Bei Verwendung eines Mobiltelefons in der Nähe von Audio-Anlagen gibt es ja Störgeräusche. Wo treten diese auf (am Verstärker, an den Lautsprechern) und wie kann man diese Effekte minimieren?
Wieso ist bei digitalen Verstärkern die Lautstärke dieser Geräusche nicht zwangsläufig abhängig von der eingestellten Verstärkung? D.h. auch wenn die Lautstärke auf dem Minimum steht (nicht ganz aus), kann es trotzdem sein, dass die Störung mit hoher Lautstärke wiedergegeben wird.
Es gab dazu bestimmt schon einen Thread in diesem Forum, habe aber keinen passenden gefunden.
Bei Verwendung eines Mobiltelefons in der Nähe von
Audio-Anlagen gibt es ja Störgeräusche. Wo treten diese auf
(am Verstärker, an den Lautsprechern) und wie kann man diese
Effekte minimieren?
Wieso ist bei digitalen Verstärkern die Lautstärke dieser
Geräusche nicht zwangsläufig abhängig von der eingestellten
Verstärkung? D.h. auch wenn die Lautstärke auf dem Minimum
steht (nicht ganz aus), kann es trotzdem sein, dass die
Störung mit hoher Lautstärke wiedergegeben wird.
hi,
da wird eben der eingangssteller umgangen, das stoersignal kommt ueber die meist recht schlecht abgeschirmten(plastikgehaeuse, offene kuehlgitter) langen leiterbahnen auf den endstufenplatinen, und die offen verlegten lautsprecherkabel. bestimmte halbleiter in den eingangskreisen sind hf-faehig, und verstaerken dann solche einstrahlungen. die abschirmungen von audioanlagen sind ja meist nur gegen magnetische effekte von trafos und motoren ausgelegt, wirken also nicht gegen gigahertz-frequenzen. deren pulsieren kann dann gehoert werden. es gibt aber auch schaltungen, die dagegen gehaertet werden, z.b. im sprechfunkbereich. ansonsten muss ein hf-dichtes gehaeuse her, das kostet und wiegt. und tiefpaesse in allen leitungen, abgeschirmte filtergehaeuse am uebergabepunkt, so aehnlich wie im handy auch. bei hohen stroemen wie bei den lautsprecherleitungen kann das aber auch ins geld gehen.
Ok, danke, ist mein teures Radio wohl doch bisschen billig :o
Würden Entstörfilter etwas bewirken?
Am meisten hilft es natürlich, das Handy etwas entfernt zu
betreiben. Ansonsten ist natürlich jedes Kabel, das aus dem Gerät
heraushängt auch eine Antenne. Der Einkoppelgrad ist natürlich
stark von allerlei Schaltungsdetails abhängig.
Natürlich sind zuerst alle „heißen“ Leitungen kritisch
(also solche, die Signale führen, welche noch hoch verstärkt
werden müssen). Diese Leitungen sind aber auch meist schon geschirmt
(außer eben direkt auf der Leiterplatte).
Bei den hohen Frequenzen ist aber Übersprechen von eher
unempfindlichen Schaltungsteilen (Lausprecherausgang, Netzkabel)
trotzdem gut möglich.
Was also Filter (z.B. Ferrite die auf Kabel geschoben werden)
bewirken, mußt Du ausprobieren.
Evtl. helfen auch Schirmbleche an kritischen Stellen etwas
(z.B. Vorverstärker), die niederohmig mit Schaltungsmasse
verbunden werden.
Gruß Uwi
Bei Verwendung eines Mobiltelefons in der Nähe von
Audio-Anlagen gibt es ja Störgeräusche. Wo treten diese auf
(am Verstärker, an den Lautsprechern) und wie kann man diese
Effekte minimieren?
Falls es sich um ein Autoradio handeln sollte, schafft eine externe Handyantenne 100% Abhilfe.
Hi,
ich kenne den Effekt auch sehr gut, liegt das Handy in der Nähe vom PC dann dröhnen die Boxen, heute habe ich im Festnetz telefoniert und Handy lag knapp daneben, da hat es mir fast die Ohren weggeblasen.
Lege ich das Teil aber auf meine Uralt-Grundig-Anlage, dann sagt die absolut keinen Mucks - egal ob Tuner oder CD.
Haben die damals (10 Jahre) anders gebaut?
Erklären - kann man das nicht!
Haben die damals (10 Jahre) anders gebaut?
Erklären - kann man das nicht!
Aber sicher haben die anders gebaut. Zum einen gab es damals andere Bauteile, die auf höhere Frequenzen evt. gar nicht reagiert haben. Zum zweiten hat man sich damals noch an einschlägige Normen gehalten. Heutzutage schreibt man 5 Ohren dazu, hat vom EMV-Gesetz keine Ahnung und kümmert sich wegen der geringen Stückzahlen halt einfach nicht drum. Notfalls erklärt man das Ganze zum Feature, indem man behauptet, wenn man 20KHz linear verstärken will, muß alles bis 100KHz verstärkt werden, also muß die Endstufe bis 1MHz gehen. Alle Vorstufen natürlich auch. Und wenn sich jemand über mangelnde Störfestigkeit beschwert, hat er sowieso keine Ahnung.
Gruß
Axel