Hallo zusammen!
Ich kriege dieses Problem nicht aus dem Kopf, da ich nicht weiß, wie ich mich einer guten Freundin gegenüber verhalten soll. Ich hoffe, ihr könnt mir Anregungen geben!
Also folgende Ausgangssituation müsst ihr euch vorstellen: Meine Freundin und ich kennen uns seit dem Abitur, wir sind jetzt beide 26 Jahre alt und studieren an der selben Uni. Zu Beginn unseres Studiums sind wir zusammengezogen, das erste Jahr war sehr schön und lief gut. Im zweiten Jahr wurde es kompliziert. Sie bekam aufgrund schwieriger Männergeschichten eine Depression. Wenn ich versuchte für sie da zu sein, stieß sie mich zurück und gab mir das Gefühl, ich könnte eh nichts für sie tun, da ich ja nicht ihre Probleme hatte, was mich sehr traurig gemacht hat. Unser Zusammenleben wurde dadurch sehr kompliziert, so dass ich ihr eröffnete, dass ich ausziehen wollte. Danach hatten wir etwa ein Jahr lang nur sporadischen Kontakt und sie zeigte mir recht deutlich, dass sie sich durch meine Entscheidung verletzt fühlte.
Irgendwann näherten wir uns aber wieder an und unsere Freundschaft wurde besser denn je. Wir wohnen immer noch recht nah beieinander und besuchen uns häufig - auch spontan. Sie ist eine super Zuhörerin, hat einen guten Humor und man kann stundenlang mit ihr quatschen - wenn alles ok ist. Momentan ist sie in einer etwas schwierigen Phase, da sie Magisterarbeit schreibt und nicht sehr zufrieden mit ihrer Arbeit ist. Außerdem hat sie vor etwa 3 Monaten etwas mit einem Mann angefangen, den sie sehr gerne mag und oft sieht, der sich allerdings noch immer nicht geäußert hat, ob sie eine Beziehung haben. Sie möchte dies nicht ansprechen, da sie meint, sie sei zur Zeit zu labil, als dass sie eine Antwort verkraften könnte, die sie nicht hören will.
Ich dagegen bin bereits seit 5 Jahren in einer festen Beziehung, und da sich mein Studium auch dem Ende zu neigt und mein Freund in einer anderen Stadt wohnt, habe ich mich entschlossen, im Herbst zu ihm zu ziehen.
Seitdem ich dies meiner Freundin eröffnet habe ist sie ganz komisch geworden. Wir haben jetzt immer wieder Probleme, da sie behauptet, ich würde Versprechungen machen, wann wir uns sehen und sie nicht halten und wäre ja am Wochenende sowieso nie da (ich fahre übers Wochenende oft zu meinem Freund). Bisher hat sie das nie gestört. Es kam einmal zu einer Situation, bei der ich gesagt hatte, wir würden uns am Wochenende auf einer Party treffen, dann aber recht spontan abgesagt habe, weil ich den Abend lieber mit meinem Freund verbringen wollte. Ich habe mich bereits dafür entschuldigt und sie hatte die Entschuldigung auch angenommen.
Immer wieder passiert es jetzt, dass ich mich schlecht ihr gegenüber fühle, obwohl ich eigentlich nichts falsch gemacht habe. Sie „bestraft“ mich dann für mein Verhalten, indem sie plötzlich gar keine Zeit mehr für mich hat. Früher haben wir uns wie gesagt oft spontan getroffen, auch unter der Woche. Außerdem wird sie immer sehr boshaft mir gegenüber, wenn ich sie frage, wann sie Zeit hat. Wenn ich sie dann mal in der Uni auf einen Kaffee treffe, dann gibt sie mir das Gefühl, dass ich eigentlich unerwünscht bin, guckt mich nicht richtig an und ist irgendwie verschlossen.
Ich möchte aber nicht länger das Gefühl haben, dass ich mich immer bei ihr entschuldigen muss. Ich habe gewisse Entscheidungen getroffen, die sie ja nicht gut finden muss, aber muss das gleich die Freundschaft belasten? Ist sie neidisch? Ich habe sie bereits mehrmals auf die Situation angesprochen, aber sie sagt immer wieder, ich würde mir das alles nur einbilden. Ich habe das Gefühl, dass sie dann unehrlich ist. Dann ist aber wieder für einen Abend alles gut, aber sobald ich ihr sage, dass ich am Wochenende nicht da bin, fängt es wieder von vorne an.
Ich möchte mich nicht rechtfertigen für meine Pläne, daher habe ich jetzt mal aufgehört mich immer zu entschuldigen und einfach nichts mehr zum Thema gesagt. Allerdings hat sie heute beim Kaffee schon wieder eine Andeutung gemacht und mir auch sonst nicht das Gefühl gegeben, dass sie Wert auf meine Freundschaft legt.
Ich dagegen tue dies immer noch und möchte sie eigentlich nicht verlieren. Aber sie ist so verbohrt, dass ich nicht zu ihr durch komme. Ich weiß nicht, was ich noch tun soll, ich weiß nur, dass mich dieses Problem so sehr belastet, wie das normalerweise nur bei einer Beziehung der Fall ist…
Frauen sind echt kompliziert, oder? Ich freue mich auf gute Ratschläge, und bitte entschuldigt, dass mein Text so lang geworden ist…
Vielen Dank und viele Grüße,
Christiane
eines Mannes kann ich dir nur folgende Tipps mit auf den Weg geben: