Im Titel genanntes hab ich, als neue Kommaregel, unter „erweiterter Infinitiv“ oder so ähnlich im Duden vermutet. Aber nicht gefunden. In der alten Rechtschreibung war in solchen Fällen („Er stellte eine Frage, um Hilfe zu bekommen“) ja ein Komma gefordert, oder? Und in der neuen Rechtschreibung?
Merci!
Hi,
in der neuen Rechtschreibung geht’s auch ohne, da das „um zu“ quasi Signal für den Nebensatz ist.
Grüßle,
Susanne
Im Titel genanntes hab ich, als neue Kommaregel, unter
„erweiterter Infinitiv“ oder so ähnlich im Duden vermutet.
Aber nicht gefunden. In der alten Rechtschreibung war in
solchen Fällen („Er stellte eine Frage, um Hilfe zu bekommen“)
ja ein Komma gefordert, oder? Und in der neuen
Rechtschreibung?
Tja, da gestern die Maler bei mir waren, ist der Duden noch nicht wieder an seinem Platz. Suchen würde ich unter „Infinitivkonstruktionen“.
Und schon in der alten Rechtschreibung war das Komma, wenn ich mich recht erinnere, nur notwendig, wenn der „um zu“-Satz aus mehr als einem weiteren Infinitiv besteht.
Wir waren dort um einzukaufen. Wir waren dort, um Geräte einzukaufen.
Nach der neuen ist es afaik eine „kann“-Bestimmung.
Wir waren dort (,) um (Geräte) einzukaufen.
Also ganz nach Belieben.
Aber wenn es um ein offizielles Dokument ginge, würde ich noch mal nachschlagen oder auf Fritz warten…
Livia
Huhu Philipp!
Wie die meisten (wenn nicht sogar alle?) neuen Beistrichregelungen ist auch diese hier eine „kann, muss aber nicht“-Regelung.
Früher war es so, dass ein „um zu“-Satz dann mit Beistrich abgetrennt wurde, wenn er aus mehr als dem „um zu“ + Infinitiv bestanden hat. Jetzt ist auch ein weiteres Wort kein zwingender Grund, ein Komma zu setzen.
Ich persönlich mache all diese Beistriche, die neuerdings auch wegfallen können, trotzdem, weil ich finde, dass ein korrekt durch Beistriche strukturierter Satz das Lesen erheblich erleichtert. Aber wie gesagt: kann, muss nicht.
Hoffe, gedient zu haben, auch wenn mien Posting eigentlich nur das bestätigt, was schon meine Vorschreiber geantwortet haben… 
Liebe Grüße!
Elisabeth
hi,
alte rechtschreibung erzwang komma bei erweiterten infinitivgruppen (außer: so eine gruppe war das subjekt des satze); neue rechtschreibung stellt frei.
ich rate trotzdem in vielen fällen zum komma, weil dann ambiguitäten (zweideutigkeiten) vermieden werden können. bsp:
er verspricht heute im garten zu helfen.
zu trennen in:
er verspricht heute, im garten zu helfen. (er hilft irgendwann)
er verspricht, heute im garten zu helfen. (er hilft heute)
hth
m.
Aber wenn es um ein offizielles Dokument ginge,
nur um meine persönliche Rechthaberei…
Danke!
Ganz schön viele österreichische Kommafans, danke!