Konflikte zwischen unseren Hündinnen

Ein herzliches Hallo an alle,

wir haben vier Hunde, zwei Rüden (davon einer kastriert) und zwei Hündinnen, Hermine und Trixi.

Zu Hermine: Dobermann, 13 Jahre alt, kastriert, vor einem Jahr aus dem Tierheim mehr oder weniger gerettet. Trotz Ihres Alters und starker Arthrose zäh wie Juchte. Sehr auf mich fixiert.

Trixi: Schäferhund-Husky-Mix, 5 Jahre alt,unkastriert (bekommt Hormonspritzen), im März dieses Jahres ebenso aus dem Tierheim geholt.
Ihre Eigenart ist, ständig (harmlos) zu knurren, sei es, ob ihr ein Hund am Hintern riecht oder beim Kämmen,etc.- eine „Grummeltante“ eben.

Anfangs gab es keine Probleme, doch vor 3 Wochen kam es zu einem ersten Konflikt mitten im Wald, als Trixi Hermine aus Versehen rempelte und Hermine äußerst aggressiv reagierte. Es entstand ein Kampf, und ich hatte alle Mühe sie auseinander zu bringen.

Seit dem haben wir eigentlich keine Ruhe mehr. Denn jetzt ist Hermine bei jedem Grummeln sofort zur Stelle und würde ihr am liebsten „eins überbraten“.
Und heute kam es zu Hause wieder zum Eklat. Ich schaute nur nach, warum sie knurrte (es roch wieder einer an ihrem Popo) und schon stürzte sich Hermine auf sie. Trixi wehrte sich nicht mal, hielt den Kopf nach unten, aber trotzdem ließ Hermine nicht ab. Mein Freund musste sie mit aller Gewalt wegreißen.

Ich weiß nicht, was zu tun ist, aber es muss etwas getan werden, das ist klar!

Habt Ihr Ratschläge?

Danke und schöne Grüße
Evi

Hallo,

zunächst: vor den Hormonspritzen für Hündinnen warne ich AUSDRÜCKLICH!!! Sie können ursächlich für lebensbedrohende Krankheiten sein. Ich habe das leider bei meiner Hündin durch. Um ihr Leben zu retten, musste in einer Notoperation die komplett vereiterte Gebärmutter entfernt werden. Ich bin meinem alten Tierarzt heute noch dankbar, dass er uns am Samstagnachmittag zur Tierklinik geschickt hatte, der Hund hätte das Wochenende nicht überlebt.

Für die geschilderten Situationen: Ich selbst habe zwei Terrier, die alles andere als einfach sind. Ich bin sicher, dass mein Rüde Deine grummelnde Hündin auch attackieren würde.

Für solche Fälle habe ich mir mehrere Blechdosen mit rostigen Nägeln drin gebastelt. Die stehen zwanglos in Reichtweite rum. Es sind alte Suppendosen, so ungefähr getränkedosengroß. Ich habe sie oben zugelötet.

Gibt es eine Situation, vergleichbar der Deinen, so werfe ich sofort und ansatzlos die Dose auf die Streithähne. Die macht einen Heidenkrach aber verletzt niemanden wegen des geringen Gewichtes. Die Hünde dürfen nach Möglichkeit nicht merken, wo die Dose herkommt. Sie schrecken zusammen und es ist sofort Schluss mit der Zankerei. Ich habe damit vor kurzem den Streit zwischen einem abruzzischen Schäferhund (ein Koloss) und einem Pointer abrupt beendet. Ein Wurf reichte und beide stoben auseinander. Dumm wäre es natürlich, wenn man erst die Dose suchen müsste, dann wäre alles vergebens, deshalb habe ich diese an strategischen Stellen hingestellt.

Wenn die Hunde das kennen, reicht oft nur ein leichtes Geräusch der Dose und sie verziehen sich jeder in seine Ecke. Offenbar sind solche Geräusche für den Hund absolut schlimm.

Nebenher: Auch meine beiden Terrier fallen manchmal übereinander her, es gibt ein gewaltiges Geknurre und Geschreie, man meint, sie bringen sich gegenseitig um. Nach einer Minute ist alles vorbei und beide gehen schwanzwedelnd und gänzlich unverletzt ihrer Wege.

Gruss

Iru