Da mein Sohn nächsten Monat konfirmiert wird, gab es allerhand zu bereden.
Bei solch einem Gespräch haben sich meine jüngere Schwester und meine Mutter beinahe gestritten, weil meine Schwester andeutete, dass ihr älterer Sohn nicht konfirmiert werden möchte und sie seinen Wunsch akzeptiert, wenn er bei seiner Entscheidung bleiben sollte.
Ich konnte da nicht viel beitragen, da ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht gewußt habe, dass das überhaupt geht.
Nun würde mich aber wirklich interessieren, ob dem wirklich so ist (dass man sich nicht konfirmieren lassen braucht, wenn man nicht möchte).
Was mich ebenso interessieren würde, wäre, was das für Konsequenzen hat oder haben könnte.
Da mein Sohn nächsten Monat konfirmiert wird, gab es allerhand
zu bereden.
Bei solch einem Gespräch haben sich meine jüngere Schwester
und meine Mutter beinahe gestritten, weil meine Schwester
andeutete, dass ihr älterer Sohn nicht konfirmiert werden
möchte und sie seinen Wunsch akzeptiert, wenn er bei seiner
Entscheidung bleiben sollte.
Ich konnte da nicht viel beitragen, da ich bis zu diesem
Zeitpunkt nicht gewußt habe, dass das überhaupt geht.
Nun würde mich aber wirklich interessieren, ob dem wirklich so
ist (dass man sich nicht konfirmieren lassen braucht, wenn man
nicht möchte).
Was mich ebenso interessieren würde, wäre, was das für
Konsequenzen hat oder haben könnte.
Der Hintergrund der Konfirmation ist, daß die Kindertaufe eigentlich nicht besonders biblisch ist, da in der Bibel immer vorausgesetzt wird, daß der Täufling mit der Taufe seinen Glauben ausdrückt, was ja bei einem Baby nicht so recht möglich ist. Daher die Konfirmation als sozusagen nachträgliches Gutheissen der Taufe und Bestätigung des eigenen Glaubens.
Leider hat die Tradition daraus eine käufliche Zeremonie gemacht, d.h. man bringt die Konfirmation hinter sich, weil das eben so üblich ist und weil man da ordentlich Kohle bekommt.
Wer als Jugendlicher so stark ist, den eigentlichen Sinn der Konfirmation zu erkennen und das Ganze wegen Nicht-Glaubens abzulehnen, kann eigentlich nur aus ganzem Herzen unterstützt werden. Ich finde es Millionenfach besser einen Nicht-Glauben ehrlich zu bekennen als sich irgendso eine Bescheinigung per Bestechung andrehen zu lassen.
Meine Meinung kommt nicht von ungefähr. Ich habe selber als Jugendlicher die Konfirmation verweigert und bin heute noch stolz darauf. Später bin ich dann zum echten Glauben an Jesus gekommen und hatte keine Probleme, die Konfirmation nachzuholen. Der einzige „Nachteil“, den eine nicht durchgeführte Konfirmation hat, ist, daß man kein Amt in der evangelischen Kirche annehmen darf (ausser mit Sondererlaubnis des Kirchenvorstandes). Das will man aber in der Regel sowieso nicht, wenn man an das Ganze nicht glaubt.
unser Sohn hat die Konfirmation ebenfalls abgelehnt. Die Konsequenz daraus ist nach seiner Auskunft auch, er kann sich nicht so einfach kirchlich trauen lassen, sondern müsste sich dann ebenfalls noch mal unterweisen und konfirmieren lassen.
Wahrscheinlich hängt das aber auch vom Pastor ab, denn inzwischen gibt es hier auch einige Ermessensentscheidungen.
Gruss Johanna
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