Also ich Blicke bei der neuen Rechtschreibung nicht durch, als beispiel folgender Satz:
Da XML lediglich ein Anwendungsprofil, also eine bestimmte Untergruppe von SGML
darstellt, hat es strukturell Ähnlichkeit mit HTML.
Das ist die Kommasetzung meiner Mutter.
Da XML lediglich ein Anwendungsprofil, also eine bestimmte Untergruppe von SGML,
darstellt hat es strukturell Ähnlichkeit mit HTML.
Das ist meine, ich dachte mir: „also eine bestimmte Untergruppe von SGML“ beschreibt doch Anwendungsprofil näher, demnach Komma.
Als ich mir das so ansah dacht ich mir, dass vielleicht auch folgenes richig sein könnte:
Da XML lediglich ein Anwendungsprofil, also eine bestimmte Untergruppe von SGML,
darstellt, hat es strukturell Ähnlichkeit mit HTML.
Das sieht wiederum unschön aus…
Aber was ist nun richtig?
Danke
Guido
Moin, Guido,
Da XML lediglich ein Anwendungsprofil,
also eine bestimmte Untergruppe von SGML darstellt,
hat es strukturell Ähnlichkeit mit HTML.
Das ist die Kommasetzung meiner Mutter.
deine Mutter kann’s halt noch 
darstellt ist das Verb, das von den beiden ersten Satzteilen benutzt wird. Das Komma, das Du vor darstellt setzen möchtest, schneidet das Verb vom zweiten Satzteil ab.
Da XML lediglich ein Anwendungsprofil,
also eine bestimmte Untergruppe von SGML,
darstellt hat es strukturell Ähnlichkeit mit HTML.
Schlimmer noch: Ohne ein Komma hinter darstellt pappt das Verb am dritten Satzteil, zu dem es nun gar nicht gehört.
Gruß Ralf
Hallo Ralf,
Das ist die Kommasetzung meiner Mutter.
deine Mutter kann’s halt noch 
ich hab das auch so gelernt vor 50 Jahren, hätte auch so kommatiert,
aber:
Ich finde in Zeitschriften, in Internetpublikationen, sogar in gedruckten Büchern oft Kommatierungen, die mir das Verständnis des Satzes erschweren oder sogar lächerlich vorkommen!
Hat da die Neue Deutsche Rechtschreibung schuld?
Fragt WB
Hallo, Wadlbeisser!
Da bräuchte man jetzt Beispiele, um konkret zu werden.
Generell lässt sich sagen, dass im Hinblick auf die Kommasetzung jetzt häufiger Alternativen möglich sind. Man kann in vielen Fällen das Komma setzen, man kann es weglassen. Lässt man es weg, bewirkt dies vielfach mehr Unklarheit als früher. Auf der anderen Seite ist die Zahl der Kommaregeln auf diese Weise tatsächlich zurückgegegangen.
In meinem ersten Satz oben kann man das Komma vor der Infinitivgruppe weglassen. Dadurch wird das Verständnis des Satzes vermutlich nicht erschwert. Oft aber eben doch.
Vielleicht findest Du ein konkretes Beispiel.
Gruß, Wolfgang
Moin Ralf,
darstellt ist das Verb, das von den beiden ersten
Satzteilen benutzt wird. Das Komma, das Du vor
darstellt setzen möchtest, schneidet das Verb vom
zweiten Satzteil ab.
Da XML lediglich ein Anwendungsprofil,
also eine bestimmte Untergruppe von SGML,
darstellt hat es strukturell Ähnlichkeit mit HTML.
Schlimmer noch: Ohne ein Komma hinter darstellt pappt
das Verb am dritten Satzteil, zu dem es nun gar nicht gehört.
Danke fuer die schnelle Antwort. (ich habe grad eine Umlautlose Tastatur
)
beides.
Da XML lediglich ein Anwendungsprofil, also eine bestimmte
Untergruppe von SGML
darstellt, hat es strukturell Ähnlichkeit mit HTML.
Da XML lediglich ein Anwendungsprofil, also eine bestimmte
Untergruppe von SGML,
darstellt, hat es strukturell Ähnlichkeit mit HTML.
Das Komma nach „darstellt“ ist wichtig, denn es trennt 2 Sätze.
mfg:smile:
rené
Ok 
Re:beides
Das Komma nach „darstellt“ ist wichtig, denn es trennt 2
Sätze.
Diese neue deutsche Rechtschreibung verwirrt mich, dieses „egal“-Prinzip
find ich sehr unschoen.
Danke dir, irgendwie find ich es aber ein Unding, einzelne Worte in einem Satz mittels Kommas einzukerkern.
mfg:smile:
rené
Danke auch dir (ich mag wer-weiss-was)
Guido
Danke dir, irgendwie find ich es aber ein Unding, einzelne
Worte in einem Satz mittels Kommas einzukerkern.
Tach shampoonator,
Du setzt offenbar voraus, daß dieser Satz die richtige Zeichensetzung enthält:
Da XML lediglich ein Anwendungsprofil, also eine bestimmte
Untergruppe von SGML, darstellt, hat es strukturell Ähnlichkeit mit :HTML.
Das tut er aber nicht! Denn das Komma vor „darstellt“ ist entbehrlich. Und da, wie Du richtig schreibst, die Umklammerung eines einzigen Wortes durch Kommata unschön ist (So etwas darf nur der SPIEGEL), kann es wegfallen.
Eine andere Möglichkeit wäre, den Einschub durch Gedankenstriche
"- … - " kenntlich zu machen.
Gruß - Rolf