Liebe/-r Experte/-in, ich fall gleich mal mit der Tür ins Haus. Also, mein Küchenabfallkomposter Kunststoff mit Deckel, stinkt seit dem Frühjahr so vor sich hin. Früher hat er das nicht so intensiv getan. Da waren auch Regenwürmer und sonstiges Kleingetier zu sehen. Nun scheint er auch wie tot. Ein paar kleine , etwa ein Zentimeter große Maden(?)im oberen Deckel, das ist alles. Er wird wie in den Jahren vorher befüllt. Also keinerlei Essensreste, Eierschalen und Südfrüchte, nur Kartoffel- uns sonstige Schalen , Kaffeefilter usw… Unten im Abfallbehälter liegt eine Lage Zeitungen zum Aufsaugen der Restfeuchte.
Was ist da los?? Vielleicht mal zwischendurch mit Grünabfällen aus dem Garten abdecken, dann wieder Deckel drauf??
Übrigens; einmal im Jahr hole ich die untere Schicht des sehr feuchten Kompost aus der Klappe und verteile ihn auf meinem Gartengrünabfallkomposter. Der ist offen und wird ausschließlich mit Gartengrünabfällen, teilweise gehächselt, befüllt.
Habt ihr tipps ? Ich freue mich auf eure Antworten.
Viele Grüße, Heinz
Hallo,
Dann ist Dein Kompost in Fäulnis über gegangen, d.h. da sind nur noch anerobe Bakterien aktiv, alles was Sauerstoff braucht stirbt dann. Um wieder eine normale Verrottung in Gang zu bringen kannst Du es nur ganz fein verteilt mit groben Häcksel mischen, so dass es austrocknet und gut Luft ran kann.
Oder Du mischt es beim häckseln unter, d.h. schüttest es in den Häcksler, zB zusammen mit Strauchschnitt oder so.
Von selber, in der Form, d.h. im Komposter, wird das jedenfalls nichts mehr
mfg, Oliver
Vermutlich ist der Kompost übersäuert . Dies ist so selten nicht . Deshalb hat man früher vorsorglich immer Kalk beigegeben .Außerdem fehlt Sauerstoff.Meist ist das zurückzuführen auf zuviel Wasser , das den Luftsauerstoff verdrängt .
Ich rate den Komposter „umzusetzen“ und dabei immer wieder Gartenkalk einzustreuen . Nicht soviel Wasser in den Kübel ,mehr Erde dazugeben .
Sofern Sie den Kompost auch an die Tomaten , Paprika und Auberginen verteilen , würde ich keine Kartoffelschalen zugeben . Oft sind diese Verbreiter der Kraut- und Knollenfäule .
Sorry , eben habe ich erst bemerkt , daß Sie einen in sich abgeschlossenen Kunststoffbehälter benutzen .Hauptursache : Sauerstoffmangel !!-vor allem , wenn er dicht gepackt ist mit Abfall .
Also : ganz locker schichten und immer Kalk einstreuen.
Liebe/-r Experte/-in, ich fall gleich mal mit der Tür ins
Habt ihr tipps ? Ich freue mich auf eure Antworten.
Viele Grüße, Heinz
Grüß Gott Heinz,
Auch ein Küchenabfallkomposter darf keine Staunäße haben, deiner Beschreibung nach ist der Kompost im Behälter viel zu Feucht dadurch entstehen „Jauchegase“ die fast jedes Lebewesen in Flucht schlagen b.z.w. absterben lassen. Meine Tipps sind:
Kompost neu Aufbauen, das heißt,
herausholen, auseinander legen, trocknen lassen.
Wenn nur leicht feucht neu mit frischen Küchenabfällen und darauf jeweils eine dünne lage Erde in die Tonne zurücksetzen, ein guter Bodenkontakt (Eingang zum Restaurant für die Kompostumsetzer muß erhalten bleiben)auch würde ich empfehlen den Boden einen Spaten tief zu lockern unter der Tonne.
- Keine naßen (feucht ja) Küchenabfälle in die Tonne.
- Die Kompostmasse muß immer locker aufeinandersitzen.
- Es muß eine Luftcirkulation stattfinden (über eine Luftklappe).
- Nach jeder Füllung Küchenabfälle diese mit Erde gut bedecken
- Alle „Besucher“ die aus dem Boden in die Tonne wollen müßen regelrecht angezogen werden von einer leckeren leicht feuchten „(Kompost)Mahlzeit“ und nicht von einem klitschnaßen Jauchemist…
6.Durch Mischen von Grünen und Verholztem Material wird das ideale Kohlenstoff Stickstoffverhältniss erreicht. - Regelmäßig eine Handvoll Urgesteinsmehl mit einstreuen (Das Gold der Erde)
8.Regelmäßig für gut miteinander vermischte feuchte Küchenabfälle z.B. Teeblätter, Kaffeesatz, Zwiebelschalen, Gemüseabfälle (incl. Erde) sorgen, das die vielen Besucher regelmäßig Ihre Mahlzeit bekommen und nicht in den Boden frühzeitig zurückkehren.
Viel Erfolg und dem Ergebniss einer duftenden Komposterde wünscht Reinhold