Wenn ein „Kind“ konfirmiert werden möchte und auch den Unterricht fast immer besucht hat, kann der Pfarrer die Konfirmation versagen?
Muss der Unterricht überhaupt mitgemacht werden.?
Gibt es da „Gesetze“ oder denkt jede Kirche sich das für sich aus?
Wenn die Konfirmation doch eigentlich eine Wiederholung der Taufe sein soll, müsste doch jeder der will ohne Konfirmationsunterricht konfirmiert werden.Oder?
Danke schon mal und schönes Wochenende
Marion
das ist kein rechtliches Problem. Einen Rechtsanspruch auf Konfirmation gibt es so nicht. Den erwirbt man auch durch Kirchensteuerzahlung und Taufe nicht. Die Konfirmation ist ein Zeichen für die Festigung im Glauben und schließt sich an eine enstprechende Vorbereitungszeit an, in der hierfür die Basis gelegt wird. Wie wichtig der evengelischen Kirche dies ist, zeigt sie darin, dass üblicherweise nur die Pastöre den Konfirmationsunterricht abhalten und auch der regelmäßige Gottestdienstbesuch als Teil dieser Unterweisungen begriffen wird.
Leider ist es in vielen Familien aber so, dass es eigentlich gar nicht um die Festigung im Glauben geht, sondern um ein möglichst großes schönes Familienfest, in dem der Konfirmant oft nicht mehr als die erste Möglichkeit in seinem Leben sieht massiv Geld und Geschenke einzusammeln. Die Kirche wird dabei dann nur als Veranstalter und Dienstleister begriffen. Einige Pastöre wehren sich dagegen und stellen sich dann schon einmal quer, wenn sie feststellen, dass Kinder mit dem eigentlichen Sinn der Konfirmation gar nichts anfangen können und den Unterricht und den Gottestdienstbesuch nicht ernst nehmen und mehr oder weniger häufig fehlen oder in anderer Art und Weise den Eindruck vermitteln, dass sie die Sache nicht ernst nehmen. Da wird dann auch schon einmal zu Kontrollmaßnahmen gegriffen und angedroht, ein Kind nicht zu konfirmieren, wenn es sich nicht an die Spielregeln hält. Ob dies einen Sinn ergibt, steht auf einem anderen Blatt. Man macht Menschen durch Druck nicht gläubiger. Auf der anderen Seite sollten diejenigen, die nichts damit anfangen können, dann aber auch so ehrlich sein, und auf Die Konfirmation und damit auf die Geschenke und das Fest zu verzichten. Man kann ja auch einen Geburtstag mal groß feiern, wenn einem danach zu mute ist. Kirche aber nur als Staffage zu sehen, ist etwas, für das ich auch kein Verständnis habe.
Gruß vom Wiz
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das ist kein rechtliches Problem. Einen Rechtsanspruch auf
Konfirmation gibt es so nicht.
richtig, in der Katholischen Kirche firmt der Bischofs persönlich und der entscheidet
Auf der anderen Seite sollten
diejenigen, die nichts damit anfangen können, dann aber auch
so ehrlich sein, und auf Die Konfirmation und damit auf die
Geschenke und das Fest zu verzichten.
Warum dann nicht Jugendweihe, ist atheistisch und kann auch gefeiert werden. (bin selber konfirmiert)
Kirche aber nur als Staffage zu sehen, ist etwas, für das ich
auch kein Verständnis habe.