Konditionelle Probleme und Unwohlsein

Guten Tag,

seit geraumer Zeit verspüre ich fast schon täglich ein leichtes Unwohlsein in der Brust -/Herzgegend. Dies drückt sich in stechenden Schmerzen und einem Gefühl der Beklemmnis aus. Ich fühle mich, als würde man mir die Gegend um das Herz herum abschnüren und mehrmals darauf einschlagen. Zudem kommt selten, dennoch wiederauftretend, ein Taubheitsgefühl im kompletten linken Arm zustande.

Desweiteren habe ich scheinbar konditionelle Probleme. Ein Beispiel: ich laufe von meinem Haus aus zur Straßenbahnhaltestelle. Ich verfüge über einen schnellen Schritt, sodass ich relativ zügig voranschreite. Gelange ich an die Haltestelle, ergo in die Ruhephase, treten a) oben genannte Symptome auf, habe ich b) ein „rasendes“ Herz und c) eine etwas erschwertere Atmung. Diese drei Punkte treten zudem in meinem Job auf - beispielsweise wenn ich mich auf den Boden knie und aus dieser Position wieder aufstehe.

Ich bin 22 Jahre jung und habe eine vergleichsweise schmächtige Statur. Hinzu kommt, dass ich seit - nun ja - 9 Jahren rauche, gern einmal ein Bier trinke und mich recht fettreich ernähre.

Sollte ich vorsichtshalber einmal einen Kardiologen aufsuchen? Meine Beschreibung mag sich u. U. hypochondrisch oder nicht ganz nachvollziehbar lesen. Aber ich nehme dies durchaus ernst.

Ich danke allen Antworten.

MfG

Hallo,

ohne dir jetzt einen Schreck einjagen zu wollen: Herzinfarkt ist keine Frage des Alters, auch wenn es Häufungen in bestimmten Altergruppen gibt. Ich habe leider auch schon Kinder mit einem Schlaganfall gesehen…

Die Symptome, die du schilderst, passen zu einer Belastungs-AP (angina pectoris = Brustenge). Das würde Folgendes bedeuten: In körperlicher Ruhe reicht die Blutversorgung (insbesondere die mit Sauerstoff) für das Herz aus. Wenn du es jetzt belastest (Sport, Aufregung), muss das Herz mehr arbeiten, es schlägt schneller, verbraucht mehr Sauerstoff. Nun ist die Versorgung nicht mehr optimal: Es ergeben sich Symptome wie spezifische Schmerzen, Atemnot, Brustenge u.ä.

Da auch die Risikofaktoren (fettiges Essen, Rauchen) passen könnten, würde ich so bald als möglich den Hausarzt aufsuchen. Der würde Blut abnehmen, ein Ruhe- und ggf. auch ein Belastungs-EKG schreiben und dich bei entsprechender Indikation an einen Kardiologen überweisen.
Bis dahin ist Schonung angesagt, dann kannst du auf Nummer Sicher gehen, da das Forum keine Diagnose eines Arztes ersetzen kann.

Grüße
Liete