Kontakt zu Gott

Hallo alle,

ich würde mal gerne von euch wissen, wie ihr Kontakt zu Gott herstellt,ob ihr wirklich das Gefühl habt, das ihr eine Antwort erhaltet und auf welche Weise ihr dies merkt?

Ich bin ehrlich gesagt im Zweifel darüber,ob es Gott überhaupt gibt.
Klar Gläubige werden mir entgegenhalten, das es dabei um eine Überzeugung geht ohne das man Gott sieht und halten genau das für ein hohes Gut, was ich auch verstehen kann.
Es ist ja auch positiv, wenn es denen hilft und Kraft gibt.

Ich denke ja auch das so ein komplexes Wesen, wie der Mensch mit einer tiefen Seele und all seinen Gefühlen und Fähigkeiten nicht dazu da ist, um eines Tages einfach so aus der Welt zu verschwinden.
Ich finde die ganze Erde ist einfach ein viel zu intelligentes System .Dahinter muß doch ein kluger,weitaus klügerer als der Mensch dahinter stecken.Denn auch die Menschen merken ja langsam, wie nützlich vieles in der Natur ist und bauen diese Technologien nach.

Dies ist nur ein Zusatz,mir geht es eigentlich auch eher um die oben gestellten Fragen, da der Rest ja eh zu sehr vom Kopf kommt und Glauben ja eher Herzenssache ist.Natürlich erfüllt der Kopf eine wichtige Funktion.Nur manchmal steht er einem im Weg.

Gruß
Matthias

Hi Matthew!

ich würde mal gerne von euch wissen, wie ihr Kontakt zu Gott
herstellt,ob ihr wirklich das Gefühl habt, das ihr eine
Antwort erhaltet und auf welche Weise ihr dies merkt?

Es gibt viele Wege von Gott eine Antwort zu erhalten. Z.B. wusste ich mal in einer für mich schwierigen Situation nicht, was ich genau tun sollte. Ich habe mir zwar von Glaubensgeschwistern Rat geholt, war aber dennoch im Zweifel bzw. konnte mich zu einem entscheidenden Schritt nicht durchringen. Daraufhin habe ich Gott im Gebet gefragt, was er von mir erwartet/was ich tun soll. Prompt berichtete ein Prediger im Gottesdienst von einer Frau, die praktisch in genau der gleichen Situation war und erst den Weg gegangen ist, den ich gehen wollte (was ihr aber nicht geholfen hat) und dann einen anderen Weg eingeschlagen hat, der zum Erfolg in Bezug auf ihre Probleme führte. Da wußte ich, was ich zu tun hatte.

Ein anderer Fall von einem Glaubensbruder war z.B. folgender: Er war allein zuhause mit seinem kleinen Kind, das plötzlich anfing zu schreien wie am Spieß (evtl. tat ihm was weh, aber es konnte halt noch nicht sprechen) und was immer er auch versuchte, es hörte nicht auf. Daraufhin hat er ein Gebet gesprochen und das Kind was augenblicklich still.

Ein Missionar, der jahrelang in Afrika war, hat z.B. mal berichtet, wie sie in Afrika mit dem Auto nach ein paar hundert Kilometern Fahrt weitab von jeglicher Zivilisation und fern von einer halbwegs vernünftigen Straße (nur auf einem schmalen Weg entlang, der eine Abkürzung zum Zielort war) nicht mehr weiterkamen, weil ein Baum den Weg versperrte. Wenn ich mich recht erinnere, mussten sie aus Termingründen bald am Zielort sein und ein Zurückfahren und den weiteren Weg über eine Straße hätte viel zu lange gedauert. Also bitteten sie Gott um Hilfe. Diese kam in Form von ein paar Leuten, die mit dem LKW unterwegs waren und eine Motorsäge dabeihatten, mit der man das Hindernis beseitigen konnte. In dieser Gegend kommt alle heilige Zeiten mal ein Auto vorbei und normalerweise haben die Leute dann auch keine Motorsäge mit. Wie sich herausstellte, waren diese Leute Schmuggler, die deshalb nicht auf den Hauptstraßen gefahren sind, und auch alle Gerätschaften dabei hatten, um sich Hindernisse wie Bäume etc. zu entledigen.

Natürlich wird nun ein Skeptiker sagen, dass das halt einfach Zufall war. Aber in der Praxis höre ich von Glaubensgeschwistern sehr oft von solchen „Zufällen“, die sich eigenartigerweise immer dann ereignet haben, wenn vorher um eine Antwort bzw. Hilfe von Gott gebetet wurde.

Gott kann uns also durch andere Personen antworten, durch das Auftreten von Ereignissen, die die Dinge in eine bestimmte Richtung lenken oder z.B. auch direkt zu uns sprechen (manche Menschen haben auf Gebete tatsächlich Antwort durch eine Stimme bekommen, die sie wahrgenommen haben) usw. In manchen Fällen trat nach einem Gebet innerhalb kürzesterer Zeit eine ganze Reihe von Ereignissen ein, die letztlich alle zusammen dazu führten, dass ein bestimmtes Vorhaben möglich wurde. Auch Krankheiten werden hin und wieder augeblicklich nach oder sogar noch während eines Gebetes geheilt etc.

Viele Grüße
Michael

Suche deinen Glauben!
Hallo Matthias!

ich würde mal gerne von euch wissen, wie ihr Kontakt zu Gott
herstellt,ob ihr wirklich das Gefühl habt, das ihr eine
Antwort erhaltet und auf welche Weise ihr dies merkt?

Ich bin ehrlich gesagt im Zweifel darüber,ob es Gott überhaupt
gibt.

Ja das kenn ich …

Klar Gläubige werden mir entgegenhalten, das es dabei um eine
Überzeugung geht ohne das man Gott sieht und halten genau das
für ein hohes Gut, was ich auch verstehen kann.
Es ist ja auch positiv, wenn es denen hilft und Kraft gibt.

Ich denke ja auch das so ein komplexes Wesen, wie der Mensch
mit einer tiefen Seele und all seinen Gefühlen und Fähigkeiten
nicht dazu da ist, um eines Tages einfach so aus der Welt zu
verschwinden.

Das glaube ich schon, der Mensch ist ein Lebewesen wie jedes andere auf der Erde, früher oder später wird er wie alle hochkomplexen Lebewesen auch wieder aussterben. Wir sind schließlich die letzte aller Menschenarten und evolutionsmäßig gerade erst entstanden.
Irgendwann wird es uns nicht mehr gelingen unsere Umwelt zu verändern, wie wir es jetzt tun, dann sterben wir entweder aus oder fangen endlich mal an uns anzupassen und zu verändern.
Die ältesten immernoch lebenden Lebewesen auf der Erde sind übrigens einfache Einzeller, die mit fast allen Umweltbedinungen zurechtkommen. Sehr komplexe Lebewesen wie z.B. die Dinosaurier, Säbelzahntiger, Neandertaler, die erwiesenermaßen im Durchschnitt mehr Hirn hatten als wir, sind ausgestorben.

Ich finde die ganze Erde ist einfach ein viel zu intelligentes
System .Dahinter muß doch ein kluger,weitaus klügerer als der
Mensch dahinter stecken.Denn auch die Menschen merken ja
langsam, wie nützlich vieles in der Natur ist und bauen diese
Technologien nach.

Was uns nicht daran hindert das Natürliche zu zerstören, zu schädigen oder schlicht immer weiter zu verdrängen.

Dies ist nur ein Zusatz,mir geht es eigentlich auch eher um
die oben gestellten Fragen, da der Rest ja eh zu sehr vom Kopf
kommt und Glauben ja eher Herzenssache ist.Natürlich erfüllt
der Kopf eine wichtige Funktion.Nur manchmal steht er einem im
Weg.

Der Kopf mit seinem komplexen Gehirn ermöglicht es uns erst zu denken und unser Bewusstsein mit all seinen Facetten „aufzubauen“.
Dazu gehören vorallem das bewusste Denken, Gefühle und Glauben. :stuck_out_tongue:

Gruß
Matthias

Nun gut ich bin keine Christin, aber um hier mal eine etwas andere, unkonventionellere Meinung ins Spiel zu bringen …

Ich war in meiner frühen Jugend sehr verzweifelt darüber, dass es nur Naturwissenschaften und den Glauben an den „Kirchengott“ geben sollte, denn die Naturwissenschaften, die für mich doch eine sehr große Rolle spielen haben mir z.B. keine befriedigende Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, die Existenz der Welt gegeben.
Ich schätze mit Ähnlichen befasst du dich auch.
Die Kriche sagt mir nicht zu, da ich wohl zu naturwissenschftlich denke und mir ein Rätsel ist warum ein so barmherziger Gott so schreckliche Dinge wie Kriege, Kindersterben usw. zulassen kann. Warum er nach der Sünde von 2 Personen uns alle aus dem Paradies wirft und uns diese schreckliche Welt als Prüfung gibt, in der jeder andere Lebensbedingungen hat und anschließend nach dem Tod entschieden wird ob man gut oder schlecht war.
Diese strikte Trennung in gut und schlecht - daran kann ich nicht glauben.
Was gut oder schlecht ist, hängt immer von der Betrachtungweise ab.
Ein Beispiel: Die Kamikazeterroristen vom 11.9.01 haben sicher in dem Glauben gehandelt in Allahs Sinne, also das richtig und gut zu handeln. Wir verurteilen sie als wahnsinnige Fundamentalisten.
Also, um wieder zu mir zurückzukommen *g*, habe ich angefangen mich umzuschauen nach anderen Möglichkeiten. Dann sind mir einige „heidnische“ Bücher untergekommen und ich fand viele meiner eigenen Gedanken in ihnen wieder, also hab ich mich mit der Esoterik, insbesondere den Glaubensweisen z.B. Wicca beschäftigt.
In dieser neuerstandenen Naturreligiosität sind eigentlich viele verschiedene Weltbilder und Religionen aus allen möglichen Zeiten zusammengemixt.
Nungut das war der Anfang für mich mich mit allen möglichen Religionen, Mythologien und Philosophien auseinanderzusetzen.

Eigentlich haben alle Menschen zu allen Zeiten und aller Religionen an irgendetwas Göttliches geglaubt. In allem finden sich irgendwelche Parallelen zu anderen.
Für mich ist es egal, an was man glaubt. Hauptsache ist, dass man glaubt.
Der Glaube gibt eine gewisse Stärke und der Gesellschaft eine Verbindung der Individuen.

Glauben (im religiösen Sinne) ist entweder eine Aushilfsausrede für die Nichterkenntnis unseres Gehirns oder aber eine These unseres Gehirns, die die Welt nach unseren Erfahrungen beschreibt.
Meiner Meinung nach ist jeder Glaube berechtigt und wahr, da jeder seine ganz persönliche eigene Wahrheit hat und keine absolute Wahrheit existiert, wie auch schon Nietzsche meinte.

Da aber fast alle Menschen, die übrigens die einzigen Wesen sind, deren Denken wir noch halbwegs mit unseren jeweiligen Hirn nachvollziehen können, an irgendwas glauben, muss wohl was dran sein am Göttlichen bzw. Übermenschlichen.

Ich versuche noch rauszukriegen was genau das „Göttliche“ für mich ist. Vermutlich werde ich ewig suchen, da etwas Göttliches für usneren leider sehr kleinen Verstand nicht fassbar ist. Zur Zeit meine ich, dass alles göttlich ist.

Aber der Ausspruch von Williges Jäger, einem Benediktinerpater, der nebenbei noch ein paar Jahre als Zen-Buddhistenmönch in einem japanischen Kloster verbracht hat, gefällt mir ganz gut und passt gut zu meiner Meinung: „Gott lebt in uns“ bzw. „Gott hat sich in seiner Schöpfung selbst geschaffen“
Demnach ist Gott die Welt und das Leben. - Gott ist in allen.

Suche nach dem was dir richtig erscheint, dann findest du das woran du glauben kannst.
Das soll nicht heißen, dass du jeder Sekte oder was auch immer hinterherrennen sollst. Nur denke darüber nach und suche deine Wahrheit.

bye Io

Damit der Beitrag nicht zu unübersichtlich wird, habe ich mir erlaubt deine Beispiele zu entfernen.

Hallo Michael!

Erlaube mir, dass ich zu deinen Beispiel auch meinen Kommentar abgebe, auch wenn ich anderer Meinung bin. Ich hatte aber vor Weihnachten erst ein nettes Gespräch mit einer Freundin, in dem es um beinahe das selbe Thema ging.

Du hast es in deinem Beitrag schon erwähnt, ich glaube nicht daran, dass Gott in deinen Beispielen irgendwie „nachgeholfen“ bzw. sich Gott durch die Personen gemeldet hat. Vielleicht denke ich etwas zu logisch, bin einfach zu skeptisch oder will mich nicht damit abfinden, aber damit man mir einen Gott wirklich erklären will, muss man mir mal folgende Punkte erläutern:

  • was genau hat die Zeit mit Gott zu tun? Warum wurde Jesus erst vor 2.000 Jahren geboren und nicht schon viel früher? Beziehungsweise was machte Gott all die Jahre davor? Hat er den Menschen durch ebensolche „Zufälle“ geholfen ohne dass sie es wussten, dass all diese Zufälle von Gott kamen?

  • gibt es eigentlich mehrere Götter? Schließlich gibt es auch mehrere Religionen. Einige Religionen bezeichnen sich als polytheistische Religionen, wie zum Beispiel der Hinduismus. Etwas kindlich gefragt: machen sich Götter untereinander aus wem sie helfen? :wink:

  • Zufälle passieren eigentlich öfters und nicht nur wenn man betet. Gehen diese Zufälle auch von Gott aus oder nur die erbetenen?

  • inwiefern hatte Gott seine Finger im Spiel als sich Menschen - im Namen Gottes (egal ob die jetzt dem Islam, Christentum oder sonst einer Religion angehörten) - gegenseitig abgemurkst haben? Oder was tat Gott, als Adolf Hitler davon sprach, dass Gott ihm zur Seite stand? (wobei ich jetzt keine politische Diskussion entfachen möchte; primäre geht es mir darum, dass Leute auch „für Gott“ gemordet haben: Kreuzzüge; im Islam erleben wir ja das Sterben für Gott ja heute noch)

  • ich persönlich habe über zehn Jahre lang jeden Tag gebetet. Das fand nicht aus purer Überzeugung sondern vielmehr als Ritual statt. Dennoch denke ich mir, dass Gott das ja irgendwie positiv aufgefasst haben müsste. Ich möchte mich da jetzt nicht als von Gott bestraftes Kind hinstellen, dennoch habe ich in meiner Kindheit eine Anzahl von Schicksalsschlägen erleben müssen, die vermutlich für eine 30-Jährige Person gereicht hätte. Mit Sicherheit gibt es auch noch Menschen, die weitaus ärmer dran sind als ich. Was macht Gott bei denen?

  • wenn man betet, dass in der Welt der Hunger und das Leiden weniger werden solle, macht dann Gott was? Hat Gott denn eigentlich nicht diese Welt erschaffen?

  • handelt die Kirche in Gottes Sinne? Was spielt der Papst für eine Rolle?

Ich hoffe, dass du dich durch meine etwas kritischen Äußerungen nicht irgendwie persönlich angegriffen fühlst. Mich interessiert nur, wie ein Gläubiger Mensch solche Fragen beantworten würde. :smile:

LG
Christoph

Hallo alle,

ich würde mal gerne von euch wissen, wie ihr Kontakt zu Gott
herstellt,ob ihr wirklich das Gefühl habt, das ihr eine
Antwort erhaltet und auf welche Weise ihr dies merkt?

Jeden Tag, durch meinen Computer. :smile:

Gruss

Hallo lo,

Ich war in meiner frühen Jugend sehr verzweifelt darüber, dass
es nur Naturwissenschaften und den Glauben an den
„Kirchengott“ geben sollte, denn die Naturwissenschaften, die
für mich doch eine sehr große Rolle spielen haben mir z.B.
keine befriedigende Antwort auf die Frage nach dem Sinn des
Lebens, die Existenz der Welt gegeben.
Ich schätze mit Ähnlichen befasst du dich auch.
Die Kriche sagt mir nicht zu, da ich wohl zu
naturwissenschftlich denke und mir ein Rätsel ist warum ein so
barmherziger Gott so schreckliche Dinge wie Kriege,
Kindersterben usw. zulassen kann.

Das hat schon die Menschen im Urchristentum sehr beschäftigt. Markion hatte cirka
150 n.Chr. eine Kirche gegründet die damals etwa 50% der Urchristen ausmachte.

Das waren Gnostiker, die Gott wegen der Ungereimtheiten, die Du oben beschrieben
hast nur als zwei getrennte Gottheiten sehen konnten. Den Schöpfergott des AT dem
sie alles schlechte und verworrene der Schöpfung anlasteten und darüber einen
guten Gott der die Menschheit von eben diesem eretten will.

Der Mensch sucht immer eine Lösung und sei sie noch so verworren um sich sein
Dasein zu erklären.
Kennst Du die Story von der Inselbevölkerung im Stillen Ozean, die während und
nach dem Krieg eine neue Religion entwickelten?
Die Amerikaner waren im Krieg mit den Japanern mit einem Flugzeug zufällig auf
dieser abgelegenen Insel gelandet. Für die Inselbewohner sicher ein
erschreckendes und unerklärliches Erlebnis. Jedenfalls hat sich nach dem Krieg
ein Kult (Cargokult nennt man das) entwickelt.
Die Bewohner bauen jedes Jahr ein Holzflugzeug wie sie es gesehen haben und
bringen dann Opfergaben dar.

Auch wenn andere Religionen meinen sie seien dann doch etwas Höherstehendes so
gehören sie doch alle in dieselbe Tüte.

Was man zwischen Geburt und Tod hier erleben kann ist immer interessant und oft
amüsant.

Stimmts?

Wolfgang

hi,

Die Bewohner bauen jedes Jahr ein Holzflugzeug wie sie es
gesehen haben und
bringen dann Opfergaben dar.

Auch wenn andere Religionen meinen sie seien dann doch etwas
Höherstehendes so
gehören sie doch alle in dieselbe Tüte.

der gedanke wird folgerichtig weitergesponnen im film „stargate“ (und der serie), der die ägyptische religion mit der landung von außerirdischen erklärt. ein faszinierender und origineller gedanke.

gruß
datafox

Hallo Christoph!

>aber damit man mir einen Gott wirklich erklären will, muss man mir mal folgende Punkte erläutern:

> was genau hat die Zeit mit Gott zu tun?

Gott hat die Zeit erschaffen, als er die materielle Schöpfung startete. Gott existiert ewig. Aber die materielle Schöpfung existiert nur eine begrenzte Zeit, auch wenn es sich hier Milliarden Jahre handelt.

>Warum wurde Jesus erst vor 2.000 Jahren geboren und nicht schon viel früher? Beziehungsweise was machte Gott all die Jahre davor?

Gott existiert seit Ewigkeit und ist nie untätig gewesen. Sondern er erschuf eine Schöpfung nach der anderen.
In der uns umfassenden Schöpfung war die Menschheit erst vor 2000 Jahren soweit erzogen, daß sie reif war, Gott in Jesus aufzunehmen.

Wenn wir die Zeit in einem größeren Zusammenhang betrachten, können wir Gottes Handeln besser verstehen und ein gewisses Raster erkennen. Alle 2000 Jahre geschieht demnach etwas großes:

Vor 6000 Jahren wurden in Adam und Eva die ersten geistbegabten Menschen auf die Erde gestellt. (Die schon Millionen Jahre vorher aufgetretenen Vormenschen waren noch Tiermenschen, deren Wesenheit nur aus Seele und Leib bestanden). Das war eine Handlung Gottes

Vor 4000 Jahren verursachte die damalige Menschheit durch ihre Kriege ein Leckwerden der Erde, was die Sündflut auslöste, welche zur Vernichtung von zahlreichen Menschen führte. Das war eine Handlung der Menschen

Vor 2000 Jahren betrat die Gottheit in der Person Jesus selbst die Erde, um ihre Kinder zu belehren und ihnen ein schaubarer Gott zu sein. Das war eine Handlung Gottes

Nun sind fast wieder 2000 Jahre um und wir können selbst erkennen, daß sich die Lage der Menschheit durch ihre von Gott abgewandte Handlungen immer mehr zuspitzt.

>Hat er den Menschen durch ebensolche „Zufälle“ geholfen ohne dass sie es wussten, dass all diese Zufälle von Gott kamen?
>Zufälle passieren eigentlich öfters und nicht nur wenn man betet. Gehen diese Zufälle auch von Gott aus oder nur die erbetenen?

Es gibt keine Zufälle, es ist alles Führung! Gott läßt jedem Menschen seine völlige Willensfreiheit und kümmert sich sonst nicht um ihn. Wer Gott liebt, was heißt, wer Gottes Gebote tatsächlich im Leben anwendet und sich unter Gottes Schutz stellt, der wird vor vielem bewahrt.

>gibt es eigentlich mehrere Götter? Schließlich gibt es auch mehrere Religionen. Einige Religionen bezeichnen sich als polytheistische Religionen, wie zum Beispiel der Hinduismus. Etwas kindlich gefragt: machen sich Götter untereinander aus wem sie helfen? :wink:

Gott ist ewig, allmächtig, allwissend, vollkommen, unendlich und sein Wesen ist die Liebe. Aus dieser Definition geht schon hervor, daß es nicht zwei oder mehrere Götter geben kann.

>inwiefern hatte Gott seine Finger im Spiel als sich Menschen - im Namen Gottes (egal ob die jetzt dem Islam, Christentum oder sonst einer Religion angehörten) - gegenseitig abgemurkst haben? Oder was tat Gott, als Adolf Hitler davon sprach, dass Gott ihm zur Seite stand? (wobei ich jetzt keine politische Diskussion entfachen möchte; primäre geht es mir darum, dass Leute auch „für Gott“ gemordet haben: Kreuzzüge; im Islam erleben wir ja das Sterben für Gott ja heute noch)

Gott ist die Liebe und rief uns in Jesus auf unsere Feinde zu lieben und gab das Gleichnis vom barmherzigen Samariter! Also gefallen ihm unsere bösen Handlungen nicht. Aber er läßt uns unsere Willensfreiheit

>ich persönlich habe über zehn Jahre lang jeden Tag gebetet. Das fand nicht aus purer Überzeugung sondern vielmehr als Ritual statt. Dennoch denke ich mir, dass Gott das ja irgendwie positiv aufgefasst haben müsste. Ich möchte mich da jetzt nicht als von Gott bestraftes Kind hinstellen, dennoch habe ich in meiner Kindheit eine Anzahl von Schicksalsschlägen erleben müssen, die vermutlich für eine 30-Jährige Person gereicht hätte. Mit Sicherheit gibt es auch noch Menschen, die weitaus ärmer dran sind als ich. Was macht Gott bei denen?

Durch Schicksalsschläge lernt und reift der Mensch schneller. Wenn wir einmal im Jenseits leben werden wir dankbar für diese Schicksalsschläge und für ein schweres Leben sein!!!

>wenn man betet, dass in der Welt der Hunger und das Leiden weniger werden solle, macht dann Gott was? Hat Gott denn eigentlich nicht diese Welt erschaffen?

Natürlich hat Gott die Welt erschaffen, aber er will, daß wir persönlich etwas tun! Beten ist billig, tun ist da schon viel schwerer!

>handelt die Kirche in Gottes Sinne? Was spielt der Papst für eine Rolle?

Jesus hat eine Kirche in den Herzen der Menschen geschaffen, in die alle Menschen leicht eingehen können. Es ist ein Weg von 30 cm, der Weg vom Gehirn bis zum Herzen!
Jesus hat kein Ämter und keine Kirchenbauwerke geboten. Er gab uns aber das Gebot, daß wir uns untereinander lieben! (Joh 13,34)

Helmut

Hallo Christoph,

bevor ich zu deinen einzelnen Fragen komme, möchte ich vorab anmerken, dass es uns Menschen mit unserem begrenzten Verstand niemals möglich sein wird, ein allmächtiges, allgegenwärtiges und allwissendes Wesen wie Gott, das den Grenzen von Zeit und Raum nicht unterworfen ist, vollständig zu erfassen bzw. zu verstehen. Wenn wir mit unserem Verstand Gottes Wesen begreifen und alle seine Handlungen verstehen würden, dann wäre Gott ja weniger als wir und damit kein Gott mehr.
Die Bibel sagt uns: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, sondern soviel der Himmel höher ist als die Erde so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ (Jes 55,8.9)
Es gibt daher zwangsläufig Fragen, über die wir zwar alle möglichen Mutmaßungen anstellen können, aber auf die wir letztlich keine definitive Antwort haben. Das ist für mich aber Grund, den christlichen Glauben zu verwerfen.

[…]

  • was genau hat die Zeit mit Gott zu tun?

Gott selbst unterliegt nicht den Gesetzen von Zeit und Raum, sondern Gott hat Zeit und Raum erschaffen.

Warum wurde Jesus erst vor 2.000 Jahren geboren und nicht schon
vielfrüher?
Beziehungsweise was machte Gott all die Jahre davor?

Nachdem ich an Schöpfung glaube, hat sich Gott den Menschen schon immer offenbart, seit es Menschen gibt. Im Alten Bund tat er das vorwiegend durch die Propheten, die sein Wort und seinen Willen verkündet haben und im Neuen Bund begegnet uns Gott in Jesus Christus.

Hat er den Menschen durch ebensolche „Zufälle“ geholfen ohne dass sie
es wussten, dass all diese Zufälle von Gott kamen?

Meines Erachtens geschieht nichts ohne dass Gott es zulässt. Aber das schliesst ja Zufälle z.B. im Leben von Menschen, die nicht an den Gott der Bibel glauben, nicht aus.

  • gibt es eigentlich mehrere Götter? Schließlich gibt es auch
    mehrere Religionen. Einige Religionen bezeichnen sich als
    polytheistische Religionen, wie zum Beispiel der Hinduismus.
    Etwas kindlich gefragt: machen sich Götter untereinander aus
    wem sie helfen? :wink:

Gemäß der Bibel gibt es nur einen Gott und dieser Gott hat Himmel und Erde geschaffen. Vor diesem einen, wahren Gott werden sich eines Tages auch alle Menschen verantworten müssen. Die sog. Götter aller anderen Religionen sind aus Sicht der Bibel Götzen.

  • Zufälle passieren eigentlich öfters und nicht nur wenn man
    betet. Gehen diese Zufälle auch von Gott aus oder nur die
    erbetenen?

S.o. Ohne dass Gott es zulässt, geschieht nichts. Das gilt für alle Dinge und nicht nur für die von dir angesprochenen Zufälle. Das heißt aber nicht, dass alles, was geschieht, von Gott verursacht wird. Siehe hierzu z.B. die Geschichte von Hiob. Das Leid, das Hiob widerfahren ist, wurde nicht von Gott verursacht, aber Gott hat es dem Teufel gestattet, den Glauben Hiobs zu prüfen.

  • inwiefern hatte Gott seine Finger im Spiel als sich Menschen
  • im Namen Gottes (egal ob die jetzt dem Islam, Christentum
    oder sonst einer Religion angehörten) - gegenseitig abgemurkst
    haben? Oder was tat Gott, als Adolf Hitler davon sprach, dass
    Gott ihm zur Seite stand? (wobei ich jetzt keine politische
    Diskussion entfachen möchte; primäre geht es mir darum, dass
    Leute auch „für Gott“ gemordet haben: Kreuzzüge; im Islam
    erleben wir ja das Sterben für Gott ja heute noch)

Viele Menschen haben sich bei ihren Taten auf den Namen Gottes berufen, aber das heißt ja nicht, dass sie tatsächlich Gottes Willen taten. Schreckliche Dinge wie die Inquisition etc. sind menschliche Verirrungen, die fälschlicherweise meinten oder zumindest vorgaben, im Sinne Gottes zu handeln.

  • ich persönlich habe über zehn Jahre lang jeden Tag gebetet.
    Das fand nicht aus purer Überzeugung sondern vielmehr als
    Ritual statt. Dennoch denke ich mir, dass Gott das ja
    irgendwie positiv aufgefasst haben müsste.

Wenn es lediglich ein Ritual war, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass Gott daran Wohlgefallen hatte. Gott sieht in das Herz der Menschen. Er möchte von uns geliebt werden und wir sollen uns bemühen, nach seinem Willen und seinem Wort zu leben. Ein Beten ohne wahren Glauben, einfach als Ritual, ist wie wenn ich vor Gott meine Sünden bekenne ohne diese wirklich zu bereuen und denke, allein durch ein formales „Gott vergib mir“ wäre die Sache erledigt.

Ich möchte mich da
jetzt nicht als von Gott bestraftes Kind hinstellen, dennoch
habe ich in meiner Kindheit eine Anzahl von Schicksalsschlägen
erleben müssen, die vermutlich für eine 30-Jährige Person
gereicht hätte. Mit Sicherheit gibt es auch noch Menschen, die
weitaus ärmer dran sind als ich. Was macht Gott bei denen?

Es gibt eine Vielzahl von Zeugnissen von Menschen, denen Gott in der Not geholfen hat. Allerdings hilft Gott nicht in allen Fällen und letztlich wissen wir nicht, warum Gott die einen von ihren Leiden berfreit und die anderen nicht. Schicksalsschläge können uns auch helfen, den Weg in die richtige Richtung zu finden. So gibt es nicht wenige Menschen, die z.B. durch eine schwere Krankheit oder durch einen erlittenen Unfall anfingen, darüber nachzudenken, ob unser Leben hier auf Erden wirklich Alles ist. So mach einer ist durch solche schrecklichen Ereignisse erst zum Glauben an Gott gekommen. Natürlich wissen wir in vielen Fällen auch im Nachhinein nicht, warum uns nun dieses oder jenes widerfahren ist. Aber ich bin mir sicher, wir werden eines Tages von Gott die Antwort erfahren.

  • wenn man betet, dass in der Welt der Hunger und das Leiden
    weniger werden solle, macht dann Gott was?

Das kann ich nicht nachprüfen. :wink: Aber du solltest nicht vergessen, dass Gott uns Menschen einen freien Willen gegeben hat und viel Leid auf dieser Welt durch uns Menschen verursacht ist. Seien es Verbrechen, Kriege etc. Auch der Hunger in der Dritten Welt ließe sich stillen. Leider leben wir ja aber in einem System, in dem überschüssige Nahrungsmittel vernichtet werden müssen und aus Wettbewerbsgründen nicht einmal billig verkauft oder in den Läden verschenkt werden dürfen usw.

Hat Gott denn eigentlich nicht diese Welt erschaffen?

Gott hat die Welt als Paradies erschaffen, ohne Krankheiten und sonstiges Leid. Durch die Abwendung des Menschen von Gott (der Preis des freien Willens) müssen wir heute leider in einer Welt voller Sünde und Leid leben. Aber als Christen haben wir den Ausblick auf eine Ewigkeit bei Gott in Herrlichkeit. Auch wenn es auf Erden im Leben oft schmerzlich ist, so sind die paar Jährchen, die wir hier verbringen, nicht mal ein Fingeschnipsen verglichen mit der Ewigkeit.

  • handelt die Kirche in Gottes Sinne? Was spielt der Papst für
    eine Rolle?

Es gibt viele Kirchen, insofern kann man das nicht so pauschal sagen. Ich bin z.B. aus der katholischen Kirche ausgetreten, da ich vieles, was dort gemacht wird, mit der Bibel und damit dem Wort und Willen Gottes nicht in Einklang bringen kann. Dazu gehört für mich auch das Papsttum. Für mich sind die Aussagen des Papstes daher in Glaubensdingen auch nicht maßgeblich.

Ich hoffe, dass du dich durch meine etwas kritischen
Äußerungen nicht irgendwie persönlich angegriffen fühlst.

Keineswegs, solange eine Diskussion sachlich geführt wird, ist dagegen nichts einzuwenden, auch wenn die Fragen/Äußerungen kritisch sind. :smile:

Gruß
Michael

jep stargate ist klasse

@ wolfgang stimmt, das interessiert mich ja so an religionen und mythologien

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