Kontakt und Kontaktverhalten

Person A „Wieso rufst Du mich eigentlich nie an?“
Person B: „Weil ich weiss, dass du anrufst :smile:
Person A: „Naja, ist das ein echtes Argument? Ich denke, Du hast auch eine Telefon-Flat.“
Person B: „Ich telefoniere nicht so gerne :wink: Hab’ das schon zu oft in meinem Leben gemacht…manchmal bis zu 200x am Tag.
Person B: „Was macht dein XYZ?“
Person A: „Ja, ich finde es nur doof hier zu tippen, wo doch telefonieren direkter, schneller und überdies perversönlicher… Privater Text folgt“
Person B: reagiert auf privaten Text und meint sonst: „Ich werde jetzt in die Badewanne gehen. Wenn du magst, kannste ja anrufen :wink: :wink:
Person A: neben privatem Text: „…Du kannst auch anrufen. Ich bin es mir wert auch angerufen zu werden und nicht nur Menschen nachzulaufen oder nachzutelefonieren. Wodurch sonst würdest Du Dich sonst von Menschen wie XYZ unterscheiden?“
Person B: „Naja, wenn du den Unterschied zwischen mir und z.B. XYZ nicht siehst, dann weiss ich auch nicht…“
Person B: " ich bin z.B. kein Arsch…ich bin immer lieb und nett“
Person A: „Ist er das nicht auch? Nein, ich meinte etwas Bestimmtes. Wieso soll ich immer bei Dir oder gewissen manchen Leuten anrufen? Ich finde, ich habe auch das Recht, dass mir jemand sein Interesse zeigt, sofern vorhanden. So hat es doch den Anschein, als ich nur immer was von Dir / Euch will. Ich werde nicht gewollt. Und das tut auch weh, mitunter sehr sehr weh.“
Person B: „Aber du weisst, dass es nicht so ist. Ich hab dich auch schon angerufen und gefragt was los ist, oder willst du das bestreiten?“
Person B: "Und ich bin ein Mensch, der seine Probleme gerne mit sich selbst löst und dazu keinen anderen befragt (meist nichtmal Freundin)
Person B: „Und ich bin (leider) nicht der Mensch, der seine sozialen Kontakte intensiv pflegt.“
Person B: „Hab von vielen meiner Freunde seit Jahren nix gehört. Wenn wir uns sehen, dann ist alles wie früher, aber wir sehen uns eben sehr selten.“
Person A: "Ich denke schon, dass es so ist, so empfinde ich es, und so habe ich es ja auch geschrieben. Klar, Du hast zweimal angerufen, als ich am XYZ nichts machte. Sonst wäre es Dir ja wohl auch gar nicht aufgefallen, dass grad was nicht stimmt. Doch es geht ja nicht drum, dass jemand sich (nur) meldet, wenn es gerade brennt, sondern einfach erstmal und primär, weil Interesse an dem Menschen besteht. Und wie eben… wieso kommste über Messenger rein und rufst nicht einfach bequem an? Rufst Du andere Menschen auch nur dann an, wenn Du denkst, sie haben ein Problem? Ja, den Spruch mit Probleme mit sich selbst abmachen kenne ich. Doch da ist auch das Gefühl, dass jemand nicht wirklich nah ein Du an sich ranlässt oder nur sehr bedingt. Auch das mit der Pflege kenne ich. Das heißt, im Grunde für mich ist es Dir gleich, Menschen (alle oder die meisten) zu treffen oder nicht zu treffen. (Persönliche Anmerkung: aus verletzten Gefühlen heraus ziemliche Unterstellung, oder?)
Person B: „Puh, du bist heute schwierig…ich denke schon, dass du mich verstehst, du willst es aber nicht.“
Person A: „Darf ich selbst entscheiden, was ich tue und nicht tue, z.B. verstehen? Danke. Ich sage Dir es genauso wie ich es empfinde. Denkst Du, ein Mensch hat das Recht gemocht / gewollt zu werden? Wie ginge es Dir, wenn sich bei Dir nie Menschen melden würden?“
Person B: „Naja, wie gesagt, das Gefühl kenne ich.“
Person B: „Bei mir melden sich auch wenige Menschen.“
Person A: „Und wie geht es Dir, wenn sich manche Menschen bei Dir nie bzw. fast nie melden?“
Person B: „Naja, normal geht es mir…bin kaum was anderes gewohnt.“
Person B: „Aber an was liegt es denn, wenn sich bei Dir manche Menschen so gut wie nie melden?“
Person A: „Was heißt normal? Ist es Dir gleich ob sich jemand meldet oder nicht? An was es bei mir liegt? Mangelndes Interesse an meiner Person, ich habe nicht das zu geben, was Mensch braucht. Und es trifft nicht auf alle Menschen zu. Manche Menschen können sehr wohl sich (in meinem Leben) melden. Und ich mache auch keine Milchmädchenrechnung auf, rufst Du mich an, ruf ich Dich an. Doch ich finde schon, dass ein einigermaßen Ausgleich bestehen sollte. Und bei uns stimmt der Ausgleich gar nicht, der Kontakt geht fast nur von mir aus.“
Person B: „Eigentlich ist es mir gleich…ich freue mich, wenn sich jemand meldet, macht mir aber auch nix aus, wenn sich keiner meldet.“
„Person B: „War nicht immer so, seit ein paar Jahren.“
Person B: „Denke nicht, dass es an deiner Person liegt, dass sich manche Menschen bei Dir nie melden.“
Person B: „Du bist ja (meistens) nett :smile:.“
Person A: „Und wie war es vorher? Das leuchtet mir gar nicht ein. Wenn jemand anruft, sagst Du Dich zu freuen und wenn nicht, mache es Dir nichts aus. Das fällt mir sehr schwer zu glauben. Mir scheint Du machst Dir da was vor. Entweder freust Du Dich nicht so wie Du meinst Dich zu freuen oder Dir ist es gar nicht so egal, ob sich jemand meldet oder nicht, kannst es Dir aber nicht eingestehen oder was auch immer (Persönliche Anmerkung: weitere Unterstellung, oder?)… wieso nur meistens, Du Sackratte? :smile: Klar, wenn es nicht an mir liegt, an wem denn sonst?“
Person B: „Naja, wie soll ich sagen? Ich bin mit meinen sozialen ja recht häufig zusammen (Freundin, Familie, Freunde). Ging hier um die „alten“ Freunde, die ich nur sehr selten lese, höre, etc.“
Person B: „+ Kontakten“
Person B: „Ich denke, dass du bei einigen Menschen als schwierig „verschrien“ bist.“
Person B analysiert Person A, was hier nun weiter nichts zur Sache tut.
Person B: „… aber ich rufe wirklich nicht gerne an.“ (Persönliche Anmerkung: mag er wohl so empfinden, doch wieso unbequem über Messenger schreiben bzw. siehe später…)
Person B: „Könnte dir 10 Menschen nennen, die dir das bestätigen könnten.“
Person A: „Und wie begenest Du Deinen Freunden? Kontaktaufnahme kommt wie zustande? Es folgt ein längerer persönlicher Teil.
Person B: „Ach ja, die Freunde rufen z.B, Freundin an. Die rufen mich schon kaum noch an, weil sie wissen, dass ich nur selten ans Telefon gehe.“ (Persönliche Anmerkung: fast ausschließlich habe ich ihn selbst immer am Telefon.)
Person B: „oder man macht was aus, wenn man sich gesehen hat.“
Person B: „Oder per Mail.“
Person B: „So, ich muss jetzt spülen und dann ins Bad und dann Flohmarktsachen für morgen raussuchen. Wenn ich es packe, dann ruf ich einfach mal an, ok?“
Person A: (Bezug auf ausgelassenen, persönlichen Teil.) „Eigentlich heißt, dass mich Dein Nichtanrufen durchaus verletzt.“ Persönlicher Teil folgt.
Person B: „Mein Nichtanrufen sollte dich aber nicht verletzen.“
Person B: „Wie gesagt, könnte dir mind. 10 Personen nennen, die dir das bestätigen können.“
Person B: „Hat (bei mir) absolut nix mit dir zu tun.“
Person B: „Ich hab dich mittlerweile schon „unter Kontrolle“ :smile:
Person A: „Mich interessieren andere hier nicht (eh nur von Dir gekauft :smile:) Ich habe das Bedürfnis, dass Menschen nach denen ich ein Bedürfnis habe auch ein Bedürfnis nach mir haben, und das auch ausdrücken. Und wenn Menschen das nicht tun, kann ich das nicht anders als Desinteresse an meiner Person verstehen. Dies widerum habe ich natürlich zu akzeptieren, was ich ja auch tue, auch wenn es schmerzt. Dieser Mensch mag mich dann halt nicht (sonderlich).“
Person B: „Naja, aber das kann ich dir in der Form nicht geben.“
Person A: „Tja, nur scheinbar, dass manche Leute mir das nicht geben können / wollen. Und dieser Schmerz ist einfach nur zum Schreien.“
Person A: „Dann schrei einfach mal.“
Person B:“ So, wenn ich jetzt nicht losmache, dann schaff ich heute nix mehr.“
Person A: „Bin kein Schreihals… okay, mach hinne.“
Person B: „Kannst gerne schreiben, bin sicherlich zwischendrin am Rechner.“
Person A: „Hmm…“ (hatte keine Lust zu schreiben)
Person B: „So, fertig mit spülen.“
Person A: „Keine Spülhände?“

Person B ruft Person A an. Sie telefonieren und Person B meint, er müsse weiter machen, wolle später nochmal anrufen, was Person B auch tut, wobei dann Person A mit Person C im Gespräch ist. Person B meint er würde sich montags wieder melden und schreibt dann am Dienstag: „Sorry, dass ich nicht angerufen habe, aber ich habe kurzfristig einen Job (ganze Woche).“ Dabei fällt mir gerade auf, dass Person A gar nicht erwartet hatte, dass Person B an diesem Freitag nochmal sich meldet oder dass er am Montag anruft, nur dass Person A sich eben wünscht, dass hi und da auch mal Person B anruft und Interesse an Person A dadurch zeigt. Muss ja nicht gleich so geballt sein.

Hi,

nachfolgender Text mag wie das Gespräch zwischen zwei Leuten wirken, von denen einer der beiden ungern telefoniert und auch seine sozialen Kontakte ungern pflegt. Selbst empfinde ich solch ein Verhalten als Desinteresse am anderen Menschen in diesem Dialog. Eine Änderung ist angesagt, da ich mich durch derartige Verhaltensweisen eines Du’s verletzt fühle. Glücklicherweise sind das nur ein paar wenige Kontakte, doch dummerweise mag ich diese mitunter sehr gern. Kontakt abbrechen? Einstellung, Haltung ändern? Jedenfalls steht eine Änderung an, da ich nicht mehr bereit bin mich verletzt zu fühlen.

Nein, Kontakt abbrechen werde ich wohl kaum. Und ich kann bzw. wollte gar nicht jemanden nötigen oder gar zwingen, dass sie sich melden oder dass bestimmte Personen mich mögen, was sich für mich durch das Kontakten auch ausdrückt bzw. ausdrücken würde. Und wenn jemand an mir weniger Interesse hat als ich an ihr / ihm, so habe ich dies zu akzeptieren.

Was verletzt mich dann dennoch so sehr? Mag sein, dass es teils das Gefühl ist, weniger von diesen Menschen gemocht zu werden und für interessant befunden zu werden als es umgekehrt der Fall ist. Doch das ist es bei weitem nicht allein. Doch auf den anderen Teil komme ich einfach nicht. Könnt’ Ihr mir hier weiterhelfen?

Interessant finde ich hier, dass in den knapp zwei Jahren die ich nun diesen Menschen kenne, er sich nur dann gemeldet hat, wenn er dachte, ich habe Probleme, sprich ca. zweimal. Der Kontakt kam duch gemeinsame berufliche Interessen zustande, wobei sich dieser Teil nicht so schnell entwickelte. Alledings würde ich ihn heute als Kumpel bezeichnen. Wie er mich sieht? Ich weiß es nicht. Gut, könnte mal nachfragen.

Als ich mich nun bei ihm seltener meldete und in einem Telefonat erwähnte, dass ich jemanden kennengelernt habe, mit dem ich nun viel (beruflich) zeit verbringe, kam auf einmal eine Nachricht / eine Kontaktaufnahme über einen Messenger im letzten Monat rein und nun die Tage erneut. zufall? Er hatte sich doch sonst noch nie einfach nur so gemeldet.

Weshalb ich das hier poste, sind Sätze wie „Weil ich weiss, dass du anrufst :smile:“ die mich zutiefst verletzen. Das sind für mich Sätze die meines Erachtens aufzeigen, dass es nicht nur darum geht, dass der Mensch seine sozialen Kontakte schlecht pflegt, was ich als Desinteresse an Personen im Allgemeinen oder an der Person im Dialog, sprich mir, werte. Klingt aus dem Satz nicht etwas auch eine Machtrolle an?

Wie seht Ihr das mit Kontakten? Ich gehe davon aus, dass ich mich bei Menschen die ich mag, die mir wichtig sind, die mir am Herzen liegen, auch melde, weil ich das Bedürfnis nach ihnen und Kontakt mit ihnen habe, weil sie mir gut tun, weil ich ihnen was Gutes tun möchte, weil ein Austausch für beide Seiten gut, schön, hilfreich, lehrreich, amüsant, entwicklungsfördernd… sein kann.

Wenn nun manche Menschen in meinem Leben sich nicht bzw. fast nicht melden, so empfinde ich das als Desinteresse und solche Kontakte brechen dann in der Regel auch sehr schnell wieder ab. Doch ein paar sehr wenige Kontakte sind mir so wichtig, dass ich den Kontakt von mir aus dennoch immer wieder suche und pflege. Dennoch empfinde ich es auch so als ob der betreffende Mensch an einem Kontakt mit mir im Grunde kein bzw. kaum Interesse hat. Sonst würde er sich ja meiner Denke nach auch mal (öfter) melden. Dass ich es als verletztend empfinde von einem Menschen nicht derart kontaktet oder gemocht zu werden wie ich es umgekehrt tue und empfinde, ist mein Problem. Dafür kann sie / er nichts. Dennoch wäre ein anderer Umgang damit schön, damit der Schmerz nachläßt.

Könnt Ihr Euch Aussagen wie: „Eigentlich ist es mir gleich…ich freue mich, wenn sich jemand meldet, macht mir aber auch nix aus, wenn sich keiner meldet.“ dennoch als Interesse an einem Menschen empfinden? Ich empfinde es so (bin ja involviert und vielleicht somit betriebsblind), dass der Mensch sein privates Umfeld hat, das durch seine Freundin angeblich gepflegt wird und dass er wohl Leute hat, die sich bei ihm melden. Tun sie das nicht, macht dies für ihn aber angeblich auch nichts aus. Macht so ein Mensch sich da nicht was vor? Mag ja sein, dass Menschen unterschiedliche Bedürfnisse nach Kontakt und Nähe haben. Doch er hat ja reichlich Kontakte, nur eben, dass die anderen die Kontakte mit ihm suchen und pflegen müssen, wollen sie mit ihm in Kontakt sein und bleiben. Spielt denn hier nicht auch das Thema Macht eine Rolle? Siehe Smilies hinter Aussagen wie, er wisse ja, dass ich mich melden würde?

Wie schon erwähnt, ich finde es eigenartig, dass in den letzten fast bald zwei Jahren er sich nur dann meldete, wenn er dachte, ich hätte ein Problem. Was ja ansich auch ein schöner zug an ihm ist. Und es tut sicherlich auch sehr gut zu wissen, dass da vermutlich jemand ist, wenn die Kacke mal am Dampfen ist. Doch ich mag nicht, dass ein Mensch sich nur meldet, wenn er meint, ich stecke in der Scheiße. Dadurch fühle ich mich sehr verletzt.

Ich empfinde es so als hätte dieser Mensch an mir als Mensch kein bzw. kaum Interesse. Und somit bin ich dann auch zwispältig wenn ich Kontakt mit solch einem Menschen suche, da ich ja denke, im Grunde möchte dieser Mensch gar keinen Kontakt mit mir bzw. ein Kontakt mit mir ist ihm bestenfalls gleichgültig. Und wieso jemanden belästigen? Denn als Belästigung empfände ich es dann. Gut, das ist alles meine Denke, wie ich ticke(n würde). Folglich fällt es mir dann auch noch schwerer Hilfe von solch einem Menschen anzunehmen.

Ich bin leider viel zu emotional involviert als dass ich die Angelegenheit mal distanziert und sachlich sehen könnte. Von daher mal (m)eine Frage an Euch, wie seht Ihr das mit Kontakten, Kontakte pflgen bzw. diese Geschichte hier?

Ciao,
Romana

Hallo Romana

nun habe ich mich vollständig durch Deinen Text gequält. Puhh.

Mein Eindruck ist der, dass Du an diesen Kontakt eine andere
Erwartungshaltung pflegst, als Dein Gegenüber.

Seit ich im Ausland lebe, habe ich viel weniger Kontakt zu meinen
Freunden. Das hängt damit zusammen, dass ich von langen Telefonaten
nichts halte, bei denen Banalitäten ausgetauscht werden.

Es gibt Menschen, die unheimlich gerne ellenlange Telefongespräche
führen und sich dabei wohlfühlen. Für mich ist das Telefon ein Mittel
zum Zweck. Damit mache ich persönliche Treffen aus, bei denen dann
von Angesicht zu Angesicht ellenlang geredet werden kann.

Wenn es wirklich was zu Reden gibt und der persönliche Kontakt nicht
möglich ist, darf von mir aus ein Telefongespräch auch mal länger
sein. Mal kurz nachfragen, „wie es denn so geht“, das sollte auch
nach meiner Einstellung von beiden Seiten kommen. Wie oft dies
geschieht, hängt jedoch von jedem Einzelnen ab.

Wenn ich nicht anrufe, heisst das ja auch nicht zwangsläufig, dass
ich meine Freunde vergessen habe.

War es das, was Du ansprechen wolltest?

Gruss
Heinz

mein senf
hallo romana,

ich habe mich nicht durch den ganzen text gequaelt. trotzdem mein senf dazu:

meines erachtens gibt es verschiedene level von zwischenmenschlichen beziehungen und zugehoeriger kommunikation. eine aussage wie: „wir haben uns jahrelang nicht gesehen. aber wenn wir uns treffen, dann ist es wie frueher“, dann deutet das meiner meinung nach auf eine eher oberflaechliche beziehung oder oberflaechliche ansprueche an eine beziehung an. es bedeutet ganz einfach, dass die beiden die selbe „wellenlaenge“ haben. das ist grundsaetzlich mal nicht schlecht, hat aber nur marginal mit der tiefe der beziehung zu tun.

bist du an einer tieferen beziehung interessiert, wo eben (auch subtile)veraenderungen eines menschen nach ein paar jahren registriert werden, dann geht das nur mit einer person, welche ebenso daran interessiert ist.

sehr vereinfacht gesagt: du kannst einen oberflaechlichen menschen nicht zwingen, tiefgruendig zu sein. ein tiefgrundiger mensch kann sich jedoch „oberflaechlich“ geben, um mit solchen menschen zu kommunizieren.

wobei: viel kontakt ist keine garantie fuer tiefgrundigkeit. und oberflaechlichkeit in kontakten muss nicht oberflaechlich im sonstigen leben heissen.

liebe gruesse
coco

Hi Heinz,

sorry an Alle, dass es soviel Text war / ist.

Es geht nicht um die Länge eines Kontaktes und auch nicht die Tiefe ist (hier) das Problem… Es geht um beidseitige Kontaktpflege, um Interesse an einem Du zeigen, sofern und soweit es vorhanden ist.

Ich gehe davon aus, dass wenn man einen Menschen mag, sich für ihn interessiert, auch das Bedürfnis nach Kontakt mit ihm in aller Regel hat.

Wenn nun jemand wie er sagt, dass er sich freuen würde, wenn sich jemand meldet und aber wenn nicht, dies auch okay sei, kann ich partout nicht verstehen.

Wie ist sein Interesse an einem anderen Menschen? Wie drückt er das aus? So er sagt, geht wohl die Kontaktpflege vom Du aus. Verspürt er kein Bedürfnis nach einem Du? Und wie geht er gegebenenfalls damit um?

Ich empfinde das so als ob sich so ein Mensch für ein Du, im konkreten Fall mich, nicht bzw. nicht wirklich interessiert. Das nehme ich so hin. Ich gehe davon aus, dass nicht alle Kontakte einander gleich mögen.

Was mich jedoch an diesem Verhalten so sehr verletzt, ist dass er auf meine Frage weshalb er nie anrufen würde, mit Smilies antwortet, dass er wisse, dass ich ja anrufen würde. Wo ist hier bitte sein Nichtanrufen wirklich erklärt, denn er schreibt ja auch zu anderen Kontakten, dass er die auch nicht pflegt, und dass deshalb er manche Leute sehr lange zeit nicht gesehen hat.

Er sagt er würde nicht gerne telefonieren, was ja okay ist. Doch dann meint er in diesem Chat, er würde nun in die Badewanne gehen, und ich könne ihn anrufen.

  1. Ich mag nicht gern jemanden anrufen der mir vermittelt er mag ungern telefonieren.
  2. Wieso schreibt er, ich könne ihn anrufen, wieso ruft er stattdessen nicht einfach selbst an?

Wenn er kein Bedürfnis danach hat mit mir zu telefonieren bzw. Kontakt zu haben, weshalb sollte ich ihn dann anrufen? Und wenn er manchmal ein Bedürfnis nach Kontakt mit mir hat, wieso kann / will er sich dann von sich aus nicht melden?

Ausnahme: wenn er denkt, ich habe ein Problem (2mal in 2 Jahren) bzw. eben in den letzten Wochen 2mal als jemand anderes auf die Bildfläche trat, mit dem ich gerade beruflich was rumbastle. Ob bei Letzterem ein tatsächlicher zusammenhang besteht, weiß ich nicht, ist nur gemutmaßt.

Immerhin schon etwas kürzer im Text. :smile:

Ciao,
Romana

Hallo Romana,

Dein Text hat mich sehr angestrengt und Du bekommst jetzt die ehrliche Antwort: Ich habe als erstes gedacht: Wenn Romana am Telefon auch so viele Worte braucht…dann wird es ein anstrengendes Telefonat.

Etwas von mir: ich hasse Telefone- ich hasse Handys- ich telefoniere nur wenn es vollkommen unumgänglich ist (Notfall, Unfall, Lebensgefahr)
Ich beobachte bei anderen Menschen: 90% Müll was durch die Leitung gelabert wird- überflüssig und unnütz. Ich könnte diese Person sein- mir käme es niemals in den Sinn jemanden anzurufen, um ihn beispielsweise zu fragen wie es ihm geht. Menschen, die mich interessieren- Freunde- besuche ich und leben sie in ferner Welt, dann schreibe ich. Ich habe sehr, sehr viele Kontakte, obwohl ich- wenn es hoch kommt (beruflich jetzt mal ausgeschlossen- aber auch da vermeide ich das telefonieren, wann immer es geht) vielleicht zehn mal im Jahr zu einem Hörer greife. Ich halte mich für einen völlig normalen Menschen mit vielen sozialen Kontakten und bin damit auch sehr glücklich. In meinem Umfeld kenne ich Personen, die am Tag 3 mal mehr zum Hörer greifen als meine Wenigkeit in einem Jahr und wenn ich sie mir näher anschaue, stelle ich fest, dass sie oft alleine und einsam sind.

Mir ist es wichtig, die wirklich wichtigen Dinge kurz und knapp Auge in Auge zu vermitteln.
Meine Freunde wissen von meiner Telefon- Allergie, wenn also doch mal das Ungeheuer klingelt, denke ich an Notfall und springe aus der Badewanne- jedenfalls klingelt es IMMER wenn ich bade- und dann habe ich eine völlig unbedeutende Person in der Leitung die mir einen Hosenanzug von Neckermann andrehen will- ein Grund mehr die Dinger ganz aus meinem Leben verschwinden zu lassen.

Was haben wir eigentlich früher gemacht: getrommelt?? Ich erinnere mich an Zeiten als es noch keine Handys gab und an zwischenmenschliche BEZIEHUNGEN an wundervolle lange Abende und PERSÖNLICHE Gespräche. Telefone haben unsere Welt schnelllebiger und oberflächlicher gemacht.
Telefone sorgen für scheinbar einfache und schnelle Lösungen- ein Anruf genügt und schon hat man einen Anzug von Neckermann- wer will das wirklich??
Man stelle sich vor Dein Herzblatt ruft Dich an, um Dir zu sagen: Ich liebe Dich. Eine grausame Vorstellung. Ich fände es viel BEDEUTENDER mein Herzblatt schreibt mir: Ich liebe Dich. Ich fände es nahezu AUFREGEND mein Herzblatt käme vorbei und würde mir sagen…

Habe die Tage eine Bekanntschaft gemacht- wir haben uns ganz nett unterhalten- nichts bedeutendes, aber es war nett. Am Ende des Gesprächs sagt sie: „Ruf mich doch mal an“ Da wußte ich, dass ich ihr nicht viel bedeute. Sie wohnt ganz in der Nähe. „Komm mich doch mal besuchen“ hätte bei mir einen völlig anderenm Eindruck hinterlassen.

LG
Frank

Hallo Romana

Wenn ich nett bin zu jemandem, heisst das noch lange nicht, dass ich
engeren oder häufigeren Kontakt möchte/suche.

Richtig gute Freunde hat man sowieso nur wenige, alles andere sind
mehr oder weniger intensive Bekanntschaften. Und da ist es halt
einfach so, dass die einen aktiver sind, als die anderen. Solche
Bekanntschaften haben ja oft auch den Hintergrund, dass man gleiche
Interessen hat und sich deswegen austauscht.

Wenn Dein Bekannter sich so verhält, wie Du es ausführlich :wink:
beschreibst, ist das aus meiner Sicht ein Signal, dass er den Kontakt
zu Dir zwar nett findet, ihn aber nicht sucht.

Damit wäre ich wieder bei Deiner Erwartungshaltung, die
offensichtlich enttäuscht wird.

Du wirst nichts ändern können, wenn er nicht will.

Nimme es bitte nicht zu persönlich: Wenn Du so viel redest, wie Du
schreibst, will er vielleicht mit dem Badewasser ein wenig
mitplätschern?

Gruss
Heinz

Hai, Romana,

ich hab auch nicht den ganzen Text gelesen - hat mich zusehr an die Endlos-Telefonate mit meiner Tante erinnert - die schafft es nämlich auch, die Info „Ich fahr zum Onkel ins Krankenhaus, Du brauchst nicht mit“ auf anderthalb Stunden auszuwalzen…

Aber eigentlich wollte ich auf was ganz anderes raus: ich bin auch ein nicht-Melder. Wenn mir mal einfällt, daß ich noch Freundin X oder Kumpel Y anrufen wollte, dann ist es garantiert gerade 10:00 vormittags (wenige kann man auf Arbeit zum Plauschen anrufen), oder 1:00 nachts (mögen auch nur die wenigsten) - also ruf ich doch nicht an und schreib eher mal 'ne Mail - wenn überhaupt.

Generell melde ich mich aber nur, wenn es auch etwas zu vermelden gibt, also neuer Job/Freund/Urlaub/Kind - die wöchentlichen Statusmeldungen (alles wie immer; Gesprächsdauer 2 Stunden) finde ich ätzend - lieber treff ich die Leute einmal im Jahr persönlich und verquassel dann den ganzen Abend.

Das bedeutet aber nicht, daß mir die Leute egal wären, oder die Beziehung zu ihnen oberflächlich, sondern sogar eher im Gegenteil: es gibt einige Personen, die mir einfach zu schade sind, um oberflächliche Smalltalk zu führen - bei denen läuft’s meistens so ab, daß ein/e gemeinsamer Bekannte/r eine Party schmeißt, der eine den anderen nur kurz anruft „Bist Du auch da?“ „Ja“ „OK“ *Klack* und wir uns dann auf ebendieser Party in irgendeine Ecke verkrümeln und tiefschürfende Gespräche führen, oder uns auch über Stunden lustvoll Lästerduelle liefern.

Dafür bekommen die Leute, die mir Wert sind, gelegentlich Geburtstags-Pakete (selten im zeitlichen Zusammenhang mit dem tatsächlichen Geburtstag), oder Weihnachtskarten (im Sommer), oder auch mal unangekündigten Besuch - und ich von denen.

Und wer es geschafft hat, den Status „Freund“ bei mir zu erreichen, der kann mich dann auch nach 10 kontaktlosen Jahren um 3:00 nachts rausklingeln, weil er/sie für eine Weile einen Schlafplatz braucht, und wird selbstverständlich aufgenommen und notfalls auch gekleidet und durchgefüttert.

Gruß
Sibylle

hallo Romana,
in Deinem ausführlichen Posting ist Deine eigene Haltung und sind Deine Wünsche klar verstehbar und erkennbar formuliert.
Eher wenig klar bzw. vieldeutig ist die Haltung von B.
Es gibt da mehrere Möglichkeiten, soweit ich das erkennen kann.

1.Es ist so, wie Heinz das beschreibt: B findet den Kotakt zu Dir zwar recht nett, aber von sich aus nicht so doll, daß er ihn suchen würde. Er mag Dich, aber Du bist ihm nicht so sehr wichtig. Frage der Intensität von Sympathie und wie wichtig sie einem ist.

  1. Er ist ein in sozialen Bereichen bequemer Mensch - jemand, der andere gern „kommen läßt“, jedes Bemühen gern anderen überläßt. Manche „lassen leben“, in unterschiedlichem Ausmaß, selbst konsumieren sie je nach Bequemlichkeitspegel die Ergebnisse mit oder ohne eigenen Beitrag . Wach werden sie aber oft, wenn sich die um ihn Bemühten zu entfernen drohen - sich rar machen, kühler werden, immer mehr Distanz leben usw… Dann treten plötzlich überraschende Annäherungen auf: „Ich hab so oft an dich gedacht“, „sah neulioch dasunddas und mußte da plötzlich an dich denken“, „hattest du nicht jetzt irgendwann Geburtstag,“, „dachte plötzlich, ich ruf dich mal an“, „wieso hört man nichts von dir?“, „Hast du Probleme?“ - ganze Paletten an Möglichkeiten. Das mit Poblemen kann also (auch) nur eine Begründung dafür sein, daß plötzlich mal selbst angerufen wird - quasi eine ehrenhafte Entschuldigung für die Herablassung.
    Meiner Meinung nach steht dahinter zweierlei - Bequemlichkeit und Machtausübung. Die Anteile von beidem ind unterschiedlich, beim einen überwiegt die Bequemlichkeit, beim anderen die Lust an Machtausübung.

  2. Er ist ein besonders verantwortungsbewußter Mensch, der sich um andere (in Not) kümmert. Aber im Wesentlichen nur um sie (Gründe dafür gibt es verschiedene). Damit ist er ziemlich beschäftigt. Und das mal nicht zu müssen, ist für ihn in erholsamer Weise beruhigend und entspannnd. Aber sobald er vermutet, Du wärst in Problemen, ist sein Auftrag wieder lebendig: sich um andere zu kümmern, die in Schwierigkeiten sind oder sein könnten, und schon ruft er an, um sich rückzuversichern. Bist Du nicht in Not, sinkt er erleichtert wieder zurück in seine Badewanne.

Du kannst ja diese drei Möglichleiten mit der Persönlichkeit vergleichen, die Du kennst - hältst Du eine für möglich? Dann wäre vermutlich der richtige Weg der Deiner Distanzierung.
Im ersten Fall: klar. Du kannst Dich nicht aufdrängen.
Im zweiten Fall: willst Du in Machtkämpfe verwickelt werden? Und gegen Bequemlichkeit gibt es erst recht keine Chance. Das führt nur zu Verbitterung. Aber wenn Du zwar den zweiten Fall am dringendsten vermutest, nur dennoch nicht in Distanzierung gehen möchtest, dann sieh es unter den Aspekten Macht - oder Bequemlichkeit? Oder beides, und in welcher Mischung? - und dann hast Du wenigstens selbst etwas davon (Lerneffekte … bis Du es satt hast, dann hast Du ausgelernt).
Und im dritten Fall - da hätte B noch einiges zu lernen, was er nur in ganz nahen Beziehungen lernen könnte - und unter großer Mühsal des Betroffenen Gegenübers - willst Du sowas?.
Gruß, I.

ob nun jemand viel redet oder nicht ist unerheblich - dem einen gefällts, dem anderen nicht…

die person hat eine andere vorstellung von kontakten im allgemeinen und speziellen als romana - das ist der unterschied. - ausserdem scheint die person nicht so ein grosses interesse an romana wie romana an einem kontakt mit ihr zu haben - hier gehts also meiner meinung nach um erwartungshaltungen die dann enttäuscht werden wenn man sie auf andere übeträgt.

meiner ansicht nach ist es schwer zu akzeptieren, dass man selbst jemanden evtl mehr mag als umgekehrt und dann noch eine andere art kontakt(-aufnahme/umgang) erwartet. letztlich gehts meiner ansicht nach
darum, wer sich durchsetzt - romana wünscht sie etwas anderes als das was sie bekommt und das ist schwer…
es ist meiner ansicht nach ein lernprozess - man muss selbst entscheiden ob man entweder auf die art des anderen den kontakt halten will - auch wenn man selbst gerne mehr investieren und erhalten würde oder aber sich zu überlegen ob man den kontakt z.b einschlafen lässt, weil es einem selbst nicht guttut wie es ist.
erwarten kann man nichts - mit glück trifft man auf menschen, die „es“ ähnlich wie man selbst halten, und selbst dann kann sich das ändern - muss nichtmal etwas mit dem gegenüber zu tun haben…

ich z.b hatte früher viel mehr kontakte als heute - ein grossteil der kontakte bestand aus leuten die mit mir kontakt haben wollten - ich aber selbst war nicht wild darauf - habe auch nie angerufen - doch - wenn sie probleme hatten - ich fühlte mich dann verpflichtet…
letztlich aber war ich nach einer weile immer genervt, ich fand sie nett, aber ungefähr wie den postboten - nur das thema selbst fand ich interessant (das mag sich kalt anklingen, doch gehören immer 2 dazu,-)

im laufe der jahre ist mir aufgefallen, viele menschen haben an mir wesentlich mehr interesse als ich an ihnen. ich habe dazugelernt und weiss, es geht ihnen oft ebensowenig um mich wie es mir einst um sie ging - bei mir war es das interesse an themen, lösungen etc. - bei ihnen ähnlich, nur von der anderen seite her z.b.

egal auf welcher seite man nun steht - ich glaube, es tut einem gut sich klarzumachen was man warum wie will oder kann oder nicht -
ich habe deshalb alle kontakte abgebrochen zu diesen menschen, ihnen aber erklärt wieso - mit ihnen hatte das eben gar nichts zu tun.
nur mit mir selbst…
es ist schwer sich klarzumachen glaube ich, dass es fast immer im wesentlichen erstmal darum geht, noch schwerer, dann auch konsequent zu sein anstatt den anderen zu versuchen „umzudrehen“ damits einem guttut.

ich kenne aber auch die andere seite - selten aber ich kenne es - wobei es hier dann eher noch um andere dinge geht - akut bin ich auch in der lage nicht zu bekommen was/wie ich es gerne hätte und noch nicht so ganz zu wissen, was ich damit anfange.
ein teil von mir will gerne erklären, klären, reden - damit ich verstanden werde (mit dem kindlichen ziel, dann zu bekommen was ich will) - aber ich weiss, so wird es nicht klappen, das kann ich vergessen, also lass ich es. - frust gibts so oder so - nur ohne den versuch der „wandlung zu eigenen gunsten“ glaube ich, ists „besser“ - für mich und ggfs. auch für die betreffende person.

ich hoffe, ich hab nun nicht zu „abstrakt“ geschrieben, evtl hilfts ja. im besten falle schadet nicht was ich da getipselt hab:wink:

LG
nina