Lord Wolfagng hat am 1.8. über sein Problem geschrieben, Kompositionsaufträge zu bekommen.
Ich habe eine ähnliches Problem…ich habe mit meinen 44 Jahren schon einige Werke für Orchester geschrieben, die erfolgreich aufgeführt wurden. Ich habe schon vielfach versucht, entsprechende CDs an Orchester zu schicken, aber diese landen meist bei unmusikalischen Leuten im Vorfeld, die dafür sorgen, dass der musikalische Leiter erst gar nix davon erfährt. Hat jemand von euch einen Tip? Nun habe ich den Nachteil, daß ich nicht avangardistisch schreibe, sondern recht tonal, aber dennoch für grosses Orchester. Ich hatte vor einiger Zeit ein Gespräch mit dem Komponisten Jürg Baur, der vor allem die Miesere nannte, dass z.B. die Rundfunkorchester keine deutschen Chefdirigenten haben und diese natürlich zeitgenössisches Material ihrer jeweiligen Landsmänner bevorzugen…
Ich habe schon vielfach
versucht, entsprechende CDs an Orchester zu schicken, aber
diese landen meist bei unmusikalischen Leuten im Vorfeld, die
dafür sorgen, dass der musikalische Leiter erst gar nix davon
erfährt.
öhm… wieso schickst du deine CDs dann nicht direkt an den entsprechenden musikalischen Leiter?
Ich würde mir an deiner Stelle ein aktuelles Bühnenjahrbuch schnappen, mir die entsprechenden Namen raussuchen und eine direkt adressierte Aussendung machen (Oft steht im Bühnenjahrbuch sogar die Privatadresse, so kannst du vermeiden, dass dein Werk bei einer Sekretärin oder irgendwo in der Hauspost vergammelt). Dabei nicht vergessen, dass auch z.B. Schauspielhäuser mit reinem Sprechtheaterbetrieb oft Produktionen mit (Auftrags-)Musik - und genau dafür einen musikalischen Leiter - haben.
un poco off-topic…
Hallo Babu
Ich muss mal spontan posten, weil ich so verblüfft war, obwohl ich nix Konstruktives beizutragen habe.
Ich kenne einen 90jährigen Musiker, der auch mit Spitznamen BABU heißt.
Das musste ich jetzt irgendwie loswerden.
Vielleicht gibts ja ne unterschwellige Verbindung zwischen diesem seltenen Nickname und dem Musiker-Sein??!
Gruß,
Branden
ich bekomme als Leiter eines kleinen Orchesters von zahlreichen Verlagen Noten (komplettes Aufführungsmaterial) geschickt, in der Hoffnung, dass die Stücke aufgeführt werden und dadurch eine GEMA-Punktierung bekommen.
Vielleicht solltest du auch einfach deine Partituren (keine CDs) an in Frage kommende Orchesterleiter verschicken. Wäre ja möglich, dass jemand beim ersten Durchsehen die Kompositionen gefallen und sie aufführen will.
Wenn du deine Kompositionen von professionellen Orchestern gespielt haben willst, dann funktioniert das als „relativ unbekannter“ noch lebender Komponist meiner Meinung nach nur über einen persönlichen Kontakt zu einem Chefdirigenten, der wohl nicht so leicht aufzubauen ist.
Wenn du alle Dirigenten vom Bühnenjahrbuch persönlich anschreibst und ihnen Infomaterial/Partituren/CDs zusendest, dann ist das zwar prinzipiell ein gute Idee, aber ohne persönlichen Kontakt, glaube ich nicht, dass du besonders viel Erfolg haben wirst, wenn es sich um große Besetzungen handelt.
Der gesamte Orchesterbereich an Theatern ist meiner Meinung nach in einer Krise, sowohl finanziell als auch von der Publikumsakzeptanz, so dass sich der Generalmusikdirektor am Theater, an dem ich beschäftigt bin, sehr gut überlegen muss, welche Stücke er mit seinem Orchester neben dem klassichen Repertoire spielt.
Im Moment ist die Tendenz, dass in nahezu allen kleineren bis mittleren Theatern verstärkt nach den Zuschauerzahlen geschielt wird, ganz nach dem Motto: gut ist, was viele Leute in die Säale bzw. ins Theater lockt.
Hinzukommt, dass selbst wenn der GMD deine Post erhält, er wahrscheinlich keine Zeit hat, sich ausreichend damit zu beschäftigen, weil er prinzipiell immer viel zu tun hat. Das würde sich aber ändern, wenn er dich persönlich kennen würde.
Um deinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen, würde ich versuchen, einige Kompositionswettbewerbe zu gewinnen, was natürlich leichter gesagt als getan ist.
Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen.
Liebe Grüße
Thomas
Hi Branden
…das ist ja sehr interessant. Leider besteht keine Verbindung, und da ich den Spitznamen von meinen Elter bekam, als ich 10 war, glaube ich auch nicht an eine unterschwellige Verbindung. Alle Achtung bezüglich des Alters des Musikers, den Du kennst. Der Name stimmt, jedoch fehlen mir noch 46 Lebensjahre…
Liebe Grüsse
Babu
P.S.: Vielleicht wäre es mal interessant, mit dem Musiker Kontakt aufzunehmen…
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vielen Dank für Deinen Rat. Die Erfahrung habe ich leider selber gemacht. ich kann die GMDs auch verstehen, denn die werden bestimmt mit CDs und Partituren zugemüllt. Ob ich mit 44 Jahren och die Chance habe einen Wettbewerb zu gewinnen, glaube ich kaum. Die meisten Wettbewerbe orientieren sich an Neuer, experimenteller und serieller Musik. Mein Stil st zwar nicht altmodisch, aber für solche Wettbewerbe doch wohl zu tonal. Aber ganz lieben Dank für Deinen Rat. Ich werds mal versuchen
Babu
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P.S.: Vielleicht wäre es mal interessant, mit dem Musiker
Kontakt aufzunehmen…
Er lebt in Berlin, genauer gesagt: in Berlin-Steglitz in einer immer noch preiswerten Wohnung, die in den 60er, 70er Jahren so etwa 70 DM Miete kostete und jetzt so 75 Euro, was ich für Berlin immer noch einen günstigen Mietpreis finde.
Ich hab um 1972 rum selber mal da gewohnt, als er ne Zeitlang in Rom zu Dreharbeten war. Er war u.a. Opernsänger (Wagner), Bariton, und Schauspieler (Bühne, Film). Ich kenne ihn seit 1959 oder 1960 und konnte daher einen Teil seines Lebensweges mitverfolgen (immerhin 45 Jahre, was ja auch kein Pappenstiel ist).
Gruß,
Branden
Um deinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen, würde ich versuchen,
einige Kompositionswettbewerbe zu gewinnen, was natürlich
leichter gesagt als getan ist.
Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen.
Liebe Grüße
Thomas
Ob ich mit
44 Jahren och die Chance habe einen Wettbewerb zu gewinnen,
glaube ich kaum. Die meisten Wettbewerbe orientieren sich an
Neuer, experimenteller und serieller Musik. Mein Stil st zwar
nicht altmodisch, aber für solche Wettbewerbe doch wohl zu
tonal. Aber ganz lieben Dank für Deinen Rat. Ich werds mal
versuchen
Hi Babu,
ohne mit der Szene sonderlich vertraut zu sein, aber aus allgemeiner Beobachtung: Muss du das denn unbedingt auf Deutschland beschränken? Was hier in England an Neuem aufgeführt wird, ist oft durchaus tonal, hier wird ganz anders mit Tradition und Stil umgegangen. Und von den Berufs- und kompetenten Amateurmusikern unter meinen Bekannten finden die meisten eher das Atonale kurios und Tonalität normal. Wäre das etwas?