Kontingenz - pos. Verstärkungslernen

Ich schon wieder.

Hallo,

Ich komm mir echt schon dumm vor bei den ganzen Fragen, die bei mir in letzter Zeit auftauchen. *g*
Aber diesmal seid ihr meine letzte Hoffnung :confused:
Ich bin das jetzt echt schon so oft durchgegangen und wahrscheinlich ist die Antwort e super einfach, aber ich komm nicht darauf.

Die Frage (Prüfungsfrage) lautet:
a. Beschreibe die Kontingenz für positives Verstärkungslernen formal (und Komponente erklären)
b. Die Komponenten (s.o.) richtig verändern, wenn es zur Auslöschungsphase kommt (und erklären).

Was wir bzgl. dieser Frage gemacht haben ist: Kontingenz formal, Recorla & Wagner (klassische Kond., inkl. Blockierungsphänomen), lineares Modell von Bush & Mosteller zur Erklärung der Änderung der Reaktionswkt bei pos. Verstärkung, Theorie von Daily & Daily (instrumentelle/operante Kond.), Reiz-Stichproben - Theorie (Vermeidungslernen).

Bei dieser Prüfung habe ich die Formel von Bush & Mosteller verwendet, weil Lamda hier ja die Verstärkung beschreibt und bei der Extinktion die Verstärkung wegfällt (also Lamda = 0)
Die Antwort dürfte aber nicht richtig gewesen sein, da ich die Prüfung nicht bestanden habe… und am Di wiederhole ich und hab die Lösung für diese Frage noch immer nicht.

Ich bin euch für mögliche Hilfe sehr dankbar!

LG, Christiane

Hallo Christiane,

ohne zu wissen, was von euch erwartet wird, würde ich sagen:

SD: R -> Sr+

und

SD: R -> Sr+

Bei der Extinktion wird die Wahrscheinlichkeit, auf die operante Reaktion einen positiven Verstärker zu erhalten, auf Null gesetzt.

Was meinst Du?

Beste Grüße,

Oliver

Hallo,

ohne zu wissen, was von euch erwartet wird, würde ich sagen:

SD: R -> Sr+

und

SD: R -> Sr+

Die Formel haben wir nicht gemacht. Aber eigentlich könnte ich diese doch auch verwenden, da die Frage nur lautet, dass man eine passende Formel verwenden soll. Was bedeuten die Komponenten?
SD ist das Vestärkunglernen
R die Reaktion bzw. das Verhalten und
Sr+ die Verstärkung ?
Hab leider kein Buch zur Allgemeinen Psychologie, da ich so etwas eigentlich immer schnell versehe.

Bei der Extinktion wird die Wahrscheinlichkeit, auf die
operante Reaktion einen positiven Verstärker zu erhalten, auf
Null gesetzt.

Was meinst Du?

Ja, das stimmt sicher. Aber was hat das alles mit der Kontingenz zu tun? Man soll ja die Kontingenz für pos. Verstärkungslernen formal beschreiben?
Ich hätte, wie schon gesagt die Theorie von Bush & Mosteller verwendet und die von Recorla & Wagner zieh ich auch noch in Betracht.

Eine von mir unten angeführte Theorie kann also nicht angewandt werden?

glG, Christiane

Hallo Christiane,

das ist mal wieder so ein Fall, in dem ich mich über die unterschiedliche Lehre an den Unis wundere. Die „Formel“, die ich Dir nannte, ist nämlich die Notation der sogenannten „three-term contingency“ von Skinner.

SD ist der diskriminative Stimulus,
R die operante Reaktion.
Sr+ der positive Verstärker.

Wenn ihr das nicht besprochen habt (was mich wundert), dann wird es Dir in der Prüfung wohl wenig nützen.

Ich hätte, wie schon gesagt die Theorie von Bush & Mosteller
verwendet und die von Recorla & Wagner zieh ich auch noch in
Betracht.

Eine von mir unten angeführte Theorie kann also nicht
angewandt werden?

In Prüfungen kommt es immer darauf an, genau das zu treffen, was der Prüfer will. Da ich nicht weiß, wie euer Kurs gelaufen ist, weiß ich nicht, was der Prüfer vermutlich hören will. Mit Rescorla-Wagner kann man Extinktion beschreiben, das Modell bezieht sich aber auf klassische Konditionierung.

Beste Grüße,

Oliver

In Prüfungen kommt es immer darauf an, genau das zu treffen,
was der Prüfer will. Da ich nicht weiß, wie euer Kurs gelaufen
ist, weiß ich nicht, was der Prüfer vermutlich hören will. Mit
Rescorla-Wagner kann man Extinktion beschreiben, das Modell
bezieht sich aber auf klassische Konditionierung.

Kann man aber auch bei instrumenteller anwenden…
Kontingenz haben wir gemacht, bisschen später haben wir die Theorien gemacht, aber da war nie ein Zusammenhang mit Kontingenz.
Ja, hatte nur gedacht, dass es da vielleicht nur eine Theorie dazu gibt. Trotzdem danke!

Lg, Christiane

Kontingenz haben wir gemacht, bisschen später haben wir die
Theorien gemacht, aber da war nie ein Zusammenhang mit
Kontingenz.

Das ist seltsam, weil Kontingenz oft als Voraussetzung für Konditionierung gilt, insbesondere für Rescorla.

Ja, hatte nur gedacht, dass es da vielleicht nur eine Theorie
dazu gibt.

Wie so oft, gibt es mehrere Theorien dazu. Die operante Konditionierung wird z.B. durch das quantitative Effektgesetz (Herrnstein, 1970) beschrieben.

Trotzdem danke

Bis demnächst!

Beste Grüße,

Oliver

Kontingenz haben wir gemacht, bisschen später haben wir die
Theorien gemacht, aber da war nie ein Zusammenhang mit
Kontingenz.

Das ist seltsam, weil Kontingenz oft als Voraussetzung für
Konditionierung gilt, insbesondere für Rescorla.

Das versteh ich eben nicht. Ich dachte, es ist generell so, dass Kontingenz bei der Konditionierung gegeben sein muss? Sonst könnten Verhalten & Verstärkung ja nicht assoziiert werden? Demnach könnte man die ja mit allen Formeln beschreiben, die sich für die Erklärung der pos. Verstärkung eignen?

Wie so oft, gibt es mehrere Theorien dazu. Die operante
Konditionierung wird z.B. durch das quantitative Effektgesetz
(Herrnstein, 1970) beschrieben.

Mach trotzdem noch einmal einen Versuch :wink:
Mh die Formel von Bush & Mostller würde ja so aussehen

pt+1 = (1 - Alpha) * pt + Alpha * Landat
Dabei wär pt+1 die Reaktionswahrscheinlichkeit im Durchgang t+1
pt jene im Durchgang t
Alpha die Lernrate
Landa wird gleich 1 gesetzt, wenn Verstärkung
Landa wird gleich 0 gesetzt, wenn keine Verstärkung (da könnte man dann doch die Extinktion beschreiben?)
Und es ist die einzige Formel, die wir gemacht haben, die sich (steht nur da im Skript) für positves Verstärkungslernen eignet.
Und da gibts auch noch eine Komponente bi, die für alle Durchgänge konstant ist und unabhängig von der Durchgangsnr ist (also eine nicht-kontingente Verstärkung beschreibt)

Könnte die Frage mit der Formel beantwortet werden?
Sorry, dass ich noch einmal frage! Bin einfach so fest davon überzeugt, dass es die Formel ist und wenn mir jmd sagen könnte, dass sie falsch ist, komm ich vielleicht von der Formel weg :wink:

LG, Christiane

durch das quantitative Effektgesetz (Herrnstein, 1970) beschrieben.

Herrnstein? Matching Law haben wir durchgenommen - hab gerade im Internet gesehen das dieses von ihm ist…auch für pos. Verstärkung…

Hallo Christiane,

ich habe Dir Deine Fragen per Mail beantwortet.

Beste Grüße,

Oliver

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