Kontaktdaten preisgeben bei Wohnungssuche?

Bin seit einigen Wochen auf Wohnungssuche. Über Internet und Zeitungsanzeigen. Immer wieder melden sich Makler/Vermieter die mir Wohnungen anbieten, aber mich dabei total ausfragen. Gegen Fragen wie:„Besitzen Sie Haustiere? Was machen Sie beruflich usw…?“ habe ich nichts dagegen aber zum Teil werde ich nach meiner jetzigen Anschrift, Name meines Mannes, dessen Arbeitsplatz (also auch Adresse, Firmenname usw)ausgefragt. Von einer Wohnungsbesichtigung wurde jedoch noch gar nicht gesprochen. Soetwas macht mich immer misstrauisch. Wer kennt sich aus? Sind solche Fragen normal?

Bitte um Antwort.

Hallo AnikaT7,

ich kann dir leider nicht sagen wo du etwas geschriebenes darüber findest, ich verstehe allerdings, dass dir das nahe geht und habe deshalb mal im Internet nachgeschaut.

Bei Focus findet man folgendes:

"Schummeln erlaubt
Indiskrete Fragen des Hausbesitzers müssen angehende Mieter zwar nicht beantworten. Wer mauert, verspielt aber seine Chancen auf den Vertrag. Wird die Inquisition all zu penetrant hilft daher nur eines: Lächeln und Lügen.

Wohnungssuchende müssen ihrem potenziellen Vermieter oft eine wahre Flut von Fragen beantworten.
Was nutzt es, wenn der Wohnungssuchende das Recht hat, einzelne Fragen nicht zu beantworten. Keine Antwort heißt in der Praxis keine Wohnung. Deshalb rät der Deutsche Mieterbund: Beantworten Sie ruhig alle Fragen. Die, die den Vermieter etwas angehen, beantworten Sie wahrheitsgemäß. Für alle Erkundigungen, die mit dem Mietvertrag nichts zu tun haben, gilt: Schummeln erlaubt.

Alle Fragen, mit denen abgeklärt werden soll, ob der Mieter die zukünftige Wohnung bezahlen kann, also zum Beispiel Fragen nach dem Einkommen und nach dem festen Arbeitsplatz müssen Sie ehrlich beantworten. Die Wahrheit muss der Mieter auch sagen oder schreiben, wenn es darum geht, wer und wie viele Personen in die Wohnung einziehen sollen.

Dinge, die mit dem Mietvertrag nicht unmittelbar etwas zu tun haben, gehen den Vermieter nichts an. Das sind etwa Fragen, ob Kinder geplant sind, ob die Ehefrau schwanger oder der Ehepartner Ausländer ist, ob Vorstrafen vorliegen, wie man sich die ideale Wohnungseinrichtung vorstellt, ob man Mitglied einer Partei ist usw. Hier kann der Mieter angeben, was ihm am besten gefällt oder was der Vermieter wahrscheinlich wohlwollend aufnimmt.

Schufa-Auskunft ist erlaubt

Um sicher zu gehen, dass der künftige Mieter die Wohnung bezahlen kann, verlangen viele Vermieter und Makler eine Selbstauskunft der Schufa. Wenn Sie die Wohnung haben wollen, müssen Sie die wohl oder übel beibringen. Einige Vermieter und Makler lassen sich die Auswertung der Fragebögen bezahlen. Wenn Sie mitspielen, können Sie das Geld später zurückfordern."

Desweiteren kannst du noch hier weiterlesen…

http://www.welt.de/finanzen/article2475296/Was-neugi…

ich hoffe das hilft. Viel Erfolg bei der Wohnungssuche.

Liebe Grüße

Jenni

Hallo,

ja, ich denke solche Fragen sind normal. Ehe man überhaupt jemanden zu einer Wohnungsbesichtigung einlädt, muss man doch wissen, ob er als Mieter in Frage kommt. Wenn keine Haustiere erlaubt sind, wenn man Mieter mit einem festen Job möchte etc fragt man das alles vorher ab.
Allerdings würde ich dem auch Grenzen setzen: detaillierte Daten herausgeben würde ich nicht, sondern dann anfragen, ob man einen Bogen zur Selbstauskunft zugesandt bekommen kann. Und vor dem Zurücksenden vorher dann checken, ob das Maklerbüro auch wirklich existiert.

Viel Erfolg!