Hallo!
Meine (etwas ungeschickt formulierte) Frage:
muss ich eine beispielhafte Aufzählung durch Kommata „abtrennen“ oder nicht?
Ein Beispiel:
Stimmt
a) Viele Arbeitnehmer, wie Bäcker und Postboten, stehen früh auf.
oder
b) viele Arbeitnehmer wie Bäcker und Postboten stehen früh auf.
?
wir haben hier grad eine Diskussion laufen…
Kann mir jemand die dazugehörige regel nennen? (Evtl sogar mit Link zum Duden o.ä.?)
Tausend dank!
Norah
Hallo Norah!
a) Viele Arbeitnehmer, wie Bäcker und Postboten, stehen früh
auf.
oder
b) viele Arbeitnehmer wie Bäcker und Postboten stehen früh
auf.
Beides ist richtig.
Kann mir jemand die dazugehörige regel nennen?
Die Regel (Amtliche Regelung der deutschen Rechtschreibung § 78) findest Du z. B. auch im Anhang des Rechtschreibdudens:
„Oft liegt es im Ermessen des Schreibenden, ob er etwas mit Komma als Zusatz oder Nachtrag kennzeichnen will oder nicht.“
Darunter fallen auch die „Gefüge mit ‚wie‘“
Damit ist gesagt, dass es darauf ankommt, wie Du es verstanden und betont haben willst.
Beste Grüße!
H.
Danke für Deine Antwort!
Wenigstens weiß ich jetzt, dass
- mein Sprachgefühl noch stimmt und
- keiner gewonnen (und ich damit auch nicht verloren) habe/ hat!
LG,
Norah
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Genau das …
… wird auch heutzutage gerne mit dem Gedankenstrich (der Lange, der wo nicht auf der Tastatur ist) gemacht:
Viele Arbeitnehmer — wie Bäcker und Postboten — stehen früh auf.
Gruß
Stefan
Hallo Stefan,
… wird auch heutzutage gerne mit dem Gedankenstrich (der
Lange, der wo nicht auf der Tastatur ist) gemacht:Viele Arbeitnehmer — wie Bäcker und Postboten — stehen früh auf.
das ist nicht korrekt. Der Strich, den du verwendest hast, ist ein Geviertstrich, wegen seiner Breitenidentität mit einem großen „M“ auch “em dash” genannt, der in der deutschen Typographie in der Regel nicht vorkommt. Im englischen Schriftsatz hingegen ist dies der normale Gedankenstrich, in Sätzen wie “Now, she says, nothing but the ‘perfect storm’—a Category 4 or 5—will budge her” (Quelle: TIME Magazine vom 29.05.06). Vor allem in den USA kann der Geviertstrich kompress, also ohne Leerzeichen davor und dahinter, gesetzt werden; in der Praxis sind schmale Leerzeichen jedoch nicht unüblich.
Der Gedankenstrich des Deutschen ist ein Halbgeviertstrich, ein nach der Breite des großen „N“ benannter “en dash”, der mit einem geschützten Leerzeichen nach dem öffnenden und einem ebensolchen vor dem schließenden Gedankenstrich gesetzt wird. Norahs Satz muss also wie folgt aussehen: „Viele Arbeitnehmer – wie Bäcker und Postboten – stehen früh auf.“ Man kann den Strich, der durch Gedrückhalten der „Alt“-Taste und gleichzeitiger Eingabe von „0150“ auf dem Nummernblock erzeugt wird, auch als Bis-Strich verwenden (9–17 Uhr), hier allerdings wieder kompress. Der Gedankenstrich ist kein Bindestrich (-).
Gruß
Christopher
oh Graus
… wird auch heutzutage gerne mit dem Gedankenstrich (der
Lange, der wo nicht auf der Tastatur ist) gemacht:
„der wo“ ist ausschließlich eine süddeutsche Konstruktion.
In Standarddeutsch hieße dieser Einschub schlicht:
„der lange, der nicht auf …“.
Gruß Gudrun
(der Lange, der wo nicht auf der Tastatur ist) gemacht:
„der wo“ ist ausschließlich eine süddeutsche Konstruktion.
Halo Gudrun,
„der was“ muß es richtig heißen, wenn Du auch in Österreich verstanden sein willst 
Gruß
J.