Komma? Gedankenstrich?

Hallo!
Ich weiß hier bei einem Satz nicht so richtig weiter:
„Die wichtige Erkenntnis hierbei ist, dass Sportler mit einer hohen Ermüdung rechnen und sich entsprechende Strategien hierfür zurechtlegen sollten.“

Die Frage: Muss vor das UND in diesem Fall irgendein Satzzeichen? Schließlich klingt es so, als wäre der Ausschnitt „dass Sportler mit einer hohen Ermüdung rechnen“ eine Feststellung, und kein Ratschlag (rechnen sollten).

Wär super, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte.

Vielen Dank im Voraus!!

hi,

„Die wichtige Erkenntnis hierbei ist, dass Sportler mit einer
hohen Ermüdung rechnen und sich entsprechende Strategien
hierfür zurechtlegen sollten.“

Die Frage: Muss vor das UND in diesem Fall irgendein
Satzzeichen? Schließlich klingt es so, als wäre der Ausschnitt
„dass Sportler mit einer hohen Ermüdung rechnen“ eine
Feststellung, und kein Ratschlag (rechnen sollten).

satzzeichen gehört keines.
aber dein sprachgefühl trügt dich nicht. das problem ist ein semantisches (inhaltliches). die frage ist nämlich, ob der satz inhaltlich korrekt ist (bzw. das transportiert, was gemeint ist).

die erkenntnis, um die es geht, ist ja vermutlich nicht die tatsache, dass sportler ermüden, sondern dass man sich (auch bzw. gerade wenn man sportler ist) gegen ermüdung entsprechende strategien zurechtlegen sollte.

inhaltlich korrekt wäre wohl:
„Die wichtige Erkenntnis hierbei ist, dass Sportler sich gegen die Ermüdung, mit der sie rechnen müssen, entsprechende Strategien zurechtlegen sollten.“

spart auch das amtlich-sperrige „hierfür“ ein; auch das „hierbei“ ist verzichtbar.

wie wärs also mit:
„Wir erkennen daraus, dass Sportler sich gegen die Ermüdung, mit der sie rechnen müssen, entsprechende Strategien zurechtlegen sollten.“

hth
m.

Kurze Sätze
Hallo,

da es sich wohl um einem wissenschaftlichen Text handelt, sind
Füllwörter überflüssig. Auch persöliche Bezüge „ich/wir …“
sollten vermieden werden, sofern nicht expliziert so gefordert.

wie wärs also mit:
„Wir erkennen daraus, dass Sportler sich gegen die Ermüdung,
mit der sie rechnen müssen, entsprechende Strategien
zurechtlegen sollten.“

Warum aber nicht kurze Sätze mit prägnanter Aussage, statt der
lästigen Verschachtelungen? Auch evtl. spätere Übersetzungen
macht es erheblich einfacher.
Zum Beispiel:

„Es läßt sich erkennen, dass Sportler mit Ermüdung rechenen müssen.
Dagegen sollten sie sich geeignete Strategien zurechtlegen“

Oder noch kürzer:
„Fazit:
Sportler ermüden. Dagegen helfen geeignete Strategien.“

Wie gesagt, es kommt auf den Verwendungszweck an.
In wissenschaftlichen Publikationen ist ausschweifende Prosa
eher lästig.

Gruß Uwi

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Ich weiß hier bei einem Satz nicht so richtig weiter:
„Die wichtige Erkenntnis hierbei ist, dass Sportler mit einer
hohen Ermüdung rechnen und sich entsprechende Strategien
hierfür zurechtlegen sollten.“

Hallo,
könnte so stehenbleiben, wenn man „müssen“ einfügt. -hohen Ermüdung rechnen müssen- ohne Komma oder Gedankenstrich, aber die Vorredner haben Recht, ihre Versionen sind besser.

Grüße Heinz

„Die wichtige Erkenntnis hierbei ist, dass Sportler mit einer
hohen Ermüdung rechnen und sich entsprechende Strategien
hierfür zurechtlegen sollten.“

Komma wäre falsch - der Satz passt schon so

Hallo!

„Die wichtige Erkenntnis hierbei ist, dass Sportler mit einer hohen Ermüdung rechnen und sich entsprechende Strategien hierfür zurechtlegen sollten.“

Ich halte diesen Satz für unbeanstandbar.

Schließlich klingt es so, als wäre der Ausschnitt „dass Sportler mit einer hohen Ermüdung rechnen“ eine Feststellung, und kein Ratschlag (rechnen sollten).

Das ist eine Interpretation; man könnte aber das „sollen“ auch auf „rechnen“ bezogen denken.

Also hieße es: Die wichtige Erkenntnis hierbei ist, dass Sportler mit einer hohen Ermüdung rechnen sollten und sich entsprechende Strategien hierfür zurechtlegen sollten."

Und da kann das eine „sollten“ weggelassen werden.

Und nun könnte man sagen, dass mit dem zweiten Nebensatz ein neuer Aspekt auftritt und dann wäre es auch möglich, vor dem „und“ ein Komma setzen.

Aber das liegt in deinem Ermessen.

Gruß Fritz