Kontaktprobleme an Elektronikkarten durch Oxidatio

Hallo,

ich habe wieder eine interessante Frage, die mich sehr interressiert.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mit mir auch dieses Mal wieder Eure Erfahrungen diesbezüglich mit mir teilt.

Gestern war ich an einer Druckmaschine, die 9 Jahre alt ist! Diese zeigte im Maschinenduisplay und während des Betriebes verschiedene nicht reproduzierbare Störungen von Stellantrieben an sowie manche Programmabläufe wurde abgebrochen oder nur zum Teil ausgeführt.
Diee Maschine ein und wieder ausschalten brachte, das andere Fehler angezeigt wurden.

Ich vermute das die Elektronikkarten Kontaktprobleme in den Einschüben, so ähnlich wie bei PC-Karten nur noch größer, haben.

Ich hatte kein Kontaktspray zur Hand und habe aus diesem Grund die Karten nur mehrmals rausgezogen und wieder reingesteckt, um die eventuell vorhandene Oxidschicht zu „entfernen“.
Was haltet ihr von diesem Vorgehen? Kann meine Vermutung mit den Kontaktproblemen wahrscheinlich sein und würde Kontaktsprax nachhaltig helfen?

Ich muss sagen, dass ich mir gar nicht so richtig vorstellen kann, dass bei 5V Elektronikspannungen, sich auf diese Art und Weise ein Kontaktproblem ergeben kann. Der Widerstand muss ganz schön „groß“ werden, damt Kommunikationsstörungen auftreten.

Eventuell ist es auch so das eine Elektronikkarte langsam alterserscheinungen und sporadische Ausfälle zeigt.
Ich habe mal gehört das man Karten auch mit Eisspray oder Druckluft ansprühen kann, wodurch die Karten runtergekühlt werden und sich dort vorhandene Fehler schneller zeigen. Stimmt das?

Ich würde mich Freuen, wenn Ihr Eure Erfahrungen mit mir teilt.

Einen schönen Tag wünscht Matthias.

Umgebung?
Hallo Matthias,

wie ist denn die Umgebung der Maschinen?

  • Lösungsmittel in der Luft
  • Wärme
  • Feuchtigkeit

Ich vermute das die Elektronikkarten Kontaktprobleme in den
Einschüben, so ähnlich wie bei PC-Karten nur noch größer,
haben.

Ja das kann der Grund sein.

Ich hatte kein Kontaktspray zur Hand und habe aus diesem Grund
die Karten nur mehrmals rausgezogen und wieder reingesteckt,
um die eventuell vorhandene Oxidschicht zu „entfernen“.

Gut, aber bitte kein Kontaktspray an Elektronik! Nur Tunerspray oder ölfreie Reiniger.

Was haltet ihr von diesem Vorgehen? Kann meine Vermutung mit
den Kontaktproblemen wahrscheinlich sein und würde
Kontaktsprax nachhaltig helfen?

Nein.

Ich muss sagen, dass ich mir gar nicht so richtig vorstellen
kann, dass bei 5V Elektronikspannungen, sich auf diese Art und
Weise ein Kontaktproblem ergeben kann. Der Widerstand muss
ganz schön „groß“ werden, damt Kommunikationsstörungen
auftreten.

Falsch. Die hauchfeine Oxidschicht wird von so wenig Strom nicht saubergebrutzelt wie bei einem Lichtschalter.

Eventuell ist es auch so das eine Elektronikkarte langsam
alterserscheinungen und sporadische Ausfälle zeigt.

Es gibt auch noch das Phänomen der Whiskers-Bildung. Daher meine Frage nach der Umgebung. Da hilft dann die Leiterplatten vorsichtig abzuschrubben.

Ich habe mal gehört das man Karten auch mit Eisspray oder
Druckluft ansprühen kann, wodurch die Karten runtergekühlt
werden und sich dort vorhandene Fehler schneller zeigen.
Stimmt das?

Damit kann man versuchen Fehler räumlich zu lokalisieren. Funktioniert aber nur bei mechanischen Schäden wie z.B. Haarrisse in Leiterbahnen, innerhalb von Bauteilen, gelöste Verpressungen an Widerständen.

Gruß

Stefan

Hi Stefan,

Gut, aber bitte kein Kontaktspray an Elektronik! Nur
Tunerspray oder ölfreie Reiniger.

Oder ein gutes Radiergummi aus Kunstoff (evtl. in Form eines Radierstiftes), nicht diese bräunlichen Sandwiches.
als Idee: http://www.yatego.com/printspeed/p,4479bb12cb2cb,446…

mfg Ulrich

Hallo,

Gut, aber bitte kein Kontaktspray an Elektronik! Nur
Tunerspray oder ölfreie Reiniger.

Warum?
Ich benutze das Zeug seit Jahren und habe stets gute Erfahrungen damit gemacht. Die behandelten Kontakte haben jeweils jahrelang ohne weitere Probleme funktioniert.
Natürlich meine ich Kontaktspray und nicht WD40 o.ä. aus dem Automobilbereich. Und natürlich funktioniert das nicht mit allen Kontaktmaterialien.
Gruß
loderunner

Hi, auch bei 5 V können durchaus schon Ströme im Amperebereich fließen. Kannste selber ausrechnen: 1,3 Ampere bei 3,25 Ohm Übergangswiderstand …

Salü

HM

Oder ein gutes Radiergummi aus Kunstoff (evtl. in Form eines
Radierstiftes), nicht diese bräunlichen Sandwiches.

Hi,
ja egal… hauptsache die Kontaktflächen weden wieder blank.

Die Warnung gegen Kontaktsprays rührt übrigens noch aus „alten“ Zeiten. Gerät auf, Kontaktspray rein, Decjkel zu und Gerät an – brutzel - weil so schnell nicht alles verdunsten kann treten Fehlströme/Kriechströme/Kurzschlüsse auf.

Wenn man die Bauteile ausgebaut hat und außerhalb besprüht bzw. längere Zeit bis zum Einschalten wartet, sind alle flüssigen Bestandteile der Sprays verdunstet und es ist kein Problem.

Druckluft soll eigentlich auch der Reinigung dienen… wirkt aber nicht so wie die Kontakte manuell zu „deoxidieren“ (z.B. mit Radiergummi oder einfach fuselfreiem rauhen Tuch abreiben)

CU
BJ