Ich muss einen PC für Grafikanwendungen (Corel, InDesign,
Photoshop usw.) zusammenstellen. Nun mein Problem: auf was
muss ich besonders achten? Da dieser PC in der Firma gebraucht
wird, kann er auch ruhig etwas kosten, dort wollen sie einen
kalibrierten Monitor haben.
Jetzt die genaue Frage: Was für ein Prozessor ist für so eine
Aufgabe sinnvoll, welche Grafikkarte würdet ihr empfehlen und
und und.
Schon mal über einen Mac nachgedacht? Ein kleiner, sportlicher Dual-G5 mit einem entsprechenden Bildschirm dran? Das dürfte zu den feuchten Träumen manch eines Grafikers zählen.
Generell sind für die Bildverarbeitung ein paar Dinge wichtig: Speicher, CPU und nochmal Speicher. 1GB RAM sollte als Mindestausstattung gelten, 2GB wären besser. Dazu noch eine Plattenkonfiguration der etwas anderen Art: einmal eine Platte für das Betriebssystem und die wichtigesten Programme, die etwas langsamer sein kann. Daneben eine menge Speicherplatz der schnelleren Sorte, um aktuell benötigte Daten zu halten, z.B. ein RAID0 aus ein paar eher schnellen als großen (70GB dürfen’s allerdings schon sein) 15k-Platten. Natürlich sollte auch noch irgendwo ein sicherer Datenspeicher für die Archivierung sein.
Wenn es um die CPU geht, kann man schonmal mit zwei anfangen. Einige Elemente der Bildverarbeitung lassen sich recht gut parallelisieren, und wenn die Programme das unterstützen (ggf. Hersteller fragen), sollte man das auch ausnutzen. 2-CPU-Systeme sind heutzutage durchaus erschwinglich.
(Nebenbei: vorsicht bei Windows-Lizenzen. Normale Anwenderlizenzen gelten für eine oder 2 CPUs!)
Was die Grafik angeht, bin ich leider etwas raus aus dem Markt. Wenn Röhrenmonitore eingesetzt werden, sollte man auf jeden Fall auf ein gutes analoges Ausganssignal bei hohen Auflösungen achten, und kann die 3D-Leistung ein wenig in den Hintergrund stellen (es sei denn, ihr macht 3D-Modelling). Eventuell sollten sich die zukünftigen Anwender auch selber mal kundig machen, was gut ist.
Verpacken sollte man das ganze natürlich nach möglichkeit so, dass es sich nicht anhört, als würde unter dem Schreibtisch ein Jumbo starten (schnelle Festplatten sind laut!). Vermeiden lässt sich Lärm alleine schon wegen der gigantischen Wärmeleistung nicht, aber durch eine geschickte Komponentenwahl (massives Stahlgehäuse, große Lüfter, bei ein wenig Risikobereitschaft auch Wasserkühlung) sollte man es schaffen, in einem erträglichen Rahmen zu bleiben.
Und jetzt noch ein Tipp: Es gibt Firmen, die anwendungsspezifische Systeme zusammenstellen. Such dir ein paar, und lass dir nach den gestellten Anforderungen ein paar Angebote machen. Lass dir auch Referenzen geben und frag’ rum, wie zufrieden die Kunden sind. Wahrscheinlich kommen die auf einen ähnlichen Preis, bieten dafür aber eventuell längere Garantiezeiten, einen eigenen Service und die Möglichkeit, die Systeme später zu günstigeren Konditionen zu aktualisieren.