Hallo,
welche steuerrechtlichen Konsequenzen hat eine vom Testament abweichende Einigung der Erben?
Folgendes Beispiel:
Vor einigen Jahren ist der Großvater gestorben. Es liegt ein Testament vor. Testamentsvollstrecker ist der Sohn, der ein halbes Jahr später vor Vollstreckung des Testaments verstirbt. Die beiden Kinder erben nun vom Großvater und vom Vater, der selbst im Testament des Großvaters bedacht wurde. Weitere Erben sind nicht beteiligt.
Die Erbschaftssteuer wird auf Grundlage des Testaments berechnet und gezahlt.
Beide Erben möchten sich danach abweichend vom Testament einigen. Alles soll in Erbengemeinschaft geteilt werden.
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Ist die abweichende Einigung der Brüder Schenkungs- oder Erbschaftssteuer relevant?
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Ist die Berichtigung des Grundbuchs nach mehr als 2 Jahren kostenpflichtig?
Freundliche Grüße
Stefan
- Ist die abweichende Einigung der Brüder Schenkungs- oder
Erbschaftssteuer relevant?
Das ist nicht meine Baustelle, versuchs mal im „Steuerforum“
- Ist die Berichtigung des Grundbuchs nach mehr als 2 Jahren
kostenpflichtig?
Ein klares ja, § 60 IV KostO
Hallo,
Beide Erben möchten sich danach abweichend vom Testament
einigen.
Das geht eigentlich nicht ohne das Testament anzufechten, daher wird vermutlich eine Schenkung zwischen den Erben vorliegen, für die erneut Schenkungssteuer anfällt (Freibetrag in D unter Geschwistern nur 20000€ , der aber alle 10 Jahre in Anspruch genommen werden kann). Genaueres sollte man mit dem Notar besprechen, der das ohnehin beurkunden muß, wenn es um Immobilien geht.
Cu Rene
Danke für die bisherigen Stellungnahmen zu diesem Fall. So ähnlich hatte ich ihn bisher auch bewertet. Allerdings bin ich abgesehen von einem knapp bestandenen „Recht für WiWi“-Schein absoluter Laie.
Dann wäre es für die beiden Brüder sicherlich das klügste, eine für beide Seiten vertretbare Lösung zu finden, ohne die Eigentumsverhältnisse zu ändern.
Was würde passieren, wenn die beiden das Grundbuch gar nicht berichtigen und der Großvater weiterhin eingetragen bliebe. Gibt es Regelungen zu Fristen und ggf. Gebühren/Strafen in solchen Fällen? Oder würden dann die Vermögenswerte sogar an Dritte (Staat) übergehen?