Kommunikation innerhalb der Truppe (im 2. WK)

Ich habe kürzlich das sehr informative Buch „Das Handbuch der deutschen Infanterie 1939-1945“ gelesen, wobei sich mir eine Frage gestellt hat. Wie verlief die Verständigung zwischen den verschiedenen Teilen einer Division und den niedrigeren Instanzen? Trafen sich die Gruppenführern bei den Zugführern, diese bei den Kompanieführern usw. und leiteten dann die Befehle and die Truppe weiter? Oder verständigte man sich mit Meldern? Im Buch habe ich von einer Meldetasche gelesen, mit der die Gruppenführer ausgerüstet waren, doch was ist darunter zu verstehen? Gab es denn zu dieser Zeit schon handliche Funkgeräte, die man in einer solchen Tasche transportieren könnte oder bestanden diese immer aus recht unhandlichen Empfänger/Sender?

Ich hoffe, der ein oder andere kennt sich mit diesem Thema aus.

Vielen Dank schon mal im Vorraus (schreibt man das nach neuer Rechtschreibung so?)!

Im Prinzip dürfte sich am Vorgehen bis heute nicht viel geändert haben: Vorbesprechungen für Operationen laufen tatsächlich so, dass sich die jeweiligen Befehlshaber auf den verschiedenen Ebenen treffen und so Entscheidungen von oben nach unten durchgegeben werden.

Während des Gefechts läuft die Kommunikation dann per Zuruf oder mit Meldern, es sei denn in Stellungen per Drahtfunk oder mit großen, stationären/fahrzeugmontierten Funkanalgen. Tragbare Funkgeräte mit einiger Reichweite gibt es ja bis heute nur in Form von „Rucksackgeräten“. Beziehungsweise werden kleinere Geräte im Moment mit der neuesten Version militärischer Ausrüstung gerade zu persönlichen Ausstattungsstücken. Im Zweiten Weltkrieg gab es noch nicht mal Rucksackgeräte. Funkausstattung für Panzer begann sich gerade erst durchzusetzen.

Eine Meldetasche ist soweit ich weiß, einefach eine flache Umhängetasche, in der der Melder schriftliche Befehle, Skizzen udn Karten transportieren kann.

Funk im Panzer
Hallo Volker,

Funkausstattung für Panzer begann sich
gerade erst durchzusetzen.

Das ist insofern richtig, als dass Deutschland seine wenigen und oft unterlegenen Panzer grundsätzlich damit ausgestattet hatte, was wesentlich für die Erfolge 1940/41 war. Frankreich und Russland, mit mehr und besseren Panzern ausgestattet, hatten diese Kommunikations versäumt. Die Sowjezarmee hat noch bis in unsere Zeit das Führen des Panzergroßverbandes mittels Sicht (Flaggen) geübt.

Gruß,
Andreas

Tach Geschichtsinteressierter,

schaust Du mal hier:

http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Waffen/Funkgerae…

http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Nac…

Mag sein, daß Du da manche Antwort bekommst.

Gruß - Rolf

Hallo Andreas

Hallo Volker,

Funkausstattung für Panzer begann sich
gerade erst durchzusetzen.

Das ist insofern richtig, als dass Deutschland seine wenigen
und oft unterlegenen Panzer grundsätzlich damit ausgestattet
hatte, was wesentlich für die Erfolge 1940/41 war.

Einer der Gründe,das perfekte zusammenarbeiten von Luftwaffe, Artillerie und Panzerdivisonen war der Vorteil gegenüber den Gegenern.

Frankreich

und Russland, mit mehr und besseren Panzern ausgestattet,
hatten diese Kommunikations versäumt. Die Sowjezarmee hat noch
bis in unsere Zeit das Führen des Panzergroßverbandes mittels
Sicht (Flaggen) geübt.

Wo haste denn das her??? Bei diversen Truppenübungen in Nochten Anfang der 80er hab ich bei den Russen nix an Flaggen gesehn. Fahr mal ins Panzermuseum nach Munster… Der T34 hatte auch schon Funk u.andere Modelle auch

Gruß,
Andreas

LG
Mikesch

Vielen Dank für die Antworten, sie haben meine Frage eigentlich beantwortet, nur eine Sache würde mich noch interessieren: Verfügten denn die Gruppenführer über eigene Feldfunksprecher?

Ich habe kürzlich das sehr informative Buch „Das Handbuch der
deutschen Infanterie 1939-1945“ gelesen, wobei sich mir eine
Frage gestellt hat. Wie verlief die Verständigung zwischen den
verschiedenen Teilen einer Division und den niedrigeren
Instanzen? Trafen sich die Gruppenführern bei den Zugführern,
diese bei den Kompanieführern usw. und leiteten dann die
Befehle and die Truppe weiter? Oder verständigte man sich mit
Meldern? Im Buch habe ich von einer Meldetasche gelesen, mit
der die Gruppenführer ausgerüstet waren, doch was ist darunter
zu verstehen? Gab es denn zu dieser Zeit schon handliche
Funkgeräte, die man in einer solchen Tasche transportieren
könnte oder bestanden diese immer aus recht unhandlichen
Empfänger/Sender?

Hallo,
es gab im Zugtrupp und auch im Kompanietrupp der Infanterie noch Blinkgeräte und Tuchzeichen zur Nachrichtenübermittlung. Der Spielmann war mit einem Signalhorn zur Befehlsübermittlung ausgerüstet.
Gruss
Rainer

Hallo Mikesch,

Wo haste denn das her??? Bei diversen Truppenübungen in
Nochten Anfang der 80er hab ich bei den Russen nix an Flaggen
gesehn. Fahr mal ins Panzermuseum nach Munster… Der T34
hatte auch schon Funk u.andere Modelle auch

Meines Wissens wurde der Truppenübungsplatz Letzlinger Heide bei Magdeburg dazu genutzt, eine Panzerbrigade schön nebeneinander, gefechtsmäßig rollen zu lassen.

Gruß,
Andreas