Hallo!
Kann mir jemand helfen?
Stimmt die Kommasetzung in folgenden Sätzen?
Ein Fazit in diesem, im personalwirtschaftlichen Bereich, neuartigen Thema rundet die Diplomarbeit ab.
Eine Führungskraft, deren Ziel es ist den Rang ihrer Filiale zu erhöhen, bedient sich beispielsweise Scheinargumenten.
Ich hab noch einen Satz:
Auch der Geschäftsführer befürchtet, Kunden zu verlieren und bestärkt deshalb seine Mitarbeiter in dem Gedanken eine Bürgerinitiative zu starten, bei der er sie finanziell unterstüzten würde.
Hi Sabine,
der Satz
Ein Fazit in diesem, im personalwirtschaftlichen Bereich,
neuartigen Thema rundet die Diplomarbeit ab.
ist falsch, korrekt wäre der Satz ganz ohne Kommata.
Die Interpunktion im nächsten Satz müsste korrekt so aussehen:
Eine Führungskraft, deren Ziel es ist, den Rang ihrer Filiale
zu erhöhen, bedient sich beispielsweise Scheinargumenten.
Das „beispielsweise“ an dieser Stelle des Satzes ist stilistisch nicht gut.
„Sich bedienen“ steht im Deutschen mit Genitiv, „Scheinargumenten“ ist Dativ, das sollte man vermeiden. Problem ist, dass „Scheinargumente“ (der korrekte Genitiv Plural von Scheinargumente) sich hier ebenfalls sonderbar anhört, ich würde eher schreiben „führt Scheinargumente an“ oder so etwas.
lg
F.
Hallo Sabine,!
Kann mir jemand helfen?
Stimmt die Kommasetzung in folgenden Sätzen?
Ein Fazit in diesem, im personalwirtschaftlichen Bereich,
neuartigen Thema rundet die Diplomarbeit ab.
Das würde ich so schreiben:
Ein Fazit dieses, im personalwirtschaftlichen Bereich neuartigen, Themas rundet die Diplomarbeit ab.
Nach meinem Sprachgefühl könnte man die durch Kommata abgetrennte Ergänzung aber auch durch Bindestriche abgrenzen - wenn die Neuartigkeit noch betont werden soll - oder aber auch gar nicht, wenn es nicht so wichtig ist.
Eine Führungskraft, deren Ziel es ist den Rang ihrer Filiale
zu erhöhen, bedient sich beispielsweise Scheinargumenten.
Nach alter Rechtschreibung:
Eine Führungskraft, deren Ziel es ist, den Rang ihrer Filiale zu erhöhen, bedient sich beispielsweise Scheinargumenten.
Nach der neuen Rechtschreibung ist das von mir ergänzte Komma meines Wissens nach fakultativ. Wie bereits gesagt: alles nach Gefühl, ohne Garantie auf Richtigkeit.
Grüße, Thomas
Hallo Fredun,
Das „beispielsweise“ an dieser Stelle des Satzes ist
stilistisch nicht gut.
„Sich bedienen“ steht im Deutschen mit Genitiv,
„Scheinargumenten“ ist Dativ, das sollte man vermeiden.
danke! Jetzt kann ich auch ausdrücken, was mich am zweiten Satz so gestört hat.
Grüße, Thomas
Hallo Sabine,
Ich hab noch einen Satz:
Schön. Wo nimmst Du all’ die Sätze her?
Auch der Geschäftsführer befürchtet, Kunden zu verlieren und
bestärkt deshalb seine Mitarbeiter in dem Gedanken eine
Bürgerinitiative zu starten, bei der er sie finanziell
unterstüzten würde.
Auch der Geschäftsführer befürchtet, Kunden zu verlieren und bestärkt deshalb seine Mitarbeiter in dem Gedanken, eine Bürgerinitiative zu gründen, bei der er sie finanziell unterstützen würde.
Grüße, Thomas
Hallo Sabine,
Auch der Geschäftsführer befürchtet, Kunden zu verlieren und
bestärkt deshalb seine Mitarbeiter in dem Gedanken, eine
Bürgerinitiative zu gründen, bei der er sie finanziell
unterstützen würde.
Grüße, Thomas
entweder … der Geschäftsführer befürchtet Kunden zu verlieren …
oder … der Geschäftsführer befürchtet, Kunden zu verlieren, und bestärkt deshalb …
Noch einen schönen Tag
Franz
Auch der Geschäftsführer befürchtet, Kunden zu verlieren und
bestärkt deshalb seine Mitarbeiter in dem Gedanken, eine
Bürgerinitiative zu gründen, bei der er sie finanziell
unterstützen würde.
entweder … der Geschäftsführer befürchtet Kunden zu
verlieren …
konsequenterweise müßte man aber in diesem fall auch die analoge stelle im zweiten teil des satzes ohne beistrich schreiben:
und bestärkt deshalb seine Mitarbeiter in dem Gedanken eine
Bürgerinitiative zu gründen
mischen impossible. oder zumindest sehr eigenartig.
und bestärkt deshalb seine Mitarbeiter in dem Gedanken eine
Bürgerinitiative zu gründen
mischen impossible. oder zumindest sehr eigenartig.
So schaut’s jetzt eben aus nach der Rechtschreibreform. Früher bestand ich auch auf jedes Komma, das man jetzt meistens weglassen kann.
Noch einen schönen und kommafreien Abend für alle, die keine Kommata mögen
Franz
So schaut’s jetzt eben aus nach der Rechtschreibreform.
es schaut so aus, daß man den beistrich entweder setzen oder weglassen kann. aber innerhalb eines textes oder gar eines satzes sollte man an analogen stellen die selbe entscheidung treffen, weil es sonst stilistisch allerunterste schublade ist, finde ich. stil steht nun mal nicht im duden.
Natürlich sollte der Schreiber eine gewisse Kontinuität in seinen Entscheidungen zeigen, nicht dass er sich in seinem Text sowohl auf die alte wie auch die neue Rechtschreibung beruft. Ich nehme an, dass Du auf die allerneueste anglizistische Rechtschreibung mit durchgehender Kleinschreibung setzt.
satzes sollte man an analogen stellen die selbe entscheidung
treffen, weil es sonst stilistisch allerunterste schublade
ist, finde ich. stil steht nun mal nicht im duden.
das ist langsam relativ OT
Ich nehme an, dass Du auf die allerneueste
anglizistische Rechtschreibung mit durchgehender
Kleinschreibung setzt.
das hat nichts mit dem allerneuesten und schon gar nichts mit anglizistisch zu tun. ich schreibe aus rein praktischen gründen so, und bisher gab es jedenfalls keine mißverständnisse. da ich außerdem eine muttersprache habe, in der man (wie übrigens in so ziemlich jeder sprache außer deutsch) alles bis auf eigennamen und satzanfänge klein schreibt, mußte ich auch nicht extra umlernen 
natürlich schreibe ich meine offizielle korrespondenz oder wissenschaftliche arbeiten „richtig“, allerdings bevorzuge ich hier wie dort die alte rechtscheibung, was ja noch ein paar monate erlaubt ist. aber ich bin jedenfalls stilistisch konsequent.
Hallo Franz,
entweder … der Geschäftsführer befürchtet Kunden zu
verlieren …
oder … der Geschäftsführer befürchtet, Kunden zu verlieren,
und bestärkt deshalb …
da will man einen Rat geben und braucht doch selbst einen. Das „und“ im obigen Satz leitet doch keinen vollständigen Hauptsatz ein (was nach der alten Rechtschreibung der Grund für ein Komma wäre), warum also wird ein Komma gesetzt? Ist das die neue Rechtschreibung? Oder bin ich auf einem ganz falschen Dampfer?
Grüße, Thomas
Hallo Franz,
Hallo Thomas!
entweder … der Geschäftsführer befürchtet Kunden zu
verlieren …
oder … der Geschäftsführer befürchtet, Kunden zu verlieren,
und bestärkt deshalb …
da will man einen Rat geben und braucht doch selbst einen. Das
„und“ im obigen Satz leitet doch keinen vollständigen
Hauptsatz ein (was nach der alten Rechtschreibung der Grund
für ein Komma wäre), warum also wird ein Komma gesetzt?
Kein Komma in folgendem Fall: Der Geschäftsführer befürchtet, Kunden zu verlieren und Verluste einzufahren.
Komma kommt, weil im Ausgangsbeispiel ‚befürchtet‘ und ‚bestärkt‘ zum Geschäftsführer gehören. ‚Kunden zu verlieren‘ ist ein Nebensatz und sollte deswegen in zwei Kommas stehen (alte Rechtschreibung) oder gar kein Komma (neu)
Hallo Franz,
Kein Komma in folgendem Fall: Der Geschäftsführer befürchtet,
Kunden zu verlieren und Verluste einzufahren.
Komma kommt, weil im Ausgangsbeispiel ‚befürchtet‘ und
‚bestärkt‘ zum Geschäftsführer gehören. ‚Kunden zu verlieren‘
ist ein Nebensatz und sollte deswegen in zwei Kommas stehen
(alte Rechtschreibung) oder gar kein Komma (neu)
ich hatte meinen Fokus auf dem letzten Teil des Satzes, der natürlich nicht durch Komma abgetrennt werden muss: „Der Geschäftsführer befürchtet Umsatzeinbußen und bestärkt…“ Aber ich habe nicht daran gedacht, dass in dem Moment, in dem man sozusagen das Akkusativobjekt zu einem Nebensatz aufbläst, dieser ja abgetrennt werden muss. Und dazu gehört auch ein Komma dahinter. Jetzt macht es Sinn. Danke nochmal, auch wenn die ganze Sache meiner Überzeugung, im Deutschen eigentlich recht fit zu sein, Abbruch tat.
Grüße, Thomas
Komma dahinter. Jetzt macht es Sinn. Danke nochmal, auch wenn
die ganze Sache meiner Überzeugung, im Deutschen eigentlich
recht fit zu sein, Abbruch tat.
Hallo Thomas,
so ist eben Sprache. Es verbergen sich viele Geheimnisse und Wunder. Dein letzter Satz mit Abbruch tun gefällt mir nicht besonders. Anstatt Überzeugung solltest Du überzeugen oder überzeugt verwenden.
Noch einen schönen Tag
Franz