Hallo,
ich habe zwei Fragen:
- Wer lässt sich besser Konditionierung (Intro/Extravertierte),
bzw. wieso gerade Introvertierte (Hypothese lt. einschlägigen Theorien?),
Warum bei einem starken UCS, bzw. kurzem Intervall zwischen CS-UCS sind Extravertierte besser?
Gray meint, es kommt lediglich auf die Art des Konditionierens an…? Wieso überhaupt?!
Danke
Tim
Hallo Tim
Als Ausländer hast Du Dir ja viel vorgenommen, in Deutschalnd Psychologie zu studieren, aber erstmal viel Erfolg! In zwei, drei Jahren hast Du aber wahrscheinlich soviel „Deutsch drauf“, dass es mit dem Schriftlichen auch schon klappt.
Aber zu Deiner Frage: Ich würde es NEGATIV beantworten, also in der Richtung, dass der Introvertierte weniger manipulierbar und auch weniger konditionierbar ist, da er seine „Libido“ stärker nach innen, auf sich selbst, gerichtet hat.
Gruss, Branden
Hallo Branden,
ich greif jetzt mal mit einer Frage in euer Expertengespräch ein.
Was bedeutet der Introvertierte habe seine Libido(also Sexualdrang?)mehr nach innen gerichtet(heißt das jetzt er masturbiert mehr oder lebt seine Libido auf anderen Ebenen aus?)und erklär doch mal den genauen Zusammenhang zur Manipulierbarkeit.
Muchos saludos y muchas gracias
Matthias
Hallo Tim,
- Wer lässt sich besser Konditionierung
(Intro/Extravertierte),
laut Eysenck sollen die Introvertierten leichter zu konditionieren sein als die Extravertierten. Eysenck geht davon aus, daß die Extravertierten geringere exzitatorische Potentiale entwickeln, aber schnell starke und lang andauernde inhibitorische Potentiale. Ihre Formatio reticularis soll eine höhere Erregungsschwelle und eine niedrigere Grundaktivität aufweisen als die der Introvertierten. Die theoretische Begründung ist also neurophysiologisch. Die unterschiedliche neurophysiologische Aktivität soll genetisch determiniert sein.
Warum bei einem starken UCS, bzw. kurzem Intervall zwischen
CS-UCS sind Extravertierte besser?
Extravertierte sollen geringere exzitatorische Potentiale aufweisen und schnell intensive und lang andauernde inhibitorische Potentiale. Wenn nun der UCS intensiv ist, ist das exzitatorische Potential in der Regel stärker als bei einem schwachen UCS. Siehe dafür z.B. das „Law of the Magnitude of the Response“ in „The Behavior of Organism“ (S.13) von Skinner.
Ein kurzes Intervall zwischen CS und UCS sollte bei Extravertierten eine stärkere Konditionierung bewirken, weil mit zunehmender Länge des Intervalls die inhibitorischen Potentiale immer größer werden und damit der Konditionierung entgegen wirken.
Gray meint, es kommt lediglich auf die Art des Konditionierens
an…? Wieso überhaupt?!
Gray meint, daß es auf die Art der Verstärkung ankomme. Positive Verstärkung aktiviert nach Gray das Behavioral Activation / Approach System (BAS), das er im mesolimbischen Dopaminsystem lokalisiert, während Bestrafung das Behavioral Inhibition System (BIS) aktiviert, dessen anatomisch-physiologische Basis ein Funktionskreislauf zwischen ARAS, medialem Septum, orbitofrontalem Cortex und dem Hippocampus sein soll. Extravertierte zeichnen sich nach Gray dadurch aus, daß das BIS weniger stark erregbar ist als das BAS. Bei Introvertierten soll dagegen das BAS weniger stark erregbar sein als das BIS.
Gruß,
Oliver Walter
Hallo Matthew
Du kannst in diesem Zusammenhang auch gern die Libido etwas weiter fassen, z.B. im Sinne C.G.Jungs. Aber auch die Freudsche Definition hält hier stand. Ich will mich nicht wiederholen, aber nochmal deutlich: Die Libido, die beim Extravertierten auf Außenobjekte gerichtet ist, ist beim Introvertierten mehr auf die Innenwelt (Phantasiebildung statt Außenaktivität) gerichtet.
Das hat mit Msturbation wenig zu tun, wenngleich auch diese introvertierter ist als der Sexualverkehr mit einem Außenobjekt, sprich: Partner(in).
Gruss, Branden
Hi,
introvertierte sind u.a. leichter zu konditionieren,
weil sie rezeptiver sind. Meine Ansicht nach ist die
Ursache echter Introvertiertheit eine verstärkte rezeptivität
nominell zum Profil der frühkindlichen Geschehnisse.
Gruß
Oliver
introvertierte sind u.a. leichter zu konditionieren,
weil sie rezeptiver sind. Meine Ansicht nach ist die
Ursache echter Introvertiertheit eine verstärkte rezeptivität
nominell zum Profil der frühkindlichen Geschehnisse.
Oliver,
gib’s zu: Du hast geraucht!
Gruß,
Anja
Hi Schnucki,
*gg* wenn ich jetzt ganz gemein wäre, würde ich sagen du
hast Entzugserscheinungen und es auf mich projiziert.
(Was dann bei mir (in deiner Phantasie) zum Rauchen führen
würde.
Danke für deinen lustigen Beitrag. (:
O.
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Hallo Oliver,
Extravertierte zeichnen sich nach Gray
dadurch aus, daß das BIS weniger stark erregbar ist als das
BAS. Bei Introvertierten soll dagegen das BAS weniger stark
erregbar sein als das BIS.
na das finde ich ja mal interessant! Sehr handliche formel, die meinem technischen Hirn viele neue neuronale Verknüpfungen besorgt 
Danke + Gruß auch an den Fragensteller,
AndyM