wir haben ein altes (1897) Haus gekauft und wärmedämmen lassen.
Jetzt, wo es nachts friert, bemerken wir morgens Schwitzwasser unten an den Fenstern in zwei nebeneinander liegenden Zimmern (Schlafzimmer und Bad).
Merkwürdig daran ist aber:
Es sind halbwegs moderne Alufenster mit Doppelverglasung von 1996 und die Luftfeuchtigkeit beträgt morgens (im Schnitt) im Bad nur 40% und im Schlafzimmer 60% - die Räume sind also absolut nicht feucht.
Im Schlafzimmer sind Seitenzugrollos vor den Fensterausschnitten - viel Luft kann da also nicht zirkulieren, schon klar - aber im Wohnzimmer sind auch solche Rollos und dort ist KEIN Kondenswasser festzustellen.
Im Badezimmer haben wir eine Faltplissee, die oben und unten mit dem Rahmen abschließen kann - diese lassen wir oben und unten schon immer einen Spalt auf, aber Schwitzwasser bildet sich dort trotzdem.
Wir heizen und (stoß-)lüften übrigens bewußt sorgfältig, da das Haus beim Kauf sehr feucht war - die Vorbesitzer hatten Styroportapeten an allen Wänden und die Möbel bis an die Wand geschoben…
Hat jemand Tipps, was wir hier unternehmen können?
Dagegen kann man fast nichts machen,morgens abwischen,lüften und gut ist es.
Es beschlägt typischerweise nur unten in den Rahmenecken,jeweils außenseitig.
Trotz Isoglas und gedämmtem Rahmen ist es hier immer noch die kälteste Stelle im Raum,die ganz normale Raumfeuchte schlägt sich dort während der Nachabsenkung nieder.
Gardinen,Rollos usw. behindern die Belüftung und verstärken es,aber auch völlig ohne Fensterdekoration wirds beschlagen(ruhig mal testen).
Während der Nacht wird ja nicht gelüftet,aber selbst wenn man vorher stoßlüftet,wird zumindest im Schlafraum neue Feuchte auf natürliche Weise frei.
Und im Bad wohl auch,Feuchte aus Textilien,die dort sind,obwohl die 40% Feuchte(das wäre sehr trocken!)eigentlich dagegen sprechen.
Ist im Bad der HK vor dem Fenster ? Wenn nein,wirds auch daran liegen.
Schließen die Fenster wirklich dicht ?
Ist der Fensterrahmen zum Fensterbrett (unten) abgedichtet? Nicht das über den Rahmen kalte Luft nach oben zieht.
Alufenster sind in aller Regel Problemfenster. Die Thermische Trennung vom Aussen zum Innenprofil ist ein großes Problem.
du hast Recht: Bombenfest schließen die Dinger nicht - ich hab das Gefühl, daß sie etwas „wackelig“ sind, was man beim Öffnen natürlich merkt. Auf der to-do-Liste steht schon: Tesamoll o.ä. einbringen.
Und zwischen Fensterrahmen und Fensterbank ist in der Tat noch kein Silikon eingebracht worden, so daß dort ein kleiner Spalt zu sehen ist.
Kommt also auch sofort noch auf die Liste der Dinge die abgearbeitet werden müssen. Danke für die Tipps!
Aber: Dieses Feuchte-Phänomen tritt nur bei den gesagten beiden Räumen auf. 5-6m weiter sind die Wohnzimmerfenster genauso angeordnet, die gleichen Fenster und die gleichen Rollos - dort tritt aber kein Kondenswasser auf. Kann aber auch evtl. daran liegen, daß wir fast jeden Abend den Kaminofen im Wohnzimmer an haben und der Raum dadurch insgesamt viel wärmer ist.