Ich hätte folgende liturgischen Fragen, die sich vor allem an die römisch-katholischen Leute hier richten:
Wird in euren Gottesdiensten regelmässig eine Kommunion unter beiden Gestalten angeboten (ich nehme an, dass dies nicht der Fall ist…)? Ist diese Form der Kommunion für euch wichtig oder unwichtig? Verliert die Aufforderung „Nehmet und trinket alle davon“ nicht ihre Berechtigung, wenn nur unter einer Gestalt gefeiert wird?
in der kirchgemeinde in der ich aufgewachsen bin, wurde jeweils nur in der einen form kommuniziert. ich kenne von anderen orten jedoch den brauch, die hostie in den wein zu tunken und dann erst zu essen. ich finde das eigenlich ein schöner brauch, allderdings für mein seelisches wohlbefinden nicht zwingend notwendig
liebe grüssli
coco
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Mein alter Freund Peter White hielt irgendwann in den sechziger
Jahren seine Antrittspredigt, bei der auch sein Bischof anwesend war.
Der Gottestdienst endete mit einem Abendmahl. In England ist es
Sitte, dass Brot und Wein gereicht werden. In der ersten Reihe sass
ein „Gentleman of the street“ (Penner). Als Peter die Leute zum
Abendmahl lud, stand der Genteman schon auf Platz eins. Peter war ob
der Frömmigkei des Herrn sehr erfreut und gab ihm einen Brotwürfel.
Danach reichte er den Kelch. Der ließ sich nicht stören und trank den
ganzen Becher mit mehreren kräftigen Schlücken aus - und torkelte auf
seinen Platz in der ersten Reihe - und durch die Kirche dröhnte ein
lauter Rülpser.
Wird in euren Gottesdiensten regelmässig eine Kommunion unter
beiden Gestalten angeboten (ich nehme an, dass dies nicht der
Fall ist…)? Ist diese Form der Kommunion für euch wichtig
oder unwichtig? Verliert die Aufforderung „Nehmet und trinket
alle davon“ nicht ihre Berechtigung, wenn nur unter einer
Gestalt gefeiert wird?
Wäre derartiger Schabambel wichtig genommen worden, hätte ich die Sancta Ecclesia schon ein paar Jahre früher verlassen. Noch heute kann ich das pietistische Volks nicht verstehen, das in der heiligen Messe auf derartige Formen und die Rocklänge der Nachbarin achtet.
ich kenne von anderen orten jedoch den brauch, die hostie in den wein zu tunken und dann erst zu essen.
Ich finde diesen Brauch eben auch wunderbar, nur ist das seit kurzem ja leider nicht mehr erlaubt (d.h. es war wohl gar nie erlaubt…), was ich sehr schade finde.
ist doch erlaubt!
Erlaubt ist derEmpfang unter beiderlei Gestalt schon noch, auch das Eintunken. Allerdings in einer anderen Form: Der Kommunionspender tunkt die Hostie ein und reicht sie dem Gläubigen.
Hintergrund: Die Kommunion ist zuallererst und immer Geschenk Gottes. Wir müssen tagtäglich soviel machen und tun, hier müssen wir uns nicht selbst bedienen, sondern werden rundherum beschenkt.