Konto in USA + Kreditkarte?

Hi!

Kann ich als Deutscher mit ständigem Wohnsitz Deutschland ein Konto in den USA eröffnen, dies mit ausreichend Kapital bestücken und auf dieses Konto eine Kreditkarte laufen lassen (VISA oder MasterCard)?

Es geht mir darum, dass bei einem Kreditkarteneinsatz im Nicht-EU-Raum die deutschen Banken exorbitante Zinsen für jede Transaktion verlangen, während ein solches Bankenverhalten bei amerikanischen Kreditkarten unbekannt ist.

Grüße
Heinrich

Hallo Heinreich,

ob es geht oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber eine Überlegung will ich noch anbringen:
Die Gebühr für Auslandseinsätze beträgt bei den mir bekannten Instituten 1%. Wenn Du das Konto mit „ausreichend“ Kapital bestückst, das Guthaben und die Karte unterhälst, zahlst Du an mehreren Stellen:

  • Provision beim Währungskauf
  • Überweisungsgebühr
  • Zinsverlust USD-Guthaben vs. Euro-Guthaben (Unterschied Zinsniveau derzeit ziemlich genau 1%)
  • jährliche Kartengebühren

Ob sich die ganze Nummer angesichts der 1% Gebühren noch rechnet, wage ich zu bezweifeln. Ich habe mir die Sache vor Jahrenenden mal durchgerechnet und kam selbst mit unseren Mitarbeiterkonditionen für Umtausch und Überweisungen auf keinen grünen Zweig.

Gruß,
Christian

Hallo,

ich verstehe dein Problem nicht ganz. Was meinst du mit „dass bei einem Kreditkarteneinsatz im Nicht-EU-Raum die deutschen Banken exorbitante Zinsen für jede Transaktion verlangen“?
Das ist mir neu. Sie verlangen wie schon geschrieben wurde 1% wegen Währungsumrechnung.

Davon abgesehen: Kontoeröffnung geht. Kreditkarte wird schwieriger. Allerdings wird mit dem Konto in der Regel auch eine Debitkarte ausgegeben und das dürfte für deine Zwecke ausreichen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

ich verstehe dein Problem nicht ganz. Was meinst du mit „dass
bei einem Kreditkarteneinsatz im Nicht-EU-Raum die deutschen
Banken exorbitante Zinsen für jede Transaktion verlangen“?
Das ist mir neu. Sie verlangen wie schon geschrieben wurde 1%
wegen Währungsumrechnung.

Ich mach’s mal konkret:

Deutscher Tourist ist für sechs Wochen auf Urlaub in Australien, will nun zwei Wochen durch das Great Barrier Reef segeln und zahlt vorzugsweise mit Kreditkarte.
Die Charter, die Verpflegung, Treibstoff, Hafengebühren und was sonst noch so anfällt. Und einen ausreichenden Bargeldbestand braucht er auch. Also geht er mit seiner Kreditkarte an einen Bargeldautomaten und zieht sich ein paar hundert Aussie-Dollars.
Auf dem Kontoauszug daheim taucht zu jeder Position ein Posten auf, der nennt sich „Auslandseinsatzentgelt“ und ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Entrium (vormals Quelle-Noris-Bank) setzt 1,25% an. Die gute Postbank schlägt gleich mit 1,85% „Auslandseinsatzentgelt“ zu. Wie gesagt: Auf jede Transaktion. Bei 8000 Euro sind das bei der Postbank 148 Euro Gebühren.

Nun kommt US-Tourist nach Down Under. Macht genau die gleiche Tour. Zieht sich Aussie-Dollars, zahlt Charter-/Tank-/Restaurant-Rechnungen. Mit der gleichen Kreditkarte wie der deutsche Tourist. Nur: so etwas wie ein „Auslandseinsatzentgelt“ kennt der US-Tourist nicht.

Deshalb die Frage: Konto in den USA einrichten und Kreditkarte in den USA mit Bezug auf das US-Konto beantragen?

Grüße
Heinrich

Hallo,

ich weiß ja nun leider nicht, ob Du meine Rechnung weiter unten nachvollzogen hast.

Und einen ausreichenden
Bargeldbestand braucht er auch. Also geht er mit seiner
Kreditkarte an einen Bargeldautomaten und zieht sich ein paar
hundert Aussie-Dollars.

Aber sowas macht man doch nicht mit der Kreditkarte. Da fallen die Gebühren m.W. höher aus, als bei normalen „Auslandseinsätzen“. Barabhebungen tätigt man in jedem Land der Welt mit dem, was früher als ec-Karte bekannt war und heute BankCard oder so heißt. Da fallen keine prozenutalen Gebühren an, sondern fixe (2-5 Euro ist da m.W. die Bandbreite).

Deshalb die Frage: Konto in den USA einrichten und Kreditkarte
in den USA mit Bezug auf das US-Konto beantragen?

Wie erwähnt: Die Nummer hat sich für mich mit Mitarbeiterkonditionen schon nicht gerechnet, aber vor ca. 8 Jahren hat es sowas noch gegeben. Vielleicht mal bei der Citi nachfragen.

Gruß,
Christian

Hi!

Und einen ausreichenden
Bargeldbestand braucht er auch. Also geht er mit seiner
Kreditkarte an einen Bargeldautomaten und zieht sich ein paar
hundert Aussie-Dollars.

Aber sowas macht man doch nicht mit der Kreditkarte. Da fallen
die Gebühren m.W. höher aus, als bei normalen
„Auslandseinsätzen“. Barabhebungen tätigt man in jedem Land
der Welt mit dem, was früher als ec-Karte bekannt war und
heute BankCard oder so heißt. Da fallen keine prozenutalen
Gebühren an, sondern fixe (2-5 Euro ist da m.W. die
Bandbreite).

Hast du da Erfahrungen?

Ich weiß nur aus meinen Aufenthalten in USA, Kanada und Karibik, dass man mit EC-Karte (oder Nachfolger BankCard) recht dumm aussieht und dann doch wieder auf Kreditkarte oder Traveller-Cheques zurückgreifen muss.

Ein Bekannter hat von seinem Aufenthalt auf Fiji den Satz eines dortigen Bankangestellten mitgebracht: „Deutsche Bank? Never heared of!“

Grüße
Heinrich

Hallo

Ich weiß nur aus meinen Aufenthalten in USA, Kanada und
Karibik, dass man mit EC-Karte (oder Nachfolger BankCard)
recht dumm aussieht und dann doch wieder auf Kreditkarte oder
Traveller-Cheques zurückgreifen muss.

Zum Ursprungsthema kann ich nicht viel sagen (ausser das es ohne Probleme geht aber ganz schön teuer/nervig sein kann, das Geld auf das Konto in den USA zu bekommen), aber bzgl. EC-Karte:
Du hast doch selbst geschrieben, am Geldautomat, da hab ich noch nie Probleme gehabt. Musst du aus irgendeinem Grund Bargeld am Schalter abheben, kann dir das natürlich passieren.
Ich mache das auch so (so ziemlich weltweit), KK für Rechnungen, Bargeld am Automaten per EC-Karte. (Ausser man steuert wie ich das erste Mal vor vielen Jahren einen „bankeigenen“ Automaten an, EC-Karte nicht angenommen, keine Pin für die KK, was hab ich geschwitzt… Bis ich gemerkt hab, das es mit der KK auch nicht gegangen wäre, nur mit einen Kundenkarte der entsprechenden Bank, 5 Meter weiter stand dann ein "richtiger ATM :smile: ).

Gruß, DW.

Hallo,

heute BankCard oder so heißt. Da fallen keine prozenutalen
Gebühren an, sondern fixe (2-5 Euro ist da m.W. die
Bandbreite).

Hast du da Erfahrungen?

ja. Keine Probleme in den USA, Venezuela, Dominikanische Republik, Südafrika usw. Von Europa ganz zu schweigen. Entscheidend ist das Maestro/Cirrus-Symbol. Die Gebühr für die Abhebung wird im übrigen von der kartenausgebenden Bank festgelegt.

Ich weiß nur aus meinen Aufenthalten in USA, Kanada und
Karibik, dass man mit EC-Karte (oder Nachfolger BankCard)
recht dumm aussieht

Das muß entweder Jahrzehnte her sein oder Du hast in der Tat nur am Schalter gefragt. Hier ein Verzeichnis der Akzeptanzstellen:
http://www.bdb.de/index.asp?channel=111010&art=722&t…

Gruß,
Christian