Konjunktion oder Präposition

Hallo Experten

Könnt ihr mir sagen wie ich eine Konjuntion von einer Präposition unterscheiden kann?

Ich weiss eine Präposition bestimmt den Kasus, aber irgendwie werde ich daraus nicht schlau.

Soll das heissen, dass eine bestimmte Präposition nur in einem Fall stehen kann?

Und wenn ja, wie finde ich das heraus.

Danke für eure Hilfe

Markus

Hallo, Markus!

Könnt ihr mir sagen wie ich eine Konjuntion von einer Präposition unterscheiden kann?

Eine Konjunktion „verbindet“ (conjungere = verbinden) zwei Sätze miteinander; egal ob zwei Hauptsätze, oder Haupt- und Nebensatz oder auch zwei Nebensätze.

Ich arbeite,
weil ich Geld brauche.
obwohl ich krank bin.
wenn ich Lust habe.
denn es macht mir Spaß.

Nach der Konjunktion findest du einen Satz mit einem Subjekt, dem Täter, und einem Verb, dem Tun, in konjugierter Form, also mit einer Personenendung.

Eine Präposition wird einem Nomen „vorangestellt“ (präponere = voran stellen), um sein Verhältnis zum Rest des Satzes zu beschreiben.

Ich arbeite,
wegen des Geldes.
trotz meiner schweren Krankheit.
bei der bekannten Firma xy.
für einen Appel und ein Ei.
mit dem Kopf.

Nach der Präposition findest du nur ein Nomen, allenfalls noch ein Adjektiv, das zu dem Nomen gehört.

Soll das heissen, dass eine bestimmte Präposition nur in einem Fall stehen kann?

Nicht die Präposition steht in einen Fall, sondern das nachfolgende Nomen.

Es gibt Präpositionen, die sowohl mit Akkusativ als auch mit Dativ konstruiert werden können.

Dies muss man bei jeder Präposition lernen; entweder durch Nachäffen oder mit den grammatischen Regeln.

Und wenn ja, wie finde ich das heraus.

Guck dir die Beispielsätze an!

Gruß Fritz

Hallo Fritz

Vielen Dank für deine schnelle Antwort grundsätzlich ist mir die Angelegenheit nun klar.
Eine Unklarheit habe ich aber noch.

Warum sind die Vergleichswörter als und wie Konjunktionen.

Dein Auto ist so schön wie mein Auto.

Ist „wie“ in diesem Fall auch eine Konjunktion?
Den hier übernimmt “wie” ja eigentlich die Funktion einer Präposition d.h. es wird ein Nomen angekoppelt und es werden nicht zwei Sätze mit einander verbunden.

Danke für deine Antwort

Markus

Hallo Fritz

Vielen Dank für deine schnelle Antwort grundsätzlich ist mir
die Angelegenheit nun klar.
Eine Unklarheit habe ich aber noch.

Warum sind die Vergleichswörter als und wie Konjunktionen.

Dein Auto ist so schön wie mein Auto.

Ist „wie“ in diesem Fall auch eine Konjunktion?
Den hier übernimmt “wie” ja eigentlich die Funktion einer
Präposition d.h. es wird ein Nomen angekoppelt und es werden
nicht zwei Sätze mit einander verbunden.

wenn ich fritz’ erklaerung kurz „modifizieren“ darf…

eine konjunktion leitet nicht zwangslaeufig einen satz mit subjekt und praedikat ein.

das heisst, wenn du z.b. etwas vergleichst, brauchst du eine konjunktion.

groesser als ich
so gross wie du

wie fritz schon schrieb, verlangen praepositionen einen bestimmten fall[dativ, akkusativ, genitiv].
z.b. steht hinter „mit“ immer dativ
hinter „fuer“ imer akkusativ

„wie“ ist keine praeposition.

dass „wie“ keine praeposition ist, kannst du damit beweisen, dass du sagen kannst:
„mein auto ist so schnell wie sein auto“
„meinem urteil zu folge ist er genauso schuldig wie nach seinem eigenen“

du siehst, du hast einmal nach „wie“ den 1.fall[es gibt keine praeposition im 1.fall,nominativ] und einmal nach „wie“ den dritten fall[dativ].
du kannst nach „wie“ jeden fall[1-4] stehen haben. demsufolge kann wie keine praeposition sein.

ich hoffe, es ist ein klein wenig klarer…:smile:

mfg:smile:
rene

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Hallo, Markus!

Warum sind die Vergleichswörter als und wie Konjunktionen.

Das ist eine Frage, wie diese: Warum ist die Banane krumm?

Dein Auto ist so schön wie mein Auto.
Ist „wie“ in diesem Fall auch eine Konjunktion?

Ja, aber es hat hier eine andere Funktion; vielleicht hielft dir dies Dudenzitat:

_ Wie

II.
1.
a) schließt, oft in Korrelation zu »so« u.a., ein Satzglied od. ein Attribut an: [so] weiß w. Schnee; stark w. ein Bär; mit Hüten w. (so groß wie) Wagenräder; das riecht w. Benzin; seine Hand streifte w. zufällig ihren Nacken; da geht es dir w. mir; w. durch ein Wunder blieb sie unverletzt; ein Mann w. er; in einer Zeit w. der heutigen; ich fühle mich w. gerädert; er macht es [genauso] w. du; sie ist doppelt, nur halb so alt w. sie; so schnell w. möglich; w. immer; das schreibt man mit »N« w. »Nordpol«; er kann spielen w. keiner, w. selten einer; R w. du mir, so ich dir (was du mir Übles antust, das tue ich dir auch an);
b) schließt ein od. mehrere zur Veranschaulichung eines vorher genannten Begriffs angeführte Beispiele an: Entwicklungsländer w. [zum Beispiel, beispielsweise, etwa, meinetwegen] Somalia oder Tansania; Haustiere w. Rind[er], Schwein[e], Pferd[e];
c) schließt, oft in Korrelation zu »so« u.a., einen Nebensatz an: sie ist jetzt so alt, w. ich damals war; es kam, w. ich es erwartet hatte; er trinkt den Wein, w. andere Leute Wasser trinken; ich ging so, w. ich war, mit ihr hinaus; raffiniert, w. er ist, hat er mich darüber im Unklaren gelassen; alle, w. sie da sitzen (ausnahmslos alle, die da sitzen), haben mit dem Fall zu tun; die Formel lautet[,] w. folgt (folgendermaßen); w. verabredet (wie wir verabredet haben), sehen wir uns morgen; sie schlief w. gewöhnlich (wie sie es gewöhnlich tut) nur eine halbe Stunde; w. schon der Name sagt (worauf schon das Wort hindeutet); d) in Verbindung mit »wenn«; als ob: es sieht aus, w. wenn es regnen wollte; er torkelt, w. wenn er betrunken wäre.

© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001_

Ich ginge hier von der Konstruktion II. 1, c aus; hier haben wir einen ganzen Nebensatz. Man könnte die Vergleiche, wie (sic!) etwa diesen hier:

„Das so weiß wie Schnee.“

als gekürzte Variante des Satzes: „Das ist so weiß, wie der Schnee weiß ist.“ verstehen.

Den hier übernimmt “wie” ja eigentlich die Funktion einer Präposition d.h. es wird ein Nomen angekoppelt und es werden nicht zwei Sätze mit einander verbunden.

Wenn du mir meine Interprtation abnimmst, ist das Nomen hier der Rest eines Vergleichsatzes.

Aber ich bin nicht sicher, ob die hier umgehenden Grammatikcracks mit meiner Lesart einverstanden sind.

Gruß Fritz

Hallo Markus

Konjunktionen verbinden „grundsätzlich“ Sätze (Prädikat, Subjekt) miteinander.
Nun gibt es aber Fälle in denen sie dies offensichtlich nicht tun.
Ist die Konjunktion Teil des Satzglieds, so kannst du dieses Satzglied aber in einen ganzen Satz umändern.

Mein Auto fährt schneller als dein Auto.
–S— ---P-- ------Adverbial---------

Mein Auto fährt schneller, als dein Auto fährt.

Mein Auto fährt schneller durch den Wald.
—S---- --P-- ------Adverbial----------

Mit einer Präposition ist keine Umwandlanung des Satzgliedes in zwei Sätze möglich.

Auf diese Weise ist es ebenfalls möglich Konjunktion und Präposition voneinander zu unterscheiden.

Tschüss
Andreas