Kontaktflächen-Reinigungsmittel: langzeitstabil ?

Tag,

für metallische Kontakte gibt es verschiedene spezielle Reinigungsmittel, die manchmal
auch als Kontaktöl etc. bezeichnet werden.

Sinn dieser Substanzen soll sein, leicht korrodierte Metallflächen - z.B.
in Schaltern und an Elektronik-Steckkontakten - von der Oxid-/Sulfatschicht etc.
zu befreien, um eine besseren elektrischen Kontakt zu gewährleisten. Desweiteren sollen die Flächen längerfristig vor solchen isolierenden Schichten geschützt werden.

Beispiel: Reinigungsmittel: „Kontakt 60“ (kleine Sprühdose) von einem grossen deutschen Elektronik-Händler. „Das spezielle, oxidlösende Reinigungsmittel für Kontakte
aller Art“ - steht u.a. da drauf, sowie „Aerosol nich einatmen …“ etc.

Ausserdem bleibt bei der ‚Anwendung‘ offenbar ein winzig dünner ölartiger Film
zurück, der weitere Oxidation usw. verhindern soll.

Wie ich feststellen konnte, funktionieren diese Substanzen zumindest schonmal
‚kurzfristig‘ - z.B. bei Audio-Steckern, Computer-Steckkarten.

Unklar ist aber noch:

(1) Wie sieht es mit der LANGZEITSTABILITÄT aus ?

(2) Welche sonstigen _elektrischen_ Nachteile sind zu erwarten ?

Danke für Hinweise,

-Thomas

Hallo Thomas,
Kontakt 60 ist ein Reiniger, Kontakt 61 ist der Kontaktschutz. Aber eigentlich sollten Kontakte überhaupt nicht durch irgendwelche Mittelchen geschützt werden müssen. Wie willst Du denn kontrollieren, daß auch überall was hingekommen ist?
Die richtige Maßnahme besteht darin, geeignete Kontaktmaterialien zu verwenden. Das ist je nach Kontaktbelastung (Strom, Spannung, Funkenbildung etc.) ein anderes Material (vergoldet, Silber) und eine andere Konstruktion (selbstreinigend, geschlossen). Besorg Dir mal einen aussagekräftigen Katalog eines Herstellers von Relais, dort findet man oft eine Übersicht über die verschiedenen Kontaktarten.
Gruß
Axel