Kommunikation ist Manipulation

Hallo,

„Kommunikation ist Manipulation, immer“
ich habe diesen Satz gelesen und möchte Ihn zur Diskussion stellen, wie seht Ihr das ? Warum kommunizieren wir ?
In der Regel doch nur um etwas zu bekommen oder zu beeinflußen
oder um verdeckte Aussagen über uns selbst zu machen und das dann um bestimmte Reaktionen beim gegenüber zu erzeugen oder ?

Hallo Thorsten,

„Kommunikation ist Manipulation, immer“
ich habe diesen Satz gelesen und möchte Ihn zur Diskussion
stellen, wie seht Ihr das ? Warum kommunizieren wir ?
In der Regel doch nur um etwas zu bekommen oder zu beeinflußen
oder um verdeckte Aussagen über uns selbst zu machen und das
dann um bestimmte Reaktionen beim gegenüber zu erzeugen oder ?

Sicher ist es so, daß man stets nach Bestätigung sucht. Und man hofft immer, daß das was man sagt ernst genommen wird, bzw. der, den man anspricht sich seiner Meinung anschließt. Es ist halt der Wunsch, erfahren zu sein und andere überzeugen zu können. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man jemanden eine andere (richtige) Sichtweise zu etwas geben kann. Und es ist ein schlechtes Gefühl, wenn man unterliegt und von seiner Meinung abweichen muß.

Aber genau diese Kommunikation ist doch der Ausgangspunkt für viele persönliche Entwicklungen. Man bleibt häufig in einer Fragestellung auf der Stelle, weil man ein bestimmtes Denkmuster „anwendet“. Jemand anderes hat andere Sichtweisen und anderes Wissen, das einem selbst vielleicht nicht zur Verfügung steht. durch Abwägung und Diskussion der beiden Standpunkte kommt man weiter - wenn man offen ist!

Du könntest jetzt sagen: Die Motivation ist in diesem Fall aber wieder eine Kommunikation „nur um etwas zu bekommen“, nämlich Erfahrung. Aber vielleicht sollte man in Erwägung ziehen, daß man das auch für Andere macht, Um eben diesen dann dieses Wissen weiterzugeben und ihnen das Leben leichter zu machen. Wenn diese Motivation dabei ist, dann ist Kommunikation nicht Manipulation, sondern Erfahrungsaustausch.

Sebastian

Wenn diese Motivation dabei ist, dann ist
Kommunikation nicht Manipulation, sondern Erfahrungsaustausch.

UND Lernen, Wissenserweiterung also, wollt ich noch hinzufügen.

D.

Hallo Thorsten.

Ohne Kommunikation geht’s doch gar nicht.
Im beruflichen Sinne ist das klar.

Kommunikation wird ja nun nicht nur geführt um sich darzustellen, Reaktionen der Mitmenschen zu beobachten, etc.

Was ist denn mit den Bedürfnissen sich einfach nur mitzuteilen?
Sich Dinge von der Seele zu reden gehört dazu.

Ich habe die Erfahrung gemacht, umso mehr man sich zurückzieht und kaum Gespräche führt, desto mehr fällt man in die Grube der Einsamkeit und damit verbundene Depressionen.
Prollgespräche und Diskussionen über Kleinkrämerei geht mir persönlich fürchterlich auf den Nerv.

Doch nach einem schönen sonnigen Tag irgendwo im freien sitzen und sich mit guten Freunden oder dem Partner „einfach so über alles mögliche“ unterhalten, ist doch wunderschön.
Es erweitert den Horizont, die Bildung, Meinungen können ausgetauscht werden.

Ich finde Konservation ist nicht „immer“ gleich Manipulation.

Kommunikative Grüße von Melanie.

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Hi,

Kommunikation ist erstmal was es ist: Kommunikation. Eine Nicht-Kommunikation gibt es meines Erachtens nicht.

Wieviel von dem in uns ist, können wir über die Sprache überhaupt ausdrücken? Wieviel unserer Kommunikation läuft non-verbal ab? Bevor wir mit jemanden ins Gespräch kommen, kommunizieren wir doch zunächst bzw. auch immer mittels unseres Körpers. (Auch wenn das online zumeist (noch) nicht zu sehen ist.) Entscheidet nicht erstmal die Körpersprache, ob wir überhaupt mit jemanden ins Gespräch kommen?

Ob Kommunikation gleich Manipulation ist, hängt vom Einzelnen ab. Beabsichtigt jemand bewußt oder auch unbewußt zu manipulieren, den Gesprächspartner zu seinem eigenen (scheinbaren) Nutzen zu kontrollieren, zu beeinflussen, zu verändern, mag das zutreffen.

Die sinnvollste bzw. gewinnbringendste Kommunikation ist meiner Meinung nach, wenn auch idealistisch, seine Standpunkte zu äußern, und den Gegenüber in seinem Anderssein zu akzeptieren und zu respektieren, ohne ihn (verdeckt) verändern zu wollen. (Eine Herausforderung, doch der Weg ist das Ziel).

Eine offene Konfrontation bzw. Kommunikation in der man bestimmte Verhaltensweisen am Gegenüber geändert haben möchte, hat nichts mehr mit Manipulation zu tun.

Ciao,
Romana

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Hallo Thorsten,

Manipulation im wissenschaftlichen Sinne ist Einwirkung / Beeinflußung von etwas oder jemandem. Damit stimmt der Satz, selbst eine harmlose Plauderei wirkt irgendwie - und wenn ich nur unbewußt mein Bild über mein Gegenüber verbessere.

Manipulation im umgangssprachlichen Sinne hat einen negativen Beigeschmack - heißt meistens Beeinflußung für eigene Zwecke, bis hin zum Mißbrauch von etwas / jemanden. In dem Sinne stimmt der Satz natürlich nicht mehr - ich denke so war er wohl auch nicht gemeint.

Wo stammt die These her? Aus einer wissenschaftlichen Abhandlung?

Gruß
Werner

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die Macht der Gefühle
Hallo Thorsten,
durch Kommunikation kann Manipulation entstehen. Das ist hier in den Foren unmittelbar zu erleben.
Dabei habe ich mehrerlei festgestellt.
Durch meine Wortwahl und Füllwörter kann ich sinnverstärkend wirken.
Durch meine Wortwahl, und bin ich noch so bemüht sie neutral zu halten, kann bei einem Leser ein Gefühl entstehen, das er mit bestimmten Worten assoziiert, er sich also manipuliert fühlt.
Durch meine Wortwahl kann ein Gleichgesinnter es so verstehen wie es meine, obwohl ich dies nicht so ausdrücklich formuliert habe.
Nach meinem Verständnis ist Kommunikation von Wörtern und Gefühlen abhängig, die ein Verstehen oder Nichtverstehen zwischen den Menschen verursachen.
Wenn ein Meinungs- oder Informationsaustausch zwischen 2 Personen ungute Gefühle hervorruft, sollte man, wenn man Streit vermeiden möchte, für Klärungen sorgen.
viele Grüße
Claudia

Hallo Claudia,

sehr richtig!

Endlich mal was Positives …
von
Thomas Miller

Hallo Sebastian,

ich glaube, dass alles, was ich tue, nur mir dient. Klingt fruchtbar, ich weiß.

Kennst du den Satz: „Komm, iß das jetzt mal mir zuliebe noch auf!“ Schrecklich! Wenn ich Diät halten will, muss ich nur an diesen Satz meiner Großmutter denken und mir schnürt sich der Magen zu.

Jede Motivation, etwas zu tun, entspringt unserem Selbsterhaltungstrieb. Ohne den tun wir überhaupt nichts. Wenn ich kommuniziere, hat das auch nur ein Ziel: Meine Wünsche zu erfüllen. Natürlich ist das nicht sehr offensichtlich, wenn ich jemanden grüße, ihm die Uhrzeit sage oder ihm auch gar nicht antworte, obwohl er etwas gefragt hat. Aber immer ist es mein Ziel , das mich dazu bringt zu kommunizieren, nie das des anderen.

Wenn ich grüße, dann deshalb, weil ich nicht für unhöflich gehalten werden will.

Wenn ich jemandem die Uhrzeit sage, dann nicht deshalb, weil er mich gefragt hat, sondern deshalb, weil ich nicht für unhöflich oder dumm gehalten werden will. Oder deshalb, weil ich möchte, dass der andere mich sympathisch findet oder mir demnächst auch hilft oder mir einfach schneller aus den Augen geht, wenn ich seinen Wunsch erfülle.

Wenn ich jemandem nicht antworte, obwohl er mich etwas gefragt hat, dann deshalb, um ihm zu zeigen, dass ich ihn nicht mag oder dass mich die Fragestellung ärgert, aber nicht, um ihm damit zu nützen, es sei denn, ich will denjenigen zu eigenverantwortlichem Nachdenken anregen. Aber das ist dann wieder mein Interesse.

Wenn ich Kommunikation als Erfahrungsaustausch nehme, dann in dem Sinn, dass ich mir wünsche, dem anderen meine Erfahrung mitzuteilen. Ich hoffe, dass meine Mitteilung bei ihm eine Wirkung hat, die in meinem Sinne ist oder dass seine Erfahrung, die ich erfahre, für mich nützlich ist.

Rate mal, warum ich das hier schreiben. Um damit zu erreichen, dass du meiner Meinung zustimmst (dann bekomme ich ein Sternchen und Anerkennung) oder mir eine andere Meinung, deine nämlich, überzeugend vermittelst und damit meinen Wissensstand erweiterst. Reine Manipulation also. :wink:)

mfg und ein sonniges Wochenende
Sylvia

Hallo Sylvia!

ich glaube, dass alles, was ich tue, nur mir dient. Klingt
fruchtbar, ich weiß.

Mmmmh, naja, da stimme ich Dir schon zu. Nur denke ich, daß die Motivation nicht die Lebenserhaltung ist, sondern gücklich zu sein. Das ist nicht das gleiche.

Nehmen wir zum Beispiel jemanden der im Sterben liegt. Der wird nicht sonderlich glücklich sein. Aber er wird immernoch so handeln, daß er er seine Wünsche erfüllt sieht. Obwohl er stirbt. Diese Art des Handelns könnte höchstens sein, um Unsterblichkeit in einem anderen Sinne zu erlangen.

Sollte er doch glücklich sein zum Zeitpunkt des Todes, dann hat er auch keinen Handlungsbedarf mehr, es sei denn er möchte anderen was Gutes tun.

Du wirst jetzt sagen, der macht das alles nur, damit ihn die Nachwelt gut in Erinnerung behält. Aber was bringt ihm das? Nichts! Aber es bringt anderen was, wenn er sein gesammeltes Wissen, seine Weisheit mit anderen teilt. Diese können dann ein glücklicheres Leben führen. Wenn sie offen sind, wohlgemerkt!

Rate mal, warum ich das hier schreibe. Um damit zu erreichen,
dass du meiner Meinung zustimmst (dann bekomme ich ein
Sternchen und Anerkennung) oder mir eine andere Meinung, deine
nämlich, überzeugend vermittelst und damit meinen Wissensstand
erweiterst. Reine Manipulation also. :wink:)

So wie Du es gerade darstellst, ist Manipulation einfach nur gleich Veränderung des anderen. Und Veränderung gibt es überall. Sie kann als positiv oder negativ wahrgenommenwerden. Mögen wir beide die Wahrheit, die sicher irgendwo dazwischen liegt, verstehen…

-) Sebstian

voll richtig der satz!

aber auch gesten mimik und alles was wir tuen ist manipulation!
darum auch meditation!
… erlernen nicht zu manipulieren, dann lernen richtig zu manipulieren!

einfach oder?

nashino

Hallo Sebastian!

Schön, dass dich manipulieren konnte, mir zu antworten *lol*

ich glaube, dass alles, was ich tue, nur mir dient. Klingt
fruchtbar, ich weiß.

Mmmmh, naja, da stimme ich Dir schon zu. Nur denke ich, daß
die Motivation nicht die Lebenserhaltung ist, sondern gücklich
zu sein. Das ist nicht das gleiche.

Von Lebenserhaltung hatte ich nicht geschrieben, sondern von Selbsterhaltung und die gibt es auf verschiedenen Ebenen. Du kennst bestimmt die Maslow’sche Bedürfnispyramide, da geht es nicht nur um Essen, Trinken, Schlafen, sondern auch um geistige, spirituelle und intellektuelle Bedürfnisse. Wenn ich von Selbsterhaltung spreche, dann nicht im Sinne von physischem Überleben, sondern als Ganzes positiv zu existieren und auch evtl. nach meinem Tod als gute Erinnerung weiterzuexistieren. Ein Sterbender wird nicht plötzlich anfangen, Dinge zu tun, die ihm nicht nützen. Wenn er z.B. seine Angehörigen nach Herzenslust beschimpft, was er vorher nie getan hat, dann hilft ihm das, endlich den aufgestauten Druck loszuwerden und er wird den Teufel tun, sich das in seinen letzten Stunden noch zu verkneifen. Ein anderer wird sich mit seinen Angehörigen, mit denen er lange im Streit lag, wieder versöhnen wollen, um später bei ihnen in guter Erinnerung zu sein. Egal was er tut, es dient nur seinen Bedürfnissen und nicht denen der Angehörigen.

Sollte er doch glücklich sein zum Zeitpunkt des Todes, dann
hat er auch keinen Handlungsbedarf mehr, es sei denn er möchte
anderen was Gutes tun.

Und warum will er ihnen was Gutes tun? Damit sie ihn in guter Erinnerung halten.

Wenn ich etwas tue, weil es für mich gut ist, heißt das ja nicht, dass es anderen schaden soll. Natürlich tue ich viel für andere Leute, aber ich tue es, weil ich das so will und nicht, weil sie sich das so wünschen.

Als meine Tochter noch sehr klein war (3 Jahre) hatte ich ursprünglich vor, mit ihr noch nichts zum Karneval zu unternehmen. Einen Tag vor dem Kinderkarnevalszug fiel mir ein, dass ich vielleicht doch etwas mit ihr unternehmen sollte und dass sie sicher schon Spaß daran haben würde. Also setzte ich mich hin und nähte die ganze Nacht hindurch an einem Clownskostüm, das über einen Skianzug passen musse. Ich hatte keine Ahnung vom Nähen und außerdem keine Nähmaschine, aber ich habs geschafft, es sah wirklich niedlich aus. Rate mal, für wen ich das gemacht habe? Nur für mich!!! Meine Tochter hatte überhaupt keine Veranlassung, mir dankbar zu sein, denn sie konnte es ja gar nicht beurteilen, welche Arbeit ich da reingesteckt hatte und was sie verpasst hätte, wenn ich keine Lust dazu gehabt und ihr kein Kostüm genäht hätte.

Es kam, wie es kommen musste: Meine Tochter war schon knatschig, als sie am nächsten Morgen aufstand, wollte dann mittags weder den Skianzug noch das Clownskostüm anziehen und heulte auch noch beim Karnevalszug unzufrieden vor sich hin. Wäre ich jetzt davon ausgegagen, dass ich mir die letzte Nacht nur für sie um die Ohren geschlagen hätte, hätte ich natürlich sagen müssen: „Dieses Blag ist einfach undankbar!!!“ Aber ich wusste sehr genau, für wen ich das Kostüm genäht hatte, einzig und allein für mich, damit ich das Gefühl haben konnte, etwas Tolles für mein Kind getan zu haben. Also habe ich ihre schlechte Laune unter Pech abgehakt, bin mit ihr, nachdem wir 10 Minuten Kinderkarnevalszug geguckt hatten, nach Hause gefahren und habe einen ganz gewöhnlichen,langweiligen Tag mit ihr verbracht. Kann vorkommen, ist aber kein Drama, wenn sich mal das „Objekt meiner Begierde“ meinen Manipulationsversuchen entzieht.

Puh, jetzt habe ich mich fast um meine eigene Begründung geschrieben. Natürlich kann es also sein, dass Kommunikation nicht zur Manipulation wird, weil sich der andere meinen Wünschen entzieht. Aber damit muss man leben können, weil es nur fair ist, niemanden mit Gewalt manipulieren zu wollen. Aber das Ziel von Kommunikation ist trotzdem immer Manipulation, egal, wie gut es dem anderen tut *grins*

So, das wars für heute. Bin nach einem überaus sonnigen, langen Wochenende etwas erholungsbedüftig.

Schöne Grüße
Sylvia

Hallo Sylvia

Von Lebenserhaltung hatte ich nicht geschrieben, sondern von
Selbsterhaltung und die gibt es auf verschiedenen Ebenen. Du
kennst bestimmt die Maslow’sche Bedürfnispyramide, da geht es
nicht nur um Essen, Trinken, Schlafen, sondern auch um
geistige, spirituelle und intellektuelle Bedürfnisse. Wenn ich
von Selbsterhaltung spreche, dann nicht im Sinne von
physischem Überleben, sondern als Ganzes positiv zu existieren
und auch evtl. nach meinem Tod als gute Erinnerung
weiterzuexistieren.

Nein, die Pyramide kenne ich nicht. Werde bei Zeiten mal schauen, ob ich die im Internet finde. Was Du hier schreibst. Kann ich gut nachvollziehen. Gleich mehr…

Ein Sterbender wird nicht plötzlich
anfangen, Dinge zu tun, die ihm nicht nützen. Wenn er z.B.
seine Angehörigen nach Herzenslust beschimpft, was er vorher
nie getan hat, dann hilft ihm das, endlich den aufgestauten
Druck loszuwerden und er wird den Teufel tun, sich das in
seinen letzten Stunden noch zu verkneifen.

Nein, richtig!

Ein anderer wird
sich mit seinen Angehörigen, mit denen er lange im Streit lag,
wieder versöhnen wollen, um später bei ihnen in guter
Erinnerung zu sein. Egal was er tut, es dient nur seinen
Bedürfnissen und nicht denen der Angehörigen.

Auch das mag stimmen,…
aber ich muß nochmal nachhaken. Ich habe nämlich bisher vergessen, was bei meinem Ansatz von Kommunikation = Informationsaustausch ganz wichtig ist. Nämlich das, daß ich meine, als Einzelner nicht wichtig zu sein. Viel wichtiger ist es, daß es allen gut geht. Wenn ich anderen was Gutes tun kann, dann freue ich mich. (Das ist für mich die einzige Komponente, die für mich ist). Im Moment ist es zwar so, daß ich - durch meine hohe Selbstwertschätzung - alles tue, um Anerkennung zu ernten, aber ich strebe einen Zustand an, bei dem ich mich selbst als nicht wichtig sehe und die geistige Befreiung anderer alles ist.
Wenn ich mich selbst befreit habe, dann kann ich andere auch befreien.

Manipulation klingt übrigens sehr negativ. Wenn man das englische Wort „Manipulation“ nimmt, dann bedeutet das zu deutsch wohl treffender beschrieben: Veränderung. Gefällt mir besser.

Sebastian

Hallo Sebastian!

Ich habe nämlich bisher
vergessen, was bei meinem Ansatz von Kommunikation =
Informationsaustausch ganz wichtig ist. Nämlich das, daß ich
meine, als Einzelner nicht wichtig zu sein. Viel wichtiger ist
es, daß es allen gut geht. Wenn ich anderen was Gutes tun
kann, dann freue ich mich.

Eben, DU freust dich :wink: Weißt du wieviel Gutes in der Welt getan wird, obwohl es niemand will? Und dann heißt es: „Ich habe es doch nur gut gemeint!“ Aber gut gemeint ist noch lange nicht gut getan, wie du sicher schon am eigenen Leib erfahren hast.

Im Moment ist es zwar so, daß
ich - durch meine hohe Selbstwertschätzung - alles tue, um
Anerkennung zu ernten, aber ich strebe einen Zustand an, bei
dem ich mich selbst als nicht wichtig sehe und die geistige
Befreiung anderer alles ist.

Klingt irgendwie religiös? Ist das dein Motiv? Religiöse Selbstverwirklichung steht in der Maslow-Pyramide ganz oben, wenn ich mich recht entsinne.

Wenn ich mich selbst befreit habe, dann kann ich andere auch
befreien.

Wollen die anderen das denn? Mir ist nichts und niemand so suspekt, wie ein Altruist, der mich befreien will, wovon auch immer.

Manipulation klingt übrigens sehr negativ. Wenn man das
englische Wort „Manipulation“ nimmt, dann bedeutet das zu
deutsch wohl treffender beschrieben: Veränderung. Gefällt mir
besser.

Ich finde das Wort Manipulation völlig wertneutral. Wenn ich einen Schlüssel umdrehe und die Tür damit manipuliere aufzuspringen, hat das nichts Ideologisches. Aber wir können uns auch auf den Begriff Veränderung einigen, wenn er dir besser gefällt, weil Manipulation auch als negativer Begriff verwendet wird, z.B. als Verfälschung von Informationen. Ein Wert, der dem Begriff meiner Meinung nach übrigens sehr unrecht tut. Oder wir sagen Versuch der Bedürfnisbefriedigung, denn das trifft es auf jeden Fall, egal ob ich etwas verändere oder manipuliere.

Beste, sonnige Grüße
Sylvia

Abschweifend
Nochmal hallo Sylvia!

Eben, DU freust dich :wink: Weißt du wieviel Gutes in der Welt
getan wird, obwohl es niemand will? Und dann heißt es: „Ich
habe es doch nur gut gemeint!“ Aber gut gemeint ist noch lange
nicht gut getan, wie du sicher schon am eigenen Leib erfahren
hast.

Moment, wenn ich etwas aus meiner Sicht Gutes tue, so heißt das nicht, daß es tatsächlich etwas Gutes IST. Ein Geisteskranker mag annehmen, daß es gut ist, wenn er andere Bestiehlt, aus welchem Motiv auch immer. Da wir aber alle ein bißchen geisteskrank sind können wir auch nicht perfekt handeln.

Im Moment ist es zwar so, daß
ich - durch meine hohe Selbstwertschätzung - alles tue, um
Anerkennung zu ernten, aber ich strebe einen Zustand an, bei
dem ich mich selbst als nicht wichtig sehe und die geistige
Befreiung anderer alles ist.

Klingt irgendwie religiös? Ist das dein Motiv? Religiöse
Selbstverwirklichung steht in der Maslow-Pyramide ganz oben,
wenn ich mich recht entsinne.

Ja, ich habe mittlerweile eine Pyramide im Internet gefunden und finde, daß sie recht schlüssig ist.
Du fragst, ob die anderen befreit werden wollen. Nun, ich glaube wenn ich mir so anschaue, wie alle von Wetter abhängig sind (heute noch himmelhochjauchzend, morgen zu Tode betrübt), dann scheint es mir, als wöllten alle Glücklich sein, können es aber nicht. Ich will niemanden zwingen, weil das eh der falsche Weg ist. Sie kommen nur über Einsicht dahin.

Die Kommunikation könnte man als manipulierende/verändernde Option verwenden, um den unglücklichen Menschen (gans sanft) auf ihre Möglichkeiten hinzuweisen.

Aber wir kommen langsam von Thema ab…

Sebastian

richtig erkannt!!!
man tut immer nur was, von dem man auch einen nutzen hat, und wenn es auch ein ganz kleiner ist oder weit in der zukunft liegt.

gruss
ulrike

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Ich sehe verschiedene ansätze, diese frage zu beantworten.
selbstverständlich gilt in jedem fall, daß damit ein zweck verfolgt wird. dieser kann aber vollkommen verschiedener natur sein.
z.B. kann man in diversen damenrunden feststellen, daß die kommunikation lediglich viel und laut sein muß, es dabei weder auf inhalt geht noch daß sie einem anderen zweck dient, als höchstens zur selbstdarstellung. bei männern ist wiederum ein ähnliches phänomen zu beobachten, welches vielleicht aus früherer zeit stammt und auf revierkämpfe zurückzuführen sein dürfte. andere kommen wiederum selbst nicht mit sich und ihrer umwelt zurecht und versuchen anhand von kommunikation den inhalt ihres kopfes von anderen verifizieren zu lassen.
es gibt daneben mit sicherheit noch etliche gründe, welche dem normalen menschenverstand zu verdanken sind und kommunikation z.B. zum zwecke des erfahrungsaustausches, der werbung ( verkauf wie auch „brunftwerbung“), des lernens, erholung (jegliche form kultureller kommunikation, angefangen vom plaudergespräch am biertisch bis zum musicalbesuch etc.) und letzendlich auch noch, um mitteilungen verständlich in die welt zu setzen ( z.b. hilferuf, einladungen…)
manipulieren tutet man nicht unbedingt damit. ich glaube, daß seit der zeit des dritten reiches die mensche etwas mehr auf kommunikative manipulöation achtgeben. manipulieren kann ich eh nur den weniger erfahrenen.

wäre deine frage somit halbwegs beantwortet?

Frank

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