Hallo Cea,
auf diese Altlasten-Beschreibung hin versteh ich das „o je“ besser…
Trotzdem oder grad deswegen ein paar Möglichkeiten:
Mehrjährige bunte Blumen für die garnichtgemähte Wiese:
Habichtskraut (Hieracium). Es gibt im Handel (für naturnahe Gärten) eine gelbblühende Art, ausgesprochene Pionierpflanze, und eine orange/rostrote. Beide bedecken mehr oder weniger rasch ganze Flächen. Grundständige Blattrosetten machen einen robusten Grund: wenn man lieber nicht mähen will, besser als Wiese.
Ebenfalls für die Wiese und ziemlich unempfindlich, wenn sie mal da sind: Wiesensalbei, Wiesenmargerite. Am Rand Wiesenstorchschnabel, Lupinen (da gibt es auch, glaube ich, alkaloidhaltige; also nachfragen). Weiter hinten, zaunwärts, hohe Herbstastern (Vorsicht beim Kauf: viele sind etwas kitschig rosa, aber es gibt auch blaue Sorten). In die Wiese rein einige Gruppen von botanischen Krokussen. Wenn es denen gefällt, bleiben sie nicht nur, sondern werden auch mehr.
Einjährige, bunte, ungiftige, anspruchslose Sommerblüher:
Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Cosmea, Löwenmäulchen, Drummondphlox, Jungfer im Grünen (Nigella damascena), alle Arten Sonnenblumen - von der rund drei Meter hohen einblütigen Riesensonnenblume bis zu verzweigten rotbraunen Formen alles dabei -. Wicken, Prunkwinden zum Beranken von Zäunen.
Zweijährige: Nachtkerzen. Für Kinder, die im Sommer in der Abenddämmerung noch auf sind, eine spannende Sache, weil man den Blüten abends beim Aufgehen zusehen kann - man sieht, wie sich die Blätter bewegen. Wenn Nachtkerzen einmal da sind, gehen sie nicht wieder, samen weiter von selber aus. Bartnelken. Königskerzen. Stockrosen („schwarze Malve“).
Nasch-Gemüse: Erbsen, meterweise, im Wochenabstand nachgesät. Ganz unproblematisch, und die zuckersüßen jungen Schoten gibts so wie sie von der Pflanze kommen nicht zu kaufen. Hochwachsende Sorten (z.B. die blaublühende Kapuzinererbse) kann man auch gut zum Versteckspielen benutzen, wenn man nicht über 1,30m groß ist. Radieschen natürlich - kann man als Kind auch leicht selber säen, auch diese im Abstand von acht bis zehn Tagen, dann sind immer kleine zarte da. Karotten bei dem Abbruchschuttboden vielleicht eher enttäuschend.
Eher zur Zier als zum Naschen ein Kürbis: „Gelber Zentner“ macht richtige Krawenzmänner; braucht allerdings einen humosen Untergrund, vielleicht dort, wo Du den besprochenen Haufen abträgst?
Immer dabei die alte vicia faba, Ackerbohne: Wenn Schutt und dergleichen eine Rolle spielen, etwas zur Bodengesundung.
Auch gut zum Versteckspielen: Topinambur. Hohe, gelb blühende Stauden, mit (Geschmackssache…) essbaren Knollen. Der lässt sich allerdings nicht rausschmeißen, wenn man ihn mal reingelassen hat.
Soviel für hier & jetzt, schöne Grüße
MM