Kompatibilität Arbeitsspeicher/Mainboard

Hallo zusammen.

Ich habe das 4CoreDual-SATA2 von Asrock. Laut Herstellerangaben unterstützt es DDR 2 Speicher mit einem Takt von 500 und 667 Mhz. Ich habe allerdings zwei DDR2 Riegel mit 400 Mhz verbaut. Bisher hatte ich auch nie Probleme damit, aber haltet ihr es für sinnvoll auf 667er umzusteigen? Bringt es einen merklichen Vorteil? Stimmt es, dass je mehr Mhz ein Riegel hat, umso schneller die Datenverarbeitung?

Hi,

mal abgesehen davon das mir kein DDR2 Speicher mit 400MHz bekannt ist…

Den Vorteil gibt es nur auf dem Papier ob 533, 667, 800MHz oder 1066MHz.
Vielleicht +5% Leistung - aber zu welchem Preis.
Effektiv wirst du keinen Unterschied feststellen.

Gruß Loop

hey,

mal abgesehen davon das mir kein DDR2 Speicher mit 400MHz
bekannt ist…

DDR2-800 läuft nur 400 MHz… die DDR2-800 Bezeichnung ergibt sich ja nur aus der Datenrate… somit hat er wahrscheinlich sowieso DDR2-800

lg,
fred

Hallo,

bist du dir sicher das sich die Bezeichnung DDR2-800 (667,1066, usw) nicht auf die MHz bezieht?

Da bin ich immer von ausgegangen.

Hast du eine Info irgendwo für mich?

Danke & Gruß Loop

hey,

Mein Fehler: Der Speichertakt ist bei DDR-2 sogar nur 200 MHz. Ich bin da noch von DDR ausgegangen… das war x2, DDR2 ist x4 (Zitat: Beim DDR-SDRAM werden mit einem Read-Kommando (mindestens) zwei aufeinanderfolgende Adressen gelesen, bei DDR2-SDRAM vier, bedingt durch die Prefetch-Methode des jeweiligen Standards.)

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/DDR2

DDR2-400 gibts lt. wiki aber gesehn hab ich soeinen Speicher auch noch nicht.

Wobei ich mir nie sicher bin wie weit man Wikipedia vertrauen kann, weil da ja jeder einen Artikel verfassen kann. Das mit der Datenrate hab ich jedoch schon woanders gelesen (und wieder vergessen :stuck_out_tongue:)

lg,
fred

Hallöchen,

Also ist mit DDR2-800 der effektive Takt im Vergleich zu den SDRAM gemeint…(aber auch nur theoretisch lt. Wiki) jaja nur damit es nach mehr klingt - typisch Werbung.

Danke für die Info!

Gruß Loop

Spezifikation DDR2
Hallo,

hier gab es kürzlich schon einmal Verwirrung, deshalb:

Mein Fehler: Der Speichertakt ist bei DDR-2 sogar nur 200 MHz.

Das ist auch Ansichtssache. Das Speichermodul ist bei DDR2-800 prinzipiell schon mit 400 MHz getaktet, dieser Takt liegt nach außen real an und kann deshalb auch als realer Speichertakt angegeben werden. Durch das Senden von zwei Datenbits pro Takt (eben typisch für DDR = Double Data Rate) verdoppelt sich die reale Bandbreite dann nochmal, was zur werbeträchtigen und nicht ganz unberechtigten Namensgebung ‚DDR2-800‘ führt. Nach JEDEC ist aber die Bezeichnung DDR2 PC6400 zu bevorzugen, da diese eindeutig ist. Die 6400 gibt die übertragbare Datenrate in MB/s wieder.

Die Speicherchips selbst werden bei DDR2 übrigens tatsächlich nur mit einem Viertel (und bei DDR3 mit einem 8tel) des Nenntaktes betrieben, während sie bei DDR mit der Hälfte betrieben werden. Zum Ausgleich werden bei jeder neuen Evolutionsstufe doppelt so viele Speicherchips parallel an eine Datenleitung angebunden, so dass die übertragbare Datenmenge sich bei gleichem Chiptakt tatsächlich mit jeder DDR-Generation verdoppelt.

DDR2-400 gibts lt. wiki aber gesehn hab ich soeinen Speicher
auch noch nicht.

Den gab es tatsächlich, auch wenn er im Desktopbereich kaum eingesetzt wurde, da er gegenüber dem älteren DDR-RAM deutlich langsamer und somit wirklich sinnfrei war. Als SO-DIMM in Notebooks läuft einem DDR2-400 aber tatsächlich bisweilen über den Weg.

LG, Jesse

Hallo,

Ich habe das 4CoreDual-SATA2 von Asrock. Laut
Herstellerangaben unterstützt es DDR 2 Speicher mit einem Takt
von 500 und 667 Mhz.

es unterstützt DDR2-533 und DDR2-667.

Ich habe allerdings zwei DDR2 Riegel mit 400 Mhz verbaut.

Meinst du DDR2-400 (PC2-3200) oder DDR2 mit 400 MHz (= DDR2-800/ PC2-6400)? Letzterer wird offiziell gar nicht vom Board unterstützt und dürfte max. mit 333 MHz (DDR667) betrieben werden.

Bisher hatte ich auch nie Probleme damit,
aber haltet ihr es für sinnvoll auf 667er umzusteigen?

Wenn du DDR2-400/ PC2-3200 - Speicher hast, würde es sich lohnen, denn dieser ist sehr langsam. Bis DDR2-667 bringt schnellerer Speicher noch ein deutliches Plus an übertragbarer Datenmenge. Ab DDR2-667 ist der Speicher dann so schnell, dass Intels klassische Prozessoren (Pentium, Pentium D, Core2) nicht mehr Daten liefern können, als dieser wegschreibt. Somit reduziert sich der Vorteil schnelleren Speichers ab DDR2-667 deutlich und ist ab DDR2-800 ohne Overclocking nicht mehr vorhanden.
Eine andere Frage ist aber, inwiefern du aus der höheren Datenrate einen Vorteil ziehen kannst, das hängt stark von der verwendeten Software ab. Insbesondere bei Audio-/Videoencoding, Rendering und bei Computerspielen erhöht sich die Gesamtleistung, weil das System von hohen Speicherdurchsätzen profitiert. Da im Officebreich, beim Surfen oder Filme schauen aber eh die mögliche Speicherbandbreite nicht ausgeschöpft wird, macht schnellerer Speicher den Computer in diesem Fall aum schneller.

Bringt es einen merklichen Vorteil? Stimmt es, dass je mehr Mhz ein
Riegel hat, umso schneller die Datenverarbeitung?

Wie gesagt, dort wo extrem große datenmengen rumgeschoben werden müssen, bringt es einen spürbaren Vorteil, dort wo vor allem der Prozessor viel zu rechnen hat, aber keine riesigen Datenmenhgen durch die Busse gejagt werden, bringt es wenig.

Außerdem hast du prinzipiell a) recht alte und b) recht niedrigwertige Hardware. Bei so einem Billigboard von ASRock besteht durchaus eine große Chance, dass es mit neuem und schnellerem Speicher instabil wird. Boardlayout und der stinkealte VIA-Chipsatz sind nicht unbedingt vertrauenserweckend in meinen Augen und der Speichercontroller ist recht exotisch mit seiner Auslegung für den wahlweisen DDR- und DDR2-Betrieb. Das Plus an Kompatibilität war bei ASRock traditionell oft ein Minus an Stabilität.
Wegen der alten Hardware und den möglichen Problemen würde ich (gtreu dem Motto ‚never change a running system‘ nicht unbedingt nochmal ein Speicherupdrade wagen.

LG, Jesse