die ich
gekriegt habe, war im Posteingangsfach).

Ich wische an dieser Lampe selten bis sehr sehr selten Staub,
so dass die Fingerspuren der Inspektion noch daran zu sehen
waren, als ich wieder nach Hause kam.

Meine Frage:

  • Wie ernst sollte ich das nehmen? Mir ist bewusst, dass das
    eine ganz klassisch-typische Verhaltensweise einer
    Schizophrenie ist.

Grundsätzlich würde ich so etwas immer ernst nehmen, obwohl mein Gefühl sagt, dass es eher der Stress aus deiner Arbeitswelt ist, der dich bis in deine Träume verfolgt.

Ich weiß, dass das nicht oft vorkommt. Ich habe immer wieder
mal - gerade in Situationen nach dem Aufwachen - wo ich nicht
weiß, was los ist, wo ich bin, was ich hier mache.

Ich schiebe das momentan noch auf meine momentane
Stressituation (Schichtdienst, viele Überstunden angesammelt,
kein Frei in Sicht, Überbelegung).

So würde ich das auch sehen, aber ernst nehmen würde ich es auch.

Allerdings erinnerte mich das auch an ein Ereignis ungefähr
vor einem Jahr, als ich nach ein paar
schlaflosen

AHA

Nächten
dachte, die Musik die von meinem klingelnden Handy kam, käme
aus einer karierten Leiste in einem Restaurant und hielt mein
Ohr dran, weil ich wissen wollte, ob es tatsächlich von dort
kam.

Es gibt keinerlei psychische Erkrankungen in der Familie.
Muss ich mir Sorgen machen oder bin ich einfach nur
überlastet?

Machst du doch schon und das ist gut so. Außer dir passt sonst keiner auf dich auf.

Und wieso reagiere ich mit diesen Symptomen, die
einer Schizophrenie ähneln und nicht mit anderen? (z.b.
Konzentrationsstörungen)

Vielleicht wegen der beruflichen Nähe. Du hast doch sicherlich mit Leuten zu tun, die nachweislich an Schizophrenie leiden. Vielleicht übernimmst du unbewusst Verhaltensmuster?

Gruss, levi

Viele Grüße
Voltaire

Danke für die Antworten
Hallo,

da nun die Aussagen mit de Begründung der Überlastung nahezu deckungsgleich sind und manche hier auch davon berichten, das sie das selber mal erlebt haben, bin ich erstmal beruhigt. Mit Schizophrenen haben ansich nichts zu tun, eher mit Demenz/Alzheimer-Erkrankten.

Danke für die Antworten, ich denke, ich brauch echt mal 'ne Woche Schlaf.

Grüsse, levi