Dass wir komplexe zahlen benötigen, ist das die schuld unseres begrenzten verstandes oder muessen sie einfach imaginär sein. Weil der imaginaere teil, heisst doch eigentlich imaginär, weil wir ihn uns NICHT mehr vorstellen koennen, d.h. unsere Geist gegrenzt ist. Aber trotzdem findet sie reele anwendung.
Lieber Soenke,
ganz so wild ist es aber nicht: Imaginär heißt doch nur, wir finden keine reale Entsprechung - vorstellen können wir uns sowas durchaus. Was tun wir denn mit den komplexen Zahlen? Wir beschreiben damit Punkte in einer Ebene, das geht recht anschaulich und hat den Vorteil, dass der Bezugspunkt irgendwo liegen kann (genau da, wo sich die Achsen schneiden). Was natürlich ganz wichtig ist: Man kann damit rechnen - im Gegensatz zu Polarkoordinaten, mit denen die gleichen Punkte beschrieben werden können. Zeichne mal zwei Punkte in die Ebene und versuche dann, den Abstand der beiden anzugeben!
Gruß Ralf
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Die komplexen Zahlen haben in meinen Augen verschiedene Aspekte. Zum einen sind sie erforderlich, da der Mensch es nicht einfach so hinnehmen kann, wenn eine lumpige Aufgabe wie z.B. Wurzel(-1) für ihn unlösbar ist 
Zum anderen ermöglicht es eine gut zu handhabende mathmatische Beschreibung für zweidimensionale Probleme. Das wäre zwar im Prinzip auch durch Vektoren möglich, ist aber oft umständlicher. So z.B. die komplexen (induktiven,kapazitiven)
Wechselstromwiderstände. Man kann sie deshalb gut in komlexer Schreibweise behandeln, weil sie eine zweite, gegenüber dem ohmschen Widerstand völlig unabhängige Eigenschaft aufweisen, nämlich die Phasenverschiebung zw. Strom und Spannung.
Somit haben sie Betrag und Phase, genau wie komplexe Zahlen. Aber jede Eigenschaft für sich ist reell , nur eben unabhänging von der anderen.
Das schöpft den Sinn dieser Zahlen noch lange nicht aus, soll aber an dieser Stelle erstmal genügen.
Viele Grüße
Frank
Literaturempfehlung: „Die Verwirrungen des Zöglings Törless“ von Robert Musil
Oder hast du das Buch schon gelesen und willst uns jetzt damit loechern 
Semjon.
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