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Kann es sein, dass du und die Autorin den gleichen Körper teilen?
Was ist denn hier los?
Vielleicht sollte sich die junge Autorin vor allen Dingen erst einmal darüber Gedanken machen, was für sie primär am Wichtigsten ist: „Veröffentlichung um jeden Preis“ oder „Schreiben“? Ich denke jedenfalls auch, dass die ganze Aktion ziemlich wenig mit dem Wunsch nach „konstruktiver Kritik“ zu tun hatte. Die kindische Trotz-Abwehr-Haltung zeigte doch alles. Und dann das krampfhafte Heraus-locken-Wollen, wie es denn besser gehen könnte.
Es gibt KEINE PATENTREZEPTE in der Schriftstellerei. So ist das nun einmal.
Es gibt genug - und wir alle wissen das - so genannte Bestseller-Autoren, die schreiben grauenhaft (aktuell: Thomas Harris). Der kommerzielle Erfolg ist ihnen dennoch sicher. Und dann sind da noch berühmte Klassiker, die haben zu Lebzeiten Armut gelitten, erst heute empfinden viele unter uns ihr Können als genial (zum Beispiel: Puschkin).
Also, liebe Autorin, komme mit Dir ins Reine und stelle Dir in Deinem stillen Kämmerlein einmal diese eine Gretchen-Frage!
Und dann fange noch einmal ganz von vorne an…
Kann es sein, dass du und die Autorin den gleichen Körper
teilen?
Melanie ist nicht Sara Adams
Ich habe sie über chat kennengelernt und sie hat mich gefragt ob sie den link zu meiner homepage in ein Forum setzen darf.
Diese Frage habe ich mir schon beantwortet:
Ich schreibe nicht um der Veröffentlichung oder für andere. Ich schreibe für mich.
Ich habe kein Patentrezept verlangt - möchte gar keines.
Ich wollte Meinungen dazu, wollte hören was andere nicht gut an dem, was ich schreibe, finden.
(off topic) Einspruch
Deine Kritik, Diana, mag aus einem akademischen Anspruch an Literatur heraus gerechtfertigt sein. Leider ist es genau dieser Anspruch, der die Kunst dahin gebracht hat, wo sie in Deutschland heute leider steht - in eine elitäre, selbstbeweihräuchernde Nische, in der es verdammt faul riecht und in der sich Kritiker, Künstler und Publikum in gegenseitigem Wohlgefallen - man verzeihe mir den Ausdruck - die Eier schaukeln.
Kunst muss mehr sein als reiner Selbstzweck, als ein inzestuöses Immer-wieder-Befruchten. Ein blutiges Ringen um Ausdruck, ein sich an allem reibendes, schmerzendes Drängen, Wachsen und Zerstören, das verlange ich von einem „ernsthaften“ Künstler. Keine gefällige Satzmelodie oder korrekte Grammatik. Kunst ist nicht „wollen“ - Kunst ist „müssen“.
Gruß,
ruby
Zivilisation vs. Natur, homo academicus vs. Origi
nalgenie, Klassik vs. Romantik, Apollo vs. Dionysos - dieser ewige Dualismus ist sehr deutsch…
Nenn mir ein ach so originäres, aus blutigen Ringen mit sich selbst heraus geschaffenes Kunstwerk, das nicht irgendwann zur Schule wurde, nenn mir einen Künstler, der wild, frei und unbeeinflußt von allem Werke schafft, ohne irgendeinen Begriff von Worten, Bildern etc. zu haben, der in keiner Tradition steht oder sich davon absetzt.
Das Genie, das im Fieberwahn das Stammeln seiner berauschten Seele auskotzt und damit Kunst aufs Papier wirft, ist in den meisten - nicht in allen Fällen - nichts als ein schönes Bild.
Die Realität des Schreibens funktioniert anders.
Du sprichst mir aus der Seele. Ich glaube allerdings, daß seit Gestern eine schöne Entwicklung begonnen hat.
Halten wir Sara die Daumen, daß alles nun den richtigen Weg nimmt.
Markus
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Danke!
Eure Kritik an Wort und Schrift war zwar (bis auf wenige Ausnahmen) mäßig, da ja hier mehr oder weniger ein eben wenig konstruktiver (?) Schlagabtausch stattfand. Ich hoffe, Diana und Sara halten Mailkontakt und breiten diese Plattform nicht weiter für Sympathie- oder Antipathiebezeugungen aus. Zum Munde reden war weniger gefragt, also müllen wir die Datenbank doch nicht mit sinnlosem Nachgeplapper zu.
Danke, Mel
PS: ich als nicht - Experte in Literaturfragen (schon gar nicht Klassikbelesene - bis auf Ausnahmen) bin dennoch beeindruckt von den Geschichten. Sie haben mich berührt. Klar wird Sara noch schleifen müssen, ihr Ziel ist es jedoch nicht (wie sie auch mehrmals betonte) ein zweiter Molière (nur so als Beispiel) zu werden.
Kritik & Studium - allgemein
Hallöle,
zuerst: ich bin ein absoluter Fan der Abstraktion, also auch davon Aussagen zu einem Thema auf andere/ähnliche Themen oder auf allgemeine Verhaltensmuster zu projizieren.
Diese Vorgehensweise habe ich für mich entdeckt, weil ich mir somit zu Themen ein Urteil bilden kann, zu deren Inhalt ich nicht Experte bin.
Es liegen also folgende Fragen verschiedener Personen vor:
Kann man sich weiterbilden ohne Aufwand?
Meine Antwort: nein.
Ist Kunst ohne Grundkenntnisse des Handwerkes machbar?
Meine Antwort: nein.
Wenn mir diese Grundsätze logisch widerlegen kann, bin ich bereit mir neue Gedanken zu machen.
Aufgrund ähnlicher Diskussionen im Beruf ergibt sich mir das Bild des jungen Menschen (bin selbst 29), der meint dass die Welt auf sein Genie nur wartet. Damit wir uns nicht falsch verstehen- ich meine hier keineswegs nur die Autorin.
In Zeiten wo sehr junge Menschen extrem erfolgreich sein können (Gates und die WWW.Glücksritter) und die Werbung uns das Bild des erfolgreichen 16 Jährigen Multimillionärs zeigt, machen sich viele Junge Menschen keine Gedanke darüber, dass hier im Vorfeld Leistungen erbracht wurden. Ohne Investition wird kein erfolgreiches Projekt stattfinden.
Diese Erkenntnis fehlt Vielen. Wer hat Ideen, wie das zu ändern ist? Oder liege ich falsch?
nachdenklich - Zaph
Kunst ist nicht „wollen“ - Kunst ist „müssen“.
Neenee, Ruby,
Kunst hat unbedingt - und nicht nur sprachlich - etwas mit können zu tun. Um den Kalauer zu bemühen, wenn es von „wollen“ käme, wäre es „Wulst“ und wenn es von „müssen“ kommt ist es Mist!
Talent, Sturm und Drang in allen Ehren, aber wenn das alles Rüstzeug ist, das zur Verfügung steht, ist das Ergebnis bestenfalls Dilettantismus. Um diesen wirklich zur Kunst werden zu lassen, muß zwingend das Können, die handwerkliche Fertigkeit, die Materialkenntnis und der Bezug zur Wirklichkeit hinzutreten. Erst dann hat das Geschaffene Aussicht auf Bestand, nicht nur auf ein beifälliges Gemurmel des Chores!
Gruß Eckard
Mein Gott, wie sprichst Du mir mit Deiner Aussage aus der Seele.
Die Muster gleichen sich: Erst wird nach der Meinung gefragt, natürlich mit stolz geschwellter Brust ob der (überhaupt nicht in Frage gestellten) Leistung.
Diese fällt vermeintlich mega-mies aus, jedenfalls ganz und gar nicht, wie sie uns ins Konzept passen würde.
Da wäre dann der persönliche Angriff. Bei einem Thema wie Literatur beinahe vorprogrammiert…
Und was wir nicht erklären können, ist dann in letzter Konsequenz ganz einfach KUNST!!!
Warum sind wir darauf nicht alle schon viel eher gekommen???
P.S. Veröffentlichung ist heutzutage keine Kunst mehr dank Books-on-Demand und käuflich zu erwerbender ISBN. Das Schwierige ist das Finden eines seriösen Verlages!
…oder so …
Gutes Beispiel
Ein Mensch, der Bücher schreiben wollte,
besinnt sich plötzlich, ob er’s sollte.
Ob er, bisan ein heilig Wesen,
dran Dichter und Verlag genesen,
ein Mensch, der nicht nur las, der gar
sich Bücher kaufte gegen bar
und den, weil selbst er nie geschrieben,
die Menschen und die Götter lieben,
ob er, gleichviel aus welchen Gründen,
sich stürzen sollt’ in solche Sünden,
wie sie im Himmel und auf Erden
höchst selten nur vergeben werden -
Der Mensch, der schon Papier erworben,
hat anderweitig es verdorben.
(Eugen Roth)
SCNR
Eckard.
Hi Nex,
Gute Leistung, sich schon beim zweiten Wort zu verhauen 
schön, daß du so in die Bresche springst. Aber du hast wie die
junge Autorin leider nicht verstanden, was die ach so harte
Kritikerin wirklich beurteilt hat.
Tja, vielleicht habe ich es wirklich nicht verstanden, nur für solche Normalsterbliche wie mich hat sie sich halt etwas undeutlich ausgedrückt, dahingehend, daß ich es wohl falsch ausgelegt habe…
(…)
wo hat sie denn die Autorin kritisiert???
Frag mal nen anderen Normalsterblichen, ob er diesen Satz eher als Kritik, bezogen auf die Arbeit, oder auf die Person werten würde:
„Und wer, wie sie, so mächtige bilder wie „DEN TOD“ bemüht, sollte sich damit auskennen.“
Vielleicht habe ich auch einfach nur zu stark reagiert…
Hi Nex,
Gute Leistung, sich schon beim zweiten Wort zu verhauen
Nicht verhauen, du hast ja dann doch gemerkt, daß du gemeint warst. Namen mit südanatolischen, nordgotischen oder westnorwegischen Sonderzeichen…
Wenn man sich die Mühe machen will…
schön, daß du so in die Bresche springst. Aber du hast wie die
junge Autorin leider nicht verstanden, was die ach so harte
Kritikerin wirklich beurteilt hat.Tja, vielleicht habe ich es wirklich nicht verstanden, nur für
solche Normalsterbliche wie mich hat sie sich halt etwas
undeutlich ausgedrückt, dahingehend, daß ich es wohl falsch
ausgelegt habe…
gut bemerkt, gratuliere…
(…)
wo hat sie denn die Autorin kritisiert???
Frag mal nen anderen Normalsterblichen, ob er diesen Satz eher
als Kritik, bezogen auf die Arbeit, oder auf die Person werten
würde:
„Und wer, wie sie, so mächtige bilder wie „DEN TOD“ bemüht,
sollte sich damit auskennen.“
Vielleicht habe ich auch einfach nur zu stark reagiert…
Ja, ja…
So long…
Markus
es geht in Richtung off topic…
Ich denke, ich brauche weder dazu, noch zu deinen Kommentaren etwas zu sagen.
Gruß Ñÿ×
post scriptum:
lerne den ASCII-Code, dann hast du auch keine Probleme, Namen richtig zu schreiben 
Hi „Nex“,
btw: stimmt „off topic“
aber dann nicht nur denken, sondern auch danach handeln…
Markus , derwichtigeredingealsdenasciicodelernt…
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