Ich schreibe grade meine Diplomarbeit und merke, dass nicht alle Deutschen Regeln bei mir fest verankert sind. Es betrifft der Wiedergabe von fremden Gedankengut. Ich habe damals gelernt, jede fremde Meinung muß im Konjunktiv wiedergegeben werden, aber trifft das auch auf folgende Fälle zu:
Ich beschreibe einen technischen Versuch aus einem wissenschaftlichen Papier. Dor wird erzählt, dass die Reaktion mit dem erreicht wird und das und das aus dem und dem gebaut wurde.
Wenn ich das im Konjunktiv wiedergebe klingt es aus meinem Gefühl so, als sei es eine Meinung, die widerlegbar ist. Aber ich berichte ja über Fakten
Ich verweise auf eine Schrift, in der etwas dargestellt wird, was ich auch schon wußte und was ein Faktum ist. Bsp.: XY sagt in seiner Schrift, jeden die Sonne unterscheidet sich vom Mond, sie ist nämlich gelb und heiß. Ich verweise auf diesen Autor und wiederhole seine (und meine) Erkenntnis. Konjunktiv?
meine MA-Arbeit liegt nun auch etwas zurück, aber wenn ich mich recht erinnere, kann man im Indikativ einen Sachverhalt wiedergeben und in der Fußnote eben vermerken"zitiert nach…) bzw „vgl. Literaturangabe“.
Kannst du das Problem nicht dadurch umgehen, dass du ein direktes Zitat machst?
von Langenscheidt gibt es so kleine graue Heftchen, in denen das alles super erklärt ist, ich finde meins nur grad nicht. Suche aber nochmals danach
Vielleicht habe ich dir ja schon etwas helfen können.
Viele Grüße
Yentl
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Ich schreibe grade meine Diplomarbeit und merke, dass nicht
alle Deutschen Regeln bei mir fest verankert sind.
es wuerde mich auch wundern, wenn das einer von sich behauptet.
Ich beschreibe einen technischen Versuch aus einem
wissenschaftlichen Papier. Dor wird erzählt, dass die Reaktion
mit dem erreicht wird und das und das aus dem und dem gebaut
wurde.
Wenn ich das im Konjunktiv wiedergebe klingt es aus meinem
Gefühl so, als sei es eine Meinung, die widerlegbar ist. Aber
ich berichte ja über Fakten
richtig.
ich wuerde jedoch schreiben.
„Dort wird die Reaktion
mit dem erreicht und das und das aus dem und dem gebaut.“
Ich verweise auf eine Schrift, in der etwas dargestellt
wird, was ich auch schon wußte und was ein Faktum ist. Bsp.:
XY sagt in seiner Schrift, jeden die Sonne unterscheidet sich
vom Mond, sie ist nämlich gelb und heiß. Ich verweise auf
diesen Autor und wiederhole seine (und meine) Erkenntnis.
Konjunktiv?
hier wuerde ich konjunktiv verwenden,in der diplomarbeit.
…denn mit dem satz: „xy sagt“, distanzierst du dich von der aussage und verleihst ihr einen hauch objektivitaet.
Hallo!
Vielleicht ist es ja ganz überflüssig darauf hinzuweisen, aber
sicherheitshalber Folgendes: Der hier in Frage stehende Konjunktiv ist
der vom Typ „Er sagte, es sei so und so und es gebe das und das“ Im
heutigen Journalismus wird das gerne falsch in der folgenden Weise
wiedergegeben: „Er sagte, es wäre so und so und es gäbe das und das.“
eine indirekte Rede erfordert den Konjunktiv I („sei“, „habe“, „lasse“ etc.), ja. Wenn ich Deine Frage aber richtig verstehe, handelt es sich ja nicht um die Wiedergabe von Meinungen, sondern um (nachprüfbare und nachgeprüfte) Untersuchungsergebnisse.
Deshalb würde ich Formulierungen wie „XY sagt in seiner Schrift“ o.ä. vermeiden (schließlich geht´s ja nicht um seine Meinung oder auch nur seine Rede, sondern um seine Untersuchungsergebnisse oder Erkenntnisse).
Deshalb vielleicht:
XY zufolge IST die Erde eine Scheibe (Gott und die Welt, Dipfelfingen 1995, S.756).
Oder:
Nach XY IST der Mann im Mond eine Frau (Gott und die Welt, Dipfelfingen 1995, S.864).
Oder:
Bekanntlich WOHNT Frau Holle auf dem Mars (vgl. etwa XY, Gott und die Welt, Dipfelfingen 1995, S.256).
Oder:
Wie schon XY 1995 NACHWIES (Gott und die Welt, Dipfelfingen 1995, S.487), ist Petrus für das Wetter verantwortlich.
Und was der schönen Möglichkeiten noch mehr sind…
Die von dir gebrandmarkten Journalisten haben recht:
„Er sagt (Präsens), er sei (Konjunktiv I) unschuldig und gebe
(Konjunktiv I) kein Verbrechen zu, das er nicht begangen habe
(Konjunktiv I).“
„Er sagte (Präteritum), er wäre (Konjunktiv II) unschuldig und gäbe
(Konjunktiv II) kein Verbrechen zu, das er nicht begangen hätte
(Konjunktiv II).“
„Er sagte (Präteritum), er wäre (Konjunktiv II) unschuldig und würde
(Konjunktiv II mit ‚würde‘) kein Verbrechen zugeben, das er nicht
begangen hätte (Konjunktiv II).“
Hoffentlich sagst du nun nicht mehr, das sei falsch.
„Der Konjunktiv I ist im Prinzip immer richtig.
Dabei werden die Indikativformen der direkten Rede wie folgt durch die Formen des Konjunktiv I ersetzt… Er sagt(e): „Das Kind hat Hunger”. » Er sagt(e), das Kind habe Hunger.…“
„…Bei der indirekten Rede wird grundsätzlich der Konjunktiv I verwendet.
…
Wenn sich die Formen des Indikativs nicht von den Konjunktiv-I-Formen unterscheiden lassen, werden die entsprechenden Formen des Konjunktivs II verwendet…“