Kommen wir voran oder geht es wieder rückwärts?

Kommen wir voran oder geht es gerade wieder etwas rückwärts mit unserer _gegenseitigen_ Emanzipation und Befreiung für Mann und Frau?

Vorsicht: Fogender Text ist extra provokativ, viel mir nichts besseres ein… wird gegen Ende etwas relativiert und soll ganz bestimmt nicht verletztend sein oder so.

Ist nicht der Mann manchmal angesehen als eines von vielen Wegwerfprodukten, das zum Überfluss, willig und bereit da steht, dem kein Respekt noch Achtung mehr entgegengebracht werden muss?
Wäre da nicht ein Appell (hört zwar eh keiner der Betroffenen, aber egal), an die Männer die sich anbiedern und Ihr Selbstwertgefühl missachten oder für die eh alles ein Spiel ist
oder ein Apell an die Frauen die sich daran gewöhnt haben, dass Sie einfach etwas „Besseres“ sind einmal nötig?

Ist es nicht schon fast männerfeindlich jedem Mann bei jeder „Annäherung“ schlimmste sexuelle Absichten zu unterstellen und Ihn gleich mal prophylaktisch eine stolze Schulter zu zeigen. Was hat es mit Emanzipation zu tun, wenn Frauen immer noch auf Ihren Helden warten, anstatt sich ganz normal und auch mal _initiativ_ mit jedem (auch Männern) unterhalten?
Oder – so unterstelle ich einmal einem grossteil der Frauen – diese die Situation genießen, diese Machtposition, Ihr Privileg aussortieren zu können und um sich werben zu lassen.

Sicher, es mag instinktiv begründet sein und einer langen Tradition entsprungen, wird es aber jetzt manchmal nicht etwas grotesk?
Und kann damit, dem Evolutionsgelaber, wirklich die Ganze Verantwortung abgeschoben werden?

Schon lange hat sich das Blatt wieder gewendet… es ist die Rede vom Mann als schwaches Geschlecht, die Selbstmordrate bei Männern ist 3x höher als bei Frauen und die Dunkelziffer für nicht diagnostizierte Krankheiten (psychisch wie physisch) bei Männern wesentlich höher als bei Frauen…

Sicher – all dies kein Beweis für meine These, nur Indizien.

Sicher sind meine obigen Absätze sehr provokativ und ganz sicher nicht für jedem sozialen Kontext gleich zu verstehen. In Disco oder Kneipe wird es sicher etwas anderes zu gehen wie im Töpferkurs oder in der Bibelstunde.
Und vielerlei andere Einschränkungen hätte ich korrekterweise wohl auch angeben müssen, aber dann wäre ich morgen noch am tippen.

Wie sieht es also bei Euch aus Männern? Habt Ihr manchmal das Gefühl man behandelt Euch abschätzig und das wäre nicht gerecht?
Und bei Euch Frauen? Seht Ihr die Männer als potentielle Vergewaltiger, fast beinahe gar nicht mal mehr als Menschen :wink: ?
Schickt es sich nicht für eine große Lady/Dame so richtig gefühllos mit Ihren Fans umzugehen :wink: ?

>>Wertschätzender Umgang

Hallo Sebastian,

Kommen wir voran oder geht es gerade wieder etwas rückwärts
mit unserer _gegenseitigen_ Emanzipation und Befreiung für
Mann und Frau?

du hast verschiedene Leute angesprochen, dementsprechend wirst du wohl auch verschiedene Antworten bekommen. Ich denke, jeder hat sein eigenes Selbstbild und somit seine eigene Vorstellung von Emanzipation.

Vorsicht: Fogender Text ist extra provokativ, viel mir nichts
besseres ein… wird gegen Ende etwas relativiert und soll
ganz bestimmt nicht verletztend sein oder so.

*sfg*

Ist nicht der Mann manchmal angesehen als eines von vielen
Wegwerfprodukten, das zum Überfluss, willig und bereit da
steht, dem kein Respekt noch Achtung mehr entgegengebracht
werden muss?

hm, ich kenn das auch umgekehrt,
schade, wenn du so empfindest.

Wäre da nicht ein Appell (hört zwar eh keiner der Betroffenen,
aber egal), an die Männer die sich anbiedern und Ihr
Selbstwertgefühl missachten oder für die eh alles ein Spiel
ist
oder ein Apell an die Frauen die sich daran gewöhnt haben,
dass Sie einfach etwas „Besseres“ sind einmal nötig?

nana, du kannst doch nicht „Besseres“ am Geschlecht festmachen.
In jeder der beiden Spezies findest du Leute, die sich als was besseres ansehen. Ich bin Frau, aber vor allem Mensch. Ich konnts mir vorher nicht aussuchen. Also warum sollte dann ein Mann „schlechter“ sein?

Ist es nicht schon fast männerfeindlich jedem Mann bei jeder
„Annäherung“ schlimmste sexuelle Absichten zu unterstellen und
Ihn gleich mal prophylaktisch eine stolze Schulter zu zeigen.

Oh weh *duck*. Ich komm gerade aus ner Disko. Und würde mich jeder Mann wegen sex. Belästigung anzeigen, den ich anlächelte, ich würde für einige Zeit in den Bau gehen.

Was hat es mit Emanzipation zu tun, wenn Frauen immer noch auf
Ihren Helden warten,

ihr Männer habt doch auch euer Traumbild was uns betrifft…

anstatt sich ganz normal und auch mal
_initiativ_ mit jedem (auch Männern) unterhalten?

Ich seh mich nicht als Emanze, unterhalte mich gerne mit Männern, sprech sie auch an. Aber was hat das mit Emanzipieren zu tun?
Ihr seid doch, wie wir Frauen, Menschen.

Oder – so unterstelle ich einmal einem grossteil der Frauen –
diese die Situation genießen, diese Machtposition, Ihr
Privileg aussortieren zu können und um sich werben zu lassen.

nana, jetzt hauste aber um dich.
Ja, ich genieße es, mich mit Männer zu unterhalten. Aber das hat doch nix mit Macht zu tun. Aussortieren tu ich nur, wenn mein Gegenüber besoffen ist oder einen auf Proll macht.
Übrigens: Mir ist heute aufgefallen, dass viele Männer gar nicht registrieren, wenn sie von Frauen umworben (angelächelt) werden.

Sicher, es mag instinktiv begründet sein und einer langen
Tradition entsprungen, wird es aber jetzt manchmal nicht etwas
grotesk?

Mach doch die Augen auf, selbst wenn es dir an dir nicht auffällt, so fällts dir vielleicht bei andern auf.

Und kann damit, dem Evolutionsgelaber, wirklich die Ganze
Verantwortung abgeschoben werden?

urgs… dazu fällt mir nu gar nix mehr ein.

Schon lange hat sich das Blatt wieder gewendet… es ist die
Rede vom Mann als schwaches Geschlecht,

ohoh, aber warum darf ein Mann auch nicht „schwach“ sein? Glaubst du, wenn wir Frauen das Gefühl haben, ein Mann ist „schwach“, dass wir das als Grund nehmen, ihn ko zu „prügeln“?

die Selbstmordrate bei
Männern ist 3x höher als bei Frauen und die Dunkelziffer

ich möchte nicht wissen, wie viele Frauen sich aufgeben würden, wenn sie sich nicht für ihre Kinder verantwortlich fühlten (ich kenne einige Frauen, die genug haben, aber es nicht tun, weil sie ihre Kids nicht allein lassen wollen, was z. B. der Vater tat)

für
nicht diagnostizierte Krankheiten (psychisch wie physisch) bei
Männern wesentlich höher als bei Frauen…

Du, ich war lange krank. Bins eigentlich immer noch. Und trotzdem kann ich es mir nicht erlauben, aufzugeben. Ich bin alleinerziehend. Wenn die Kids erwachsen sind nehm auch ich mir mal die Zeit, mich um mich zu kümmern, vorher gehen die Kids vor.

Sicher – all dies kein Beweis für meine These, nur Indizien.

hm, ich hab die Erfahrung gemacht, dass man an seinen Aufgaben wächst.

Sicher sind meine obigen Absätze sehr provokativ und ganz
sicher nicht für jedem sozialen Kontext gleich zu verstehen.

Provokant ja, aber warum die Unterscheidung (sozialer Kontext)?

In Disco oder Kneipe wird es sicher etwas anderes zu gehen wie
im Töpferkurs oder in der Bibelstunde.

Kommt auf die Leute an, die dort sind…
In ner Disko kanns katholischer zugehen als in der Bibelstunde.

Und vielerlei andere Einschränkungen hätte ich korrekterweise
wohl auch angeben müssen, aber dann wäre ich morgen noch am
tippen.

*lach* hast dir so schon sehr viel Zeit genommen.

Wie sieht es also bei Euch aus Männern? Habt Ihr manchmal das
Gefühl man behandelt Euch abschätzig und das wäre nicht
gerecht?

Das hab ich meine Freunde auch schon gefragt.
Ein ganz tolles Kompliment bekam ich vor kurzem:
„Ich weiss, dass du uns Männern haushoch überlegen bist. Aber ich schätze dich sehr, weil du es nicht gegen uns ausspielst.“
Ich dachte immer, ich wäre ne normale Frau…

Und bei Euch Frauen? Seht Ihr die Männer als potentielle
Vergewaltiger, fast beinahe gar nicht mal mehr als Menschen :wink:

Ich denke, meine Antwort hast du gelesen.

Schickt es sich nicht für eine große Lady/Dame so richtig
gefühllos mit Ihren Fans umzugehen :wink: ?

Quatsch. Was wäre ein Star ohne seine Fans? Nix. Oder?

>>Wertschätzender Umgang

Schönen Guten morgen Chrissie :wink:

du hast verschiedene Leute angesprochen, dementsprechend wirst
du wohl auch verschiedene Antworten bekommen.

Hoffen wir es :smile:

Ich denke, jeder hat sein eigenes Selbstbild und somit seine eigene :Vorstellung von Emanzipation.

Habe versucht das (gängige Bild ?) ein bisschen zu erweitern, wie du vielleicht gemerkt hast, wollte mal sehen ob das mitgedacht werden kann, selbst wenn ich mich nicht wasserdicht ausdrücke :wink:

steht, dem kein Respekt noch Achtung mehr entgegengebracht
werden muss?

hm, ich kenn das auch umgekehrt, schade, wenn du so empfindest.

Ja da hast du sicher recht ich kann dich da auch voll bestätigen, was da manchmal so für Sprüche kursieren ! Hat da wohl meist bisschen mit Frustverarbeitung zu tun, ist natürlich keine Entschuldigung.

Du kannst also keine Tendenz feststellen ? Weder in die eine noch in die andere Richtung ?

In jeder der beiden Spezies findest du Leute, die sich als was
besseres ansehen.

Machst du schon wieder meine ganze mit Mühe getippten Argument mit einem Satz einfach so platt :wink: Wie einfach für dich :wink:
Kennst du nicht den Spruch „Frauen und Kinder zuerst“ (will ja gar nix dagegen sagen) oder „Männer sind potentielle Vergewaltiger“ oder „Ein Mann ist wie ein Hund“ und es gibt wohl sicher, das hab ich sogar irgendwo gelesen, mehr männerfeindliche Witze als frauenfeindliche.
(Ich muss wohl doch noch irgendwo in meinen PDF-Files krahmen, dachte nicht das diese Stelle hier so schwehr durchgeht).

Ich bin Frau, aber vor allem Mensch. Ich
konnts mir vorher nicht aussuchen. Also warum sollte dann ein
Mann „schlechter“ sein?

Das freut mich sehr, danke für deine Haltung.

Ihn gleich mal prophylaktisch eine stolze Schulter zu zeigen.

Oh weh *duck*. Ich komm gerade aus ner Disko. Und würde mich
jeder Mann wegen sex. Belästigung anzeigen, den ich
anlächelte, ich würde für einige Zeit in den Bau gehen.

:wink: Sicher - klar, müsste dich glatt mal kennenlernen :wink:

Was hat es mit Emanzipation zu tun, wenn Frauen immer noch auf
Ihren Helden warten,

Vielleicht nichts… aber versuche mal zu überlegen was ich sagen will, und nicht Spitzfindikeiten zu äußern ? :wink:

Vielleicht hilft das weiter, eine sehr gute Freundin von mir (Mexikanerin, fertiges Psychologiestudiurm, danach fertiges Musiktherapiestudium) hat gemeint „Die Deutschen hätten es wohl etwas übertrieben mit der Emanzipation“. Was hat sie wohl gemeint ?
Sie ist bestimmt keine Männerrechtlerin :wink:

ihr Männer habt doch auch euer Traumbild was uns betrifft…

Sicher. Aber denke mal das ist nicht so aufgeladen, liegt halt schon in der Natur des Mannes das es im _eher_ egal ist mit wer er gerade … usw.

gerne mit Männern, sprech sie auch an.

Du bist ein gutes Vorbild hier im Forum :wink: Soll sich ja auch nimand verbiegen. Will hier nur ein bisschen Erkenntnisgewinn, vielleicht ändert mann/frau sich danach ganz zufällig hie und da ein klein wenig von selbst.

diese die Situation genießen, diese Machtposition, Ihr
Privileg aussortieren zu können und um sich werben zu lassen.

nana, jetzt hauste aber um dich.

Ok mag sein, will da halt mal was herrausstellen, nicht falsch verstehen. Ich will einen Aspekt herrausstellen, das klingt nur so übertrieben.
Kannst du das nachvollziehen mit dem „Privileg aussortieren zu können und um sich werben zu lassen“. Ich weiss von vielen Männern die das schon ein bisschen als kränkend empfinden, und viel Angst vor Ablehnung haben.

Übrigens: Mir ist heute aufgefallen, dass viele Männer gar
nicht registrieren, wenn sie von Frauen umworben (angelächelt)
werden.

Ich glaube ich weiss was du meinst, ich vermute mal einfach so, dass Sie es nicht recht glauben bzw. (mittlerweile :wink: schon zu verängstigt sind, da machen Sie einen auf cool oder unwissend.
Wenn Sie es tatsächlich nicht blicken könnte frau ja eventuell noch mehr nachhelfen :wink: ? Nur so ne Idee :wink:

Sicher, es mag instinktiv begründet sein und einer langen
Tradition entsprungen, wird es aber jetzt manchmal nicht etwas
grotesk?

Mach doch die Augen auf, selbst wenn es dir an dir nicht
auffällt, so fällts dir vielleicht bei andern auf.

Auf jeden Fall kenne ich seit vielen Jahren Frauen, anscheinend so wie du, totzdem bleibe ich bei meiner These. Wär doch auch langweilig einfach so zu sagen, ok Leute war kompletter humbug, weiss auch nicht wie mir das einfallen konnte, war wohl ne Gehirnwäsche :wink:
Bist auch nicht auf meine Frage eingegangen - gelle :wink:

Und kann damit, dem Evolutionsgelaber, wirklich die Ganze
Verantwortung abgeschoben werden?

urgs… dazu fällt mir nu gar nix mehr ein.

Evolutionsgelaber (nicht negativ verstehen), damit wollte ich sagen:

  • der Mann umwirbt männlich (starkt, mutig, eben männliche attribute)
  • frau …
    Soll so schon seit tausdenden von Jahren sein und erst seit vielleicht 50 Jahren sich ein bisschen geändert haben.
    Die Instinkte machen so eine rasante gesellschaftliche Entwicklung eben nicht so schnell mit.
    Da kennen sich andere Leute im Forum hier besser im Wortlaut aus.

Hier einmal aus dem Zusammenhang gerissen:
"… So sinnvoll diese Reaktion in vielen Konfliktsituationen auch ist, sie beißt sich mit dem, was Frau von Mann unbewußt erwartet, nämlich Dominanz, Entschlossenheit und wenn nötig Kampfbereitschaft. …
Was Sexualverhalten anbelangt [Leben wir heute] in keiner anderen [Welt], als vor zigtausend Jahren. Das drumherum hat sich geändert, der Kern ist derselbe geblieben.
"
Quelle: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

ohoh, aber warum darf ein Mann auch nicht „schwach“ sein?
Glaubst du, wenn wir Frauen das Gefühl haben, ein Mann ist
„schwach“, dass wir das als Grund nehmen, ihn ko zu „prügeln“?

Ja :wink: Natürlich nicht alle… klar usw.
Aber mit „schwachem Geschlecht“ will ich halt auch andeuten, das offensichtlich (schaut man mal die Selbtmordrate - laut statistischem Bundesamt und die vielen Krankheiten einbezogen die riesige Dunkelziffer) an, es dem Mann gerade nicht so besonders doll geht…

die Selbstmordrate bei
Männern ist 3x höher als bei Frauen und die Dunkelziffer

ich möchte nicht wissen, wie viele Frauen sich aufgeben
würden, wenn sie sich nicht für ihre Kinder verantwortlich

Diese Zahl ist nicht von mir Sie ist vom statistischem Bundesamt.
Außerdem du darfst ruhig ganz direkt sagen, wenn du mir etwas nicht glaubst :wink:

Du, ich war lange krank. Bins eigentlich immer noch. Und
trotzdem kann ich es mir nicht erlauben, aufzugeben.

Keine Sorge ich habe damit aber wirklich im Moment überhaupt keine Problem, vielen Dank das du dir Sorgen um mich macht :wink: Bist ein Schatz :wink:

hm, ich hab die Erfahrung gemacht, dass man an seinen Aufgaben
wächst.

*Off-topic* Ich auch ! :smile: Weiterhin so viel Power für dich !

In Disco oder Kneipe wird es sicher etwas anderes zu gehen wie
im Töpferkurs oder in der Bibelstunde.

Kommt auf die Leute an, die dort sind…

Eben :wink:

In ner Disko kanns katholischer zugehen als in der Bibelstunde.

Naja :wink: Aber nicht in jeder Disko :wink:
Aber willst du mir jetzt bei jedem Beispiel mit einem Gegenbeispiel kommen… dann kann ich gleich einpacken :wink:

Schickt es sich nicht für eine große Lady/Dame so richtig
gefühllos mit Ihren Fans umzugehen :wink: ?

Quatsch. Was wäre ein Star ohne seine Fans? Nix. Oder?

Hmmm… sicher logische triviale Argumentation.
Hängt natürlich auch vom Leidensdruck und der Frustratioinstoleranz (oder Dummheit) des jeweiligen Mannes, passend für obige Situtation, ab.

>>Wertschätzender Umgang

ein Link zum Thema
Denke dieser Link könnte vielleicht gut passen.

Dokumentation einer Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung und des
„Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse“
am 6./7. Juni 2003 in Berlin:

http://www.boell.de/downloads/gd/maenner_sex.pdf
oder als HTML
http://www.google.de/search?q=cache:-wHfWeEqYaYJ:www…

Lieben Gruß Sebastian

auf gleicher Augenhöhe sein
Hallo Sebastian,

es ist gar nicht so einfach auf dein Posting zu antworten, denn mir ist nicht klar, auf welcher Ebene du dich darüber unterhalten willst. Geht es dir um einen soziologischen Aspekt, wie Beziehungen zwischen Männer und Frauen heutzutage in Deutschland entstehen und bestehen, oder um den psychologischen Aspekt, wie sich Frauen in ihren Verhaltensweisen gegenüber des anderen Geschlechts verändert haben, oder um Austausch von persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen beim Thema Partnerschaft.

Meiner Ansicht nach haben Frauen heutzutage ein ausgeprägteres Selbstbewußtsein und mehr Selbstwertgefühl als vor 20-30 Jahren. Ich vergleiche da ein bisschen meine Erlebnisse als Mädchen und heranwachsende Frau mit denen meiner heranwachsenden Töchter und der jungen Frauen in meinem Umfeld. Über dieses Selbstverständnis bin ich heilfroh, weil diese Frauen bessere Voraussetzung haben, auf eigenen Füßen zu stehen und sich nicht mehr binden müssen, um versorgt zu sein. Und ich denke, dass in unserer heutigen Situation auch die Männer darüber froh sind, dass sie nicht um jeden Preis der Alleinversorger sein müssen, weil die ökonomischen Voraussetzung in Deutschland sehr schlecht sind.
Auf der anderen Seite, wenn Menschen lernen für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, legen sie sich auch einen gewissen Stolz zu, stellen Forderungen an andere und haben Erwartungen. Das geht aber in beide Richtungen, sowohl von Frau an den Mann als auch umgekehrt. Oder gilt das für dich nicht, wenn du dich für eine Frau interessierst?

Ist nicht der Mann manchmal angesehen als eines von vielen
Wegwerfprodukten, das zum Überfluss, willig und bereit da
steht, dem kein Respekt noch Achtung mehr entgegengebracht
werden muss?

Ich bin davon überzeugt, dass viele männliche Leser hier diese Sichtweise mit dir nicht teilen. Beliebig wird man dann, wenn man sich mit Menschen einläßt, die einen selbst nur für bestimmte Zwecke ge- oder mißbrauchen - was du so als Wegwerfprodukt umschrieben hast - und nicht weiter an einem interessiert sind.
Respekt kann mann/frau sich verschaffen, indem man sich bestimmte Verhaltensweisen von anderen nicht gefallen läßt. Und das sich-Respekt-verschaffen-müssen gibt es schon so lange wie wir Menschen Rudeltiere sind. Habe ich doch schon beobachtet wie Frauen jene Männer anschmachteten, die außer Selbstbewußtsein nicht viel mehr zu bieten hatten. Für manche Frauen ist das mehr als genug einen Mann um sich zu wissen, der respektiert wird. Bei dem ist frau sicher (gilt aber nicht für alle Frauen :wink:))- Hast du das noch nicht bemerkt?

Ist es nicht schon fast männerfeindlich jedem Mann bei jeder
„Annäherung“ schlimmste sexuelle Absichten zu unterstellen und
Ihn gleich mal prophylaktisch eine stolze Schulter zu zeigen.

Da geht es um Anmachmethoden und deren Folgen.
Du solltest dich darüber vielleicht eher mit Leuten in deinem Bekanntenkreis unterhalten als hier im Forum. Denn es ist schwer eine Einschätzung zu beschreiben ohne die Person zu kennen. Genell läßt sich meiner Ansicht nach darüber nichts vernünftiges sagen.
Von unserer ehem. Babysitterin, als sie noch 16 war, weiß ich, dass sie grundsätzlich nur mit Freundinnen samstags ausgegangen ist, und die sich betont unauffällig gekleidet haben, weil unter ihnen die Mädchen schon Erfahrungen mit Vergewaltigung und versuchter Vergewaltigung gemacht haben. Mit 16-18 Jahren als Mädchen alleine auszugehen ist schlichtweg riskant. Und ich kann den innerlichen Zorn mancher Frauen auf „die“ Männer gut verstehen. Unter diesen Unfreiheiten (im Gammellook und nur in einer Gruppe) und den dazu gehörigen Vorsichtsmaßnahmen haben junge Männer sehr selten zu leiden.

Was hat es mit Emanzipation zu tun, wenn Frauen immer noch auf
Ihren Helden warten, anstatt sich ganz normal und auch mal
_initiativ_ mit jedem (auch Männern) unterhalten?

Nichts. Da stecken vielleicht bestimmte Erfahrungen darunter. Es gibt Männer, die auf Abweisung aggressiv reagieren, weshalb manche Frauen erst vorsichtig auf Unterhaltungen mit Männern eingehen.

Oder ? so unterstelle ich einmal einem grossteil der Frauen ?
diese die Situation genießen, diese Machtposition, Ihr
Privileg aussortieren zu können und um sich werben zu lassen.

Damit könntest du recht haben. Aber nicht bei allen Frauen. Deshalb nimm dir nicht die Chance nette Kontakte knüpfen zu können, wenn du solche Vorurteile im Hinterkopf hast, sobald es an Aufgeschlossenheit mangelt. Wenn du die Vorsicht respektierst, dann kannst du eher mit Offenheit rechnen, als wenn du deinerseits eingeschnappt bist, weil dein Gegenüber unerwartet anders auf dein Lächeln reagiert.

Und bei Euch Frauen? Seht Ihr die Männer als potentielle
Vergewaltiger, fast beinahe gar nicht mal mehr als Menschen :wink:?

Selbst, wenn du viele Antworten bekämst, aus denen du dir eine Statistik machen könntest, würdest du damit nicht weiter kommen. Entscheidend ist doch, wie du auf den jeweiligen Menschen reagierst - jawoll Mensch, nicht nur Frau. Hinter jedem Verhalten stecken Lebenserfahrungen, die du respektieren solltest. Lege es bitte nicht als Abweisung gegen dich aus, sondern als Selbstschutz, der sich für die eine oder andere als probat erwiesen hat.

Schickt es sich nicht für eine große Lady/Dame so richtig
gefühllos mit Ihren Fans umzugehen :wink: ?

das ist ein tolles Gefühl, wenn einem die Fans zu Füßen liegen! Und solange es Typen gibt, die bereit sind sich niedrig zu machen …:wink:
Verhältnisse werden immer von mindestens 2 Menschen eingerahmt: z.B. die/der Stolze und die/der Buckelige. Es kommt darauf an, wer welche Rolle zu spielen bereit ist. Auf Gefühllosigkeit kann man verschieden reagieren - probier es mal aus.

Kommen wir voran oder geht es gerade wieder etwas rückwärts
mit unserer _gegenseitigen_ Emanzipation und Befreiung für
Mann und Frau?

Meiner Ansicht nach hinken Männer den Frauen nach, wenn es darum geht sich um die Renovierung eines Widerscheins, eines Bilds, eines Klischees oder eines Wertes in der Gesellschaft zu kümmern. Wir Frauen sind von den Männern nicht mehr abhängig. Aber manche Männer deffinieren sich immer noch über diese Abhängigkeit.

Ich wünsche mir für meine Töchter jeweils einen Mann mit dem sie auf gleicher Augenhöhe sind - keinen Fan und keinen Meister, sondern ein Ebenbürtiger, der ihnen wie für sich selbst ein Eigenleben zugesteht und mit dem das Zusammensein ihnen Spaß macht. Aber ich fürchte, dass ich zu anspruchsvoll bin, und werde versuchen so geduldig zu sein, wie ich es dir oben empfohlen habe. Denn das eine ist ein Idealbild und das andere ein richtig lebeniger Mensch.

viele Grüße
claren

Hallo Claren :smile:

es ist gar nicht so einfach auf dein Posting zu antworten,
denn mir ist nicht klar, auf welcher Ebene du dich darüber
unterhalten willst.

Ja, sorry.

Geht es dir um einen soziologischen
Aspekt, wie Beziehungen zwischen Männer und Frauen heutzutage
in Deutschland entstehen und bestehen

Auch sehr interessant!
Wenn dann geht es mir eher um das entstehen als das bestehen.

, oder um den
psychologischen Aspekt, wie sich Frauen in ihren
Verhaltensweisen gegenüber des anderen Geschlechts verändert
haben

Ich glaube dies ist mir am interessantesten, trifft das Anliegen meiner „Frage“ am besten.

, oder um Austausch von persönlichen Erfahrungen und
Sichtweisen beim Thema Partnerschaft.

Absolut auf jeden Fall, aber so allgemein, natürlich nicht.
Schon bezogen auf meine Thesen.

Meiner Ansicht nach haben Frauen heutzutage ein ausgeprägteres
Selbstbewußtsein und mehr Selbstwertgefühl als vor 20-30
Jahren.

Jaja… ja das denke ich auch. Deckt sich auch mit meinem Erleben.

Umfeld. Über dieses Selbstverständnis bin ich heilfroh, weil
diese Frauen bessere Voraussetzung haben, auf eigenen Füßen zu
stehen und sich nicht mehr binden müssen, um versorgt zu sein.

Ja schön. Das ist eindeutig ein positiver Aspekt, ich freu mich :smile:

Männer darüber froh sind, dass sie nicht um jeden Preis der
Alleinversorger sein müssen, weil die ökonomischen
Voraussetzung in Deutschland sehr schlecht sind.

Auf jeden Fall, da stimme ich dir voll und ganz zu !

Auf der anderen Seite, wenn Menschen lernen für sich selbst
Verantwortung zu übernehmen, legen sie sich auch einen
gewissen Stolz zu, stellen Forderungen an andere und haben
Erwartungen.

Damit werden meine Erfahrungen wohl auch mit zu tun haben.
Sollte das Männerbild nämlich lange Zeit schlecht gewesen sein, sind die Frauen vielleicht jetzt mutiger es Ihen mal (so richig) zu zeigen.
Was zeigen ? Ja z.B. zu demonstrieren/raushängen zu lassen, ich brauch dich nicht du bist für mich wertlos.
Sicher eine Tendenz die vorkommen kann, wie häufig und ob du das nachvollziehen kannst, oder ob du es gar gut heist, weiss ich natürlich nicht.

Das geht aber in beide Richtungen, sowohl von
Frau an den Mann als auch umgekehrt. Oder gilt das für dich
nicht, wenn du dich für eine Frau interessierst?

Vorderungen und Erwartungen habe natürlich auch ich bzw. jeder nach meiner Ansicht. Wenn du erlaubst möchte ich das aber in mein Sprachvertändnis umdeutschen. Ich habe zerst Hoffnungen, stellen sich Versprechungen einn habe ich auch Erwartungen.
Vorderungen bestehen normalerweise ganz automatisch mit den Erwartungen, fast immer will ich mal vermuten.

Ist nicht der Mann manchmal angesehen als eines von vielen
Wegwerfprodukten, das zum Überfluss, willig und bereit da
steht, dem kein Respekt noch Achtung mehr entgegengebracht
werden muss?

Ich bin davon überzeugt, dass viele männliche Leser hier diese
Sichtweise mit dir nicht teilen. Beliebig wird man dann, wenn
man sich mit Menschen einläßt, die einen selbst nur für
bestimmte Zwecke ge- oder mißbrauchen - was du so als
Wegwerfprodukt umschrieben hast - und nicht weiter an einem
interessiert sind.

Respekt kann mann/frau sich verschaffen, indem man sich
bestimmte Verhaltensweisen von anderen nicht gefallen läßt.
Und das sich-Respekt-verschaffen-müssen gibt es schon so lange
wie wir Menschen Rudeltiere sind.

Habe ich doch schon
beobachtet wie Frauen jene Männer anschmachteten, die außer
Selbstbewußtsein nicht viel mehr zu bieten hatten. Für manche
Frauen ist das mehr als genug einen Mann um sich zu wissen,
der respektiert wird. Bei dem ist frau sicher (gilt aber nicht
für alle Frauen :wink:))- Hast du das noch nicht bemerkt?

Ok, kenne ich. Schöne Schilderung. Aber ist das nicht ein bisschen dämlich, alles an so was
anzuhängen ? Glaubst ist das in subtiler Form (noch) sehr verbreitet - ist eventuell mein Verdacht.

Mit 16-18 Jahren als Mädchen alleine auszugehen ist
schlichtweg riskant. Und ich kann den innerlichen Zorn mancher
Frauen auf „die“ Männer gut verstehen. Unter diesen
Unfreiheiten (im Gammellook und nur in einer Gruppe) und den
dazu gehörigen Vorsichtsmaßnahmen haben junge Männer sehr
selten zu leiden.

Ja das stimmt, Sie können sich sogar mitunter nur schwehr in solch eine Rolle eindenken :wink:
,was Frau vielleicht bei Ihren Überlegungen mitberücksichtigen sollte.

Männer sind ja auch, so habe ich gelesen, von Ihrer Veranlagung eben „eher“ potentielle Vergewaltiger als Frauen
(soll es auch scho mal gegeben haben, es hies die Phase in der Frau gerad besonders fruchtbar sei, wäre vergleichbar).

Es gibt Männer, die auf Abweisung aggressiv reagieren, weshalb
manche Frauen erst vorsichtig auf Unterhaltungen mit Männern
eingehen.

Hmmm. Sicherlich. Will hier nur noch anmerken das man auf ganz unterschiedliche Weise jemanden
abweisen kann, respektvoll wertschätzend vielleicht sogar mit einem kleinen Anteil Dank für dieses Komplement
oder eben herablassend und demütigend.

Oder ? so unterstelle ich einmal einem grossteil der Frauen ?
diese die Situation genießen, diese Machtposition, Ihr
Privileg aussortieren zu können und um sich werben zu lassen.

Damit könntest du recht haben. Aber nicht bei allen Frauen.

Auf jeden Fall da hast du sicher recht. Sicher wichtig das du dass hier sagst.

jedem Verhalten stecken Lebenserfahrungen, die du respektieren
solltest. Lege es bitte nicht als Abweisung gegen dich aus,
sondern als Selbstschutz, der sich für die eine oder andere
als probat erwiesen hat.

Ist natürlich ein sehr vernünfiger Gedankengang, welcher der Situation sofort die Spannung nimmt.
Verständnis ist immer gut, aber darraus wird nicht immer eine Handlungsmöglichkeit ersichtlich :wink:

Schickt es sich nicht für eine große Lady/Dame so richtig
gefühllos mit Ihren Fans umzugehen :wink: ?

das ist ein tolles Gefühl, wenn einem die Fans zu Füßen
liegen! Und solange es Typen gibt, die bereit sind sich
niedrig zu machen …:wink:

Es gibt leider viel zu viele davon und das macht den Markt kaputt, wenn ich mal so sagen darf.
Und außerdem gibt es eben verhältnissmäßig viele bedüftige Männer.
Ich finde es aber nicht gut, dass du die Verantwortung hier nur abschiebst, obwohl ich verstehe was du meinst.

Meiner Ansicht nach hinken Männer den Frauen nach, wenn es
darum geht sich um die Renovierung eines Widerscheins, eines
Bilds, eines Klischees oder eines Wertes in der Gesellschaft
zu kümmern.

Verstehe ich noch nicht ganz. „Renovierung eines Widerscheins“ ?

Wir Frauen sind von den Männern nicht mehr
abhängig. Aber manche Männer deffinieren sich immer noch über
diese Abhängigkeit.

Interessant. Ist nicht mein Eindruck, aber ich habe auch schon solche Männer kennengelernt.

Ich wünsche mir für meine Töchter jeweils einen Mann mit dem
sie auf gleicher Augenhöhe sind -

Ich denke das ist etwas, was in aller Munde ist, aber oft unterschiedlich gemeint wird.
Jeder spricht davon, aber dann will Frau doch wie eine „Lady“ behandelt werden.
Bestimmte Bereiche des Seins sind irgendwie ausgespart oder tabuisiert, es fehlt darüber an Bewustsein.

Meister, sondern ein Ebenbürtiger, der ihnen wie für sich
selbst ein Eigenleben zugesteht und mit dem das Zusammensein
ihnen Spaß macht. Aber ich fürchte, dass ich zu anspruchsvoll
bin

Nein ich glaube nicht dass dies zu anspruchsvoll ist, außerdem kann so ein Ebenbürger auch zusammen
mit deinen Töchtern gebohren werden, wenn Sie ein bisschen daran mitarbeiten :wink:

, und werde versuchen so geduldig zu sein, wie ich es dir
oben empfohlen habe. Denn das eine ist ein Idealbild und das
andere ein richtig lebeniger Mensch.

Ganau das wollte ich in meinem letzten Satz sagen. Gut Ding brauch lang Weil.

LGrüße
Sebastian

Hallo Sebastian und Chrissie,

Kommen wir voran oder geht es gerade wieder etwas rückwärts
mit unserer _gegenseitigen_ Emanzipation und Befreiung für
Mann und Frau?

du hast verschiedene Leute angesprochen, dementsprechend wirst
du wohl auch verschiedene Antworten bekommen. Ich denke, jeder
hat sein eigenes Selbstbild und somit seine eigene Vorstellung
von Emanzipation.

Vorsicht: Fogender Text ist extra provokativ, viel mir nichts
besseres ein… wird gegen Ende etwas relativiert und soll
ganz bestimmt nicht verletztend sein oder so.

*sfg*

Ist nicht der Mann manchmal angesehen als eines von vielen
Wegwerfprodukten, das zum Überfluss, willig und bereit da
steht, dem kein Respekt noch Achtung mehr entgegengebracht
werden muss?

hm, ich kenn das auch umgekehrt,
schade, wenn du so empfindest.

Ich kenne es leider (?) nur in dieser Richtung, wohl begründet durch meine subjektive Wahrnehmung. Und dies auch recht häufig, zumindest häufiger als der umgekehrte Fall mit ziemlicher Sicherheit, was noch zu verifizieren wäre - wenn überhaupt möglich.

Wäre da nicht ein Appell (hört zwar eh keiner der Betroffenen,
aber egal), an die Männer die sich anbiedern und Ihr
Selbstwertgefühl missachten oder für die eh alles ein Spiel
ist
oder ein Apell an die Frauen die sich daran gewöhnt haben,
dass Sie einfach etwas „Besseres“ sind einmal nötig?

nana, du kannst doch nicht „Besseres“ am Geschlecht
festmachen.
In jeder der beiden Spezies findest du Leute, die sich als was
besseres ansehen. Ich bin Frau, aber vor allem Mensch. Ich
konnts mir vorher nicht aussuchen. Also warum sollte dann ein
Mann „schlechter“ sein?

Meiner Meinung nach eine „gesunde“ und vernünftige Sicht, schön objektiv eigentlich, aber vielfach nicht umgesetzt ( wobei ich dir das jetzt natürlich nicht unterstellen möchte ). Dass diese Fälle auf beiden Seiten existieren, daran lässt sich nicht zweifeln.

Zu Sebastians Absatz: Kein System kann funktionieren, wenn es nicht unterstützt wird. Demnach bleibt also auch die Frage (für beide Fälle):
Wieso lässt man sich das gefallen und spielt vielfach gar mit, auch wenn man weiß, dass man dieses Verhalten dann unterstützt ?

Ist es nicht schon fast männerfeindlich jedem Mann bei jeder
„Annäherung“ schlimmste sexuelle Absichten zu unterstellen und
Ihn gleich mal prophylaktisch eine stolze Schulter zu zeigen.

Oh weh *duck*. Ich komm gerade aus ner Disko. Und würde mich
jeder Mann wegen sex. Belästigung anzeigen, den ich
anlächelte, ich würde für einige Zeit in den Bau gehen.

So ist es wohl, begründet durch typische Vorurteile (Männer als die, die nur an das Eine denken z.B.) können Frauen Männern auch problemlos solche Absichten unterstellen, ohne dass sie allgemein angezweifelt werden. Es wirkt dann, wenn dies natürlich nicht zutrifft, für den betroffenen Mann zwar unheimlich hart, aber um diesen Umstand zu ändern, müssten solche Vorurteile aufgehoben werden - und zwar komplett. Fast unnötig zu erwähnen, dass dies nicht möglich ist.

Was hat es mit Emanzipation zu tun, wenn Frauen immer noch auf
Ihren Helden warten,

ihr Männer habt doch auch euer Traumbild was uns betrifft…

anstatt sich ganz normal und auch mal
_initiativ_ mit jedem (auch Männern) unterhalten?

Ich seh mich nicht als Emanze, unterhalte mich gerne mit
Männern, sprech sie auch an. Aber was hat das mit Emanzipieren
zu tun?
Ihr seid doch, wie wir Frauen, Menschen.

Die Argumenation von Sebastian kann ich hier nicht nachvollziehen. Ein jeder Mensch führt doch eine gewisse „Grobaussortierung“ seiner Gesprächspartner durch. Du würdest dich sicher nicht herzhaft und amüsiert mit jemandem unterhalten, dessen Einstellung/Äußeres (alternativ aber nicht als jeweils einziges Kriterium zu sehen) -oder was auch immer- dir nicht zusagt. Und beide Seiten wird dieser Umstand möglicherweise gleichermaßen verletzen, die Frauen sowie die Männer, wenn der Umstand einseitig nicht erwünscht ist, weshalb ich das nicht für erwähnenswert halte. Der einzige Unterschied der hier festzustellen ist, ist rein subjektiver Natur und meiner Meinung nach nicht allgemein gültig. Ich mag weiter oben auch eher eine Tendez festgestellt haben, aber auch die ist natürlich rein subjektiv.
Chrissies Frage kann ich hier nur betonen, dies hat nichts mit der Emanzipation zutun.

Oder – so unterstelle ich einmal einem grossteil der Frauen –
diese die Situation genießen, diese Machtposition, Ihr
Privileg aussortieren zu können und um sich werben zu lassen.

nana, jetzt hauste aber um dich.
Ja, ich genieße es, mich mit Männer zu unterhalten. Aber das
hat doch nix mit Macht zu tun. Aussortieren tu ich nur, wenn
mein Gegenüber besoffen ist oder einen auf Proll macht.
Übrigens: Mir ist heute aufgefallen, dass viele Männer gar
nicht registrieren, wenn sie von Frauen umworben (angelächelt)
werden.

Zu Sebastian: Die Erfahrung habe ich hin und wieder auch gemacht, aber wie schon mehrfach erwähnt, gilt dies für beide Seiten. Nur, ähm ja, als Mann vergisst man gerne Mal auf sich selbst - also auf alle Männer als Ganzes - zu blicken. :smile:

Zu Chrissie: Ok, vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich „erst“ volljährig bin und ein paar Dinge gegenwärtig anders wahrnehme. Prolle werden gar, so wie ich das sehe - wer weiß, vielleicht bedingt durch den Alterskreis-, bevorzugt. Warum auch immer.
Letzteres stimmt wohl auch.

Sicher, es mag instinktiv begründet sein und einer langen
Tradition entsprungen, wird es aber jetzt manchmal nicht etwas
grotesk?

Mach doch die Augen auf, selbst wenn es dir an dir nicht
auffällt, so fällts dir vielleicht bei andern auf.

Ich kann Chrissie hier nur zustimmen, wir Männer sind eigentlich kein Stück besser - oder schlechter.

Und kann damit, dem Evolutionsgelaber, wirklich die Ganze
Verantwortung abgeschoben werden?

urgs… dazu fällt mir nu gar nix mehr ein.

Was das nun soll, frage ich mich auch.

Schon lange hat sich das Blatt wieder gewendet… es ist die
Rede vom Mann als schwaches Geschlecht,

ohoh, aber warum darf ein Mann auch nicht „schwach“ sein?
Glaubst du, wenn wir Frauen das Gefühl haben, ein Mann ist
„schwach“, dass wir das als Grund nehmen, ihn ko zu „prügeln“?

Zu Sebastian: Vielleicht mögen das manche ja so sehen ( in der Art von: „letztlich bleibt die Wahl und somit die Kontrolle bei der Frau“ ), selbst wenn dem so ist, würde ich uns nicht als schwaches Geschlecht sehen. In diesem Kontext kommt mir vielmehr die Frage auf, warum es hier überhaupt um stärker oder schwächer gehen muss , wieso einer von beiden für dich überlegen bzw. unterlegen sein muss. Ihr halte es nicht für sinnvoll darüber zu grübeln, es führt eigentlich nur zum Ergebnis, dass hier eine Hierarchie aufzustellen/bzw. sie zu suchen, sinnlos ist…

Zu Chrissie: Wie schon so oft gesagt, solche Fälle gibt es sicher, aber auf beiden Seiten.

die Selbstmordrate bei
Männern ist 3x höher als bei Frauen und die Dunkelziffer

ich möchte nicht wissen, wie viele Frauen sich aufgeben
würden, wenn sie sich nicht für ihre Kinder verantwortlich
fühlten (ich kenne einige Frauen, die genug haben, aber es
nicht tun, weil sie ihre Kids nicht allein lassen wollen, was
z. B. der Vater tat)

Das scheint mir vielmehr ein Fehler im Denken von Männern. Viele empfinden es regelrecht als eine Schande, Gefühle und damit -absurderweise - Schwäche zu zeigen. Das führt zwangsläufig dazu, dass die Umgebung nicht richtig auf sie zu reagieren weiß, wie denn auch, wenn sie so spielen, als könnte sie nichts etwas anhaben? Das ist ein Eigentor unsererseits, dafür sind wir allein verantwortlich.
(Ausnahmen natürlich außer Acht gelassen)

für
nicht diagnostizierte Krankheiten (psychisch wie physisch) bei
Männern wesentlich höher als bei Frauen…

Du, ich war lange krank. Bins eigentlich immer noch. Und
trotzdem kann ich es mir nicht erlauben, aufzugeben. Ich bin
alleinerziehend. Wenn die Kids erwachsen sind nehm auch ich
mir mal die Zeit, mich um mich zu kümmern, vorher gehen die
Kids vor.

Zu Sebastian: Siehe vorigen Absatz.
Zu Chrissie: Ja, schwere Zeiten macht jeder durch. Für dich hoffe ich Mal, dass es sich im Laufe der Zeit bessern wird.

Und vielerlei andere Einschränkungen hätte ich korrekterweise
wohl auch angeben müssen, aber dann wäre ich morgen noch am
tippen.

*lach* hast dir so schon sehr viel Zeit genommen.

Stimmt :smile:

Wie sieht es also bei Euch aus Männern? Habt Ihr manchmal das
Gefühl man behandelt Euch abschätzig und das wäre nicht
gerecht?

Das hab ich meine Freunde auch schon gefragt.
Ein ganz tolles Kompliment bekam ich vor kurzem:
„Ich weiss, dass du uns Männern haushoch überlegen bist. Aber
ich schätze dich sehr, weil du es nicht gegen uns ausspielst.“
Ich dachte immer, ich wäre ne normale Frau…

Sicher hatte ich hin und wieder das Gefühl. Als gerecht habe ich es sicher auch nicht empfunden, denke ich jedoch über Situationen nach, in denen ich umgekehrt ebenfalls so gehandelt habe, war es mir in diesem Moment ziemlich egal. Dann müsste man zum Schluss kommen, dass sich darüber aufregen sinnlos wäre, wenn man selbst nicht besser ist, tja … . man tut es dennoch.

Ich glaube sogar, dass Frauen gar nicht so recht wissen, was für einen gigantischen Einfluss sie auf das Wohlbefinden von Männern haben. Das ist vielleicht auch das, was dein Freund, Chrissie, mit seiner Äußerung subtilerweise auch meinte.

>>Wertschätzender Umgang